Montafon (Österreich) im Winter: Skifahren, Aktivitäten & Hotel-Tipp

11. März 2022 Nina von traveloptimizer

Montafon (Österreich) im Winter: Skifahren, Aktivitäten & Hotel-Tipp

Der Winter ist dafür da, um ganz viele Erlebnisse im Schnee zu sammeln, deshalb dachten wir uns bei der Planung unseres Winterurlaubs in Österreich: Ab ins Montafon! Zwischen den Gebirgszügen Verwall, Silvretta und Rätikon verstecken sich in den Tälern und auf den Gipfeln jede Menge Wintersportmöglichkeiten, kulturelle Highlights und Erholungsoasen. Da wir das Montafon im Westen von Österreich bereits im Sommer kennengelernt haben, wussten wir bereits, dass das Alpental in Vorarlberg besonders ist, im positiven Sinn! Wir haben im Montafon einen sehr abwechslungsreichen Winterurlaub verbracht: Auf dem Programm stand nicht nur die Skigebiete erkunden, sondern auch Eisklettern, Winterwandern, Schneeschuhwandern, Nachtrodeln, ein kulinarischer Spaziergang und vieles mehr. Hast du auch Lust auf Action im Schnee, kulinarische Schmankerl und herzliche Menschen? Dann lass dich gerne inspirieren vom 39 Kilometer langen Tal.

Viel Spaß beim Nachreisen 🙂

Wir waren übrigens auch schon im Sommer in Montafon. Alle Infos dazu findest du in unserem Artikel „Montafon Urlaub im Sommer: 4 Tage Wandern, Klettern & Biken in Österreich“.

Reisepodcast: Winter im Montafon

In dieser Podcastfolge erfährst du:

  • (02:55) Was macht das Montafon-Tal so besonders?
  • (04:20) Besonderheiten des Montafoner Dialekt
  • (06:45) Unsere Erfahrungen beim Eisklettern
  • (11:15) Imelda zeigt uns das idyllische Dorf Partenen
  • (13:55) Picknicken und Schneeschuhwandern verbinden
  • (16:10) Schöne Winterwanderung zur Lindauer Hütte
  • (17:30) Die coolste Nachtrodelstrecke
  • (13:30) Skifahren in Montafon
  • (20:55) Unser Hotel-Tipp für das Montafon

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10 Gründe, warum es sich lohnt, im Montafon einen Winterurlaub zu planen

  1. Drei verschiedene Gebirgsketten grenzen das Montafon ein und zwar das Verwall im Norden und der Rätikon und die Silvretta im Süden. Egal wo du hinblickst, siehst du eine wunderschöne Bergkulisse.
  2. Die einzigartigen Maisäß-Landschaften im Montafon findest du so nirgends sonst in Österreich – vor allem im Winter wirken die verschneiten Holzhütten sehr romantisch. (Was genau es mit einem Maisäß auf sich hat, erklären wir dir im Podcast)
  3. Im Montafon findest du einen speziellen Käse, den es nirgends sonst gibt in Österreich oder anders wo: Den Montafoner Sura Kees. Dieser wird nur noch auf 12 Sennalpen hergestellt und ist äußerst fettarm und proteinreich – perfekt für alle Wintersportler.
  4. Einzigartig ist auch der Montafoner Dialekt in Österreich, der seinen Ursprung in der rätoromanischen Sprache hat. Die Einheimischen erklären dir gerne das ein oder andere kuriose Wort.
  5. Im Montafon gibt es auch im Winter eine große Anzahl an geführten Touren und Aktivitäten, die du einfach buchen kannst. (Tipp: Als Gast in einem BergePLUS-Partnerbetrieb erhältst du einige Aktivitäten kostenlos oder stark vergünstigt)
  6. Sehr schnelle Anreise über München oder Stuttgart (je 2-3h).
  7. Wer Skitouren liebt, wird auch das Montafon in Österreich lieben. Wie wäre es mit einer Tour im Rätikon mit Grenzüberschreitung in die Schweiz oder einer hochalpinen Tour zu den 3.000ern im Gletschergebiet Silvretta.
  8. 297 präparierte Pistenkilometer sorgen für ordentlich Abwechslung – sowohl für Renn- als auch Genussfahrer.
  9. 290 Kilometer markierte Winterwanderwege laden zu ausgedehnten Wanderungen und Spaziergängen durch die verschneite Schneelandschaft ein. Keine Sorge, die Winterwanderwege sind bestens gekennzeichnet und offiziell ausgeschrieben (zur Übersicht).
  10. Warst du schon mal Eisklettern? Wenn nicht, dann erweitere gleich mal deine Bucket List. Auf der Silvretta-Bielerhöhe kannst du dich inmitten eines künstlichen Eisparks austoben. Auch Kletteranfänger können hier mitmachen.

