Safari: Krüger Nationalpark & Game Reserve (Karte, Preise & Reisezeit)

11. Januar 2020 Nina von traveloptimizer

Safari: Krüger Nationalpark & Game Reserve (Karte, Preise & Reisezeit)

Safari in Südafrika – das steht bei vielen auf der Bucketlist. Wir haben uns diesen Traum erfüllt und wissen, wie schwierig es ist, sich einen Überblick zu verschaffen über die verschiedenen Safari Parks in Südafrika und die verschiedenen Safari Möglichkeiten im Krüger Nationalpark und den umliegenden Game Reserves. Deshalb möchten wir dir in diesem Artikel alles zusammenfassen, was du über eine Safari in Südafrika wissen solltest, welche Unterschiede (Preise, Lodge, Tierbeobachtungen) es zwischen einer Safari im Krüger Nationalpark oder einem (private) Game Reserve gibt. Erfahre außerdem die beste Reisezeit für eine Safari im Krüger Nationalpark, Infos zu Malaria und finde weiter unten auch eine Karte als Übersicht mit dem Krüger Nationalpark und den umliegenden Game Reserves in Südafrika.

Insgesamt waren wir 3 Tage im Game Reserve Manyeleti und Krüger Nationalpark auf Safari. Mehr zu unserer kompletten Südafrika-Route findest du hier.

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Safari im Krüger Nationalpark: Beste Reisezeit

Beste Reisezeit für den Krüger Nationalpark: Die beste Reisezeit für eine Safari im Krüger Nationalpark ist der südafrikanische Winter, also April – Oktober. Die Reisezeit ist deshalb so optimal, weil hier im Krüger Nationalpark und Umgebung Trockenzeit herrscht. Das heißt, der Busch ist relativ ausgetrocknet, die Vegetation ist sehr gering und man sichtet so viel schneller und einfacher Tiere auf Safari. Außerdem sind die Tiere vor allem zwischen Mai-September „gezwungen“, zu größeren Wasserlöchern zu gehen, um dort zu trinken. Da die Guides und Ranger diese Wasserlöcher natürlich kennen, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dort auch Tiere zu sehen. Nachteil: Von Mai-September hat es zwar tagsüber ca. 20 Grad, nachts kann es aber schon sehr kühl werden (7-9 Grad). Ebenfalls ist es auf der Garden Route und in Kapstadt sehr kalt und winterlich. Man kann also nur bedingt einen kompletten Südafrika Roadtrip machen.

Schlechteste Reisezeit für den Krüger Nationalpark: Im Dezember, aber vor allem im Januar und Februar regnet es sehr viel, es wird unerträglich heiß und die Vegetation erschwert gute „Sightings“ (Tierbeobachtungen). Durch den Regen gibt es auch viele Moskitos und der Krüger Nationalpark ist Malariagebiet, was es zur schlechtesten Reisezeit macht. Deshalb sollte man diese Monate eher meiden.

Unsere „beste“ Reisezeit und Empfehlung für den Krüger Nationalpark: Wie so oft, liegt die eigentlich beste Reisezeit für den Krüger Nationalpark in der Nebensaison, in diesem Fall zwischen Sommer und Winter (Oktober/November). Der Frühling in Südafrika ist super, da hier die Vegetation ebenfalls noch gering ist, viele Tiere gerade ihren Nachwachs bekommen haben und es noch nicht viel geregnet hat (keines bis geringes Malariarisiko). Ebenfalls eignen sich diese Reisezeit nicht nur super für den Krüger Nationalpark, sondern auch für Kapstadt und die Garden Route.

