22 coole Sehenswürdigkeiten auf Korsika [mit Karte]
Was lohnt sich auf Korsika wirklich und was kannst du dir sparen? Wir haben alle Korsika Sehenswürdigkeiten auf einer Karte zusammengefasst und ehrlich in Highlight, Lohnt sich und Optional einsortiert.
und Korsika ist für uns eines der schönsten Reiseziele Europas. Wir haben die Insel einmal umrundet. Strände, Wanderungen und Canyoning inklusive. Hier findest du unsere Lieblingsstopps und alles, was du für deine eigene Inselrunde brauchst.
Nachdem wir selbst sehr viel auf Korsika gesehen haben, haben wir die schönsten Orte auf der Insel in einer Karte eingetragen und möchten dir bei der Entscheidung, ob sich Korsika für dich lohnt, helfen.
Hinweis: Beim Smartphone die Übersicht ggf. nach rechts wischen, um alles zu sehen!
Im Norden
Wir starten mit den schönsten Stränden, Orten und Wanderungen im Norden von Korsika. Diese kannst du super erreichen, wenn du beispielsweise mit der Fähre oder per Flugzeug in Bastia ankommst. Uns ist aufgefallen, dass der Norden Korsikas im Vergleich zum Süden deutlich untouristischer ist und auch ein paar Geheimtipps parat hält.
Lohnt sich
1. Bastia
Highlights
Hafenpromenade (italienischer Flair)
Zitadellenviertel
lebendiger Platz bei Place Saint-Nicolas
Steg unterhalb der Festungsmauer
hier legen Fähren von Italien an
zweitgrößte Stadt auf Korsika
Bastia ist die zweitgrößte Stadt Korsikas und liegt im Nordosten der Insel. Meist ist die Stadt der erste oder letzte Stopp bei An- und Abreise, denn hier befinden sich ein großer Flughafen und auch ein Fährhafen. Die meisten stellen sich die Frage: „Soll ich hier direkt einen längeren Stopp einlegen?„
Uns hat Bastia tatsächlich positiv überrascht: Die Altstadt ist noch richtig authentisch und rund um den Alten Hafen kommt fast schon italienisches Flair auf. Wir sind abends durch die Gassen geschlendert, haben einen Aperitif geholt und uns einfach treiben lassen.
Das Zitadellenviertel oben liefert zwar einen coolen Ausblick auf den Hafen, wirkt sonst aber ziemlich ausgestorben. Restaurants oder Shops findest du dort kaum. Richtig lohnt sich der Steg entlang der Festungsmauer runter zum Hafen. Unserer Meinung nach reicht in Bastia ein halber Tag, ideal als Auftakt oder Abschluss deiner Korsika-Reise.
Cap Corse ist die schmale Halbinsel ganz im Norden Korsikas, bekannt für kleine Dörfer, wilde Strände und kurvige Panoramastraßen. Uns hat die Ecke ganz gut gefallen, gerade weil es hier noch richtig untouristisch ist. Wir empfehlen dir, im Urzeigersinn zu fahren und Stopps beim Plage de Pietracorbara, am alten Aussichtspunkt Moulin Mattei und im Fischerdorf Port de Centuri einzulegen (frische Langusten im Le Langoustier direkt am Hafen).
Ein echtes Highlight beim Cap Corse ist die Küstenwanderung „Weg der Zöllner“. Auch das Schieferdorf Nonza mit Blick auf den schwarzen Strand ist einen kurzen Halt wert. Trotzdem: Cap Corse hat uns im Vergleich zu anderen Korsika Highlights nicht umgehauen, denn die Strände woanders sind einfach schöner. Unserer Meinung nach ist die Halbinsel eher optional und vor allem im Hochsommer eine coole Option, wenn du dem Trubel entkommen willst. Stell dich auf sehr kurvige Straßen ein.
Lohnt sich
3. Saleccia Strand
Infos
einer der schönsten Strände Korsikas
weißer, langer Puderzuckerstrand
nur per Boot, Wanderung oder 4×4 erreichbar
naturbelassen, kein Kiosk oder Beachbar
Taxiboot (hin- und zurück): 35-40€ p.P.
