Zell am See-Kaprun im Sommer: Wandern, Baden & Camping

19. August 2020 Tom von traveloptimizer

Zell am See-Kaprun im Sommer: Wandern, Baden & Camping

Die Region Zell am See-Kaprun wirbt mit dem vielversprechenden Slogan „Berg, See und Gletscher“. Da wir bereits ein paar mal die spektakulären Kaprun Stauseen auf Bildern gesehen haben, wollten wir uns unbedingt die Region mal etwas genauer ansehen und waren für ein Wochenende im Sommer in Zell am See-Kaprun. Als Übernachtungsort haben wir uns dieses Mal etwas ganz besonderes ausgesucht – und zwar ein Dachzelt. Zell am See-Kaprun eignet sich im Sommer nämlich nicht nur super zum Baden und Wandern, sondern auch für einen Camping-Urlaub. Mit einem Subaru Forester inklusive Dachzelt sind wir also nach Österreich geflitzt. Einen kleinen Erfahrungsbericht zum Campen mit Dachzelt und schöne Campingplätze in Zell am See-Kaprun findest du weiter unten. Außerdem verraten wir dir in diesem Blogartikel die schönsten Touren zum Wandern, Strandbäder und Ausflugsziele für deinen Sommerurlaub in Zell am See-Kaprun.

Viel Spaß beim Nachreisen 🙂

Zell am See-Kaprun im Sommer: Wissenswertes & Tipps

Wo liegt Zell am See-Kaprun?
Zell am See und Kaprun befinden sich im östlich im Bundesland Salzburg und sind damit nicht allzu weit von der deutschen Grenze entfernt. Der Zeller See ist mit etwa 3,8 km Länge und 1,5 km Breite ein schöner mittelgroßer See. Südlich des Sees fließt die Salzach vorbei.
Die Gemeinde Kaprun ist vor allem durch seine Stauseen im Kapruner Tal bekannt, die auch Mooserboden Stauseen genannt werden, sowie durch das 3203m hohe Kitzsteinhorn, auf dem du einem Gletscher per Gondelfahrt ohne Anstrengung sehr nahe kommen kannst.

Neben dem Kapruner Tal im Süden befindet sich parallel dazu etwas östlich das Salzachtal. Über Bruck kannst die Großglockner Hochalpenstraße erkunden. Die bekannte Panoramastraße führt 48 Kilometer durch den Nationalpark Hohe Tauern bis zum Großglockner und dem Pasterze-Gletscher.

Beste Reisezeit für einen Wander-, Aktiv oder Campingurlaub:
Mai bis September
ist die perfekte Zeit für einen Urlaub im Sommer zum Wandern und Baden in Zell am See-Kaprun: In der Zeit hat der See mit etwa 23°C perfekte Temperaturen zum Baden.
Im Winter bietet Zell am See-Kaprun mit dem Skigebiet am Schmitten und am Kitzsteinhorn ebenfalls perfekt Bedingungen zum Skifahren.

Anreise und Fortbewegung:
Zell am See-Kaprun kannst du von Deutschland aus mautfrei über Kiefersfelden oder Kufstein erreichen. Von München aus fährst du etwa 2:45h.

Tipp: Zell am See-Kaprun Sommer-Karte – Frage in deiner Unterkunft oder Campingplatz nach, ob diese die Zell am See-Kaprun Sommerkarte anbieten. Mit dieser Vorteilskarte erhältst du kostenlos den Bustransfer zu den Stauseen (Kostenersparnis: 24 € p.P.), den Eintritt in die Sigmund-Thun-Klamm (Kostenersparnis: 6€) oder die Gondelfahrt auf das Kitzsteinhorn (49€ p.P.).