BIG 5: Die Tiere im Krüger Nationalpark und den Game Reserves

Das Ziel vieler Safaris ist es, die „BIG 5“ zu sehen. Ursprünglich kommt die Bezeichnung „BIG 5“ von den Großwildjägern, die nach Afrika zum Jagen reisten. Die Auswahl der Tiere, die zu den BIG 5 zählen, bezog sich nicht ausschließlich auf die Größe, sondern auf die Schwierigkeit und den Gefahren auf der Jagd. Heutzutage wollen auch viele Touristengruppen die BIG 5 finden, um sie zu beobachten, zu fotografieren und sie zu bewundern. Zu den BIG 5 zählen: Elefant, Nashorn, Büffel, Leopard und Löwe, wobei der Büffel überraschenderweise der gefährlichste unter den BIG 5 ist. Wer in Südafrika auf Safari in den Krüger Nationalpark geht oder in den umliegenden Game Reserves, kann damit rechnen die BIG 5 zu sehen und noch viele weitere spannende Tiere, wie

Krüger Nationalpark & Game Reserves: Die Safari-Möglichkeiten

  • Selbstfahrer durch den Park: Du kannst in Südafrika sowohl durch den Krüger Nationalpark als auch die Game Reserves selbst mit dem Auto fahren. Dazu brauchst du auch keinen Allrad, auch wenn nicht alle Straßen geteert sind (außer vielleicht in der Regensaison Dezember-Februar). Natürlich musst du auf den offiziellen Straßen bleiben und darfst nicht einfach Offroad quer durch den Busch fahren. Wenn du Tiere siehst oder Tiere direkt auf der Straße stehen, solltest du einen Sicherheitsabstand halten und die Tiere einfach beobachten oder warten. Alle Verhaltensregeln werden am Eingang zum Krüger Nationalpark oder zu den Game Reserves aber nochmal genauer erklärt.
  • Game Drives: Eine geführte Safari in einem Allrad-Jeep. Neben dem Fahrer hält oft auch ein weiterer Guide Ausschau nach Tieren. Mit ihrem geübten Blick erkennen sie sehr schnell Tierspuren oder Tiere auch im dichteren Busch. Die Game Drives finden meisten ganz früh morgens und abends statt, da hier die Tiere am aktivsten sind. Die Game Drives werden in Südafrika von den Safari Lodges in den Game Reserves oder im Krüger Nationalpark organisiert. Wer außerhalb des Parks schläft, kann sich aber auch dort bei Anbietern eine Safari für den Krüger Nationalpark buchen.
  • Buschwanderungen: Normalerweise darf man in den Nationalparks nicht alleine rumlaufen oder aus dem Auto aussteigen. Nur bei geführten Buschwanderungen mit Guide ist das kein Problem und auch mehr oder weniger ungefährlich. Die Experten kennen die Gegend und die Verhaltensweisen der Tiere, solange man ihren Anweisungen Folge leistet, kann auch hier nichts passieren. Bei den „Bush Walks“ wird der Fokus auch nicht auf die Sichtung der BIG FIVE gelegt, sondern viel mehr auf die kleineren Tiere, auf die Flora und Fauna des Busches und wie sie jeweils das biologische Gleichgewicht aufrechterhalten.

 

Safari Südafrika: Krüger Nationalpark oder Safari auf der Garden Route?

Mindestens genauso bekannt wie der Krüger Nationalpark im Osten des Landes ist auch die berühmte Selbstfahrerroute „Garden Route“, die sich an der Küste entlang auf der N2 von Mossel Bay bis Port Elisabeth erstreckt. Auch in dem Teil in Südafrika gibt es einige Nationalparks, wie den Addo Elephant Park, sowie Private Game Reserves, in denen die BIG FIVE gesichtet werden können. Der Krüger Nationalpark liegt gut 1,5 Tausend Kilometer entfernt und passt oft nicht ganz in die Reiseplanung gemeinsam mit der Garden Route.

Safari auf der Garden Route

Wenn du eine Safari auf der Garden Route planst, bist du nicht von der Reisezeit beim Krüger Nationalpark abhängig und kannst die Safari perfekt während deines Roadtrips entlang der Garden Route verbinden. Da die Parks viel kleiner sind, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass die Ranger wissen, wo sich die Tiere am liebsten aufhalten und sie auch sehr schnell sichten. Dies ist aber auch genau der Nachteil. Freunde berichteten uns, dass man in den Nationalparks eher das Gefühl hat in einem sehr großen Zoo zu sein, anstatt im wilden Busch.

