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Malediven Tauchsafari: Route, Kosten & Tipps für dein Liveaboard

Wir waren 1 Woche auf einem Tauchboot von EcoProDivers auf den Malediven. Hier teilen wir unsere Erfahrungen zur Tauch- und Schnorchelsafari, zum Boot, der Route durch Central Atolls, die Kosten und die schönsten Tauchplätze. Finde heraus, ob sich eine Malediven Tauchsafari auch für dich lohnt.

Tauchsafari Malediven
Servus Autorenbox Nina & Tom

Wir sind Nina und Tom,

reisesüchtig & noch nicht geheilt! Die Welt ist zu schön, um zu Hause zu bleiben! Hier teilen wir unsere schönsten Reiseziele & besten Tipps mit dir – Nachreisen erlaubt 😊

Übrigens: Unsere Artikel enthalten Empfehlungslinks.

Auf einen Blick

  • Unser Anbieter und Boot: EcoProDivers*, EcoPro Seascape
  • Unsere Route: 7 Nächte Central Atolls (mehr Infos*)
  • Persönliche Highlights: Tauchen mit Mantas, Ammenhaien, Channel Dives in Vaavu mit Haien, wunderschöne Riffe, Wracktauchgang, Beach BBQ
  • Für wen optimal? Ideal für Anfänger und fortgeschrittene Taucher & auch Schnorchler, gemischte Gruppen oder Familien
  • Kosten: ca. 3.000 USD pro Person, 5% Rabatt mit Code „optimizer5“ (bei Buchungsanfrage angeben)

Unsere Route: Central Atolls

Wer auf den Malediven eine Tauchsafari plant, hat die Auswahl zwischen verschiedenen Routen. Wir haben uns für die Central Atolls* Route entschieden, weil sich diese ideal auch für 1 Woche (7 Nächte, 17 Tauchgänge) eignet und ein paar der absoluten „Klassiker“ unter den Tauchspots abdeckt, wie eine Manta Cleaning Station, Chancen auf Walhaie, Tauchen mit Ammenhaien, Channel Dives in Vaavu, ein Wrack und wunderschöne, intakte Riffe. Das ist der perfekte Mix aus Großfisch und Makro-Highlights in den Riffen.

Diese Route startet in Malé und führt durch die Atolle Nord- und Süd-Malé, Vaavu und Ari. Dort werden die besten Tauchplätze zu eher ruhigen und einfachen Tauchbedingungen angefahren. Sie eignet sich perfekt für die Reisezeit Januar – April.

Route & Tauchspots
Map

Klicke auf den Button, um die interaktive Karte von Google Maps zu laden.

Mehr Informationen

Für wen geeignet?

Voraussetzung für eine Tauchsafari in den Central Atolls auf den Malediven sind mind. 30 Tauchgänge und auch ein Padi Open Water Advanced (oder vergleichabr), da einige Tauchgänge auf 30 Meter Tiefe sind und man teilweise auch mit Strömung taucht. Außerdem sehr empfehlenswert ist ein Nitrox-Tauchschein. Falls du bisher nicht so viele Tauchgänge oder noch keinen Advanced- oder Nitrox-Schein hast, frag einfach beim Anbieter nach, manchmal kann man den Tauchschein (wie Nitrox) auch vor Ort noch machen.

Mit Nitrox (Enriched Air) zu tauchen, ist bei einer Tauchsafari mit 3 Tauchgängen täglich ein absoluter Gamechanger, weil du länger auf einer bestimmten Tiefe bleiben kannst, kürzere Oberflächenpausen hast und weniger müde wirst.

Wir hatten vor der Tauchsafari ca. 50 Tauchgänge, andere auf dem Boot hatten über 1.000 Tauchgänge. Die Route ist also wirklich für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet. Die Gruppen wurden übrigens so eingeteilt, dass erfahrene Taucher in einer Gruppe sind und nicht nach 40 Min. wieder auftauchen müssen.

Außerdem eignen sich die Routen Central Atolls, Best of Maldives und auch Northern Atolls auch super für Schnorchler. Da sich Nina nicht sicher war, ob sie wirklich 3 Tauchgänge täglich mitmachen will oder Probleme mit den Ohren bekommt, war diese Route für uns die beste Option.

