Kap der Guten Hoffnung: Die perfekte Tour (Karte, Eintritt & Tipps)

12. Januar 2020 Nina von traveloptimizer

Kap der Guten Hoffnung: Die perfekte Tour (Karte, Eintritt & Tipps)

Bei einer Südafrika Reise darf natürlich ein Ausflug ans Kap der Guten Hoffnung nicht fehlen. Die berühmte Sehenswürdigkeit wird meistens mit einem Stopp in Kapstadt verbunden. Du kannst das Kap der Guten Hoffnung sowohl als Selbstfahrer, als auch in Verbindung mit einer organisierten Tour über die Kap-Halbinsel verbinden. Wir möchten dir in diesem Artikel erklären, wie du deine perfekte Tour planst. Außerdem beantworten wir häufig gestellte Fragen zum Eintritt, den verschiedenen Touren, den Pinguinen und den besten Sehenswürdigkeiten am Kap der Guten Hoffnung. Eine übersichtliche Karte zum Kap der Guten Hoffnung bzw. zur Kap-Halbinsel zur Orientierung findest du ebenfalls weiter unten.

Wo liegt das Kap der Guten Hoffnung?

Das Kap der Guten Hoffnung liegt auf der Kap Halbinsel und gehört zum Table Mountain Nationalpark (siehe Karte unten). Von Kapstadt aus fährt man ca. 1,5 Stunden bis zum Schild „Kap der Guten Hoffnung“. Dieses liegt gemeinsam mit ein paar anderen Sehenswürdigkeiten im kostenpflichtigen Nationalpark. Es handelt sich beim „Kap der Guten Hoffnung“ übrigens nicht um den südlichsten Punkt, das wäre nämlich Kap Agulhas. Stattdessen ist es der südwestlichste Punkt Afrikas.

Im Prinzip ist das Kap der Guten Hoffnung nur ein Fotostopp beim berühmten Schild inklusive einer schönen Aussicht auf den vorgelagerten Strand, das Meer und den Nationalpark. Auf der Kap-Halbinsel gibt es neben dem „Cape of Good Hope“-Schild allerdings noch viel mehr Sehenswürdigkeiten, die wir dir weiter unten noch vorstellen.

Bester Ausgangspunkt für eine Kap der Guten Hoffnung-Tour

Der beste Ausgangspunkt, um die Kap-Halbinsel als Selbstfahrer mit dem Mietwagen (hier günstig buchen)* zu erkunden ist definitiv außerhalb von Kapstadt. Der Verkehr in Kapstadt ist nämlich oft eine Katastrophe. Viel entspannter ist es beispielsweise in Simon´s Town zu übernachten und von dort aus zu starten. Hier können wir euch die Unterkunft Pinguin Palace* wirklich sehr empfehlen! Die Aussicht ist der Hammer und das Frühstück ebenfalls ein Traum.

Ein weiterer Pluspunkt für Simon’s Town ist, dass hier der Boulders Beach ist, an dem sich die Pinguin-Kolonie befindet. So könnt ihr morgens erst entspannt die Pinguine ohne Touris beobachten und dann vor den großen Touren-Bussen auch noch zum Kap der Guten Hoffnung fahren.

Kap der Guten Hoffnung: Bedeutung

Die felsige Halbinsel war früher bei den Seefahrern sehr gefürchtet. Ursprünglich gab der portugiesische Seefahrer Bartolomeo Diaz der 20 Kilometer langen Felsenzunge den Namen „Cabo das Tormentas“ (Kap der Stürme). Das Zusammentreffen von starken Winden und warmen Wasserströmungen sorgt hier sehr oft für Monsterwellen. Der portugiesische König wechselte den Namen dieses Ortes schließlich zu „Cape of Good Hope“. Der wahre Grund für diese neue Bezeichnung ist bis heute unbekannt. Es gibt mehrere Vermutungen:

  • Der König hoffte, dass nach Entdeckung des Kaps der Seeweg nach Indien entdeckt sei.
  • Man wollte den Seefahrern Hoffnung geben, dass nun das südlichste Ende des Kontinents nicht mehr weit ist und man das schlimmste hinter sich hatte.

Eintritt zum Kap der Guten Hoffnung

Der südliche Teil der Kap-Halbinsel und damit auch das Kap der Guten Hoffnung ist ein Nationalpark (siehe Karte) und kostet daher auch Eintritt, nämlich 320 Rand (ca. 20€) pro Person (Erwachsener). Den Eintrittspreis bezahlt man direkt beim Main Gate.