Eine Übersicht der Parks erhältst du hier.

Safari im Krüger Nationalpark

Als größter Nationalpark in Südafrika hat der Krüger Nationalpark mit seinen umliegenden Game Reserves definitiv seinen Reiz. Wer hier in einer Lodge mitten im Nationalpark oder Game Reserve übernachtet oder selbst mit dem Auto durch den Busch fährt, weiß nie, was ihn erwartet. Soweit das Auge reicht, nur der Busch, ein paar Schotterstraßen und wilde Tiere. Außerdem triffst du hier auf viel größere Herden und noch mehr Tiervielfalt, als in den kleineren Safari Parks auf der Garden Route.

Unsere Südafrika Safari Tipp:

Wenn ihr eine Safari in Südafrika plant, entscheidet euch unbedingt für den Krüger Nationalpark oder den Game Reserves! Wir haben dafür die Garden Route sogar weggelassen und stattdessen in 2,5 Wochen eine Safari im Krüger Nationalpark gemacht und die Sehenswürdigkeiten in Kapstadt und Umgebung erlebt. Unsere genaue Route zum Nachreisen findest du hier!

Karte & Unterschied Krüger Nationalpark & Game Reserves (Greater Kruger National Park)

Der Krüger Nationalpark ist mit seinen insgesamt 20.000 Quadratkilometer nicht nur der größte Nationalpark Südafrikas, sondern gehört auch zu den größten Nationalparks weltweit. Der Park liegt im Dreiländereck, das heißt zum Teil auch in den Nachbarländern Simbabwe und Mosambik.  Der südafrikanische Teil ist allerdings der größte und ist staatlich geführt. Allerdings grenzen an den Krüger Nationalpark über 20 teilweise privat geführte Schutzgebiete (Game Reserves) an, wie Balule, Klaserie, Timbavati, Manyeleti, Sabi Sand und Thornybush (siehe Karte). Zusammen bilden in Südafrika die Game Reserves und der eigentliche Nationalpark den sog. „Greater Kruger National Park“. Der riesige Bereich ist von einem Zaun umgeben, um die Tiere vor Wilderern zu schützen. Innerhalb gibt es zwischen den Game Reserves und dem Krüger Nationalpark aber mittlerweile fast keine Zäune mehr. Überall in der Greater Kruger Area können die BIG 5 gesichtet werden.

Sowohl im Krüger Nationalpark, als auch in den Game Reserves darfst du in Südafrika auf öffentlichen Wegen selbst mit dem Auto fahren und es gibt Lodges innerhalb im Park. Die Preise für Lodges in den Game Reserves sind in Südafrika teilweise sehr hoch (1000€/Nacht). Weiter unten findest du aber noch eine super Lodge-Empfehlung, die sich auch ein Normalverdiener gut leisten kann. Der wohl größte Unterschied: Im Krüger Nationalpark dürfen auch die Jeeps die Offroad-Straßen nicht verlassen, da hier die Anzahl der Jeeps nicht reguliert ist und ansonsten der komplette Busch tot gefahren werden würde. In einem Game Reserve ist die Anzahl streng limitiert und daher dürfen die Jeeps auch quer Feld ein fahren, sobald ein Tier gesichtet wurde. Dadurch siehst du die Tiere wirklich aus nächster Nähe und kommst ihnen ganz Nahe. Ebenfalls sind die Lodges in den Game Reserves sehr oft ohne Zaun. Das sorgt nochmal für den extra „Adrenalinkick“ und ein richtiges Busch-Feeling. Unsere Empfehlung ist daher ganz klar auch in ein Game Reserve zu gehen, anstatt nur in den eigentlichen Krüger Nationalpark, auch wenn es etwas teurer ist. Eine super Lodge-Empfehlung, die Game Reserve und Preis kombiniert findest du weiter unten.