Eine Tauch- und Schnorchelsafari ist natürlich auch super geeignet, wenn dein Partner nur schnorchelt, du mit einer gemischten Gruppe oder Familie reist, in der ein Teil gerne schnorchelt, der andere Teil taucht. Mehr Infos zu den Schnorchelausflügen findest du weiter unten.


Weitere Routen

7 Nächte sind das Minimum für eine Tauchsafari auf den Malediven. Wenn du die zentralen Atolle bereits kennst, mehr Zeit hast oder unbedingt mit Tigersharks tauchen willst, könnten auch noch andere Routen für dich interessant sein. Hier ein Überblick zu den verschiedenen Routen bei EcoProDivers:

  • Best of Maldives: 10-14 Tage, Central Atolls + zusätzlich Meemu, Thaa, or Laamu Atolls (je nach Saison), für Anfänger und Fortgeschrittene, Schnorchler
  • Northern Atolls: 8-15 Tage, Baa-Atoll und legendäre Hanifaru Bay (beste Zeit dafür: August bis Oktober), Mantas und Walhaie, tolle Riffe, perfekt für Schnorchler und Taucher
  • Southern Atolls: 8-12 Tage, eher Großfisch, „wildes Malediven“, Schulen von Adlerrochen, Tunas und Grauen Riffhaien, gigantische Zackenbarsche, teilweise starke Strömungen, erfahrene Taucher
  • Deep South: 11-15 Tage, viele Haie, u.a. Tigerhaie (Fuvahmulah), Fuchshaie und ozeanische Mantas, erfahrene Taucher, 50+ Dives
  • Cruise! Snorkel | Dive! Chill: 8 Tage, meistens Central Atolls, nur 2 Tauchgänge täglich, viele Landgänge, perfekt für Schnorchler und Familien, Tauch-Beginner

Achte unbedingt auf die Jahreszeit! Die Malediven sind komplett abhängig vom Monsun. Für die Central Atolls und den Deep South buchst du am besten von Januar bis April (Nord-Ost-Monsun = glasklares Wasser im Osten).

 Wenn du in den Norden (Northern Atolls) willst für die Hanifaru Bay (bekannt für unzählige Mantas), musst du im August-Oktober (Süd-West-Monsun) hin.

Tauch-Highlights

Insgesamt haben wir während der einwöchigen Tauchsafari auf den Malediven 17 Tauchgänge gemacht. Hier ein kurzer Überblick der bekannten Highlight-Spots.


Nord-Malé-Atoll

Das Warm-up

Tauch-Spots: Kurumba House Reef, Hulhumalé Wall

Was das Atoll ausmacht: Das Nord-Malé-Atoll ist der Startschuss nach der Ankunft in Malé. Am Kurumba House Reef haben wir einen entspannten Check-Dive gemacht. Wer aber denkt, hier passiert noch nichts, täuscht sich: An der Hulhumalé Wall geht es direkt an einer Steilwand in die Tiefe und du hast oft schon die ersten Begegnungen mit freischwimmenden Rochen oder Haien.


Süd-Malé-Atoll

Strömung & Unterwasserberge

Tauch-Spots: Kandooma Thila

Was das Atoll ausmacht: Jetzt zieht die Strömung an! Das Süd-Malé-Atoll ist bekannt für seine „Thilas“ (Unterwasserberge), die mitten in den Kanälen liegen. Kandooma Thila ist so ein massiver Block in der Strömung. Hier kam bei uns das erste Mal der Riffhaken zum Einsatz und wir schauten wie im Kino ins Blaue: Black Tipped, White Tipped und Grey Riff Sharks, Adlerrochen und eine Schildkröte schwammen direkt vor uns in der Strömung.


Vaavu-Atoll

Adrenalin & Haie im Überfluss

Tauch-Spots: Miyaru Kandu, Alimatha Jetty, noch einmal Miyaru Kandu

Was das Atoll ausmacht: Willkommen im Action-Zentrum! Das Vaavu-Atoll steht für Kanaltauchgänge (Kandus). Das Wort Miyaru bedeutet auf Dhivehi passenderweise „Hai“ und das ist eine Garantie. Manchmal hängst du am Riffhaken und zählst 50 Graue Riffhaie vor dir. Ganz so viele waren es bei uns nicht, aber es war trotzdem richtig cool. Unser Highlight war aber der Alimatha Jetty (Holzsteg). Hier taucht man nur auf 12 Meter Tiefe, während Dutzende Ammenhaie regelrecht auf Körperkontakt gehen.