Öffnungszeiten

  • 06:00 – 18:00 Uhr (Sommer: Oktober – März)
  • 07:00 – 17:00 Uhr (Winter: April – September)

Bei verspäteter Ausfahrt aus dem Nationalpark zahlt man übrigens 500 Rand Strafe, also Vorsicht!

Es gibt allerdings auch die Möglichkeit, im Nationalpark zu übernachten. Kleine 6-12 Personen Hütten gibt es entweder im Olifantsbos Cottage und Eland & Duiker Cottages.

Karte: Alle Sehenswürdigkeiten beim Kap der Guten Hoffnung

Das Kap der Guten Hoffnung ist nur eine der Sehenswürdigkeiten im kostenpflichtigen Teil der Kap-Halbinsel. Wir möchten dir mithilfe der Karte eine Übersicht über alle Sehenswürdigkeiten auf der Kap-Halbinsel geben. Um deine perfekte Tour zum Kap der Guten Hoffnung zu planen, findest du unsere Route auch nochmal in der Karte.

Bunte Strandhäuschen bei Muizenberg

Ein sehr beliebtes Fotomotiv sind die bunten Strandhäuser bei Muizenberg. Sie dienen den Surfern als Umkleidekabine und Aufbewahrungsraum für Surfbretter. Durch den starken Wind ist der 40 (!) Kilometer lange Sandstreifen von Muizenberg nach Gordon´s Bay ein Surfer-Hotspot. Aber auch an windstillen Tagen ist der Strand gut besucht, da das Wasser hier wärmer ist als im Atlantik bei Kapstadt.

Man kann Muizenberg also entweder als Fotostopp, aber natürlich auch als Badestopp einplanen.

Muizenberg Strandhäuser

Pinguine in Südafrika bei Simon´s Town

Pinguine in Südafrika sind mindestens genau so beliebt wie Löwen und Elefanten, auch wenn sie nicht zu den Big 5 zählen. Es gibt sie allerdings nicht überall, sondern die Pinguin Kolonien nisten nur an bestimmten Orten in Südafrika, wie beispielsweise am Boulders Beach bzw. Foxy Beach direkt in Simon´s Town. Für die beiden Pinguin-Strände musst du ein Kombi-Ticket für 160 Rand p.P. (ca. 10€) erwerben.

Achtung: Während du beim Foxy Beach die große Pinguin Kolonie mit ca. 2500 afrikanischen Pinguinen vom Steg aus beobachten kannst, findest du am direkt danebenliegenden Boulders Beach nur wenige Pinguine, dafür kannst du dich dort aber ohne Absperrung bewegen. Natürlich solltest du immer einen gewissen Sicherheitsabstand zu den Pinguinen halten. Uns persönlich hat der Boulders Beach allerdings deutlich besser gefallen. Nicht nur, weil man hier den Pinguinen näherkommt, sondern weil auch der Strand mit seinen kugelförmigen, riesigen Felsen (Bouldern) hier sehr schön ist.

Öffnungszeiten Foxy Beach & Boulders Beach:

  • Dezember – Januar: 7:00 Uhr – 19:30 Uhr
  • Februar – März & Oktober – November: 8:00 Uhr – 18.30 Uhr
  • April – September: 8:00 Uhr – 17:00 Uhr

Lass dich nicht verunsichern von den Gezeiten. Wir waren bei High Tide um 7 Uhr morgens am Boulders Beach und man konnte trotzdem am Strand entlang spazieren, manchmal musste man allerdings etwas klettern.

Tipp: Um dem Touristenansturm zu entkommen, musst du möglichst früh am Boulders Beach sein! Sehr stressfrei wird das Ganze, wenn du einfach in Simon´s Town übernachtest. Wir können dir hier die Unterkunft Pinguin Palace* sehr empfehlen. Von der Terrasse aus hast du einen herrlichen Blick über die Küste. Das Frühstück und Preis-Leistungs-Verhältnis ist einfach hervorragend!

Geheimtipp Pinguine in Südafrika: In der Nähe von Kogelberg (zwischen Hermanus und Simon´s Town) gibt es eine weitere Pinguin Kolonie (Standort Google Maps), die mit 25 Rand p.P. deutlich günstiger zu besichtigen ist.