Safari Parks Südafrika

Quelle:  African Budget Safaris   © Greater Kruger Map – Luke Hardiman

Preise bei einer Safari im Krüger Nationalpark & Game Reserve

Die Preise für eine Safari in Südafrika im Krüger Nationalpark und besonders in den Game Reserves sind verhältnismäßig hoch. Während eine einfache Nacht in einer mittelpreisigen Unterkunft in Südafrika ca. 25€ p.P. kostet, musst du bei einer Safari im Game Reserve schon deutlich mehr hinblättern. Die Preise für eine Nacht in einer Lodge im Game Reserve beim Krüger Nationalpark können gerne mal 1.000€ p.P. erreichen. Im Preis inklusive sind meist Vollpension und 2 Game Drives. Vor allem dann, wenn du mitten im Park schlafen möchtest, um die „real bush experience“ zu erleben wird es teuer. Die Preise für eine Safari im Krüger Nationalpark hängen sowohl von der Unterkunft als auch vom Ort ab.

Preis-Spartipp: Krüger Nationalpark & Game Reserve

Sparvariante: Buche dir eine Unterkunft außerhalb des Krüger Nationalparks, wo die Preise deutlich geringer sind (z.B. Hazyview oder Komatiepoort, Unterkünfte hier*). Von dort aus kannst du auch selbst durch den Krüger Nationalpark oder ein Game Reserve fahren und auf Safari gehen oder du buchst dir einzelne Game Drives.

Preise für einen Game Drive im Krüger Nationalpark: ca. 40-60€ pro 3-stündiger Jeep Fahrt

Game Reserves im (Greater) Krüger Nationalpark mit günstigeren Preisen: Klaserie und Manyeleti Game Reserve

Game Reserves im (Greater) Krüger Nationalpark mit sehr hohen Preisen: Sabi Sand Game Reserve, Thornybush Tierreservat und Timbavati

Game Reserve Empfehlung im Greater Kruger National Park

Wenn du dich nun für ein Game Reserve statt nur den Krüger Nationalpark entschieden hast, stellst du dir nun wahrscheinlich die Frage: Welches der über 20 Game Reserves beim Krüger Nationalpark in Südafrika ist nun das beste und wie kann ich mir das leisten? Unsere Game Reserve Empfehlung ist das Manyeleti Game Reserve. Wie bei allen Game Reserves gibt es hier eine limitierte Anzahl an Lodges, welche auch nur wenig Schlagplätze besitzen. Alles ist sehr familiär und klein und von Massentourismus ist hier keine Spur. Vielleicht ist das auch der Grund, warum wir bereits nach 2 Game Drives alle BIG FIVE gesehen haben. Die Guides der verschiedenen Camps im Game Reserve sind alle per Funk verbunden. Sobald einer ein Tier sichtet, werden die anderen informiert. Die Guides sind sehr bemüht, den Tieren möglichst nahe zu kommen ohne sie zu belästigen. Da die Jeeps ebenfalls limitiert sind ist es erlaubt auch quer Feld ein zu fahren. Leider hatten wir keine Zeit, um alle 20 Game Reserves zu vergleichen, aber in unserem Camp haben wir einen Deutschen getroffen, der seit über 10 Jahren Safari Reisen in Südafrika macht und das Manyeleti Game Reserve ist sein „Lieblings-Game-Reserve“. Ein weiterer Vorteil: Die Camps und Lodges sind zum Teil wirklich bezahlbar. Weiter unten stellen wir dir unsere zwei Safari Lodges vor, mit denen wir sehr zufrieden waren.

