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Die 25 coolsten Sehenswürdigkeiten in Japan [mit Karte]

Japan Sehenswürdigkeiten gibt es unzählige, da verliert man schnell den Überblick. Ich nehme dir das Chaos ab: Hier sind die wichtigsten Spots, ehrlich gefiltert und nach Priorität sortiert (inkl. Karte). So weißt du sofort, welche Highlights ein Muss sind und was du dir sparen kannst.

Japan Mount Fuji

Karte mit allen Japan Sehenswürdigkeiten

Damit du bei den vielen Japan Sehenswürdigkeiten nicht den Überblick verlierst, habe ich alle Spots für dich vorsortiert. In der Tabelle siehst du sofort, was ein „Highlight“ ist, was sich als Stopp „lohnt“ und was ich nur als „Optional“ einstufen würde. Zusätzlich habe ich alles in eine Karte eingetragen, damit du auf einen Blick weißt, wo sich jeder Spot befindet.

japan sehenswuerdigkeiten karte 01

Hinweis: Beim Smartphone die Übersicht ggf. nach rechts wischen, um alles zu sehen!

In den Städten

Japans Städte sind vor allem für ihre futuristische Architektur bekannt. Aber genau hier siehst du einen der stärksten Kontraste Japans. In Tokio steht beispielsweise der Kaiserpalast nur wenige Minuten entfernt von den Hochhaussiedlungen und auch in Osaka findest du historische Gebäude wie die Burg direkt im modernen Stadtzentrum. Und Japan wäre auch nicht Japan, wenn wir dir nicht die schönsten Tempel und Schreine sowie die coolsten Spots für die Kirschblüte und alle anderen wichtigen Sehenswürdigkeiten vorstellen.


Highlight

1. Shibuya Crossing

Highlights

  • Größte Kreuzung der Welt
  • Einer der meistfrequentiertesten Fußgängerüberwege
  • 2.500 Menschen, die gleichzeitig die Straße überqueren
  • Leuchtreklame und Neonlichter

Das Shibuya Crossing in Tokio ist wahrscheinlich DIE Sehenswürdigkeit schlechthin, wenn du das pulsierende Herz der Stadt spüren willst. Vergleichbar mit dem Times Square in New York, nur dass es sich hier um eine Kreuzung mit Fußgängerüberweg handelt, über den täglich rund 250.000 Menschen laufen. Sobald die Ampel grün wird, rennen bis zu 2.500 Menschen gleichzeitig los. Ein faszinierendes Schauspiel.

Für den besten Blick habe ich mir ein Café in einem der umliegenden Hochhäuser gesucht und das vermeintliche Chaos bei einem Heißgetränk von oben beobachtet. Sobald die Sonne untergeht, verwandelt sich alles in ein Meer aus Neonlichtern. Für mich einer der magischsten Momente meiner ganzen Japan-Reise.

Egal ob tagsüber oder nachts: Diesen Ort solltest du dir nicht entgehen lassen.


Lohnt sich

2. Kaiserpalast in Tokio

Infos

  • Tokio
  • 9:00 – 11:15 Uhr & 13:30 – 14:45 Uhr (Di-Sa)
  • kostenlos
    einige Touren und Audioguides kostenpflichtig
  • zur Tour
  • mehr Infos

Der Kaiserpalast in Tokio ist für mich der perfekte Spot, um in die Geschichte Japans einzutauchen. Wo früher die Burg von Edo stand, wohnt seit 1869 die kaiserliche Familie. Das Innere kannst du nur zu bestimmten Anlässen besichtigen, dafür bekommst du in den umliegenden Gärten einen guten Eindruck vom kaiserlichen Leben.

Beim Schlendern über das weitläufige Anwesen habe ich mich wie in einer anderen Welt gefühlt. Die Ruhe hier ist fast magisch, gerade im Kontrast zum geschäftigen Tokio und den Hochhäusern ringsum. Für mich sah es aus, als wäre die Zeit stehen geblieben. Weil du nicht hineinkommst, ist der Palast eher ein lohnenswerter Stopp als ein Pflichttermin.

Tipp: Komm während der Kirschblütenzeit, dann verwandelt sich der Park in ein perfektes Fotomotiv.