BergePLUS Programm

Von Dezember bis April hast du die Möglichkeit im Rahmen des BergePLUS Programms an einem täglich wechselndem Gästeprogramm teilzunehmen. Zu den Programmpunkten zählen neben geführten Schneeschuhwanderungen oder kulinarischen Spaziergängen auch das Eisklettern, Skitourengehen und vieles mehr. Jeder kann sich diese Aktivitäten buchen, bist du allerdings Gast in einem der rund 200 BergePLUS Partnerbetriebe, bekommst du viele Aktivitäten kostenlos (BergePLUS Basisprogramm) oder um 50% vergünstigt (BergePLUS Premium-Programm).

Alle Infos zu den Aktivitäten und den Partnerbetrieben im BergePlus Programm bekommst du hier.

Skigebiet Silvretta Montafon

Im Montafon in Österreich gibt es fünf verschiedene Skigebiete. Mit 35 Liftanlagen und 140 Pistenkilometern ist das Skigebiet Silvretta Montafon mit Abstand das größte und bietet wirklich für jeden Skifahr-Typ die perfekten Abfahrten.

Neben dem Skigebiet Silvretta Montafon stehen dir außerdem folgende Skigebiete zur Auswahl:

  • Genießerberg Kristberg: Der Genießerberg Kristberg ist mit 4 Liftanlagen und 9 Pistenkilometer klein aber fein, vor allem für die kleinen Gäste
  • Erlebnisberg Golm: Schönes Familienskigebiet mit 9 Liftanlagen und 45 Pistenkilometern
  • Gargellner Bergbahnen: 8 Liftanlagen und 34 Pistenkilometer sorgen auch hier für ordentlich Spaß im Schnee
  • Silvretta-Bielerhöhe: Das höchstgelegenste Skigebiet im Montafon ist etwas abgelegen, bietet aber mit 2 Liftanlagen, einer spektakulären Anreise durch einen Tunnel und Pistenraupen als Liftersatz jede Menge Abenteuer. Wenn du mit den Skiern schon immer mal von einer Pistenraube gezogen werden wolltest, dann auf zur Skisafari.

Wir wollten an unserem Skitag das sportlichste Skigebiet austesten und haben uns deshalb für die Silvretta Montafon entschieden. Hier wird’s auch nach mehreren Tagen Skifahren definitiv nicht langweilig. Der Start unseres Skitags begann direkt bei der Talstation der nagelneuen Valisera Bahn in St. Gallenkirch. Hier befindet sich seit Dezember 2021 nicht irgendeine Talstation, sondern eine richtige Erlebniswelt. Mit dem Neubau der Valisera Bahn wurde auch der Silvretta Park Montafon errichtet. Dort befindet sich ein großer Intersport Shop, ein Ski-Depot, eine Markthalle mit regionaler Gastronomie, eine Skischule, die größte E-Ladegarage Vorarlbergs und vieles mehr. Wir waren wirklich beeindruckt, wie schnell wir unsere Tickets in der Hand hielten und in der nagelneuen Valisera Bahn Platz nahmen. Mit der 10-er Gondelbahn fuhren wir ca. 14 Minuten hoch zur Bergstation. Dann hieß es: Jacke zumachen, Helm aufsetzen, Skier anschnallen und los geht’s.