Camping in Zell am See-Kaprun

Camping ist längst kein angestaubtes Thema mehr, sondern ein Trend bei Alt und Jung. Egal ob der schicke Wohnwagen in der Rente oder der selbst ausgebaute Van nach dem Studium: Viele erfüllen sich mit einem Zuhause auf 4 Rädern einen Traum. Flexibilität, Freiheit, Naturverbundenheit, Gemeinschaft und Abenteuer – das sind Werte, die mit Camping verbunden werden. Als Subaru uns anfragte, ob wir den neuen Subaru Forester e-Boxer mit montiertem Dachzelt (Desert 140cm, Anbieter: Horntools) testen wollen, haben wir natürlich nicht nein sagen können. Raus auf der Komfortzone „Hotelzimmer“ – rein ins Campingabenteuer war also unser Motto fürs Wochenende. Da wir absolute Camping-Anfänger waren, haben wir uns noch schnell einen kleinen Gaskocher*, einen Espressokocher* und eine Kühlbox* gekauft. Danach mussten wir nur noch Campingstühle und Bettzeug ins Auto packen und los ging es!

Subaru Forester mit Dachzelt

Schon beim Packen fiel uns auf, dass es beim Campen mit Dachzelt wichtig ist, viel Stauraum im Auto zu haben. Dank der breiten Heckklappenöffnung des Subaru Forester konnten wir Campingstühle, Tisch, Kochutensilien und unsere Koffer problemlos einräumen ohne Tetris spielen zu müssen. Gott sei Dank bestehen auch die Seitenwände des Gepäckraums aus robustem, unempfindlichem Material, denn natürlich bleibt das Auto beim Ein- und Ausräumen des Campingequipments nicht blitzeblank sauber. Eine Packhilfe stellten auch die breiten, abwischbaren Einstiegsleisten an der hinteren Tür dar. Mit einem Tritt auf den hinteren Einstieg erreichten wir problemlos die Dachreling und das Dachzelt.

Kommen wir zu den spannendsten Fragen rund um das Thema Dachzelt:

Wie lange dauert der Auf- und Abbau des Dachzeltes Horntools Desert?

Wir haben beim allerersten Mal sogar die Zeit gestoppt und stolze 7 Minuten für den kompletten Aufbau des Dachzeltes gebraucht. Am dritten Tag klappte es bereits in 4-5 Minuten zu zweit – alleine ist ebenfalls möglich, dauert dann aber natürlich länger. Der Abbau nimmt etwas mehr Zeit in Anspruch, da die obere Schutzplane relativ straff über das Zelt gezogen werden muss. Im Prinzip ist das Zelt mit wenigen Handgriffen aufgebaut: Schutzplane entfernen, Leiter ausklappen, Dachzelt aufklappen, Vorzelt montieren, Bett beziehen – FERTIG!

Wie bequem ist eine Nacht im Dachzelt von Horntools Desert?

Das Schlafen im Horntools Desert Dachzelt ist dank der dicken und 1,40m breiten Matratze und dem atmungsaktiven, wasserdichtem Zelt bequemer als gedacht. Im Zelt selbst bist du gut vor dem Regen geschützt und auch der überdachte Einsteig ist super praktisch. Wenn es nicht gerade in Strömen regnet oder gewittert, finden wir das Schlafen auf dem Auto sehr bequem und unkompliziert. Noch abenteuerlicher wäre die Nacht im Dachzelt mit Sicherheit außerhalb des Campingplatzes mitten in der freien Natur – allerdings ist Camping in Zell am See-Kaprun nur auf Campingplätzen erlaubt.

Passt ein Dachzelt auf jedes Auto?

Grundsätzlich ja, sofern eine Dachreling und ein Dachträger vorhanden sind und die Dachlast des Autos nicht überschritten wird. Diese findest du meist im Fahrzeughandbuch. Nicht erschrecken vor der zulässigen Dachlast von 50-75kg, diese bezieht sich auf den fahrenden Zustand. Solange dein Dachzelt alleine diese Last nicht überschreitet, passt das. Im stehenden Zustand kann der Subaru Forester durch das verteilte Gewicht locker 300-400kg Last aushalten.

Wir raten dir vor dem Kauf eines Dachzeltes, mal auf einer Messe das gewünschte Modell Probe zu liegen oder es dir beim Hersteller zu leihen.