Der Plage de Saleccia gilt als einer der schönsten Strände Korsikas: weißer Puderzuckersand, türkises Wasser und komplett naturbelassen. Er liegt mitten im Désert des Agriates, einem Naturschutzgebiet mit karger Landschaft, Felsen und 35 km unverbauter Küste. „Wüste“ ist etwas irreführend, gemeint ist die menschenleere Weite.
Genau deshalb kommst du nur mit 4×4 oder Taxiboot an den Strand. Ausgangspunkt ist Saint-Florent. Unsere Empfehlung wäre es, mit dem Taxiboot zum Lotu Beach (nebenan, wegen Seegras selbst weniger schön) zu fahren, dann über den 3,5km Küstenweg rüber zur Saleccia zu laufen, dort zu chillen und mit dem Boot wieder zurück. Für Einzelfahrten mit dem Taxiboot am besten vor Ort nachfragen.
Wenn dir das Boot zu teuer ist, ist die reine Küstenwanderung ab Saint-Florent eine coole kostenlose Alternative oder du suchst dir einen anderen schönen Strand, den du einfach mit dem Auto anfahren kannst.
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Saint-Florent liegt am Golfe de Saint-Florent und ist vor allem der Ausgangsort für die Taxiboote zur Plage de Saleccia. Im Vorfeld hatten wir gelesen, der Ort sei das korsische Saint-Tropez, aber ehrlich gesagt fanden wir das gar nicht. Die kleine Hafenpromenade ist ganz nett, dort haben wir uns einen Kaffee geholt und die Atmosphäre genossen.
Unter den vielen Korsika Sehenswürdigkeiten fällt Saint-Florent für uns aber eher unter „optional“: nett, aber kein Highlight. Wir haben keine Übernachtung eingelegt, sondern den Ort als Tagesausflug ab Bastia eingebaut, und genau so würden wir es dir auch empfehlen. Wenn du sowieso zum Saleccia-Boot fährst, nimm dir am besten davor oder danach ein bis zwei Stunden für den Ort mit.
Lohnt sich
5. Balagne-Bergdörfer bei Calvi
Highlights
Sant’Antonino
Pigna
Montemaggiore
Ruines du village d’Occi
Speloncato
Die Balagne ist die Bergregion im Nordwesten Korsikas rund um Calvi, bekannt für kleine, urige Bergdörfer und kurvige Panoramastraßen mit Blick aufs Meer. Wir haben mehrere Dörfer an einem halben Tag zu einer kleinen Rundtour verbunden. Schon allein die Fahrt durch die Bergstraßen macht richtig Spaß.
Unser Startpunkt waren die Ruines du village d’Occi, ein verlassenes Dorf mit alten Steinruinen. Ein kurzer Foto- oder Spazier-Stopp reicht hier. Weiter ging’s nach Sant’Antonino und Pigna, zwei süße Berdörfer mit Meerblick und süßen Cafés. Das Bergdorf Montemaggiore ist komplett untouristisch und eher noch ein Geheimtipp in Korsika, dafür gibts hier einen grandiosen Bergblick.
Wir haben noch weitere Dörfer wie Feliceto und Speloncato mitgenommen, aber die drei oben reichen für einen entspannten halben Tag völlig aus.
Highlight
6. Calvi
Highlights
Zitadelle & Altstadtgassen
5 km langer Sandstrand
Wanderung auf der Halbinsel La Revellata
Aussichtspunkt Notre-Dame-de-la-Serra
Balagne-Bergdörfer als Tagesausflug
Fangotal mit Gumpen zum Baden
Calvi liegt an der Nordwestküste und ist für uns der perfekte Ausgangsort für mehrere Tage, weil hier wirklich für jeden was dabei ist: Zitadelle, Altstadt und ein 5 km langer Sandstrand direkt vor der Tür, die Halbinsel La Revellata zum Wandern, tolle Aussichtspunkte wie Notre-Dame-de-la-Serra und die Bergdörfer der Balagne gleich um die Ecke.