Wir haben uns den ganzen Tag im Skigebiet Silvretta Montafon, um genau zu sein im Silvretta Nova-Bereich, ausgetobt und sind beispielsweise auch mit der Nova Bahn hochgefahren zur Nova Stoba. Dort befindet sich die höchstgelegene Weinstube des Montafon, die Vinnova. Mit einem Aperol Spritz in der Hand haben wir den Ausblick auf die Valisera-Skipisten und auf das Schwarzköpfle genossen. Theoretisch könnte man sogar rüber pendeln in den Bereich Hochjoch, doch dafür hat uns leider die Zeit gefehlt. Aber du siehst schon, langweilig wird es einem in diesem österreichischen Skigebiet im Montafon nicht. Verschaffe dir schnell und einfach einen Überblick mit dem interaktiven Pistenplan.


Good to know Skigebiet Silvretta Montafon

  • Das Skigebiet fasst die Bereiche Silvretta Nova und Silvretta Hochjoch zusammen.
  • 35 Liftanlagen
  • 140 Pistenkilometer
  • 11 Bergrestaurants
  • Schwarze Pisten mit Neigungen bis zur 81%
  • Die Hälfte aller Skipisten liegt auf über 2.000 Metern Höhe, sodass auch nachmittags die Pisten noch gut befahrbar bleiben

Tickets & Preise

Die Ticketpreise unterscheiden sich im Skigebiet Silvretta Montafon je nach Saison. Folgende Skiticket-Preise gelten im Skigebiet Silvretta Montafon von Mitte Dezember bis Mitte April (Stand 2022):

  • Tagesskipass (Erwachsener): 59€
  • Tagesskipass (Kinder): 33,90€
  • 2-Tageskarte (Erwachsener): 115€
  • 2-Tageskarte (Kinder): 66,10€

Es gibt allerdings auch Stunden-, Punkte- und Nachmittagskarten oder auch Karten für Fußgänger. Eine Preisübersicht findest du hier.


Pisten- & Hüttenhighlights im Skigebiet Silvretta Monatfon

  • Vinnova: Höchstgelegenste Weinstube des Montafon
  • Silvretta Park Montafon: Neue, super moderne Talstation mit Tiefgarage, Intersport Shop, Ski-Depot, Skischule und vielem mehr
  • Neue Valisera Bahn direkt beim Silvretta Park Montafon
  • Hochjochtotale: Die längste Talabfahrt Vorarlbergs mit 1.700 Meter
  • Schwarze Pisten mit Neigungen bis zur 81%
  • 800 Meter langer Freeridecross

Sonnenaufgangsfahrten

Das Skigebiet Silvretta Montafon belohnt die Frühaufsteher ganz besonders. Dreimal die Woche (Mittwoch, Freitag & Samstag) hast du die Möglichkeit zum Sonnenaufgang als erster über die frisch präparierten Hänge zu fahren. Der Sonnenaufgang sorgt dabei zusätzlich für eine unvergessliche Lichtstimmung. Anschließend geht’s zum ausgiebigen Frühstück ins Bergrestaurant. Hast du Lust auf Frühsport? Dann plane bei deinem Skiurlaub im Montafon unbedingt eines der folgenden Sonnenaufgangs-Events ein:

Jeden Mittwoch: Hochjoch Totale

Überwinde beim Sonnenaufgang über 1.700 Höhenmeter entlang der längsten Talabfahrt Vorarlbergs. Um die Kraftreserven wieder aufzutanken gibt’s anschließend ein herzhaftes Frühstück im Kapellrestaurant. (Treffpunkt: 07:25 Uhr bei der Grasjoch Bahn Talstation, Kosten: 40€ inkl. Frühstück, exkl. Skipass, mehr Infos)

Jeden Freitag: Nova Exklusiv

Mit der Versettla Bahn geht es im 07:20 Uhr nach oben, während man den Sonnenaufgang beobachtet. Die frisch präparierte Piste wartet bereits. Anschließend folgt der gemütliche Teil: Das einzigartige Bergfrühstück in der Nova Stoba. (Treffpunkt: 07:20 Uhr, Versettla Bahn Gaschurn, Kosten: 40€ inkl. Frühstück, exkl. Skipass, mehr Infos)

Jeden Samstag: Ländle Früah Sport

Die Zamang Bahn fahrt samstags bereits ab 07.30 Uhr. Pünktlich zum Sonnenaufgang stehst du dann auf dem Kapell und kannst die unverspurten Abfahrten genießen. Dieses Erlebnis erfordert keine Anmeldung, jeder mit einem gültigen Skiticket kann beim Sonnenaufgangs-Skifahren mitmachen.