Süd-Ari-Atoll

Das Land der sanften Riesen

Tauch-Spots: Kudarah Thila, Dhigurah Arches, SAMPA (Maamigili Beyru), Rangali Corner

Was das Atoll ausmacht: Der Fokus verschiebt sich auf die echten Giganten. Das Süd-Ari-Atoll, speziell die SAMPA (South Ari Marine Protected Area), ist einer der besten Orte weltweit, an denen das ganze Jahr über Walhaie an den Außenriffen vorkommen. Neben der Suche nach Walhaien im Blauwasser liefert Kudarah Thila unfassbar dichte Schwärme von Blaustreifenschnappern (ein Traum für Unterwasser-Fotografen!). Walhaie haben wir leider nicht gesehen beim Tauchen, aber dafür dafür ein paar tolle Riffe.


Nord-/Mittel-Ari-Atoll

Manta-Partys & Wracks

Tauch-Spots: Fish Head, Fesdhoo Wreck, Fesdhoo Lagoon (Manta-Nachttauchgang), Gangehi Manta Point

Was das Atoll ausmacht: Zum Abschluss gab es Mantas! Viele Mantas! An Spots wie dem Gangehi Manta Point setzt du deinen Riffhaken ganz nah an der Cleaning Station und guckst zu, wie die Rochen mit drei Metern Spannweite ihre Runden drehen und sich von den Putzerfischen reinigen lassen. Dieser Tauchgang war unser absolutes Highlight, da wir 11 Mantas über 1 Stunde lang beobachten konnten. Cool war auch der Nachttauchgang mit den Mantas. Das Heck unseres Bootes beleuchtete das Wasser, das zog Plankton an und die Mantas machten direkt vor unserer Nase stundenlang Loopings, um zu fressen. Auch der Wracktauchgang und der bekannte Tauchspot Fish Head waren aufgrund der seichten, bunten Riffe der absolute Wahnsinn. Hier hatten wir ein paar unserer besten Tauchgänge.

Ausflüge

Während man verschiedene Atolle erkundet, wurden neben den Tauchgängen auch ein paar Landgänge und Ausflugsmöglichkeiten geplant. Zwei Highlights waren das Beach BBQ auf der Local Island Dhigurah. Es handelt sich um eine der längsten Inseln auf den Malediven mit einem unglaublich langen „Bikini Beach“. Dort wurde abends ein richtig schönes BBQ aufgebaut. Wie die Crew den Walhai aus Sand bauen konnte, ist uns bis heute ein Rästel.

An einem weiteren Abend wurden wir mit dem kleinen Beiboot auf eine unbewohnte, kleine Insel gebracht. Vor der Insel ankerte niemand, außer unserem Boot. Es war einfach paradiesisch, mit einer Kokosnuss in der Hand dort den Sonnenuntergang zu beobachten. Die Crew baute eine kleine Bar auf, man konnte Drinks bestellen, zur Musik tanzen, um die Insel spazieren oder mit dem Kanu oder SUP sumpaddeln.

Immer wenn wir für längere Zeit geankert hatten, konnten wir uns ein Kanu oder SUP ausleihen und damit teilweise Strände, Riffe oder Schnorchelspots erkunden. Meistens haben wir die Zeit zwischen den Tauchgängen aber genutzt, um auf dem Sonnendeck zu entspannen, zu lesen oder Podcasts zu hören.

Für Schnorchler geeignet?

EcoProDivers wirbt damit, dass bestimmte Routen auch für Schnorchler geeignet sind. Tatsächlich war bei uns auf dem Boot auch eine ältere Dame, die nur geschnorchelt ist. Sie war mit ihrer Tochter dort, die gerne taucht. Für die beiden, war es ein super Kompromiss, um gemeinsam Zeit zu verbringen und trotzdem nicht auf das Tauchen oder Schnorcheln zu verzichten.

Bei jedem Tauchbriefing wurde auch immer ein extra Schnorchelausflug geplant. Meistens fuhr die Schnorchlerin mit dem Dhoni (Tauchboot) mit uns mit. Je nachdem, um welchen Tauchspot es sich handelte, schnorchelte sie meistens etwas abseits bei einem seichten Riff. Dabei kann man ebenso wunderschöne Korallengärten, bunte Riff-Fische, Schildkröten, Eagle Rays, Haie, Walhaie und Manta sehen.