Wir haben vormittags immer einen Ausflug gemacht und uns nachmittags einen schönen Strand zum Baden gesucht. Abends kannst du hier dann entspannt durch die Gassen schlendern. Calvi und die Umgebung haben wirklich für jeden ein paar Highlights zu bieten, weshalb es sich definitiv lohnt, bei einer Korsika Rundreise hier mind. 3-4 Tage einzuplanen.
Das Fangotal liegt im Hinterland von Calvi (rund 45 Autominuten entfernt) und ist für uns eines der klaren Highlights auf Korsika. Die Flusswanderung führt am Fango entlang zu Gumpen (Naturpools), in denen du zwischendurch immer wieder baden kannst: Kieselstrände, kleine Canyons, glasklares Wasser.
Das Coole daran: Du kannst entspannt neben dem Fluss wandern oder mit der richtigen Ausrüstung (feste Schuhe fürs Wasser und ein wasserdichter Beutel) auch komplett im Fluss laufen. Der Weg ist einfach, du entscheidest selbst, wie weit du gehst, und kannst jederzeit umdrehen. Wir fanden’s mega: entspannt wandern, ins Wasser springen, weiterwandern.
Tipp: Unbedingt Badesachen einpacken und danach in der Bar La cabane chjarasgiu mit Blick auf die alte Steinbrücke ein Getränk holen.
Highlight
8. Calanques de Piana
Infos
Panoramastraße mit Stopps an Parkbuchten
Rote Granit-Steilklippen, UNESCO-Weltnaturerbe
1-1,5h Fahrzeit
Kombi mit Capo Rosso Wanderung
enge Straße, langsam fahren
Die Calanches de Piana liegen an der Westküste zwischen Porto und Piana und sind UNESCO‑Weltnaturerbe. Für uns gehören sie zu den absoluten Korsika Sehenswürdigkeiten. Die Panoramastraße führt mitten durch rote Granit-Steilklippen: Teils ragen die Felstürme direkt neben der engen Straße empor, im Hintergrund siehst du das Gebirge. Wir würden dir empfehlen, hier echt langsam zu fahren und immer wieder an den Parkbuchten anzuhalten.
Tipp: Kombiniere die Strecke direkt mit der Wanderung zum Capo Rosso (siehe unten). Beides liegt auf dem Weg, wenn du von Porto Ota losfährst.
Das Capo Rosso ist eine markante rote Landzunge südlich der Calanches de Piana. Oben auf dem Felsen thront ein alter Genueserturm. Die Wanderung dorthin (8,3 km, 3 h, 500 hm) war für uns eine der spektakulärsten Steilküsten-Wanderungen der Insel und ein persönliches Highlight.
Anfangs kaum Höhenmeter, am Ende wird’s richtig steil, aber gut machbar. Am schönsten ist die Tour zum Sonnenuntergang, wenn die Felsen richtig rot leuchten. Starte dafür am besten 2h vor Sonnenuntergang und pack Taschenlampe oder Handylicht ein für den Rückweg im Dunkeln.
Das Naturschutzgebiet Scandola liegt an der Westküste Korsikas direkt neben den Calanches de Piana und ist seit 1983 UNESCO-Weltnaturerbe. Landschaftlich einzigartig sind vor allem die roten Gesteinsformationen, wilden Klippen und das glasklare Wasser mit unzugänglichen Höhlen. Wanderwege gibt es kaum. Die rote Felsenküste erkundest du am besten vom Boot aus.
Zwei Optionen: Du leihst dir selbst ein 6-PS-Boot (ohne Bootsführerschein möglich), fährst die Küste entlang und ankerst zum Baden. Oder du buchst eine geführte Speedboot-Tour ab Porto inklusive Badestopp. Vom Wasser aus die roten Felsen zu bestaunen und immer wieder ins türkisblaue Wasser zu springen, war für uns eines der schönsten Erlebnisse auf Korsika.
Lohnt sich
11. Corte & Restonica-Gebirge
Highlights
ehemalige Hauptstadt, einzige Universitätsstadt der Insel
Corte ist die ehemalige Hauptstadt Korsikas und heute die einzige Universitätsstadt der Insel. Durch die vielen Studenten wirkt der Ort belebt und authentisch, also kein reines Touristenpflaster. Bars und Cafés gibt’s trotzdem viele, und die Preise sind studentenfreundlich: Ein 3‑Gänge-Menü bekommst du in einem guten Restaurant schon für rund 20 €.