Weitere Details, die wir am Subaru Forester e-Boxer gut finden:

  • Hybridantrieb e-Boxer (durch den Mild-Hybrid ist der Forester für einen SUV sehr sparsam und rollt quasi flüsterleise auf den Campingplatz. Durch die größere Batterie konnten wir die Kühlbox und Elektrogeräte länger laden ohne das Auto starten zu müssen)
  • Große Bodenfreiheit durch überdurchschnittlichen Rampen- und Böschungswinkel
  • Symmetrischer Allradantrieb (vor allem praktisch bei unebenem, nassen Gelände)

Tipp: Montiert das Dachzelt am besten so, dass es sich seitlich aufklappen lässt (war bei uns nach hinten). Dies hat den Vorteil, dass du noch problemlos die Heckklappe öffnen kannst.

Campingplätze bei Zell am See

Wer sich in Europa ins Camping-Abenteuer stürzt, sollte wissen, dass Wildcampen nur in sehr wenigen Ländern erlaubt ist. In Zell am See und allgemein rund um den Zeller See ist Camping und das Aufschlagen eines Zeltes strengstens verboten und kann auch mit hohen Bußgeldern bestraft werden. Informiere dich deshalb am besten immer vorher, ob Camping außerhalb der offiziellen Stell- und Campingplatze erlaubt ist.

Aber keine Sorge, das heißt nicht, dass der Traum vom Camping in Zell am See nicht klappt. Es gibt einige tolle Campingplätze direkt am See, in der Nähe oder mit eigenem Badeweiher:

Karte Zell am See-Kaprun: Wanderungen & Aktivitäten 

In dieser Karte von Zell am See und Kaprun haben wir dir die Ausgangspunkte zum Wandern, Baden, sowie alle weiteren Aktivitäten im Sommer markiert. Du kannst die Maps auch abspeichern und selbst nutzen, indem du auf das Rechteck oben rechts klickst. Links kannst du die verschiedenen Aktivitäten und Orte zum Wandern für Zell am See-Kaprun ausklappen.

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Wandern bei Zell am See-Kaprun

Die Region Zell am See-Kaprun bietet sich im Sommer wirklich perfekt zum Wandern an. Durch die super Lage zwischen den Berchtesgadener Alpen und den Hohen Tauern hast du auf diversen Wanderungen grandiose Aussichten. Wir stellen dir hier die besten Touren (leicht bis schwer) zum Wandern in Zell am See-Kaprun vor – es ist also für jeden etwas dabei!

Schwalbenwand & Schönwieskopf (Zell am See)

  • Dauer: 4-5 Stunden
  • Länge: 13 km
  • Höhenmeter: 977 hm
  • Schwierigkeit: mittel (aufgrund der Länge)
  • Startpunkt & Endpunkt: Berggasthof Mitterberg (Wanderparkplatz vorhanden)

Wenn du im Sommer in Zell am See bist, solltest du definitiv den Rundwanderweg zur Schwalbenwand und Schönwieskopf wandern. Wenn das Wetter gut ist, hast du wirklich einen spektakulären 360 Grad Ausblick auf den Zeller See, die Schmittenhöhe, den Hohen Tauern mit seinen 3000er Gipfeln, sowie eine wunderschöne Sicht auf das Steinerne Meer und den Hochkönig – besser geht es wohl kaum! Wir hatten leider nicht ganz so viel Glück und es war die meiste Zeit sehr nebelig. Wenigstens hatten wir das Glück, dass zum Schluss die Sicht auf den Zeller See, die Schmittenhöhe und die Hohen Tauern gut war, sodass wir dann doch noch einen Teil des großartigen Panoramas sehen konnten.