Manyeleti Game Reserve

Lodge-Empfehlung im Krüger Nationalpark

Die Preise für Lodges sind oft sehr hoch. Wir möchten dir hier zwei günstige Safari Lodges im Manyeleti Game Reserve im Greater Kruger National Park vorstellen, die sich beide durch super Preise und ein klasse Preis-Leistungs-Verhältnis auszeichnen. Es handelt sich zwar um keine Luxus Lodges mit Pool und Co., aber dafür erlebst du hier ein echtes Abenteuer, denn bei diesen beiden Safari Lodges gibt es keinen Zaun. Es kommt also durchaus vor, dass mal ein Elefant direkt vor deiner Terrasse steht oder ein Löwe durch die Lodge spaziert. Vor allem im südafrikanischen Winter, wenn dort Trockenzeit ist, suchen die Tiere, die größeren Wasserlöcher auf, die sich direkt neben den Camps befinden.

Nzdhaka Tented Camp im Manyeleti Game Reserve

Preis: ca. 150 €/ Person / Nacht (inkl. Vollpension und 2 Game Drives täglich)

Fahrt vom Parkeingang bis zum Camp: 10 Minuten

Im Manyeleti Game Reserve wird sehr viel Wert auf nachhaltigen Tourismus gelegt. Im Nzdhaka Camp* gibt es beispielsweise nur 5 kleine Hütten bzw. Zelte und keinen Strom (außer im Haupthaus). Im Preis inklusive sind täglich zwei Game Drives: morgens 5.00 Uhr und abends ab 15:30 Uhr fährt man gemeinsam mit einem Guide 3 Stunden lang durch das Game Reserve. Anschließend wird man jeweils mit Frühstück bzw. Abendessen im Camp begrüßt und dazwischen gibt es auch noch ein leckeres Mittagessen.

Hier könnt ihr das Nzdhaka Tented Camp buchen*

In der Zwischenzeit ist Relaxen angesagt, denn sehr viel mehr kann man während eines Safari-Urlaubs auch nicht tun. Man sollte das Camp auf keinen Fall zu Fuß verlassen und oft ist es auch einfach zu heiß für andere Aktivitäten. Wir haben die meiste Zeit dazwischen gelesen oder gegessen und gehofft, dass neben uns gleich ein wildes Tier vorbeiläuft. Das Essen war dort übrigens sehr gut. Es hab dreimal täglich frisch zubereitetes Buffet. Die Zeit zwischen der Morgen-Safari und der Abend-Safari verging so wie im Flug!

Game Drives: Die Safari Jeeps sind hier nicht überdacht, deshalb sollte man sich auf jeden Fall lange Kleidung und eine Kopfbedeckung einpacken. Durch den Fahrtwind ist es allerdings dann doch ganz angenehm. Bei unseren Safaris waren wir jeweils nur zu viert und unser Guide war sehr bemüht alle BIG 5 und viele weitere Tiere zu finden. Bei besonderen Sightings mit Babys oder Tiere beim Fressen dürfen allerdings immer nur 2-3 Jeeps maximal gleichzeitig hinfahren. Kurz vor Sonnenuntergang hält der Jeep für einen kurzen Sundowner und Snack an und man kann kurz aussteigen.

Unsere Sightings: Antilopen, Löwen, Leoparden, Elefanten, Nashorn, Vögel, Zebras, Büffel, Giraffenfamilie, Hyänen beim Fressen, Geparden, Leopardenbaby beim fressen…ein absoluter Traum also!

Buffelshoek Tented Camp im Manyeleti Game Reserve

Preis: ca. 150 €/ Person / Nacht (inkl. Vollpension und 2 Game Drives täglich)