Corte dient vor allem als Ausgangsort fürs Wandern im berühmten Restonica-Tal, für Bergfans ein absolutes Korsika Highlight. Wenn du dort wandern möchtest, musst du vorher ein Shuttle buchen. Cool sind z.B. die Wanderung zum Melo-See (18km) oder die 12-km-Runde zur Berghütte. Unser Fazit: Wer gerne wandert, für den sind Corte und Restonica ein Muss, ansonsten lohnt es sich nicht.
Lohnt sich
12. Spelunca Schlucht
Infos
zwischen Ota und Evisa an der Panoramastraße D84
Le Sentier de la Spilonca-Wanderung: 3 km, 1:20 h, 120 hm
leicht, am Fluss entlang bis zur alten Steinbrücke
Gumpen zum Baden, Badesachen mitnehmen
Die Spelunca-Schlucht liegt zwischen den Bergdörfern Ota und Evisa im Hinterland von Porto, direkt an der Panoramastraße D84. Wenn’s an der Küste zu heiß wird, ist die Schlucht eine perfekte Alternative: schattige Waldwege, alte Genueserbrücken aus Stein und immer wieder Gumpen zum Abkühlen.
Unterwegs trifft man immer wieder auf freilaufende Ziegen und Schweine. Wir haben die kurze Canyon-Wanderung Le Sentier de la Spilonca gemacht. Der Weg führt am Fluss entlang bis zu einer alten Steinbrücke, dort kannst du in den Gumpen baden. Unsere Empfehlung: Badesachen einpacken und die Schlucht mitnehmen. Wenn du sowieso die D84 fährst, lohnt sich das.
Lohnt sich
13. Panoramastraße D84
Highlights
Spelunca-Schlucht mit kurzer Wanderung
Bergdorf Evisa
Parkbuchten vor Evisa für den Schluchtblick
Cascade d’Aitone, 10 Min. zu Naturpools im Pinienwald
Scala di Santa Regina, rund 20 km Granitschlucht
Die Panoramastraße D84 verbindet Porto mit Corte und gehört zu unseren Lieblingsabenteuern auf Korsika: teils eng, aber landschaftlich spektakulär. Für die reine Fahrt plane ca. 2,5 h, mit Stopps einen halben Tag. Von Porto Richtung Corte lohnen sich unterwegs ein paar Stopps: Erst die Spelunca-Schlucht mit kurzer Wanderung (siehe oben), dann Evisa, ein Bergdorf mit Blick aufs Meer (Kaffee-Tipp: Hôtel Aïtone).
Eine schöne Abkühlung bietet die Wanderung zum Cascade d’Aitone. Nach 10 Min. erreichst du natürliche Pools im Pinienwald (Achtung: viele harmlose Schweine unterwegs). Das landschaftliche Highlight kommt zum Abschluss: die Scala di Santa Regina, eine ~20 km lange Granitschlucht mit Steinbögen am Felsen. Keine Sorge wegen der engen Straße: Uns sind sogar Busse und Wohnmobile entgegengekommen. Mit dem Auto ist es gut machbar, einfach langsam fahren.
Die Richiusa-Schlucht bei Bocognano ist unserer Meinung nach der perfekte Spot fürs Canyoning auf Korsika und war für uns ein richtig tolles Erlebnis. Die komplette Ausrüstung bekommst du gestellt (Neoprenanzug, Schuhe, Gurte und alles Weitere), du musst also nichts mitbringen außer Badesachen.
Mit Guide wanderst du im Fluss durch die Schlucht: Immer wieder geht’s abseilen, springen und schwimmen durch Naturpools mitten im Fels.
Uns kam der Süden Korsikasein wenig touristischer vor als der Norden. Das hat auch einen Grund: Hier liegen ein paar der schönsten Strände der Insel. Du kannst hier aber nicht nur baden, sondern auch wunderschöne Altstädte, weiße Steilklippen und ein Gebirge erkunden.