Bei ihr war auch immer ein Guide mit dabei, der ihr vieles zeigte. Highlights wie die Ammenhaie oder auch die Mantas konnte sie als Schnorchlerin genauso gut erleben. Mutter und Tochter haben sogar an einem sehr einfachen Tauchspot gemeinsam einen Schnuppertauchgang gemacht. Also generell ist die Crew sehr bemüht, die Wünsche der Gäste zu erfüllen und jedem ein tolles Unterwasser-Erlebnis zu bieten.

Wir würden definitiv sagen, dass es sich unsere Tauchsafari auch als Schnorchler lohnt, wenn man wirklich sehr gerne schnorchelt oder Freediving auf den Malediven liebt. Während der ganzen Woche sind 2 Landgänge abends geplant, ansonsten verbringt man die Zeit auf dem Boot. Man sollte allerdings wissen, dass man als Schnorchler den gleichen Preis für die Tauchsafari bezahlt. Wenn du auf einer Insel bist, kannst du von dort auch immer nur das gleiche Hausriff sehen oder musst Schnorchelausflüge buchen. Diese kosten je nach Insel auch schnell mal 50-100 USD.

Typischer Tagesablauf

Ein typischer Tag an Bord besteht eigentlich aus dem klassischen „Eat, Sleep, Dive, Repeat“. Für uns war es der perfekte Mix aus „was erleben“ und zwischendurch chillen, den Wind in den Haaren bei der Bootsfahrt genießen, auf dem Sonnendeck chillen und lecker essen.

Einerseits ist der Tag schon gut durchgetaktet, aber dadurch, dass die Wege auf dem Boot extrem kurz sind, ist es super entspannt. Man wacht auf und nur eine Stunde später hat man schon gefrühstückt und springt in kompletter Tauchausrüstung ins Wasser. Ohne, dass der Morgen stressig war.

Man wird morgens schon um 06:00 Uhr mit Musik geweckt. Nach einem ersten Kaffee und leichtem Frühstück (Toast, Cornflakes, Bananen) geht’s direkt zum Briefing und ab aufs Dhoni (das kleine Beiboot, von dem aus du tauchst) für den Morning-Dive. Danach kommst du mit Bärenhunger zurück aufs Hauptschiff und es gibt ein riesiges Frühstück.

Gegen 10:30 Uhr machst du dich schon wieder bereit für Tauchgang Nummer zwei. Mittags um 12:30 Uhr wartet dann das Lunchbuffet auf dich, gefolgt von einer extrem wichtigen Siesta auf dem Sonnendeck – und glaub uns, du wirst diese Nickerchen zwischen den Dives brauchen!

Nachmittags gegen 14:30 Uhr steht der dritte Dive auf dem Plan. Nachmittags fährt das Boot meistens weiter oder man ankert und hat Zeit, mit dem Kanu oder SUP rumzufahren. Falls abends noch ein Nachttauchgang ansteht, verschiebt sich das Ganze etwas nach hinten. Gegen 19:30 Uhr gibt’s dann Abendessen. Danach werden noch in der Runde die Logbücher geschrieben, ein kaltes Dekobier getrunken und spätestens um 21:30 Uhr sind wir meistens müde und glücklich ins Bett gefallen.


An- und Abreise

Das Praktische: Der Hafen und Flughafen liegen in Malé wirklich direkt nebeneinander. Man geht aus dem Flughafen raus und nur wenige Meter weiter steigt man auf das Dhoni, das einen direkt zum Boot bringt.

Am Anreisetag wird man von EcoProDivers am Flughafen empfangen und entweder um 12 oder 16 Uhr zum Boot gebracht. Die letzten Tauchgänge finden am vorletzten Tag statt, aber auch nur vormittags, sodass genügend Abstand zum Flug bleibt. Am letzten Tag wird man nämlich direkt nach dem Frühstück zurück nach Malé an den Flughafen gebracht. Dort kommt man spätestens um 8 Uhr an, sodass man einen Flug am Vormittag locker schafft.