Lohnt sich

3. Asakusa-Schrein

Infos

  • Tokio
  • Mo bis Fr 9:00 – 16:00 Uhr //
    Sa, So 9:00 – 16:30 Uhr
  • kostenlos
  • mehr Infos

In Japan triffst du auf viele sogenannte Schreine, in denen heilige Gegenstände aufbewahrt werden. Ein Shintō-Schrein hingegen ist ein Ort, an dem eine einheimische Gottheit verehrt wird. Einer der bedeutendsten Shintō-Schreine, neben der berühmten Tempelanlage Senso-ji, ist der Asakusa-Schrein. Der Legende nach werden hier die drei Männer geehrt, die für den Bau des Senso-ji verantwortlich waren.

Mich hat vor allem das Zusammenspiel aus den fein verzierten Gebäuden und den ruhigen Gärten überzeugt. Ein netter Gegenpol zum Trubel rundum. Richtig lebendig wird es einmal im Jahr beim Sanja Matsuri im Mai: Dann tragen die Menschen bis zu 100 tragbare Schreine durch die Straßen, begleitet von Musik, Tanz und Prozessionen. Wenn du den Termin einplanen kannst, lohnt sich der Besuch gleich doppelt.

Map

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Highlight

4. Tokyo Skytree

Infos

  • Tokio
  • Mo bis Do 10:00 – 22:00 Uhr //
    Fr bis So 9:00 – 22:00 Uhr
  • Tembo Deck ab ¥1,800 (11,50€) // Combo Ticket (+Galleria) ¥2,700 (13,50€)
  • Tickets

Am Tokyo Skytree kam ich in Tokio einfach nicht vorbei: Mit seinen 634 Metern ist er nicht nur der höchste Funkturm der Welt, sondern nach dem Burj Khalifa und dem PNB 118 sogar das dritthöchste Bauwerk überhaupt. Für mich steht er deshalb ganz oben auf der Liste der Sehenswürdigkeiten in Japan.

Schon die aufwendig gestalteten Aufzüge haben mich beeindruckt: In nur 50 Sekunden geht es hoch aufs Tembo Deck in 350 Metern Höhe, und wer mag, fährt noch weitere 100 Meter bis zur Tembo Galleria. Von dort oben habe ich bei klarem Wetter sogar den Mount Fuji erspäht. Am meisten hat mich aber der Blick bei Sonnenuntergang gepackt, wenn die Stadt langsam in Lichtern versinkt. Für mich einer der Höhepunkte meiner ganzen Tokio-Zeit.


Lohnt sich

5. Toyosu Fischmarkt

Infos

  • Tokio
  • Mo, Di, Do bis Sa 5:00 – 15:00 Uhr
  • kostenlos
  • Besuch der Auktionshalle nur mit Anmeldung
  • mehr Infos

Wer in Japan ist, sollte unbedingt frischen, heimischen Fisch probieren. Dafür gibt es für mich keinen besseren Ort als den Toyosu Fischmarkt, den größten Großhandelsmarkt für Fisch, Obst und Gemüse des Landes. Schon um 5 Uhr morgens kehren die ersten Fischerboote mit ihrem Fang zurück, dann wird es hier richtig lebendig. Über 900 Geschäfte und Restaurants laden zum Shoppen und Schlemmen ein.

Am meisten fasziniert hat mich die tägliche Thunfisch-Auktion, die ich von der Aussichtsplattform aus verfolgt habe. Dafür solltest du dich aber unbedingt frühzeitig anmelden, die Plätze sind rar. Ein schöner Bonus: Auf der Insel Toyosu gibt’s auch einen Park mit Grillplätzen, wo der frisch gekaufte Fisch direkt gegrillt werden kann. Der frühe Start und die Anmeldung brauchen etwas Planung, belohnt wird’s aber allemal.


Highlight

6. Friedensmuseum in Hiroshima

Infos

  • Hiroshima
  • variieren je nach Saison; 7:30 bis 17:00/18:00/19:00 Uhr
  • Erwachsene ¥200 (1,20€)
  • weitere Dauerausstellungen verfügbar
  • mehr Infos

Hiroshima ist für mich ein Ort, an dem Geschichte ganz greifbar wird. 1945 wurde hier im Zweiten Weltkrieg eine Atombombe auf die Stadt abgeworfen, mit verheerenden Folgen: unzählige Todesopfer und eine Zerstörung, die die Stadt über Jahre hinweg unbewohnbar machte.