Eisklettern auf der Silvretta-Bielerhöhe

Wann: Immer donnerstags (Dauer: 2,5h)
Treffpunkt: 09:30 Uhr und 12:45 Uhr Madlenerhaus, Silvretta-Bielerhöhe
Parken: Parkplatz Vermuntbahn (in Google Maps öffnen), anschließend mit der Vermuntbahn und dem Tunnelbus bis zum Madlenerhaus fahren
Kosten: 64€ (50% Rabatt wenn du in einem der über 200 BergePLUS Partnerbetriebe nächtigst, du kannst das Eisklettern online buchen)

Wir wollten schon sehr lange das Eisklettern in Österreich ausprobieren und haben die Chance, als wir im Winter im Montafon waren, genutzt. So ein Angebot findet man nicht überall. Auch preislich ist dieses Erlebnis mit dem BergePLUS-Vorteil wirklich günstig. Die Tickets für die Vermuntbahn kommen allerdings mit 42€ pro Person noch hinzu. Aber es lohnt sich! Allein die Fahrt nach oben zum Treffpunkt auf der Silvretta-Bielerhöhe ist wirklich ein Erlebnis. Die kleine Gondel fährt alle 15 Minuten und befördert die Gäste von Partenen zur Bergstation. Oben angekommen steigt man um in einen Kleinbus, der einen durch die alten, dunklen Stollen des ehemaligen Bergwerks hochfährt zur Silvretta-Bielerhöhle. Der Busfahrer muss die Strecke auf jeden Fall sehr gut kennen, denn links und rechts ist in den Tunneln nur wenige Zentimeter Platz.

Der Ausstieg erfolgt direkt beim Madlenerhaus unterhalb des Silvrettasees. Unser Bergführer war dabei zufällig Beat Kammerlander. Er ist nicht nur manchmal der Guide für das Eisklettern, sondern auch einer der besten Kletterer, die es jemals gegeben hat. Wir fühlten uns richtig geehrt, von einem Profi wie ihm beim Eisklettern Tipps zu bekommen. Nach einer kurzen Einweisung schnallten wir uns die Steigeisen an die Füße und mit Seil und Pickel ging es dann Richtung künstliche Eiswand, die sich direkt neben dem Madlenerhaus befindet. Die Eiswand ist ca. 10 Meter hoch. Die Seile werden oben an der Sicherung befestigt. Bei diesem Einsteiger-Kurs bist du durchgehend gesichert, es kann also nichts passieren, außer ein paar blaue Flecke zu bekommen. Die komplette Ausrüstung wird übrigens gestellt (außer steigeisenfeste Schuhe).

Beat zeigte uns zu Beginn wie man die Steigeisen und Pickel am Eis richtig einsetzt. Danach waren wir dran: „Learning by doing“ sozusagen. Egal ob du bereits Klettererfahrung mitbringst oder blutiger Anfänger bist, beim Eisklettern kann jeder mitmachen. Das Einzige was man mitbringen sollte ist etwas Kraft und Mut. Wir persönlich fanden das Eisklettern durchaus anstrengend, aber gut machbar und waren überrascht, wie schnell man Fortschritte macht. Obwohl wir nur selten in der Halle klettern, konnten wir sogar die komplett steilen Eiswände bis nach oben klettern – mit ein paar Pausen zwischendurch, aber Hauptsache oben ankommen.

Dadurch, dass wir beim Sichern oder Klettern ständig in Bewegung waren, war uns auch zu keinem Zeitpunkt kalt. Nach 2,5 Stunden ließ die Kraft in den Armen dann allerdings nach und wir haben den Eiskletter-Kurs gemeinsam mit der restlichen Gruppe im Madlernerhaus bei einer heißen Schokolade ausklingen lassen bevor der letzte Bus um 16:00 Uhr uns zurück zur Bergstation der Vermuntbahn brachte.