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Unser Boot: Seascape

Das Boot bei einer Tauchsafari auf den Malediven ist im Prinzip dein schwimmendes Hotel für die ganze Woche. Deshalb ist es extrem wichtig, dass hier alles passt. Unser Boot EcoPro Seascape zählt zu den besten Tauchbooten auf den Malediven und wir waren mit der Entscheidung auch sehr zufrieden.

  • Baujahr: Erst 2023 gebaut und 2024 vom Stapel gelaufen, das Schiff ist also extrem neu.
  • Größe: Stolze 43 Meter lang, aufgeteilt auf 4 Decks.
  • Gäste: Maximal 26 bis 28 Personen in 14 Kabinen. Das ist genau die richtige Größe, damit es sich nicht nach Massenabfertigung anfühlt.

Kabinen

Wir hatten uns für eine Kabine auf dem Upper Deck (Oberdeck) entschieden wegen der großen Panoramafenster: Das war ein absoluter Traum! Wir sind morgens aufgewacht mit direktem Meerblick. Selbst beim Duschen schaut man durch ein riesiges Panoramafenster auf den Ozean – ziemlich cool.

Egal ob Upper oder Lower Deck: Alle Kabinen verfügen über ein eigenes Bad, viel Platz und eine Klimaanlage. Auf dem Lower Deck sind die Fenster etwas kleiner, das ist der einzige Unterschied.


Sonnendeck & Chillen

Auf dem obersten Deck gibt es tatsächlich einen Whirlpool mit warmem Wasser. Grundsätzlich richtig cool, aber ehrlich gesagt hat da bei den Malediven-Temperaturen selten jemand drin gesessen. Sehr begehrt waren dagegen die Liegen auf dem Sonnendeck. Was uns aber mega positiv überrascht hat: Obwohl unser Boot komplett voll war, hat sich die Gruppe extrem gut über die Decks verteilt. Es gab auch noch vorne bei der Kapitänskabine oder hinten beim Essensbereich genügend Liege- und Chillareas. Es fühlte sich nie eng an. Man konnte zu jeder Zeit eine Liege oder einen Sitzsack im Schatten ergattern.


Essen

Drei Tauchgänge am Tag verbrennen massig Kalorien und man freut sich nach jedem Tauchgang auf das Essen. Das Essen auf der Seascape wird in Buffetform serviert und draußen im Schatten gegessen. Die Auswahl war sehr lecker und abwechslungsreich, und wer nach dem Hauptgang noch Platz hatte, wurde mittags und abends immer noch mit einem dicken Nachtisch versorgt.

Das Essen variierte. Zum Frühstück gab es neben Toast, Müsli und Aufstrichen auch Pancakes oder herzhafte Roshis mit Thunfisch-Kokos-Füllung. Mittags und abends wechselten sich Fisch- und Fleischgerichte ab, wobei es auch immer eine vegetarische Option plus Salat gab. Wir haben in der Woche zwar viel, aber relativ gesund und v.a. lecker gegessen. Unser Highlight war aber definitiv das Beach BBQ auf der Insel mit frischem, gegrilltem Fisch. Wasser, Kaffee und Kekse standen den ganzen Tag direkt neben der Küche bereit.


Dhoni (Tauchboot)

Bei einem guten Anbieter tauchst du nicht vom Hauptschiff, sondern von einem sogenannten Dhoni (einem großen Beiboot). Das ist extrem praktisch! Dein komplettes Equipment bleibt die ganze Woche dauerhaft dort. Du hast unfassbar viel Platz, um dich stressfrei umzuziehen, es gibt sogar Duschen an Bord und die Crew wechselt nach dem Dive sofort deine Flaschen. Du musst also keinen einzigen Kilo Blei über das Hauptschiff schleppen.


Crew & Dive Guides

Die Stimmung steht und fällt mit den Leuten an Bord, und hier war die Crew einfach durchgehend extrem gut gelaunt und hilfsbereit. Wir hatten das absolute Glück, mit vier anderen Schweizern in einer Tauchgruppe zu landen. Unser Dive Instructor Meli (ebenfalls aus der Schweiz) war der absolute Hammer: super engagiert, wahnsinnig lustig, aber unter Wasser jederzeit extrem kompetent. Genau so müssen Guides auf einer Safari sein!


Internet

Es gibt auf der Seascape kein WLAN! Besorg dir unbedingt direkt nach der Landung am Flughafen in Malé eine lokale SIM-Karte. Wir haben uns für den Anbieter Dhiraagu entschieden und können den absolut empfehlen. Du hast auf der Safari zwar mal mehr, mal weniger Empfang, aber für die wichtigsten Updates nach Hause reicht es auf jeden Fall.