Im Friedensmuseum habe ich mehr über diesen Tag erfahren, als ich erwartet hatte. Persönliche Gegenstände und Überlebensberichte haben mich tief berührt, teils auch schockiert. Der Name Friedensmuseum kommt nicht von ungefähr: Die Ausstellung setzt sich aktiv für eine Welt ohne Atomwaffen ein. Wer sich für Geschichte interessiert, sollte sich diesen Besuch trotz der schweren Themen nicht entgehen lassen.


Highlight

7. Fushimi Inari-Taisha

Infos

  • Kyōto
  • rund um die Uhr
  • kostenlos
  • Wanderung durch den Park ca. 2-3h
  • mehr Infos

Auch der Fushimi Inari-Taisha ist ein Shintō-Schrein, und zwar einer der ältesten und bekanntesten in ganz Kyōto. Bekannt ist er vor allem für seine unzähligen roten Torii-Tore, die sich wie ein endloser Tunnel durch den Wald ziehen. Ob es wirklich genau 1000 Tore sind, habe ich offen gesagt nicht nachgezählt.

Für mich war der Spaziergang durch die Tore eines der eindrücklichsten Erlebnisse meiner ganzen Japan-Reise. Unterwegs kommst du außerdem an Souvenirshops und kleinen Ständen vorbei, an denen du Tee oder Snacks bekommst. Wenn du in Kyōto bist, würde ich dir raten, dir den Fushimi Inari-Taisha wirklich nicht entgehen zu lassen.


Highlight

8. Tempel Kiyomizu-dera

Infos

  • Kyōto
  • täglich 6:00 – 18:00 Uhr
  • ¥400 (3€)
  • Anreise am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln
  • mehr Infos

Kyōto hat unzählige Tempel, aber der Kiyomizu-dera darf auf deiner Liste nicht fehlen. Der Tempel Kiyomizu-dera ist eigentlich nicht nur ein Tempel, sondern bezeichnet mehrere buddhistische Tempel. Zusammen mit mehreren anderen Stätten der Stadt, zählt er zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Am meisten hat mich die Lage überzeugt: Der Tempel thront auf einem kleinen Berg im Osten Kyōtos und bietet einen fantastischen Blick über die ganze Stadt. Auch seine Architektur hat es mir angetan, für mich eines der schönsten Fotomotive. Der Aufstieg zieht sich zwar etwas, dafür wird man oben umso mehr belohnt. Eine perfekte Reisezeit gibt es hier eigentlich nicht: Im Frühling begeistert die Kirschblüte, im Sommer das satte Grün und im Herbst die bunte Laubfärbung.

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9. Tempel Kinkaku-ji (Goldener Pavillion)

Infos

  • Kyōto
  • täglich 9:00 – 17:00 Uhr
  • Erwachsene ¥500 (3,00€) // Kinder ¥300 (2,00€)
  • am besten früh morgens oder am späten Nachmittag besichtigen
  • mehr Infos

Ein Pavillon, der komplett in Gold erstrahlt? Genau das erwartet dich beim Kinkaku-ji, auch als „Goldener Pavillon“ bekannt. Seine oberen Stockwerke sind vollständig mit Blattgold überzogen, und wie viele andere historische Bauten Kyōtos zählt er zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Besonders spannend fand ich die Geschichte dahinter: Ursprünglich diente der Tempel dem Shogun Ashikaga Yoshimitsu als Alterswohnsitz und Reliquienhalle, der Kinkaku ist heute das einzige erhaltene Gebäude seines damaligen Wohnkomplexes. Nachdem der Kinkaku-ji mehrmals abgebrannt ist, wurde das heutige Bauwerk 1955 neu errichtet. Der Tempel ist allerdings nur von außen von den Gärten zu sehen.

Tipp: Am besten besuchst du ihn früh morgens oder am späten Nachmittag, denn tagsüber ist es hier ziemlich voll.