Fahrt vom Parkeingang bis zum Camp: 45 Minuten

Nach einer Nacht in Ndzhaka Tented Camp* haben wir die Unterkunft nochmal gewechselt und sind nach dem Game Drive am Morgen mit dem eigenen Auto zum anderen Camp gefahren. Während der Fahrt sind uns ein Nashorn mit einem Baby und ein Elefant begegnet bzw. einfach vor uns über die Straße gelaufen. Das Buffelshoek Tented Camp* hat ebenfalls nur ein paar kleine Hütten mit eigenem Bad, sehr bequeme Betten mit Moskitonetz und keinen Strom (außer im Haupthaus). Die Landschaft dort ist nochmal anders als im ersten Camp, denn der Busch war gefühlt niedriger und man konnte vor allem von der etwas erhöhten Relax-Area direkt auf ein Wasserloch blicken. Im südafrikanischen Winter kommen hier sehr viele Tiere zum Trinken vorbei. So hast du quasi schon während dem Tag einen weiteren „Game Drive“. Auch hier fanden morgens um 5:00 Uhr und nachmittags um ca. 16.00 Uhr jeweils Game Drives statt. Hier gab es zwar Jeeps mit Dächern, aber wir waren sogar froh, dass unser Guide den Jeep ohne Dach gewählt hat, da man dadurch gefühlt noch mehr „mitten im Geschehen“ ist. Durch ein Dach fühlt man sich eher etwas abgeschottet, auch wenn es natürlich für den Sonnenschutz sehr gut ist. Sowohl die Guides als auch das Essen waren hier wieder super! Übrigens alkoholische Getränke und Softdrinks können in beiden Camps einfach selbst mitgebracht werden.

Bei beiden Camps bekommt man also für etwa 150€ pro Nacht und Person Vollpension und 2 Game Drives, was wirklich ein super Preis-Leistungs-Verhältnis ist, wenn man bedenkt, das die Preise für einen Game Drive im Krüger Nationalpark ebenfalls schon 40-60€ sind.

Hier könnt ihr das Buffleshoek Tented Camp buchen*

Safari im Krüger Nationalpark mit eigenem Mietwagen

Nach 2 Tagen im Manyeleti Game Reserve wollten wir noch einmal selbst mit dem Mietwagen durch den Krüger Nationalpark fahren. Auch wenn wir nicht so viele Tiere gesehen haben wie bei den Game Drives, hat es sich gelohnt.

Anreise zum Krüger Nationalpark:

Den Krüger Nationalpark erreicht man am einfachsten mit dem Mietwagen ab Johannesburg (ca. 5-6 Stunden Fahrt) oder man fliegt (je nach Route) einen der näheren, kleineren Flughäfen an: Skukuza, Nelspruit oder Hoedspruit. Wem die Strecke zwischen Johannesburg und dem Krüger Nationalpark zu lange ist, dem empfehlen wir einen Zwischenstopp in Graskop beim Blyde River Canyon einzulegen und dort die wunderschöne Panorama Route zu erkunden >>> Zum Blogartikel

Gates:

Um in den Krüger Nationalpark zu fahren, gibt es mehrere offizielle Eingänge (Gates), an denen du überall Eintritt bezahlen musst. Leider kannst du als Privatfahrer nicht von einem Game Reserve direkt in den Krüger Nationalpark fahren (Achtung hohe Strafen).

Eintritt:

Die Preise als Tagestourist im Krüger Nationalpark sind relativ hoch. Du zahlst ca. 25€ Eintritt. Wenn du im Krüger Nationalpark übernachtest sind die Preise deutlich günstiger.

Unsere Tagesroute durch den Krüger Nationalpark:

Wir waren etwas verwundert, denn im Vergleich zum Game Reserve gab es im Krüger Nationalpark sogar Teerstraßen, es war teilweise viel „Jeep-Verkehr“ und die Straßen waren deutlich breiter als im Game Reserve. Die Wege sind allerdings fest vorgeschrieben. Als Privatfahrer darfst du auch nur auf den offiziellen Wegen bleiben und nicht die schmalen Offroad-Straßen fahren. Diese sind nur den Safari Jeeps im Krüger Nationalpark vorbehalten. Wir sind vom Paul Kruger Gate bis zum Crocodile Gate gefahren und haben dafür ca. 3 Stunden gebraucht (max. 40 km/h, einige Fotostops). Da bei uns Ende November der Busch schon relativ hoch war, fiel es uns schwer Tiere zu sichten. Nur wenn sie zufällig direkt neben der Straße standen hatten wir eine Chance sie zu sehen. Zu unserem Glück war das auch tatsächlich oft der Fall. Zwischenzeitlich haben wir aber auch mal 1,5 Stunden wirklich nichts gesehen. In der Nähe des Crocodile Gates war der Busch dann deutlich niedriger und wir haben nochmal große Antelopen-Herden, Zebras, Nashörner und Giraffen gesehen.