Optional
15. Ajaccio
Highlights
Napoleons Geburtshaus und Museum
Palais Fesch mit italienischer Gemäldesammlung
Altstadt rund um die Place Foch mit Markt
Kathedrale von Ajaccio
Zitadelle Miollis, seit 2019 für Besucher offen
Sonnenuntergangs-Bootstour zu den Îles Sanguinaires
Ajaccio ist die Hauptstadt Korsikas und Napoleons Geburtsort. Sie ist bekannt für die pastellfarbene Altstadt rund um die Place Foch, das Geburtshaus Maison Bonaparte und das Palais Fesch (italienische Gemäldesammlung). Rund um die Stadt liegen ein paar schöne Strände wie Capo di Feno oder Plage de Porticcio.
Wir waren selbst nicht in Ajaccio. Für uns war die Stadt zu ähnlich zu Bastia (große Hafenstadt mit Altstadt), und man kann auf Korsika nicht alles sehen. Eine Freundin, die dort war, meinte: „Kann man machen, muss man aber nicht“, vor allem, wenn du eh schon Bastia einplanst.
In Ajaccio gibt es einen großen Flughafen. Wenn du dort ankommst oder abfliegst, nimm die Stadt auf jeden Fall mit. Auch für Napoleon-Fans ist sie ein netter Halbtages-Stopp. Ansonsten ist die Zeit unserer Meinung nach in der Natur besser investiert.
Optional
16. Propriano
Highlights
Plage de Lido: direkt am Hafen, flach und kinderfreundlich
Plage de Portigliolo: fast 4 km langer Sandstrand
Hafenpromenade mit Yachthafen
Ausflug nach Sartène: mittelalterliche Altstadt
Propriano ist ein kleines Fischerdorf mit rund 3.000 Einwohnern an der Südwestküste Korsikas, direkt am Golfe de Valinco. Bekannt ist der Ort für seinen lebhaften Yachthafen, die Hafenpromenade mit Cafés und Restaurants sowie die umliegenden Sandstrände, allen voran der kinderfreundliche Plage de Lido direkt am Hafen und der fast 4 km lange Plage de Portigliolo südlich der Stadt.
Im Vergleich zu den großen Korsika Highlights wie Bonifacio oder Bavella fällt Propriano eher unter „optional“. Der Ort selbst ist überschaubar, aber die zentrale Lage zwischen Ajaccio und Bonifacio macht ihn zu einem praktischen Zwischenstopp oder als Familie kannst du ihn auch als Ausgangsort für den Süden wählen.
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Altstadt in Festung mit Blick auf Hafen und Klippen
Treppe des Aragon
Hafenpromenade
Aussichtspunkt auf Festung
Klippenwanderung zum Capo Pertusato
Tagesausflug zu den Lavezzi-Inseln
Bonifacio thront hoch oben auf weißen Kalksteinklippen im tiefsten Süden Korsikas. Die Häuser der Festungs-Altstadt wurden teils direkt an die Klippenkante gebaut. Für uns eines der absoluten Highlights der Insel, hier solltest du unbedingt 2-3 Tage einplanen. Vom Yachthafen (Saint-Tropez-Vibe mit riesigen Jachten und kleinen Kreuzfahrtschiffen) führt eine steile Treppe über den Monte Rastello hoch in die Oberstadt mit engen Kopfsteinpflaster-Gassen, Cafés und Klippenblick.
Sportlich wirds, wenn du die Treppe des Aragon, die 187 in den Fels gehauene Stufen runter zur Meereshöhle, erkundest. Zum Sonnenuntergang empfehlen wir dir den Aussichtspunkt, der gegenüber der Festung liegt. Ein weiteres Must-Do ist die Klippenwanderung zum Leuchtturm Capo Pertusato mit Blick auf die überhängenden Kalkfelsen und die Grotte de Saint-Antoine.
Was du im Süden auf Korsika auf keinen Fall verpassen solltest, sind die Lavezzi-Inseln. Dabei handelt es sich um eine Inselgruppe mit mehreren Granit-Inseln und Felsenriffen südlich von Bonifacio, die unter Naturschutz steht. Bewohnt ist nur eine einzige: die Île Cavallo. Touristen landen allerdings auf der Insel Lavezzu.