Lohnt sich

10. Burg von Osaka

Infos

  • Osaka
  • täglich 9:00 – 17:00 Uhr
  • ¥600 (3,60€)
  • idealerweise zur Kirschblüte besuchen
  • mehr Infos
  • mehr Infos

Zwischen lauter Tempeln überraschte mich in Japan eine ganz andere Art von Sehenswürdigkeit: die Burg von Osaka. Mit ihrer markanten Dachform, weißen Fassade und Blattgoldverzierungen zählt sie für mich zu den schönsten Burgen ihrer Art. Ihre Geschichte reicht bis 1583 zurück, als sie die größte Burg ihrer Zeit war. Durch Kämpfe, Brände und Naturkatastrophen wurde die Burg immer wieder zerstört, zuletzt im Zweiten Weltkrieg, als sie als Waffenlager bombardiert wurde. Die heutige Form stammt aus dem Jahr 1997.

Am meisten beeindruckt haben mich die Wassergräben und der Nishinomaru-Garten rund um die Burg. Im Inneren lohnt sich außerdem ein Besuch im Burgmuseum samt Hauptturm. Für mich lohnt sich ein Abstecher zur Burg von Osaka als Stopp in der Stadt allemal.


Highlight

11. Dotonbori-Viertel in Osaka

Highlights

  • Izakaya Restaurants
  • Streetfood
  • Shoppingmeile
  • Dotonbori Brücke
  • Riesige Leuchtreklametafeln

Lebenslustig, laut und lecker, so würde ich das Dotonbori-Viertel in Osaka beschreiben. Schon seit der Edo-Zeit gilt Osaka als Zentrum für Handel und Unterhaltung, und genau das spürst du bis heute in den Stadtteilen Dotonbori und Shinsaibashi. Zwischen unzähligen Izakaya-Restaurants und Bars kommen hier vor allem Fans von Shopping, gutem Essen und Nachtleben auf ihre Kosten.

Am meisten hat mir das Streetfood gefallen: Takoyaki, Ramen, Okonomiyaki und jede Menge leckere Drinks gibt es an fast jeder Ecke. Auch zum Shoppen bleibt zwischen Einkaufszentren und kleinen Läden keine Wünsche offen. Für mich hat Osaka hier ein bisschen was von New York, laut, pulsierend und mit dem Gefühl, dass die Stadt niemals schläft. Mein Lieblingsfotospot war die Dotonbori-Brücke mit der riesigen Glico-Werbetafel, aber auch die anderen Leuchtreklamen sind einen Blick wert.

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Optional

12. Minato Mirai 21

Highlights

  • Aussichtsplattform
  • Yokohama Landmark Tower and Plaza
  • Riesenrad Cosmo Clock 21
  • Segelschiff Nippon Maru
  • Mitsubishi Minatomirai Industrial Museum
  • Rinko Park

Minato Mirai 21 kannte ich vorher auch nicht, denn dieses Viertel in Yokohama ist neu, cool und ziemlich hip. Auf einem ehemaligen Hafengelände wurde hier im Rahmen eines Stadtentwicklungskonzepts das neue Zentrum der Stadt errichtet. Zu den Highlights zählen eine Aussichtsplattform, der Yokohama Landmark Tower mit seinen Boutiquen, das Segelschiff Nippon Maru aus den 1930er Jahren, das Mitsubishi Minatomirai Industrial Museum, der Rinko Park sowie eine Uferpromenade mit gehobenen Bars und Restaurants.

Am meisten hat mir das Riesenrad Cosmo Clock 21 im Vergnügungspark Cosmo World gefallen. Mit seinen 113 Metern bietet es einen tollen Blick auf die Skyline und das futuristische Viertel. Wer lieber am Boden bleibt, ist auf der Uferpromenade oder bei einer Bootstour aber genauso gut aufgehoben.

Da Yokohama etwas abseits liegt, würde ich mir Minato Mirai 21 nur dann vornehmen, wenn ich nach den großen Städten noch Zeit übrig habe.