Good to know:

Wer während der Fahrt durch den Krüger Nationalpark auf die Toilette muss, muss eine „Resting Area“ oder eine Lodge aufsuchen, dort gibt es Toilette. Aussteigen während der Fahrt ist untersagt.

Fazit:

Wir fanden unsere Selbstfahrer-Safari durch den Krüger Nationalpark trotzdem ein einmaliges Erlebnis und haben uns jedes Mal gefreut, wenn wir ein Tier selbst gesehen haben. Am Ende sahen wir sogar noch richtig viele, große Herden (Elefanten, Zebras,…). Die Fahrt durch den Krüger Nationalpark ist aber vor allem auch landschaftlich sehr schön. Wenn man also schon mal dort ist, sollte man dieses Erlebnis auf jeden Fall mitnehmen.

Safari im Krüger Nationalpark: Tipps und häufig gestellte Fragen

Ist eine Drohne auf Safaris in Game Reserves und im Krüger Nationalpark erlaubt?

Drohnen sind im Krüger Nationalpark und in den Game Reserves strengstens verboten! Überall am Eingang befindet sich auch ein Schild. Wir hatten unsere Drohne (DJI Mavic Mini*) in Südafrika allerdings dabei. Natürlich nicht mit der Absicht in einem Nationalpark zu fliegen, aber wir haben sie dennoch einfach im Koffer versteckt. Bei der Einfahrt in die Parks werden zwar teilweise der Kofferraum und die Türen geöffnet, die Koffer werden aber nicht durchsucht oder gescannt. Wir haben gehört, dass man im schlimmsten Fall die Drohne am Eingang abgeben muss und sie sich dort auch wieder abholen kann (für diese Info übernehmen wir aber keine Gewähr!)

Ist eine Safari im Krüger Nationalpark gefährlich?

Die Tiere nehmen den Safari Jeep nicht als Gefahr wahr, sondern erkennen ihn als großes menschliches Konstrukt. Solange man sich ruhig verhält und nicht aufsteht, ignorieren die Tiere den Jeep komplett. Teilweise kamen die Tiere bis zu 2 Meter nahe, haben uns aber nicht angesehen und sind einfach weitergegangen. Auch ein ruhender Löwe hat sich keinen Millimeter bewegt, als wir uns mit dem Jeep genähert haben.

Wer selbst mit dem Auto unterwegs ist, sollte nicht aus dem Fahrzeug aussteigen. Wenn ein Tier die Straße kreuzt, einfach stehenbleiben und warten bis es weiterzieht. Generell gilt es sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten und der Tierwelt respektvoll zu begegnen. Halte immer einen nötigen Sicherheitsabstand von ein paar Metern zu den Tieren. Auch die Guides in den Camps werden dir nochmal alle nötigen Sicherheitsregeln erklären.

Gibt es Malaria im Krüger Nationalpark und wie schützt man sich?

Im Krüger Nationalpark gibt es Malaria. Vor allem in der Regenzeit (Dezember – März) soll es häufiger zu Malaria-Erkrankungen im Krüger Nationalpark kommen. Als wir Ende November dort waren gab es aber kaum bis keine Mücken. Trotzdem haben im Vorfeld Malaria Prophylaxe eingenommen, Moskito-Spray verwendet und die Moskitonetze überm Bett benutzt. Unsere Tropenärtze haben uns diese Vorsichtsmaßnahmen empfohlen, wenn man direkt im Park schläft und nicht nur tagsüber im Krüger Nationalpark ist. Trotzdem sollte jeder selbst entscheiden, ob er Malaria Prophylaxe für den Krüger Nationalpark einnehmen möchte, da auch Nebenwirkungen auftreten können.