Der Wanderweg selbst startet beim Berggasthof Mitterberg, wo ein Wanderparkplatz für 3€ vorhanden ist. Die Wanderung führt in etwa 2 Stunden über Forststraßen und gut begehbaren Waldwegen zur Schwalbenwand und ist relativ einfach. Etwa aber der Mitte des Weges bekommst du die ersten tollen Ausblicke! Spielt das Wetter mit, hast du von der Schwalbenwand den grandiosen 360° Ausblick. Weiter geht es dann über den ebenfalls gut begehbaren Bergrücken zum Schönwieskopf, wobei du währenddessen die ganze Zeit den tollen Ausblick genießen kannst. Nach dem Schönwieskopf hast du den Aufstieg geschafft. Nach etwa 40-50 Minuten Abstieg kommst du zur super schönen Schützlingalm. Hier lohnt es sich definitiv einzukehren und einen leckeren Kaiserschmarrn zu bestellen. Nach weiteren 1 – 1,5h Abstieg über eine Forststraße erreichst du wieder deinen Ausgangspunkt, den Berggasthof Mitterberg.

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Wandern auf der Schmittenhöhe (Zell am See)

Die 1965m hohe Schmittenhöhe ist der Hausberg von Zell am See. Da der Berg im Winter zum Skifahren genutzt wird, gibt es dort im Gegensatz zur Schwalbenwand Gondelbahnen und Lifte, die du auch im Sommer nutzen kannst. Auf der Schmittenhöhe führen diverse Wanderwege mit unterschiedlichen Längen und Höhenmetern über die Berggipfel. Wir haben dir hier mal 2 Empfehlungen herausgesucht:

Rundwanderweg: Schmittenhöhe – Hochsonnbergalm – Pinzgauer Hütte

  • Dauer: 2-3 Stunden
  • Länge: 9,1 km
  • Höhenmeter: 383 hm
  • Schwierigkeit: leicht
  • Startpunkt & Endpunkt: Bergstation Schmittenhöhe

Ein kurzer Rundwanderweg mit wenigen Höhenmetern, der aber aufgrund der Höhe (1692 – 1965 hm) trotzdem super Aussichten auf die Hohen Tauern bietet.

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Pinzgauer Spaziergang nach Saalbach

  • Dauer: 5-6 Stunden
  • Länge: 17,1 km
  • Höhenmeter: 883 hm auf, 811 hm ab
  • Schwierigkeit: mittel
  • Startpunkt: Bergstation Schmittenhöhe
  • Endpunkt: Bergstation Schattbergbahn

Einer der schönsten Höhenwege der Ostalpen und ein echter Klassiker. Bietet ebenfalls grandiose Ausblicke auf die Hohen Tauern und die anderen Berggipfel. Von Saalbach aus kannst du mit dem Bus zurück nach Zell am See fahren.

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Wandern zum Heinrich Schwaiger Haus (Kaprun)

  • Dauer: 3,5 Stunden (mit Abstieg)
  • Länge: 8,2 Kilometer
  • Höhenmeter: 1266 hm
  • Schwierigkeit: schwer (Trittsicherheit notwendig)
  • Startpunkt & Endpunkt: Mooserboden Stausee

Diese Wanderung war genau nach unserem Geschmack. Eine relativ kurze Tour, jedoch mit vielen Höhenmetern und grandiosen Ausblicken auf die Stauseen, den Gletschern und die Berge, wie das Wiesbachhorn oder Kitzsteinhorn. Für diese Wandertour in Kaprun solltest du auf alle Fälle trittsicher sein. Um zum Startpunkt Mooserboden zu kommen, musst du erstmal mit dem Shuttlebus (24€, Hin- und Rückfahrt, gratis mit Sommerkarte) vom Kaprun Stauseen Parkhaus zum Mooserboden Stausee fahren (oberer Stausee). Alternativ kannst du vom Kaprun Stauseen Parkplatz bzw. Kesselfall aus auch hochwandern zum Mooserboden, was allerdings 3 Stunden dauert (siehe nächste Wanderung).

Von hier aus gehst du über beide Staumauern zum Pumpwerk und dann ist auch schon der Wanderweg zum Heinrich Schwaiger Haus ausgeschrieben. Die Wanderung beginnt auch sofort relativ steil. Nach kurzer Zeit gehst du über Serpentinen einen schmalen Weg hinauf, für den du auf alle Fälle trittsicher sein solltest. Besonders kritische Stellen, sind jedoch seilversichert, sodass du dich daran festhalten kannst. Während der kompletten Wanderung hast du grandiose Ausblicke, wobei es mit jedem Höhenmeter besser wird ;). Angekommen am Heinrich Schwaiger Haus kannst du dich mit einem Radler oder Bier belohnen und die Aussicht so lange genießen, wie du möchtest. Zurück geht es dann über den gleichen Weg, für den du je nach Geschwindigkeit 1- 1,5h einplanen solltest.

