Zugspitz Region im Sommer: Wandern rund um Garmisch-Partenkirchen

25. September 2020 Tom von traveloptimizer

Zugspitz Region im Sommer: Wandern rund um Garmisch-Partenkirchen

Wer an Garmisch-Partenkirchen denkt, dem kommt natürlich zuerst die Zugspitze oder der Eibsee in den Sinn. Doch die Zugspitz Region hat noch unzählige andere schöne Gipfel und Seen, die es sich definitiv lohnt zu besteigen und zu besuchen. Die Region ist übrigens deutlich größer als man denkt, dazu später aber mehr! Wir stellen dir deshalb in diesem Blogartikel und der Podcastfolge einen perfekten Sommer-Kurzurlaub zum Wandern in der Zugspitz Region vor, mit wunderschönen Wanderungen rund um Garmisch Partenkirchen. Außerdem haben wir bei den Wanderungen darauf geachtet, dass sie alle gut mit Bus und Bahn erreichbar sind, du also dein Auto zuhause stehen lassen und per Bahn zu deinem Kurzurlaub anreisen kannst.

Viel Spaß beim Nachreisen 🙂

Reisepodcast: Zugspitz Region

In dieser Podcastfolge erfährst du:

  • (01:50) Wissenswertes & Fakten zur Zugspitz Region im Sommer
  • (02:20) Wie ist die Zugspitz Region unterteilt?
  • (03:52) Warum Garmisch-Partenkirchen der beste Ausgangspunkt zum Wandern im Sommer in der Zugspitz Region ist
  • (05:37) Wo kann man übernachten in der Zugspitz Region?
  • (07:00) Wie teuer sind 4 Tage Wandern im Sommer in der Zugspitz Region
  • (07:50) Warum sind wir nicht auf die Zugspitze gewandert?
  • (08:40) Die schönsten Touren zum Wandern im Sommer rund um Garmisch-Partenkirchen
  • (10:19) Sommerrodelbahn in Oberammergau
  • (11:36) Warum der Mittenwalder Höhenweg unsere Lieblingstour geworden ist
  • (15:57)  Bei welcher Wanderung kommt man der Zugspitze ganz nah?
  • (20:50) Wanderung mit Aussicht auf Seen
  • (21:10) Optimizer-Tipps für die Zugspitz Region

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Zugspitz Region & Garmisch-Partenkirchen: Wissenswertes & Tipps

Wo liegt die Zugspitz Region?

Die Zugspitz Region liegt südlich von München direkt an der österreichischen Grenze und eignet sich super zum Wandern, Baden, Mountainbiken und vieles mehr. Einige Berggipfel gehören deshalb auch halb zu Bayern und halb zu Tirol in Österreich. Der größte Ort in der Zugspitz Region ist Garmisch-Partenkirchen (bekannt durch 4-Schanzen-Tournee), mit insgesamt 26.000 Einwohnern, also keine Großstadt, jedoch ein Top-Ausganspunkt zum Wandern im Sommer. Was viele nicht wissen: Die Zugspitz Region umfasst nicht nur das Zugspitzmassiv und Garmisch-Partenkirchen, sondern ist ein touristischer Zusammenschluss aus insgesamt 6 Destinationen

Die 6 Destinationen der Zugspitz Region:

  • Naturpark Ammergauer Alpen: Viele Gipfel mit mittlerer Höhe (bis 2340m) und „Voralpencharakter“. Daher ist die Region optimal für leichte und mittelschwere Touren und zum Radfahren geeignet. Außerdem ist es Deutschlands zweitgrößtes Naturschutzgebiet.
  • Das Blaue Land: Erreicht man von München aus zuerst und der Name kommt nicht von ungefähr. Die Region schließt viele Seen mit ein z.B. den Staffelsee, Riegsee und Froschhauser See und ist damit perfekt zum Baden und für Wasseraktivitäten. Aber auch Radfahren, sowie leichte bis mittelschwere Wanderungen sind hier gut möglich.
  • Alpenwelt Karwendel: Hohe, sowie schroffe Berge mit Alpincharakter. Gut geeignet für mittelschwere bis schwere Touren (auch mit Klettersteigen)
  • Zugspitzland, Garmisch-Partenkirchen & Grainau: Großes Bergmassiv mit der Zugspitze als höchstem Berg – Bestens geeignet für mittelschwere und schwere Touren zum Wandern inkl. Klettersteigen, sowie zum Klettern und Mountainbiken