Welche Ausrüstung braucht du?

Pack in einen leichten Tagesrucksack (15-25 Liter) am besten ein warmes Getränk, Sonnenschutz und Snacks ein. Wichtig sind außerdem wasserdichte Outdoor-Kleidung und mindestens Bergschuhe der Kategorie B/C oder leichte Skitourenschuhe, damit die Steigeisen richtig befestigt werden können. Wenn du keine besitzt, kannst du dir welche beim Sport Stöckl in Partenen ausleihen.

Tipp 1: Die Ruhe und unberührte, verschneite Schneelandschaft auf der Silvretta-Bielerhöhe lässt sich auch super während einer Schneeschuhwanderung erkunden. Geführte Touren am Fuße der 3.000er finden immer dienstags und freitags statt. (mehr Infos)
Tipp 2: Damit sich die Fahrt mit der Vermuntbahn lohnt, würden wir dir empfehlen, vor oder nach dem Eisklettern (je nach Buchungsuhrzeit) noch Zeit für einen Spaziergang in der Umgebung des Silvrettasees einzuplanen. Die Landschaft ist wunderschön.

Genussvolle Feuerschalenwanderung in Partenen

Wann: Immer freitags (Dauer: 3h, reine Gehzeit: 1,5h)
Treffpunkt: 15:30 Uhr Hofladen Tschofen Partenen (gegenüber Kirche)
Parken: Gegenüber der Tourismusinformation Partenen ist ein kleiner Parkplatz
Kosten: 44€ (50% Rabatt wenn du in einem der über 200 BergePLUS Partnerbetriebe nächtigst, du kannst die geführte Wanderung online buchen)

Partenen ist eine wunderschöne, idyllische Gemeinde mit fünf urigen Wirtshäusern und alten Bauernhäusern. So ein authentisches Dorf findet man heutzutage nur noch sehr selten.“, erklärt uns gleich zu Beginn Wanderführerin Imelda, die wir direkt vor dem kleinen Hofladen in Partenen getroffen haben. Wir haben uns bewusst für diese geführte Kulinarik-Wanderung entschieden, weil wir mehr über die Kultur, die Geschichte, das Essen und die Menschen im Montafon in Österreich erfahren wollten. Das Highlight der Wanderung: die verschiedenen Stopps bei alten Wirtshäusern und Gastgebern, die uns traditionelle Schmankerl servierten. Gleich zu Beginn gab es beim Hofladen Tee und ein Butterbrot mit selbst hergestellter Butter. Wir wussten bis zu diesem Zeitpunkt gar nicht, wie gut und anders eine frische Bauernbutter schmeckt – Wahnsinn.

Anschließend sammelten wir erst mal ein paar Schritte. Während schön langsam die Dämmerung einsetzte, konnte wir aus der Ferne am Berg noch Gämse beobachten. Rund um Partenen ist es sehr ruhig. Es ist das letzte Dorf vor der Silvretta Hochalpenstraße, die im Winter gesperrt ist. Die Uhren ticken hier gefühlt etwas langsamer. Beim Spaziergang durch den Wald kamen dann auch endlich unsere Laternen zum Einsatz. Auf dem Weg zurück durch das Dorf konnte man entlang der Hauptstraße unzählige Feuerschalen erkennen, die von den Bewohnern extra für die Wanderung angezündet wurden. Ja, es war schon ein wenig romantisch, durch das kleine Dorf mit den Feuerschalen zu spazieren. Die Herzlichkeit und Gemeinschaft der rund 450 Einwohner in Partenen, von der Imelda uns während der Wanderung immer wieder erzählt hat, haben wir dann live bei den verschiedenen Stopps erlebt.

Beim Gasthaus „zum guten Tropfen“ gab es beispielsweise eine „Brennsuppe“ und beim Partenerhof wurden wir mit Apfelkuchen und mit Speck ummanteltem Sura Kees verwöhnt, während wir um die Feuerschalten standen. Von innen wurde uns nach ein paar Schnäpsen und Likören dann auch ziemlich schnell warm. Alle Verköstigungsstationen wollen wir an dieser Stelle gar nicht nennen, damit es für dich auch noch eine Überraschung bleibt.