Tipp 1: Der Weg ist am Vormittag noch schön im Schatten. Wandere also am besten vormittags hoch, warm wird dir auch so durch den Anstieg, da brauchst du keine zusätzlichen Sonnenstrahlen.
Tipp 2: Machst du die Wanderung am Vormittag, hast du am Nachmittag noch Zeit für den Klettersteig Mobo 107, der direkt in der Staumauer verläuft.
Tipp 3:
Vom Heinrich Schwaiger Haus startet die Tour zum Großen Wiesbachhorn (3564m). Dafür sind aber Hochtourenerfahrung und Steigeisen erforderlich.

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Wandern vom Kesselfall zu den Hochgebirgsstauseen (Kaprun)

  • Dauer: 3 – 3,5 Stunden
  • Länge: 8,4 Kilometer
  • Höhenmeter: 1126 hm
  • Schwierigkeit: mittel
  • Startpunkt: Kesselfall/ Kaprun Stauseen Parkplatz
  • Endpunkt: Mooserboden Stausee

Wer sich gerne das Geld für den Shuttlebus (24€) sparen möchte oder einfach nur so gerne selbst zu den Kaprun Stauseen wandern möchte, der kann das ebenfalls super machen. Der Weg ist gut machbar, wobei trotzdem über 1000 Höhenmeter zu überwinden sind. Nach 3 bis 3,5 Stunden wirst du mit einem grandiosen Blick auf den Mooserboden Stausee belohnt. Entweder du wanderst die gleiche Strecke wieder zurück oder du fährst mit dem Shuttlebus zurück.

Tipp: Wandere unbedingt noch auf die sogenannte Höhenburg (15 Minuten, zwischen den beiden Staumauern). Von hier aus hast du einen einzigartigen Blick auf beide Staumauern.

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Anfänger-Klettersteig „Mobo 107“ (Kaprun)

  • Dauer: 1:00 Stunde
  • Schwierigkeit Klettersteig: B (Variante Swing: B/C)
  • Startpunkt & Endpunkt: Mooserboden Stausee

Der Klettersteig Mobo 107 ist sicherlich in vielerlei Hinsicht etwas besonderes! Da er direkt in die Staumauer gebaut wurde, mehrere Spaßelementen (Flying Fox & Swing) enthält und nur eine maximale Schwierigkeit von B/C aufweist, würden wir ihn eher als Spaß-Steig, statt als klassischen Klettersteig bezeichnen. Das soll allerdings in keinster Weise heißen, dass er uns nicht gefallen hat. Während des Klettersteigs hast du nämlich einen super Blick auf den unteren Stausee und direkt in einer Staumauer zu klettern ist definitiv etwas serh cooles, das wir jedem nur empfehlen können, der dort ist. Da er sehr einfach ist, können wir den Klettersteig auch jedem Anfänger sehr gut empfehlen. Viele Trittstufen und Elemente sind wie in der Kletterhalle oder im Hochseilgarten. Es ist dadurch einfacher, als beim klassischen Klettersteig im Fels. Klettersteig-Ausrüstung kannst du dir im Busterminal ausleihen und jeden Mittwoch und Samstag findet um 14 Uhr eine geführte Klettersteigtour statt, die wir jedem empfehlen, der noch keinen Klettersteig gegangen ist. Mehr Infos dazu findest du hier. Du bist noch Klettersteig-Neuling, dann lese dir am besten gleich mal unseren „Klettersteig für Anfänger“-Artikel durch.