Highlight

13. Universal Studios Japan

Infos

  • Osaka
  • variieren fast täglich zwischen 8:30 und 9:30 Uhr bis zwischen 19:00 und 22:00 Uhr
  • Erwachsene ab ¥8,600 (55,00€) // Kinder ab ¥5,600 (36,00€)
  • mehr Infos
  • Tickets

Hollywood mitten in Japan, das bekommst du in den Universal Studios Osaka geboten. Im Heimatland von Nintendo darf natürlich die SUPER NINTENDO WORLD™ nicht fehlen, mit dem weltweit ersten interaktiven Mario-Kart-Themenpark. Ich fand es mega cool, dank modernster Technologie einfach selbst mitten in einem Mario Kart Spiel zu sein und die Rennen mitzufahren.

Aber auch als Film- und Serienfan kommst du hier auf deine Kosten: Die Welt von Harry Potter, ein Minion Park, eine Jurassic-Park-Achterbahn und die Universal Film Welt warten darauf, entdeckt zu werden. Insgesamt gibt es zehn Bereiche mit Achterbahnen, Erlebniswelten und jeder Menge Highlights.

Tipp: Einzelne Attraktionen wie die SUPER NINTENDO WORLD™ oder die Harry-Potter-Welt sind sehr beliebt und haben nur begrenzte Kapazitäten. Sichere dir dein Ticket rechtzeitig im Voraus oder sei früh vor Ort.


Lohnt sich

14. Himeji Burg

Infos

  • Himeji
  • täglich 9:00 – 16:00 Uhr
    Burgturm 9:00 – 17:00 Uhr
  • ¥1,000 (6,50€)
  • unbedingt mit Tourguide besuchen
  • mehr Infos

Die Burg von Himeji hat mich mit ihrer hellen, kunstvollen Fassade sofort beeindruckt. Mit ihrer Architektur, die aussieht, als würde ein riesiger Vogel seine Flügel ausbreiten, trägt sie nicht ohne Grund den Beinamen „Burg des Weißen Reihers“. Sie stammt aus dem 17. Jahrhundert, blieb von Kämpfen und größeren Schäden verschont und zählt deshalb zu den am besten erhaltenen Burgen Japans und zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Im Laufe der Jahrhunderte wechselten hier immer wieder die Burgherren, von Herrschern bis zu Gelehrten, deren Spuren sich bis heute in den Mauern erkennen lassen. Das Gelände ist groß, plane also ausreichend Zeit für deinen Besuch ein. Besonders gut gefallen haben mir der Hauptturm und der westliche Vorhof.

Tipp: Buche dir vor Ort eine Führung, die Guides bieten Touren auf Japanisch und Englisch an. Die Geschichten der Burg gehen weit über die Infotafeln hinaus.


Lohnt sich

15. Kirschblüten in Japan

Highlights zur Kirschblüten Saison

  • Kaiserpalast in Tokio
  • Tempel Kiyomizu-dera
  • Burg von Osaka
  • Nara-Park
  • Sämtliche Parks und Gärten

Wenn du an Japan denkst, kommt dir bestimmt die Kirschblüte in den Sinn. Von zartem Weiß bis zu kräftigem Pink verwandeln die Blüten die Parkanlagen rund um die Sehenswürdigkeiten in ein einzigartiges Farbspiel. Am meisten empfehle ich dir Tempelanlagen mit großen Gärten. Hier schlägst du zur Kirschblütenzeit zwei Fliegen mit einer Klappe.

Der Begriff „Sakura“ steht nicht nur für den Frühlingsbeginn, sondern vor allem für das Kirschblütenfest, das in ganz Japan gefeiert wird. „Hanami“ wiederum bezeichnet das Betrachten der Blüten oder das Picknicken darunter. Mir ist aufgefallen, dass sich Einheimische und Touristen teils schon mittags die besten Plätze sichern, um abends unter den Kirschblüten zu feiern.


Highlight

16. Shinkansen-Züge

Wichtigste Routen

  • Tokio nach Shin-Osaka
  • Tokio nach Yokohama
  • Tokio nach Nagoya
  • Tokio nach Kyoto
  • Tokio nach Osaka

Eine der schnellsten, bequemsten und für mich coolsten Arten, Japan zu bereisen, sind die Shinkansen-Züge. Mit bis zu 320 Kilometern pro Stunde rauschen die futuristischen Züge durchs Land und verbinden die wichtigsten Städte. Noch schneller soll künftig die geplante Magnetschwebebahn sein, die die Shinkansen ergänzen wird und mit 600 Kilometern pro Stunde unterwegs ist.