Für uns gehören die Lavezzi zu den schönsten Korsika Sehenswürdigkeiten: weiße Sandstrände und türkises Wasser erinnern wirklich an die Seychellen. Ein Tagesausflug ab Bonifacio reicht dafür völlig. Du hast zwei sinnvolle Varianten: Am günstigsten kommst du mit der Fähre rüber und verbringst einen halben bis ganzen Tag mit Baden und Wandern.
Oder du buchst eine geführte Bootstour mit mehreren Badestopps. Dabei kommst du auch an den weißen Kalksteinklippen von Bonifacio entlang, sodass du die Festungs-Altstadt zusätzlich noch von unten siehst. So haben wir das gemacht (unsere Tour).
Optional
19. Porto-Vecchio
Highlights
altes Stadttor mit Blick auf den Hafen
Zitadelle und Bastion
Place de la République mit Karussell, großem Baum, Restaurants und Shops
Gassen der Altstadt mit Boutiquen und Cafés
Yachthafen mit Restaurants und Cafés
Porto-Vecchio liegt im Südosten Korsikas und ist für viele der Ausgangspunkt für die schönsten Strände der Insel (mehr dazu unten). Der Ort selbst besteht aus dem lebhaften Hafen unten und der Altstadt rund um die Festung oben auf dem Hügel. Ehrlich gesagt: Wir hätten uns von der Altstadt mehr erwartet. Für einen Abendspaziergang ist sie aber ganz nett: rein durch die Porte Génoise (altes Stadttor), rüber zur Zitadelle & Bastion mit Blick auf den Hafen und rauf zur Place de la République, dem zentralen Platz mit Karussell, großem Baum, Restaurants und Shops.
Unsere Empfehlung: Falls du in der Region übernachtest, such dir die Unterkunft lieber bei den Stränden statt in der Stadt.
Highlight
20. Strände bei Porto-Vecchio
Highlights
Plage de Palombaggia: bekanntester Strand
Plage de Tamaricciu: unser Favorit direkt neben Palombaggia
Plage de Santa Giulia: flache Lagune, ideal für Familien
Plage de Rondinara: muschelförmige Bucht, sehr seicht für Familien
Rund um Porto-Vecchio findest du unserer Meinung nach die schönsten Sandstrände Korsikas. Kilometerlange Buchten, links und rechts Granitfelsen, kristallklares türkises Wasser und oft ein seichter Einstieg.
Die bekanntesten sind die Plage de Palombaggia (der ikonische Postkartenstrand Nr. 1) und die Plage de Santa Giulia (große, flache Bucht, sehr familienfreundlich). Unser Favorit war aber die Plage de Tamaricciu direkt neben Palombaggia: ein langer Sandstrand mit tollen Granitfelsen, ein paar Strandbars und seichtem Einstieg.
Ehrlicher Hinweis: In der Hochsaison ist hier richtig viel los, fast alle Parkplätze kosten und sind schnell voll. Am schönsten ist die Region daher in der Nebensaison oder früh morgens kommen.
Unsere Lieblingsstrände
Strand Santa Giulia
Santa Giulia ist wirklich eine Bilderbuch-Bucht: ein perfekter Halbmond, weißer Puderzuckersand und türkisblaues, leuchtendes Wasser. Aufgrund der großen, runden Granitblöcke am Rand erinnert Santa Guilia an Seychellen Strände.
Für Familien ist der Strand ein Volltreffer. Der Einstieg bleibt ewig flach, das Wasser liegt ruhig da, und auf drei Kilometern Sand findet jeder sein Handtuchplätzchen, selbst wenn schon einiges los ist.
Das größte Thema ist eher das Parken. Wir haben mit etwas Glück einen Platz hier in der Straße bekommen, aber verlass dich nicht drauf: Früh da sein zahlt sich aus!
Unser persönlicher Favorit war übrigens nicht der lange Hauptstrand, sondern die kleine Bucht im Osten bei der Strandbar Le Fort. Überall liegen dort runde Granitfelsen im Wasser, das Ganze wirkt deutlich intimer als der weite Sandbogen. Wenn du also nur einen Stopp einlegst, würden wir direkt in diese Ecke gehen.