Fun-Fact: Da der Klettersteig von der Staumauer aus sehr gut einsehbar ist, beobachten dich wirklich viele Menschen während du kletterst. Besonders Kinder sind davon ganz begeistert und applaudieren auch mal 😀
Tipp: Gleich neben dem Ausstieg gibt es drei weitere kurze Klettersteigrouten auf die Höhenburg mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen. Perfekt also, um sich noch weiter auszuprobieren.

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Aktivitäten & Baden im Sommer bei Zell am See-Kaprun

Zell am See-Kaprun ist im Sommer natürlich nicht nur toll zum Wandern, sondern bietet auch einige weitere tolle Aktivitäten an und der Zeller See lädt natürlich zum Baden ein!

Baden am Zeller See

Der Zeller See bietet sich wirklich perfekt zum Baden an. Durch seine mittlere Größe (3,8 km lang und 1,5 km breit) erwärmt er sich im Sommer schnell auf angenehme 23°C. Ebenfalls toll ist der flache Einstieg ins Wasser. Wir waren einmal am Strandbad Seespitz und das andere mal am Badeplatz Haus Gabi im Süden des Sees (siehe Karte). Beide können wir weiterempfehlen. Das Strandbad Seespitz bietet ein zusätzliches Schwimmerbecken, kostet allerdings auch 7,9€ Eintritt, der Badeplatz Haus Gabi ist kostenlos.

Stand-Up-Paddeln am Zeller See

Natürlich ist der Trend „Stand-Up-Paddeln“ auch schon am Zeller See angekommen. In beiden Strandbädern (Seespitz, Haus Gabi) kannst du dir SUPs ausleihen und damit den Zeller See unsicher machen. Beim Badeplatz Haus Gabi hat ein SUP 15€ pro Stunde gekostet. Wem das zu wackelig ist, kann sich auch ganz klassisch ein Boot ausleihen (z.B. bei Bootsverleih Simon Hutter).

Sigmund Thun Klamm besuchen

Öffnungszeiten: 08:30 – 17:00 Uhr
Eintritt: 6€

Wer einmal eindrucksvoll sehen möchte, dass Wasser so kraftvoll sein kann, dass es sogar Stein „zerschneidet“, der ist in der Sigmund Thun Klamm genau richtig. Hier hat sich nämlich die Kapruner Ache schon 30 Meter tief in den Stein „geschnitten“ und eine wunderschöne Klamm geformt, die du über Stege besuchen kannst. Das Wasser schießt hier wirklich von einem „Pool“ in den nächsten, von links und rechts kommen Wasserfälle herunter und du stehst mittendrin. Über Holzstege und Brücken „wanderst“ du die immer weiter die 320 Meter lange Klamm hinauf, was ca. 30 Minuten dauert. Zurück führt ein normaler Weg, sodass du in etwa 40 – 50 Minuten wieder am Startpunkt bist. Für uns war die Sigmund Thun Klamm wirklich sehr sehenswert und wir würden sie jedem empfehlen.

Tipp 1: Der Steg ist „One Way“. Genieße also den Moment, wenn du an einer schönen Stelle bist, da du kein zweites Mal daran vorbeikommst.
Tipp 2: Mit der Sommerkarte ist der Eintritt kostenlos.

Kitzsteinhorn-Gletscher erkunden

Öffnungszeiten: 8:30 – 16:00 Uhr
Preis Gondelfahrt & Gipfelwelt 3000: 47€

Wer kein Bergsteiger ist, jedoch trotzdem mal einen Gletscher aus nächster Nähe sehen möchte, hat in Zell am See-Kaprun die Gelegenheit. Der Gletscher des Kitzsteinhorns kann ganzjährig besucht werden und die Panoramabahn fährt dich auf über 3000 Meter. Dort angekommen erwartet dich eine Panoramaplattform, von der aus du auf weite Teile der Hohen Tauern inkl. Großglockner blicken kannst. In der Nationalpark Gallery bekommst du Infos zum Nationalpark Hohe Tauern und die Seilbahntechnik. Wer nach etwas Action sucht, findet diese in der Ice-Arena, in der du im Sommer Schneehänge herunter rodeln oder gesichert den Gletscher betreten kannst – crazy oder?