Beeindruckt hat mich die Pünktlichkeit: Zwischen Kyoto und Osaka liegt die Verspätung im Schnitt bei nur 36 Sekunden, damit zählen die Shinkansen zu den pünktlichsten und sichersten Verkehrsmitteln der Welt. Auch das Innenleben ist durchdacht. In vielen Zügen lassen sich die Sitze für Gruppen drehen, und trotz der Geschwindigkeit bewegt man sich bequem im Zug.

Tipp: Buche dir einen Japan Rail Pass für unbegrenzten Zugang zu den meisten Hochgeschwindigkeitszügen und reise schnell und easy durchs Land.

Hintergrund rot

In der Natur

Bei Japan denkst du wahrscheinlich eher an Städte als an unberührte Natur. Aber gerade hier, in der Natur hat Japan viele Sehenswürdigkeiten zu bieten: Berge wie den Fuji, Nationalparks, Tierparks wie der Nara-Park und sogar Dünen wie vor Tottori und paradiesische Inseln gibt es. Die schönsten Naturhighlights findest du hier.


Highlight

17. Mount Fuji

Highlights

  • Tiefblauer Shoji-See
  • Vier weitere vulkanische Seen
  • Wandern, Klettern
  • Sonnenaufgang
  • Schreine am Fuß des Fuji

Schon aus der Ferne wirkt der Fuji beeindruckend, kein Wunder bei seinen 3.776 Metern und seinem Titel als höchster Berg Japans. Am meisten fasziniert mich seine Geschichte: Der Vulkan entstand vor rund 100.000 Jahren und wuchs erst über zahlreiche Ausbrüche zu seiner heutigen Größe, zuletzt im 18. Jahrhundert. Auch die fünf vulkanischen Seen drumherum haben es mir angetan, allen voran der tiefblaue Shoji-See.

Für viele Japaner ist der Fuji ein spiritueller Ort, ich habe ihn eher als perfekten Rückzugsort zum Wandern erlebt. Auch die Schreine am Fuß des Berges sind ein Highlight. Ganz für mich allein hatte ich ihn nicht, jährlich besteigen zwischen 200.000 und 300.000 Menschen den Berg, vor allem im Sommer. Am meisten würde ich dir eine Sonnenaufgangstour empfehlen.


Highlight

18. Arashiyama-Bambuswald

Highlights

  • Meterhohe Bambusstämme
  • Meditative Ruhe
  • Gekürzt zu einer der 100 Klanglandschaften Japans
  • Spazierrouten
  • Sonnenuntergang

Beim Spaziergang durch den Arashiyama-Bambuswald in Kyoto wurde mir klar, wie anders Wälder in Japan aussehen können. Statt gewohnter Bäume ragen hier riesige Bambusstämme weit über meinen Kopf hinaus. Für mich eine der faszinierendsten Sehenswürdigkeiten Japans. Die besondere Ruhe an diesem Ort war fast meditativ, wie in einer anderen Welt.

Das liegt wohl auch am Rauschen der Bambusblätter, diesen Klang hat Japans Umweltministerium zu einer der „100 Klanglandschaften Japans“ gekürt. Durch den Wald führen verschiedene Spazierrouten, auf denen ich mir Zeit gelassen und alles in meinem Tempo erkundet habe. Tagsüber wird es hier leider ziemlich voll, daher lohnt sich ein Besuch früh morgens oder zum Sonnenuntergang. Der Wald ist übrigens rund um die Uhr kostenlos zugänglich.