Santa Giulia Strand bei Porto Vecchio
Plage de Tamaricciu
Gleich neben dem berühmten Palombaggia liegt der Plage de Tamaricciu, und uns hat er sogar noch besser gefallen als die große Schwester. Langer Sandstrand, dazwischen immer wieder diese runden Granitfelsen, die aus dem Wasser ragen. Perfekt für einen langen Strandspaziergang, bei dem sich hinter jeder Felsgruppe eine neue kleine Ecke auftut. Der Einstieg ins türkisblaue Meer ist auch hier angenehm seicht und für Pausen gibt es ein paar Strandbars direkt am Sand.
Ein Punkt, den du auf dem Schirm haben solltest: das Parken. Die Plätze an der Straße sind sehr begrenzt und kostenpflichtig. Deshalb unsere klare Empfehlung: Möglichst früh anfahren, dann ersparst du dir die Runden auf Parkplatzsuche.
Noch ein Hinweis: Auf Google Maps sind mehrere Markierungen für Tamaricciu gesetzt. Achte darauf, dass du wirklich bei der Strandecke landest und nicht irgendwo daneben. Vom Parkplatz aus spaziert man nochmal 5 Min. über einen kleinen Wanderweg runter zum Strand.
Für uns ist das Bavella-Massiv eine der eindrucksvollsten Wanderregionen Korsikas. Wegen der schroffen Granittürme auch „Dolomiten Korsikas“ genannt. Schon die Anfahrt durch dichte Piniewälder ist stark, und dank der Höhenlage ist es hier oben angenehm kühler als am Meer.
Zwei Wanderungen haben uns überzeugt: die einfache Runde zum Trou de la Bombe (Felsenloch) mit spektakulärem Blick auf die Türme oder sportlicher die Rundtour um die fünf Bavella-Türme (12 km, 800+ hm, teils alpin, an einer Stelle geht’s an einer Eisenkette abwärts). Landschaftlich einer der Höhepunkte unserer Reise. Als Basis eignet sich das Bergdorf Zonza, ein Tagesausflug ab Porto-Vecchio reicht aber auch. Auf dem Rückweg empfehlen wir die Strecke über die Solenzara-Schlucht (mehr dazu gleich).
Lohnt sich
22. Solenzara-Tal
Highlights
schöne Panoramastraße östlich vom Bavella-Massiv
smaragdgrüne Gumpen und Kieselstrände entlang des Flusses
ideal zum Abkühlen nach dem Wandern
Canyoning-Tour inklusive Ausrüstung möglich
Das Solenzara-Tal liegt östlich vom Bavella-Massiv und lässt sich perfekt damit kombinieren. Entlang des Flusses findest du immer wieder smaragdgrüne Gumpen und Kieselstrände. Also perfekt, um sich nach dem Wandern abzukühlen. Optional ist der Canyon du Pulischellu. Hier kannst du entweder mit einem Guide zum Wasserfall und den Gumpen wandern (nur ein paar Euro „Eintritt“) oder eine Canyoning-Tour inkl. Ausrüstung buchen (vorher anmelden).
Alternativ kannst du auch die kostenlosen Badegumpen nutzen, z.B. beim Kletterpark oder beim Restaurant U Rosumarinu. Hier wartet sogar ein riesiges Wasserbecken mit Felskulisse und Freibad-Vibes auf dich.
Kleiner Hinweis zum Nordosten Korsikas: Vielleicht ist dir aufgefallen, dass wir für die Küste zwischen Bastia und Aléria keine Sehenswürdigkeit aufgeführt haben. Wir sind die Strecke selbst abgefahren, aber ehrlich gesagt lohnt sich der Abschnitt unserer Meinung nach nicht wirklich. Vor allem die Strände im Nordosten fanden wir im Vergleich zum Rest der Insel deutlich weniger schön. Wenn du Zeit sparen willst, kannst du diese Ecke also guten Gewissens auslassen oder nur zur Durchfahrt nutzen.
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