Besonders interessant fanden wir auch Imeldas Erzählungen über die Energiegewinnung im Tal. Hierzu eine kleine geschichtliche Anekdote: Schon im Mittelalter wurde das Montafoner Tal besiedelt und es begann ein regelrechter Boom auf den Erzabbau, der genau so abrupt wieder stoppte, wie er begonnen hat. Die Stollen der Bergwerksarbeiter sind geblieben und können teilweise auch noch heute besichtigt werden. Der nächste große wirtschaftliche Boom erfolgte während des zweiten Weltkriegs als die Wasserkraft im Tal genutzt wurde. Die Illwerke betreiben noch heute 10 Wasserkraftwerke, die Energie für den nationalen und internationalen Strommarkt erzeugen. Zusammengefasst also eine sehr informative und vor allem leckere Tour.

  • Picknick-Schneeschuhwanderung am Kristberg

    Wann: Immer mittwochs (Dauer: 4-5h, reine Gehzeit: 2,5h)
    Treffpunkt: 09:20 Uhr Talstation Kristbergbahn Silbertal
    Kosten: 64€ (50% Rabatt wenn du in einem der über 200 BergePLUS Partnerbetriebe nächtigst, du kannst die Schneeschuhwanderung online buchen)

    Wir persönlich finden die Erfindung von Schneeschuhen einfach genial. So kommt man im tiefst verschneiten Winter im Montafon an wunderschöne Orte, die mit Skiern oder zu Fuß schwierig zu erreichen sind. Man sinkt selbst im Tiefschnee nur leicht beim Wandern ein. Am liebsten ziehen wir natürlich frische Spuren durch den Schnee.

    Achtung: Man sollte unbedingt darauf achten, nicht einfach irgendwie querfeldein durch den Wald zu laufen, denn im Winter gibt es im Montafon für Wildtiere auch wichtige Schutzzonen. Informiere dich vor einer Schneeschuhwanderung, ob es sich um eine offizielle Tour handelt oder nimm an einer geführten Wanderung teil. Ebenso gilt es, das Lawinenrisiko zu beachten. Bei allen Touren auf der offiziellen Montafon-Website kannst du dir sicher sein, dass keine Schutzzonen betreten werden und für deine Sicherheit gesorgt ist. Bei einer geführten Tour sorgt ein erfahrener Guide zusätzlich für deine Sicherheit. Deshalb haben auch wir uns dafür entschieden!

    Bei dieser Schneeschuhwanderung fährst du mit der Seilbahn nach oben auf den Kristberg (Kosten Berg- und Talfahrt: 18€). Der Verleih von Schneeschuhen und Stöcken ist im Preis inbegriffen, ebenso wie eine Picknickbox und ein Kaiserschmarrn inkl. Getränk am Ende der Tour. Aber jetzt erst mal ganz von vorne: Gemeinsam mit unserer Wanderführerin wanderten wir vom Panoramagasthof Kristberg, direkt an der Bergstation bis zum Aussichtspunkt Ganzaleita. Dort wurde dann erst mal das Picknick ausgepackt. Ja, richtig gelesen: Picknick!

    Im Winter kann man sich mit einer Schaufel schnell und einfach eine Sitzbank und einen Tisch „schaufeln“. Zur Stärkung gab es einen warmen Tee, regionalen Käse, unter anderem auch Sura Kees und einiges mehr. Picknicken bei dieser Aussicht im Winter ist schon wirklich was Besonderes. Immer wieder kamen wir an idyllisch gelegenen Maisäßhütten vorbei. Zu diesen Holzhütten ziehen die Landwirte mit den Kühen im Mai (daher auch der Name), bevor sie nach der Schneeschmelze im Juni mit den Tieren weiter hoch auf die Hochalpen ziehen. Die Maisäßhütten werden traditionellerweise immer noch gepflegt, teilweise wurden sie zu kleinen Berghütten umfunktioniert, in denen man übernachten kann. Eingebettet in die weiße Schneelandschaft wirken sie tatsächlich wie ein Postkartenmotiv. Zurück am Ausgangspunkt der Tour wurden wir mit einem Kaiserschmarrn beim Panoramagasthof Kristberg belohnt.