Highlight

19. Insel Miyajima mit dem Itsukushima-Schrein

Highlights

  • Itsukushima-Schrein
  • Rotes Torii
  • Berg Misen
  • Wildtiere wie Sika-Hirsche und Japan-Makaken
  • Zahlreiche Festivals

Miyajima, offiziell Itsuku-shima, wird auch „Schrein-Insel“ genannt, und das aus gutem Grund. Das Herzstück der Insel ist für mich der Itsukushima-Schrein, ein UNESCO-Weltkulturerbe mit seinem berühmten roten Torii im Wasser. Gegründet im Jahr 593, wirkt der Schrein bei Flut fast, als würde er auf dem Wasser schweben, ein Anblick, der mich richtig verzaubert hat. Auch der Berg Misen mit seinem dichten Wald und den tollen Ausblicken hat mich begeistert.

Auf der Insel bin ich zahmen Sika-Hirschen und Japan-Makaken begegnet, die einfach so durch die Straßen laufen. Sehenswert fand ich außerdem die fünfstöckige Pagode, den Daisho-in-Tempel mit seinen besonderen Buddhastatuen und die lebendige Omotesando-Straße mit lokalen Spezialitäten. Wenn du Festivals magst, kommst du hier auf deine Kosten. Das ganze Jahr über gibt es Events wie Feuerlauf-Zeremonien oder das Kangen-sai-Festival.

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20. Jigokudani-Affenpark

Infos

  • Yamanochi
  • täglich 9:00 – 16:00 Uhr
    Sommersaison 8:30 – 17:00 Uhr
  • Erwachsene ¥800 (5,00€) // Kinder ¥400 (2,50€)
  • am besten von Dezember bis März besuchen
  • mehr Infos

Im Jōshin’etsu-Kōgen-Nationalpark hat mich besonders das Höllental überrascht. Seinen Namen verdankt es den heißen Quellen, die dort entspringen und viel Dampf aufsteigen lassen. 1964 wurde hier der Jigokudani-Affenpark gegründet, um den Lebensraum der Makaken zu schützen, die vor allem im Winter in die Quellen steigen, um sich aufzuwärmen. Genau dabei kannst du den Affen beim Baden zuschauen, was Forscher, Fotografen und Touristen anzieht.

Der Park ist nicht eingezäunt, die Affen kommen und gehen, wann sie wollen, am ehesten zwischen Dezember und März. In den warmen Monaten werden sie zwar gefüttert, zeigen sich aber nur selten. Neben Wegen, Brücken und einem Wasserbecken für die Affen gibt es ein Besucherzentrum.


Lohnt sich

21. Nara-Park

Der Nara Park in Nara ist eine der Sehenswürdigkeiten, die für mich Tiere und Kultur perfekt vereinen. Der rund 4×2 Kilometer große Park ist bekannt für seine Kirschblüte im Frühjahr und die zahlreichen zutraulichen Sikahirsche, die sich sogar mit Snacks füttern lassen. Vorsicht schadet aber nicht. Auch der Sarusawa-Teich mit seinen Schildkröten und Karpfen hat mir richtig gut gefallen.

Wer eher auf Kultur steht, kommt bei den Tempeln Tōdai-ji und Kōfuku-ji sowie dem Schrein Kasuga-Taisha voll auf seine Kosten. Am meisten beeindruckt hat mich die große Buddha-Halle im Tōdai-ji mit dem größten Buddha der Welt, aber auch die 50 Meter hohe Pagode im Kōfuku-ji und der Shin-Yakushiji mit seinem Medizin-Buddha sind einen Besuch wert. Für mich ist Nara Park der perfekte Ort, um japanische Kultur hautnah zu erleben.


Lohnt sich

22. Shirakawa-go

Highlights

  • Häuser im Gasshō-zukuri-Stil
  • Traditionelles Bergdorf
  • Berglandschaft
  • Häuser als Museen
  • Herbergen mit traditioneller Übernachtung

Eine Reise in die Vergangenheit erwartet dich im traditionellen Bergdorf Shirakawa-go, eine der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten in der Natur Japans, am Fuße des heiligen Bergs Hakusan mitten in den japanischen Alpen. Die kleinen Häuser im Gasshō-zukuri-Stil, auch „betende Hände“ genannt, sind als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt und haben Dächer im 60-Grad-Winkel, damit ihnen die großen Schneemassen nichts anhaben können. Am meisten fasziniert hat mich die frühere Nutzung: Während man unten wohnte, zog man in den oberen Stockwerken Seidenraupen, die einzige Einnahmequelle im abgelegenen Dorf.