Seekrankheit

Die Seascape schwankt bauartbedingt leicht, auch nachts, wenn das Boot eigentlich ruhig in der Lagune ankert. Wer bei so etwas empfindlich reagiert, sollte unbedingt Reisetabletten oder Ingwerkapseln auf die Packliste setzen! Auch purer Ingwer kann extrem helfen.

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Beste Reisezeit

„Die“ eine perfekte Reisezeit gibt es auf den Malediven für Taucher einfach nicht. Alles unter Wasser wird vom Monsun diktiert. Du musst dich also entscheiden: Willst du krasse Sichtweiten und Haie oder nimmst du trübes Wasser in Kauf und hast dafür eine absolute Manta-Garantie?


Zum Tauchen

Januar bis April/Mai: Die High-Season (Central Atolls & Deep South)
In diesen Monaten herrscht der Nord-Ost-Monsun. Das bedeutet für dich: Du hast die geringste Regenwahrscheinlichkeit, extrem glasklares Wasser und an den östlichen Außenriffen oft Sichtweiten von über 30 Metern. Das ist die absolute Prime-Time für die klassische Central Atolls Route und die Hai-Action im Deep South (Fuvahmulah). Wenn dein Fokus auf Grauen Riffhaien, Tigerhaien und massiven Adlerrochen-Schulen im blauen Wasser liegt, musst du in diesem Zeitraum buchen. Wir waren Anfang April dort und fanden die Tauchbedingungen mega. Allerdings ist April auch der heißeste Monat über Wasser, da aufgrund des Monsunwechsels kaum ein Wind geht. Aber es war dank Fahrtwind und Klimaanlage erträglich.

Juli bis November: Die Plankton-Party (Northern Atolls)
In unserem europäischen Sommer und Herbst übernimmt der Süd-West-Monsun. Das Wetter ist unbeständiger, es regnet öfter und das Wasser ist voll mit Plankton. Die Sichtweite sinkt massiv, aber genau das ist der Jackpot für die Northern Atolls! Durch das Plankton sammeln sich in Spots wie der Hanifaru Bay (Baa-Atoll) teilweise Hunderte Mantas und Walhaie zum Fressen. Wenn du für Manta-Tornados kommst, ist das deine Zeit.

Juni: Die Übergangszeit (Roulette)
Das ist der klassische Monsunwechsel-Monat. Das Wetter kann hier richtig ungemütlich werden (Starkregen und Wind), weshalb viele Safariboote in dieser Zeit ins Trockendock gehen und gar keine Touren anbieten.


Wassertemperatur & Klima

Die Außentemperatur auf den Malediven ist extrem konstant und liegt das ganze Jahr über bei tropischen 29 bis 32 Grad (bei ziemlich hoher Luftfeuchtigkeit). Nachts wird es kaum kälter, man braucht also keine Jacke. Auch das Wasser hat fast immer durchgehend Badewannen-Niveau mit 28 bis 30 Grad. Viele tauchen deshalb mit Shorty, wir persönlich finden einen langen 3mm Neopren dafür perfekt. Damit friert man wirklich nie.

Hintergrund rot

Kosten

Eine einwöchige Tauchsafari auf der EcoPro Seascape kostet im Schnitt rund 3.000 USD pro Person (umgerechnet aktuell ca. 2.750 Euro). Darin enthalten sind 7 Nächte an Bord, Vollpension und natürlich das Wichtigste: die ca. 17 Tauchgänge.

Was an Kosten noch extra hinzukommt:

  • Staatliche Green-Tax der Malediven (12 USD pro Person und Tag)
  • Sprit-Zuschlag (variiert leicht je nach gefahrener Route)
  • Alkohol und Soft-Drinks
  • Miete für Tauchequipment (falls du keine eigene Ausrüstung hast)
  • Trinkgeld für die Crew (15 USD pro Person und Tag)

Für die Malediven ist das extrem fair! Man darf einfach nicht vergessen, dass dieses Land grundsätzlich kein günstiges Reiseziel ist.

