Die Küste rund um das Kap Agulhas heißt nicht umsonst „Kap der Nadeln“. Diesen Namen bekam es von portugiesischen Seefahrern, die die spitzen Riffe fürchteten, an denen unzählige Schiffe zerschellten. Insgesamt sollen vor der Küste ca. 140 Wracks liegen, was die Unberechenbarkeit dieser Stelle aufzeigt. Besonders fotogen ist das rostige Gerippe der Meisho Maru, einem japanischen Schleppnetzfischer, der 1982 in einen Sturm geriet und bis heute im Sand liegt. Ein cooler Zusatzstopp, aber kein Must-See.
Unser Tipp: Wenn du eh am Leuchtturm parkst, laufe über das Tip of Africa gleich bis zum Wrack weiter (ca. 3 km, 45 Min. pro Strecke). Alternativ kannst du die untenstehende Raserpunkt Wanderung machen. Oder du fährst einfach direkt mit dem Auto über die parallel verlaufende Küstenstraße ans Wrack ran.
6. De Mond Nature Reserve
Die Lagune des De Mond Nature Reserves liegt am östlichen Ende des langen Strands von Struisbaai. Sie wirkt fast unberührt und bietet einen wunderbaren Kontrast zur rauen Küste am Kap Agulhas. Du kannst hier viele Vogelarten beobachten, denn der Park ist für viele Tiere ein wichtiger Brutplatz. Zudem ist das Ufer des Heuningnes River der perfekte Platz für ein Picknick.
Diese Sehenswürdigkeit ist unserer Meinung nach ehrlich gesagt optional: Wenn du schon im Agulhas Nationalpark warst, bekommst du hier wenig Neues. Nur echte Naturliebhaber, Wanderfans oder Vogelfans sollten den Umweg wirklich einplanen.
Auch möglich sind die folgenden zwei Wanderungen:
Der Sterna Trail beginnt in der Nähe des Büros des Naturschutzgebiets. Der Rundweg, benannt nach der Damara-Seeschwalbe, führt über eine schwankende Hängebrücke über den Heuningnes River und bietet abwechslungsreiche Landschaften, bevor er zur Mündung des Flusses zurückführt.
Bitte beachten, dass der Sterna Trail wegen einer defekten Brücke derzeit gesperrt ist!
Aktuelle Informationen findest du hier.
Der Damara Trail ist Südafrikas erster „Slow Hiking“-Trail, erstreckt sich über 16,5 km und ist auf zwei Tage aufgeteilt. Wenn du fit genug bist, kannst du die Strecke auch an einem Tag gehen, dann aber nicht mehr „slow“ 😉
Die erste Etappe umfasst 5 km, während die zweite Etappe 11,5 km lang ist. Diese Küstenroute von De Mond nach Waenhuiskrans (Arniston) führt an bedeutenden Sehenswürdigkeiten wie der Waenhuiskrans-Höhle und historischen Fischfallen vorbei.
Am südlichen Ende des Struisbaai-Strandes, bei Arniston, liegen die Waenhuiskrans Caves. Der Name bedeutet übersetzt „Wagenhausscheune“, da die Hauptkammer so groß ist, dass angeblich ein Ochsenwagen reinpassen würde.
Für uns ein echter Geheimtipp, aber trotzdem optional: Der Haken ist, dass die Höhlen nur bei Ebbe zugänglich sind. Bei Ebbe kannst du durch die Felsen klettern und stehst plötzlich in dieser riesigen Naturhalle, während das Meer draußen donnert. Echt cool! Wer das Timing nicht hinbekommt, steht vor einer vollgelaufenen Höhle, es lohnt sich also nur, wenn der Gezeitenplan passt.
Unser Tipp: Nimm eine Taschenlampe mit und check vorher den Gehzeitenkalender.
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