Welche Sehenswürdigkeiten und Highlights gibt es noch rund um den Krüger Nationalpark?

Die meisten fahren von Johannesburg zum Krüger Nationalpark. Dabei solltest du auf jeden Fall einen Zwischenstop beim Blyde River Canyon (Panorama Route) einlegen (Hier gehts zum Artikel). Nach unserer Safari im Krüger Nationalpark sind wir durch das Swasiland nach St. Lucia gefahren, da dies die kürzeste Strecke war. Dazwischen haben wir auch nochmal eine Nacht im Hlane Nationalpark im Swasiland verbracht. Die Safaris dort sind zwar günstiger, die Parks sind allerdings kleiner und die Tiere teilweise in den Parks nochmal eingezäunt. Ein absolutes Highlight war allerdings die Nilpferde Tour in den Wetlands bei St. Lucia und unsere Hai-Tauchgänge in Umkomaas bei Durban. Eine Möglichkeit für alle Wanderfreunde wären die Drakensberge in der Nähe von Durban.

Unsere komplette Route für 3 Wochen findest du hier!

Wie viele Tage sollte man für eine Safari im Krüger Nationalpark einplanen?

Wir waren 2 Nächte im Manyeleti Game Reserve und haben dort insgesamt 4 Game Drives gemacht. Anschließend sind wir einen halben Tag lang selbst mit dem Auto durch den Krüger Nationalpark gefahren und waren dann nochmal für 1 Nacht und 2 Game Drives im Hlane Nationalpark im Swasiland. Für uns war das die perfekte Safari-Länge. Länger als 2-3 Nächte würden wir nicht planen, da es ansonsten auch schnell Routine wird und vor allem auch teuer.

Lohnt sich eine Safari im Swasiland (auf Durchreise)?

Unserer Meinungs nach nicht so ganz, wenn du bereits eine Safari im Krüger Nationalpark und im Game Reserve gemacht hast. Die Nationalparks im Swasiland sind viel kleiner und teilweise gibt es nochmal einzelne „Gehege“ und „Schutzzonen“ innerhalb der Parks. Die Jeeps dürfen die vorgegebenen Straßen auch nicht verlassen. Uns kam dieser Game Drive eher wie eine Spazierfahrt durch einen großen Zoo vor. Einziger Vorteil: Die Safaris und Lodge dort sind deutlich günstiger als in Südafrika.

Welchen Mietwagen sollte man für eine Safari in Südafrika buchen?

Wir hatten einen kleinen Ford Fiesta (Economy-Klasse) und konnten damit auch gut über Schotterstraßen fahren. Falls du zur Regenzeit (Dezember-März) dort bist, solltest du überlegen einen Allrad-Antrieb zu mieten, ansonsten ist die Economy-Klasse beim Mietwagen völlig ausreichend für 2 Personen und schont den Geldbeutel.

Hier kannst du günstig deine Mietwägen für Südafrika buchen*. Achte auf Vollkasko ohne Selbstbeteiligung.

Welche Kameraausrüstung brauche ich für einen Safari?

Das kommt natürlich darauf an, was du später mit den Fotos machen möchtest. Generell empfehlen wir dir für schöne Fotos aber definitv ein gute Kamera mit Zoomobjektiv. Wir hatten unsere Canon EOS M50* mit dabei. Zusätzlich haben wir uns das Zoomobjektiv EF 70-300mm* besorgt (inkl. Adapter*). Damit waren wir sehr zufrieden!

Es gibt auch die Möglichkeit sich Zoomobjektive auszuleihen, beispeilsweise bei Foto Sauter oder grover.com.

Die Handykamera können wir für gute Bilder eher weniger empfehlen, da die Tiere dann doch zu weit entfernt sind.

Unsere Südafrika Safari Bilder

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Safari: Krüger Nationalpark & Game Reserve (Karte, Preise & Reisezeit)

von Nina von traveloptimizer Lesezeit: 21 min