Beste Reisezeit:

Ab Mai kann man in der Zugspitz Region gut wandern, wobei dann eher das Blaue Land, sowie der Naturpark Ammergauer Alpen empfehlenswert sind, da in den anderen Regionen noch oft Schnee liegt. Ab Mitte Juni sind in allen Regionen beste Bedingungen für alle Wanderungen bis Ende September.

Anreise und Fortbewegung:

Du kannst sehr gut mit dem Zug in etwa 1,5h von München nach Garmisch-Partenkirchen anreisen. In der Zugspitz Region gibt es ein sehr gut ausgebautes Bus- und Bahnnetz, sodass du vor Ort kein Auto brauchst, um zu den schönsten Wander-Touren zu kommen.

Tipp 1: Gerade an den Wochenenden in der Hochsaison sind die Straßen und Tunnel durch Tagestouristen oft sehr voll. Die Anreise mit der Bahn ist daher oft sogar schneller und definitiv entspannter.
Tipp 2: Mit der Gästekarte kannst du das öffentliche Busnetz und die Bayerischen Zugspitzbahn bis zum Eibsee kostenlos nutzen. So sparst du dir das Geld für den Wanderparkplatz

Hotel-Tipp für Garmisch-Partenkirchen: Moun10 Jugendherberge

Wenn du so wie wir, die Zugspitz Region mit Bus und Bahn erkunden möchtest und mit dem Zug anreist, ist ein Hotel in Bahnhofsnähe die beste Option. Unsere Unterkunft, die Moun10 Jugendherberge war nur 1 Gehminute vom Bahnhof entfernt.

Die Moun10 Jugendherberge (hier buchbar) ist dabei keine „klassische“ Jugendherberge mit alten 10er Schlafsaalen, sondern wie ein modernes Hotel für die junge Zielgruppe zu einem sehr gutem Preis-Leistungsverhältnis. Die Jugendherberge bietet dabei sogar ein Fitnesstudio, sowie ein Wellnessbereich inkl. Panoramasauna mit Ausblick auf das Zugspitzmassiv, Ruheraum und Dachterrasse. In der Lobby mit großer Chill-Area und Bar werden verschiedene Getränke angeboten und morgens erwartet dich ein reichhaltiges Buffet – perfekt also für Alleinreisende, Paare oder Freundesgruppen.

Ein Doppelzimmer mit Frühstück gibt es ab 90€, wenn man Mitglied im Deutschen Jugendherbergswerk (DJH) ist, ansonsten kosten die Zimmer ein paar Euro mehr.

Karte Zugspitz Region: Wanderungen & Aktivitäten 

In dieser Karte von der Zugspitz Region und Garmisch-Partenkirchen haben wir dir nochmal alle Ausgangspunkte zum Wandern und Aktivitäten im Sommer markiert. Du kannst die Karte mit den eingespeicherten Punkten auch selbst in Google Maps öffnen, abspeichern und nutzen, indem du oben rechts auf das Rechteck klickst.

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Wandern rund um Garmisch-Partenkirchen

Wie bereits zu Beginn erwähnt, werden wir hier keine Wanderung auf die Zugspitze auflisten, sondern dir andere traumhafte Touren zum Wandern im Sommer rund um Garmisch-Partenkirchen in der Zugspitz Region vorstellen. An der Stelle wollen wir aber nochmal betonen, dass du auf alle Fälle alpine Erfahrung mitbringen musst, wenn du vor hast über die deutsche Seite die Zugspitze zu besteigen (Höllental). Die lange Wanderung führt nämlich über einen Gletscher (Steigeisen) und beinhaltet einen langen Klettersteig, auf dem es am Wochenende auch immer wieder zu Wartezeiten kommt, weil die Wanderung sehr beliebt ist (erhöhte Steinschlaggefahr).