 

Kap der Guten Hoffnung (Cape of Good Hope)

Im Vergleich zum Cape Point beim Leuchtturm und dem Dias Beach fanden wir das Kap der Guten Hoffnung relativ unspektakulär. Es handelt sich dabei um ein Schild auf dem „Cape of Good Hope“ steht. Neben dem berühmten Fotospot hast du hier auch eine wunderschöne Aussicht auf die Küste und den Nationalpark.
Tipp: Von hier aus startet auch der „Cape of Good Hope Scenic Walk“, der entlang der Küste vorbei am Dias Beach bis zum Leuchtturm und dem Cape Point führt. Wer etwas mehr Zeit hat, sollte die 4 Kilometer vom Kap der Guten Hoffnung bis zum Cape Point wandern.

Wir hatten leider zu wenig Zeit und sind deshalb zum Leuchtturm gefahren und von dort aus zum Cape Point gewandert.

Kap der Guten Hoffnung

Cape Point / Leuchtturm

Nicht unweit vom Kap der Guten Hoffnung liegt der sog. „Cape Point“ (siehe Karte). Beim Cape Point befindet sich auch ein Leuchtturm, zu dem man vom Parkplatz aus ca. 15 Minuten hochläuft oder in wenigen Minuten mit der Cable Car hochfährt. Vom Leuchtturm aus hat man die beste Aussicht über das Kap der Guten Hoffnung und die False Bay. Wer möchte kann weitere 15 Minuten bis zum offiziellen Cape Point wandern.

Tipp: Vom Leuchtturm aus kann man über die steilen Klippen bis zum Meer blicken. Ab und zu werden hier auch Haie und sogar Wale gesichtet!

Kap der Guten Hoffnung Leuchtturm

Dias Beach

Der Dias Beach liegt zwischen dem Kap der Guten Hoffnung und dem Leuchtturm (siehe Karte). Er sieht einfach aus wie ein Bilderbuch-Strand: Mitten in einer wilden Bucht, große Wellen und weißer, breiter Sandstrand. Vom Parkplatz beim Leuchtturm aus kannst du bis zum Strand wandern oder ihn auch nur von oben betrachten. Auch wenn er zum Baden einlädt, ist das Wasser hier leider eiskalt.

Kap der guten Hoffnung Dias Beach

Nordhoek Beach

Der Nordhoek Beach ist der Inbegriff eines Traumstrandes: Ein 12 Kilometer langer, breiter, weißer Sandstrand. Aber es gibt leider zwei große Haken: Leider ist vor allem der südliche Teil sehr gefährlich. Die Sanddünen sind ein perfektes Versteck für Diebe. Hier solltest du auf keinen Fall entlang spazieren. Ganz am nördlichen Teil gibt es einen Parkplatz und auch einen Strandabschnitt, der von der Polizei überwacht wird. Hier kannst du tagsüber relativ unbedenklich zum Wasser spazieren. Der zweite Haken: Das Wasser hier ist eisig. Selbst bei 30 Grad hat es Nina nicht geschafft, sich komplett abzukühlen.

Tipp: Wenn dir der Nordhoek Beach zu unsicher erscheint, kannst du ihn auch einfach von oben bewundern. Dazu musst du beim Chapman´s Peak Drive einfach in der ersten Parkbucht (Startpunkt Chapman´s Peak Hiking Trail) anhalten.

Nordhoek Beach Ausblick

Chapman´s Peak Drive

Die 9 Kilometer lange Küstenstraße soll eine der schönster der Welt sein. Ja, wir wollten am liebsten bei jeder Parkbucht anhalten. Es empfiehlt sich, die Küstenstraße Richtung Hout Bay zu fahren, ansonsten wird es mit dem Linksverkehr schwierig anzuhalten. Du solltest auf keinen Fall die erste Parkbucht verpassen. Von dort aus hast du den besten Blick auf den gigantischen Nordhoek Beach!

Mautgebühr: 50 Rand (ca. 3€)

Geheimtipp: Wir fanden den Küstenabschnitt zwischen Hermanus und Simon´s Town ebenfalls sehr schön!

Kap der guten Hoffnung Chapmans Peak Drive

Schnorcheln mit Robben in Hout Bay

Hout Bay ist ein schöner, kleiner Fischerort, der in einer kleinen Bucht bei der Kap-Halbinsel liegt. Die meisten fahren nach dem Chapman´s Peak Drive an ihm vorbei. Ein Stopp dort lohnt sich aber beispielsweise, wenn du mit Robben schnorcheln* möchtest. Keine Sorge: Du bekommst für die einstündige Schnorchel-Tour sehr dicke Neoprenanzüge. Mit einem kleinen Boot fährst du zur Duikers Island, auf der ca. 5000-8000 Tiere leben. Die Seelöwen sind sehr verspielt und kommen einem beim Schnorcheln sehr nahe, sind aber harmlos.