Tipp: Da Schnee das Licht reflektieren lässt, kannst du besonders leicht einen Sonnenbrand bekommen. Creme dich also entsprechend gut ein und achte auch darauf, dass du eine gute Sonnenbrille trägst (Schneeblindheit).

Großglockner-Hochalpenstraße

Öffnungszeiten: täglich 06.-20.00 Uhr (Mai), 05:00-21:30 Uhr (Juni-August), 06.00-19.30 Uhr (September-Anfang November), im Winter gesperrt
Mautgebühr: 37€ (Pkw)

Du fragst dich, was du außer wandern und baden noch alles in der Umgebung von Zell am See-Kaprun erleben kannst? Wie wäre es mit einem Abstecher über Bruck in das Salzachtal. Hier erreichst du nach ca. 20-30 Minuten Fahrt die Mautstelle der Großglockner Hochalpenstraße. Nirgends sonst kommt man so schnell und komfortabel in hochalpine Regionen und auf bis zu 2.571 Meter. Wer den höchsten Berg Österreichs, den Großglockner, hautnah erleben möchte, muss zuvor einige Kurven bzw. Kehren zurücklegen, aber auf der Straße ist sowieso der Weg das Ziel.

Der Blick auf das Gebirge des Nationalparks Hohe Tauern, die Gletscher, zahlreiche Wasserfälle und grüne Wiesen haben uns einfach fasziniert. Am liebsten hätten wir an jeder einzelnen Parkbucht angehalten, um ein Foto zu machen und die Kulisse auf uns wirken zu lassen. Man kommt hier wirklich aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Einfach langsam durch die Berge cruisen, Fensterscheibe runterkurbeln und die Bergluft einatmen. Schade, dass man auch hier das Dachzelt nicht aufklappen darf. Dafür gibt es ein paar andere coole Aktivitäten auf der Großglockner Hochalpenstraße zu erleben:

  • Wandern mit dem Nationalparkranger (es werden fast täglich geführte Wanderungen in verschiedenen Schwierigkeitsstufen angeboten, Anmeldung über die Tourismusinformationen vor Ort)
  • 12 „Erlebniswelten“-Stopps entlang der Straße (Fotostopps, kurze Spaziergänge, Museen,…)
  • Besucherzentrum Kaiser-Franz-Josefs-Höhe (Ausblick auf die Pasterze, größter Gletscher der Ostalpen, und Großglockner)
  • Gamsgrubenweg (2,5-stündiger Weg oberhalb der Pasterze, ab Kaiser-Franz-Josefs-Höhe, Route bei outdooractive)
  • Gletscherweg zur Pasterze über Gamsgrubenweg (6 Stunden, alpine Erfahrung nötig, Route bei outdooractive)

Tipp 1: Lass dich auch von schlechtem Wetter nicht abschrecken. Nebel und Wolken können sich schnell verziehen oder sind nur im Tal. Check am besten vorher die Webcams, wenn du dir unsicher bist.
Tipp 2: Das Ticket für einen zweiten Tag kostet nur 12,50€.

Schlechtwetter-Alternativen für Zell am See-Kaprun

Zum Glück hat es uns erwischt, doch regnen kann es natürlich immer. Wir haben dir deshalb die besten Schlechtwetter-Alternativen im Sommer für Zell am See-Kaprun herausgesucht:

  • Tauern Spa Zell am See-Kaprun: Insgesamt 20.000 qm, 11 Pools (In- & Outdoor), Saunalandschaft mit 10 Saunen und Spa
  • Shopping in Zell am See
  • Nationalparkzentrum Hohe Tauern in Mittersill: Interaktives Museum mit 3D-Kino & 360° Raum über den Nationalpark Hohe Tauern


Offenlegung: Diese Reise erfolgte aufgrund einer Zusammenarbeit mit Subaru Deutschland. Unsere eigenen Eindrücke und unsere Meinung sind davon unbeeinflusst.

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Zell am See-Kaprun im Sommer: Wandern, Baden & Camping

von Tom von traveloptimizer Lesezeit: 19 min