    Tipp: Wenn ihr diese Tour ohne Guide und Picknick nachwandern wollt, findet ihr hier die detaillierte Route.

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    Nachtrodeln Garfrescha

    Wann: jeden Di, Do & Sa ab 18.00 Uhr im Winter
    Parken: Talstation Garfrescha Bahn
    Kosten: 23€ (Abendkarte für Erw.), 10,50€ (Einzelfahrt für Erw.), Rodelverleih: 9€/Rodel

    Gleich mal vorweg: Dieses Nachtrodelerlebnis wird so schnell nicht getoppt werden! Pack deinen Skihelm ein, schnapp dir einen Rodel (Verleihstationen direkt vor Ort) und los geht die wilde, über 5,5km lange Fahrt. Rodeln ist wirklich ein Spaß für Jung und Alt. Allein die Fahrt nach oben mit der nostalgischen 2er-Sesselbahn ist ziemlich abenteuerlich, denn den Rodel muss man selbst irgendwie vorne an der Brust festhalten, während man nach oben schwebt. Die mit Flutlicht beleuchtete Rodelstrecke führt sehr kurvig und teilweise steil durch den Wald und ist stolze 5,5km lang. Damit ist sie die längste beleuchtete Rodelstrecke Vorarlbergs.

    Bremsen, Lachen, Lenken und Spaß haben ist beim Rodeln die Devise. Unglaublich wie schnell die Rodel teilweise werden und die Leihrodel sind von wirklich hoher Qualität. Das Nachtrodeln ist auch bei den Einheimischen sehr beliebt, es herrscht also viel Betrieb auf der Rodelstrecke. Wir empfehlen dir deshalb, auf jeden Fall einen Helm zu tragen, um einem ungewollten Crash oder einer Verletzung vorzubeugen. Grundsätzlich ist es aber einfach eine große „Gaudi“ mit dem Schlitten runter zu düsen. Mit der Abendkarte kannst du so oft du willst wieder mit dem Lift hochfahren – zumindest bis um 22:30 Uhr das Licht ausgeht. Die letzte Berg- und Talfahrt ist allerdings schon etwas früher um 20:45 Uhr.

    Tipp: Wer vorher oder nachher einkehren möchte, kann das beim Brunellawirt oben im Maisäßdorf Garfrescha tun. Es empfiehlt sich vorher zu reservieren!

    Winterwanderung zur Lindauer Hütte

    Gehzeit: 2:45h einfache Strecke +0,5h Rodeln, oder 4:30h (Hin- und Rückweg)
    Länge: 7km einfache Strecke
    Höhenmeter: 720 hm
    Schwierigkeit: Einfach
    Startpunkt & Endpunkt: Feuerwehrparkplatz Latschau (in Google Maps öffnen)

    Die Wanderung zur Lindauer Hütte ist wirklich ein MUSS, wenn du im Montafon in Österreich bist (egal ob Sommer oder Winter). Im Winter hast du die Möglichkeit zur bewirtschafteten Lindauer Hütte zu wandern, dort einzukehren, einen Schlitten zu leihen und den kompletten Weg zurück zu rodeln. Der Rodelspaß setzt dieser wunderschönen Tour natürlich die Krone auf. Der Weg zur Lindauer Hütte ist gut präpariert und ausgeschildert und führt vorbei an schönen Maisäßhütten. Einfach immer den lila Wegschildern Richtung Lindauer Hütte folgen.

    Das Gauertal zählt mit den „Drei Türmen“ (markante Gipfel) zu den schönsten Talabschlüssen der Alpen. Schon auf dem Weg hast du fast durchgehend einen herrlichen Blick auf die drei markanten Türme. Das letzte Stück durch den Wald zieht sich etwas, aber die Belohnung zum Aufwärmen wartet bereits in der Lindauer Hütte. Dort wirst du wahrscheinlich auch einige Tourenskigeher treffen. Für 8€ kannst du dir einen Rodel ausleihen, mit dem du die 7 Kilometer wieder zurückrodeln kannst. Für die Strecke sollte man tatsächlich 30-45 Minuten einplanen. Ca. 600 Meter vor dem Parkplatz ist ein großes „Rodel-Parkplatz“-Schild, dort kannst du deinen Rodel wieder abstellen. Mit einem fetten Grinsen im Gesicht und vielen Glücksmomenten im Gepäck ging es für uns anschließend zurück.