Nicht alle der teils 250 Jahre alten Häuser sind erhalten, manche sind noch bewohnt, andere zu Museen oder Herbergen geworden. Auch das nur 10 Kilometer entfernte Gokayama lohnt einen Besuch. Im Winter sind die Dörfer ein echtes Highlight, der Schnee verwandelt sie in ein echtes Winterwunderland.


Lohnt sich

23. Kegon Wasserfall

Highlights

  • Chūzenji-See
  • Kegon Wasserfall
  • Zwei Aussichtsplattformen
  • Nikkō-Nationalpark
  • Kleine Tempel und Schreine
  • Nikko Natural Science Museum

Der Kegon-Wasserfall zählt für mich zu den drei schönsten Wasserfällen Japans und ist eine der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten des Landes. Ganze 97 Meter stürzt hier das Wasser vom Ablauf des Chūzenji-Sees in die Tiefe. Am meisten hat mich beeindruckt, dass du den Wasserfall gleich von zwei Aussichtsplattformen aus erleben kannst: Die obere ist jederzeit kostenlos zugänglich, zur unteren am Fuß des Wasserfalls bringt dich tagsüber ein Fahrstuhl.

Rund um den Wasserfall lohnt sich außerdem ein Abstecher in den Nikkō-Nationalpark, zu kleinen Tempeln und Schreinen sowie zum Nikko Natural Science Museum. Eine bestimmte Jahreszeit würde ich dir nicht empfehlen, im Frühjahr erwacht hier die Natur, im Sommer siehst du zahlreiche Schwalben, im Herbst sorgen bunte Blätter für eine besondere Stimmung und im Winter gefriert der Wasserfall teilweise.


Optional

24. Tottori-Dünen

Highlights

  • Kamelreiten
  • Sandboarding
  • Paragliding
  • Museum für Sandskulpturen
  • Sanin Kaigan Nationalpark

An der Küste des Japanischen Meers bei Tottori warten die Sanddünen von Tottori auf dich, ein eher ungewöhnlicher Zwischenstopp abseits der klassischen Route. Sie sind die einzigen Dünen in ganz Japan, weshalb ich sie mir bei meiner Reise nicht entgehen lassen wollte. Wer sich Zeit nimmt, fühlt sich in der bis zu 50 Meter hohen Wüstenlandschaft fast wie in einer Wüste aus 1001 Nacht.

Die Dünen sind Tausende Jahre alt, der Sand kam über den Fluss Sendai ins Meer und wurde von Wind und Strömung wieder an Land gespült. Auf den 16 x 2,4 Kilometern kannst du Kamelreiten, Sandboarding oder Paragliding ausprobieren, dazu gibt es ein Museum für Sandskulpturen. Da Tottori etwas abseits liegt, würde ich die Dünen eher als Zusatzstopp einplanen, wenn du ohnehin Zeit übrig hast.


Optional

25. Strände von Okinawa

Highlights

  • Hauptinsel Okinawa Honto
  • Toguchi Beach Tomari Gusuku Park
  • Mibaru Beach
  • Sesoko Beach
  • Kumejima Insel

Ein Blick auf die Karte zeigt es schnell: Die Inselgruppe Okinawa liegt mitten im Pazifischen Ozean, ungefähr auf dem Breitengrad von Hawaii und Florida. Deshalb herrscht hier mit fast 24 Grad im Schnitt das ganze Jahr über Urlaubsfeeling. Das türkise, kristallklare Meer und die feinen Sandstrände zählen für mich zu den schönsten und ruhigsten, die ich in Japan gesehen habe. Okinawa fühlt sich ganz anders an als der Rest des Landes: mit Korallenriffen, UNESCO-Weltkulturerbestätten, Festivals und kleineren Party Spots für jeden Geschmack.

Okinawa ist allerdings weder günstig noch leicht zu erreichen, die Fähre braucht einen ganzen Tag, alternativ fliegst du mit einer der günstigeren Airlines. Genau deshalb würde ich dir Okinawa nur empfehlen, wenn du bei deiner Japan-Reise noch Zeit und Budget übrig hast, dann lohnt sich der Abstecher aber wirklich.

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