Wenn du deinen Tauchurlaub auf einer klassischen Resortinsel verbringst, zahlst du für einen einzigen Tauchgang locker 100 USD. Eine normale Übernachtung im Resort startet oft bei 400 USD aufwärts, und wenn du in so einen fancy Overwater-Bungalow willst, bist du ganz schnell bei 1.000 USD – pro Nacht! Wenn du also wirklich zum Tauchen kommst, ist eine Safari im direkten Vergleich preislich absolut im Rahmen. Plus: Du bist nicht an ein einziges Hausriff gebunden, sondern siehst jeden Tag die besten Spots des Landes und übernachtest auf einer riesigen, luxuriösen Yacht!

Map

Rabatt sichern

💡 Tipp 1: Folge EcoProDivers* unbedingt auf Instagram oder checke immer wieder deren Website. Es gibt oft Last-Minute-Rabatte, wenn noch Restplätze auf dem Boot frei sind.
💡 Tipp 2: Wir haben für unsere Community einen Rabattcode bekommen! Gib bei deiner Buchungsanfrage einfach unseren Code „optimizer5“ an, und du sparst direkt noch mal 5 % auf den gesamten Reisepreis (egal welche Tour, auch auf Sales-Preis).

Packliste

Da wir kein eigenes Tauchequipment besitzen, haben wir uns fast die komplette Ausrüstung bei EcoProDivers geliehen, außer Flossen und Maske. Probiere das Leihequipment am besten direkt nach der Anreise, damit es notfalls noch einmal getauscht werden kann. Unsere Neoprenanzüge waren 1-2 Nummern zu klein und konnten so noch getauscht werden, als wir nahe bei Malé waren.

Im Gepäck brauchst du ansonsten wirklich nicht viel, denn gefühlt lebt man eh in Bikini bzw. Badehose. Hier ein paar nützliche Dinge:

  • Neoprenschuhe, damit du dir Flossen mit Open Heels leihen kannst (weniger anfällig für Blasen)
  • Taucher-Ohrentropfen
  • riff-freundliche Sonnencreme
  • 3-4 Bikinis/Badehosen
  • Kappe
  • gutes Buch oder Kopfhörer zum Podcast/Hörbuch hören
  • Langer 3mm Neoprenanzug (kann geliehen werden)
  • Seekrankheit-Mittel: Reisetabletten oder hochdosierte Ingwerkapseln

Wir werden auch immer wieder gefragt nach unserer Kameraausrüstung unter Wasser. Wir selbst hatten folgendes Equipment dabei:

Auf dem Boot hatten wir mit anderen Tauchern gesprochen und andere Bilder und Videos gesehen. Um ehrlich zu sein, gibt es sogar noch praktischeres und besseres Unterwasserequipment. Sehr empfehlenswert ist folgendes Equipment:

  • Insta360 Ace Pro 2 Tauch-Bundle: macht deutlich bessere Aufnahmen als die GoPro, filtert Partikel im Wasser raus und stellt Farben schöner dar, auch die Bilder sind deutlich besser als die von der GoPro
  • DIVEVOLK Seatouch 4 Max Plus: Professionelles Tauchgehäuse für das iPhone, macht super Videos und Bilder (auch mit Zoom), Qualität hat uns überzeugt, würden wir uns beim nächsten Mal kaufen

Fazit

Wenn du die Malediven unter Wasser wirklich kennenlernen willst, können wir dir unsere Tauchsafari von Herzen weiterempfehlen. Es war eines der besten Reiseerlebnisse unseres Lebens (und wir haben als Reiseblogger wirklich schon viel gesehen!). Tauchtechnisch war es sehr abwechslungsreich: Großfisch, tolle Riffe und einfache Tauchgänge.

Egal wie viele Tauchgänge du schon hast: Du solltest eine sichere Tarierung mitbringen und wissen, wie du einen Riffhaken in der Strömung stressfrei einsetzt. Wenn das für dich passt und du Bock auf das volle „Eat, Sleep, Dive, Repeat“-Programm hast, statt eine Woche lang am immer gleichen Hausriff zu dümpeln, wirst du die Zeit auf der Seascape absolut feiern.

Noch mehr Einblicke von unserer Tauchsafari siehst du in unseren Instagram-Highlight.

Video zur Tauchsafari

Du möchtest noch mehr Eindrücke zur Tauchsafari auf den Malediven? Dann sieh dir doch einfach unser Video auf YouTube an. (coming soon)

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