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    Hotel-Tipp für das Montafon: Amrai Suites

    Was gibt es schöneres, als nach all den Aktivitäten die Beine hochzulegen, im Wellnessbereich zu entspannen und sich ein gutes Abendessen schmecken zu lassen? Wenn du außergewöhnliche Unterkünfte magst, dann wirst du auch das Hotel Amrai Suites im Montafon lieben. „Amrai“ ist ein traditioneller Mädchenname im Montafon, der heutzutage allerdings nur noch selten vorkommt. Amrai liebt die Traditionen, ist charmant, zuvorkommend und stilsicher. Mit diesen Attributen spielt das Hotel mit der Namensgeberin in jedem Detail. In Anlehnung an das Montafoner Steinschaf werden die Suiten im Hotel als „Schafgemach“ bezeichnet. Überall im Hotel werden dir Kupferelemente begegnen: an den Türgriffen, bei den Duschhähnen, an der Decke des Wellnessbereichs, ja sogar das Besteck glänzt nicht gold oder silber, sondern kupferfarben. Damit möchte das Hotel an den Bergbau erinnern, der in Montafon Jahrhundertelang eine große Rolle gespielt hat. Die Architektur des Hauses ist bis ins kleinste Detail durchdacht und verwendet viele heimische Materialen.

    Wie der Name schon verrät, findest du in diesem Hotel im Montafon keine einfachen Hotelzimmer, sondern außergewöhnliche Suiten. Alle individuell gestaltet, teilweise mit Küche, eigener Sauna, Whirlpool, Kamin und großzügigem Balkon ausgestattet.

    >>> Zu den Amrai Suites

    Was hat uns besonders gut gefallen an den Amrai Suites?

    • Private Sauna im eigenen Bad
    • Kaminofen in der Suite
    • Wunderschöner, gemütlicher Lobbybereich mit Bar und offenem Kamin
    • Reichhaltiges Frühstücksbuffet mit Entsafter und regionalen Produkten
    • Exzellentes 5-Gänge-Menü am Abend
    • Großzügiger Wellnessbereich mit mehreren Saunas, Dampfbad, Pool und wunderschön eingerichteten Ruheräumen
    • Ruheraum „Vogelflug“: Hier kann man auf einem Sitzsack entspannen, während man an die Decke blickt, auf die ein Drohnenvideo projiziert wird. Dabei hat man selbst das Gefühl, als würde man alles aus der Vogelperspektive betrachten.
    • Skikeller
    • Saunabereich hat bis 20.00 Uhr geöffnet

    Die wichtigste Mahlzeit des Tages ist für uns persönlich das Frühstück. Dafür sollte man sich als Gast im Amrai Suites auf jeden Fall Zeit nehmen. Starte gesund mit einem frischgepressten Saft, ein Omelette oder einer selbstgemachten Nusscreme in den Tag. Die meisten Angebote beinhalten eine Halbpension, sprich du wirst auch abends noch kulinarisch auf höchstem Niveau verwöhnt. Bei dem 5-Gänge-Menü isst das Auge auf jeden Fall mit. An die Maronencremesuppe werden wir uns wohl noch lange erinnern – am liebsten hätten wir den Chefkoch um das Rezept gebeten. Was wir äußerst angenehm fanden, war die Größe des Hotels. Es ist relativ klein, der Wellnessbereich dafür verhältnismäßig groß. Wir hatten ihn teilweise sogar ganz für uns allein. Wahrscheinlich haben die anderen Gäste lieber die eigene Sauna im Hotelzimmer genutzt.

    Hinweis: Diese Reise erfolgte aufgrund einer Zusammenarbeit mit der Montafon Tourismus GmbH und Montafon Tourismus GmbH. Unsere eigenen Eindrücke und unsere Meinung sind davon unbeeinflusst.

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