Wanderung auf den Kofel (Naturpark Ammergauer Alpen)

  • Dauer: 4 Stunden (Bei Abfahrt mit Alpin Coaster 3 Stunden)
  • Länge: 3,6 km
  • Schwierigkeit: einfach
  • Startpunkt & Endpunkt: Bahnhof Oberammergau
  • Öffentliche Verkehrsmittel: Busline 9606 (etwa 40 Minuten ab Garmisch-Partenkirchen, Fahrplan)

Der Kofel gilt auch als Hausberg von Oberammergau, was kein Wunder ist, da er wirklich sehr präsent und schon von weitem erkennbar ist. Die Tour ist mit 3 bzw. 4 Stunden eine schöne einfache Wanderung und somit perfekt für den Anreise- oder Abreisetag geeignet. Am besten kommst du nach Oberammergau in etwa 40 Minuten mit der Buslinie 9606 von Garmisch-Partenkirchen aus. Von dort aus beginnt auch direkt die Wanderung. Zu Beginn gehst du erstmal durch den Ort und am Bach Ammer entlang, wobei du den Kofel die ganze Zeit im Blick hast. Anschließend geht es 30 Minuten relativ zackig auf Serpentinen durch den Wald Richtung Kofel. Das letzte Stück auf den Kofel (etwa 15 Minuten) ist ein seilversicherter Steig, bei dem du etwas Trittsicherheit mitbringen solltest, ein Klettersteigset ist aber nicht notwendig. Oben angekommen erwartet dich ein herrliches Panorama auf den Ort Oberammergau, das Tal und die anderen Gipfel in im Naturpark Ammergauer Alpen. Wer selbst eine Brotzeit dabei hat sollte sie definitiv hier auspacken und die Aussicht genießen!

Nach dem Gipfel geht es erstmal den gleichen Steig wieder zurück, bevor du dann der Beschilderung Richtung Kolbensattelhütte folgst. Nach 1 bis 1,5 Stunden gemütlichem Wandern durch den Wald erreichst du die Hütte, in der du sehr gut essen kannst und ebenfalls einen schönen Ausblick hast, wenn auch nicht ganz so gut wie vom Kofel. Neben der Kolbensattelhütte erwartet dich hier ein weiteres Highlight – der Alpin Coaster! Die wohl schönste Alternative für den Weg bergab hat insgesamt eine Länge von 2,6km und du kannst es hier so richtig nach unten sausen lassen, da die Coaster in die Schienen eingehängt sind und somit nicht herausfallen können –  Viel Spaß 😀
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Ettaler Manndl Rundtour (Naturpark Ammergauer Alpen)

  • Dauer: 5-6 Stunden
  • Länge: 13,5 Kilometer
  • Höhenmeter: 840 hm
  • Schwierigkeit: mittel bis schwer
  • Start- & Endpunkt: Kloster Ettal
  • Öffentliche Verkehrsmittel: Busline 9606 (etwa 25 Minuten ab Garmisch-Partenkirchen, Fahrplan)

Wer auf der Suche ist nach einer etwas anspruchsvolleren Tour im Naturpark Ammergauer Alpen, dem können wir die Ettaler Manndl Rundtour empfehlen. Sie startet beim bekannten Ettaler Kloster. Für den Gipfel ist allerdings ein Klettersteigset oder sehr viel Trittsicherheit zu empfehlen, da der Steig anspruchsvoller ist als der beim Kofel. Vom Ettaler Manndl aus hat man einen wunderbaren Blick über den Naturpark Ammergauer Alpen und sogar das Zugspitzmassiv kann man sehen.
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Must-Do: Mittenwalder Höhenweg (Alpenwelt Karwendel)