Wer die Robben auf Duikers Island vom Boot aus beobachten möchte, kann auch nur eine Bootsfahrt ohne Schnorcheln buchen* .

Verschiedene Touren zum Kap der Guten Hoffnung

Meistens wird ein Ausflug zum Kap der Guten Hoffnung verbunden mit einer Tour quer durch die Kap-Halbinsel. Dazu gehört meistens ein Stopp in Muizenberg bei den bunten Strandhäusern, ein Stopp in Simon’s Town bei den Pinguinen, der Leuchtturm direkt im Nationalpark und eine Fahrt entlang des Chapman Peak Drives. Alle Sehenswürdigkeiten rund um das Kap der Guten Hoffnungen haben wir dir weiter oben bereits in einer Karte zusammengefasst.

Tipps für Selbstfahrer

Wer selbst mit dem Mietwagen (hier günstig buchen)* unterwegs ist, hat einen großen Vorteil: Man ist sehr flexibel. Du kannst also die Kap Halbinsel erkunden, bevor die meisten Touren ab Kapstadt starten. Wir haben für unsere Tour zum Kap der Guten Hoffnung sogar eine Nacht in Simon´s Town geschlafen, um von dort aus zu starten.

So waren wir beispielsweise beim Boulders Beach um 7:00 Uhr morgens die einzigen Touristen bei den Pinguinen. Anschließend konnten wir noch in Ruhe frühstücken und starteten dann zum Kap der Guten Hoffnung. Um 9:30 Uhr morgens waren wir dann auch einer der ersten am Schild „Cape of Good Hope“ (Reisezeit: Ende November). Von Massentourismus also keine Spur! Wir haben allerdings gehört, dass man bei späterer Anreise oft mit Wartezeiten am Gate warten muss.

Anschließend ging es weiter zum Leuchtturm, Cape Point und Dias Beach. Wenn wir etwas mehr Zeit gehabt hätten, wären wir gerne noch bis zum Dias Beach runter gewandert. Bis zum Nachmittag war der Parkplatz beim Leuchtturm sehr gut gefüllt, v.a. mit großen Reisebussen.

Für uns ging es dann weiter über den Chapman´s Peak Drive, die wohl schönste Küstenstrecke Südafrikas, nach Kapstadt.

Tages-Touren zum Kap der Guten Hoffnung ab Kapstadt buchen

Wer nicht selbst mit dem Auto fahren möchte, kann aber trotzdem die komplette Kap-Halbinsel erkunden. Die Touren zum Kap der Guten Hoffnung werden meistens mit verschiedenen Sehenswürdigkeiten auf der Kap-Halbinsel verbunden.

Wir empfehlen dir eine Kleingruppen-Tour, die relativ früh ab Kapstadt startet.

  • Kleingruppen-Tagestour mit Halt am Kap der Guten Hoffnung, Cape Point, Simon’s Town und mehr. Mit dabei ist hier eine Bootsfahrt zur Duikers Island (Seal Island) und ein Besuch der Pinguine am Boulders Beach. >>> Zur Tour!*
  • Entspannte, günstige Kleingruppen-Tagestour mit Halt am Boulders Beach, Cape Point und Kap der Guten Hoffnung. >>> Zur Tour!*
  • Kleingruppen-Instagram-Tour mit etlichen Fotostopps beim Bo-Kaap, Boulders Beach, Cape Point, Kap der Guten Hoffnung, Seal Island und Muizenberg. >>> Zur Tour!*

Tipps für eine Tour zum Kap der Guten Hoffnungen

  • Als Selbstfahrer ist es am besten als Ausgangspunkt für eine Tour zum Kap der Guten Hoffnung in Simon´s Town übernachten, um früh bei den Pinguinen am Boulders Beach zu sein
  • Frühe Tour zum Kap der Guten Hoffnung buchen.
  • Wer Zeit hat, kann vom Cape of Good Hope-Schild  bis zum Leuchtturm wandern (ca. 2 Stunden).
  • Achtung: Im Nationalpark beim Kap der Guten Hoffnung gibt es einige Affen (Barboons). Wenn dir welche begegnen gilt: Sicherheitsabstand halten, Autofenster schließen, nicht füttern.
  • Drohnen sind am Kap der Guten Hoffnung, sowie im gesamten Table Mountain Nationalpark leider verboten. Lass sie also lieber zuhause, bevor du sie ständig im Auto lassen musst.

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