  • Dauer: 7-8 Stunden
  • Länge: 12,1 Kilometer
  • Aufstieg: 590 hm
  • Abstieg: 1940 hm
  • Schwierigkeit: schwer
  • Start- & Endpunkt: Talstation Karwendelbahn
  • Öffentliche Verkehrsmittel: Busline 9618 (etwa 30 Minuten ab Garmisch-Partenkirchen, Fahrplan)

Wer zum Wandern im Sommer in der Zugspitz Region ist und Trittsicherheit, Klettersteigerfahrung, sowie Kondition mitbringt, für den ist der Mittenwalder Höhenweg in der Alpenwelt Karwendel eine absolute Must-Do-Bergtour. Die stundenlange, traumhafte Aussicht auf das Zugspitzmassiv und des deutschen Karwendelgebirges auf der einen Seite, sowie des österreichischen Karwendelgebirges auf der anderen Seite ist wirklich spektakulär! Möglich gemacht wird die Aussicht durch einen Klettersteig bzw. einer Kammüberschreitung mit 7 Zweitausendern.

Start des Mittenwalder Höhenwegs ist die Talstation Karwendelbahn, mit der man erstmal gemütlich auf über 2200 m hoch fährt (Fahrzeiten & Preis). Von hier aus folgt man etwa 15 Minuten dem Weg Richtung Zustieg „Mittenwalder Klettersteig“. Schon hier eröffnet sich der erste Panoramablick auf das Karwendelgebirge. Der Mittenwalder Klettersteig selbst ist ein sehr einfacher Klettersteig mit maximal Schwierigkeit B. Allerdings dauert die Kammüberschreitung, je nachdem wie viel los ist 3-4 Stunden und weißt auch einige ungesicherte Stellen auf. Absolute Trittsicherheit und Bergerfahrung sollte man also trotz des leichten Klettersteigs auf alle Fälle mitbringen! Ansonsten kannst du mehr oder weniger pausenlos das traumhafte Panorama und die schroffen, ausgesetzten Felsen bestaunen, währenddessen du die 7 Zweitausender bezwingst. Angekommen am Brunnsteinanger kannst du das Klettersteigset wieder ausziehen – ab hier beginnt der lange Abstieg, bei dem du über 1200hm bergab gehst. Gerade zu Beginn geht es über steile, geröllige Serpentinen nach unten, bei denen du definitiv nochmal Trittsicherheit und Konzentration zeigen solltest, um nicht unötig zu stürzen. Definitiv eine Rast solltest du bei der Brunnsteinhütte einlegen, die sich etwa bei der Hälfte des Abstiegs befindet. Hier wird besonders viel Wert auf regionale Produkte, sowie regionales Bier gelegt, außerdem soll es den besten Kaiserschmarrn der Region geben, was wir bestätigen können :P, ein weiteres „Highlight“ ist der frei herumlaufende Esel, der die Wanderer immer wieder zum Erstauen bringt. Nach der Brunnsteinhütte ist der Abstieg deutlich einfacher und man läuft im Wald zurück zur Talstation Karwendelbahn, wobei dazwischen noch eine schöne Hängebrücke auf dich wartet.

Alles in allem müssen wir sagen, dass der Mittenwalder Höhenweg zu den schönsten Wanderungen zählt, die wir bisher gemacht haben, daher können wir sie nur jedem ans Herz legen, der Berg-, sowie Klettersteigerfahrung mitbringt.
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Tipp: Da der Mittenwalder Höhenweg doch relativ beliebt ist, kommt es an den Wochenenden häufig zu Wartezeiten im Klettersteig. Plane die Bergtour also am besten an einen Werktag oder mit etwas Zeitpuffer.
Tipp 2: Es ist auch möglich den Höhenweg in die entgegengesetzte Richtung zu wandern und dann zum Schluss mit der Bahn herunterzufahren. Das hat den Vorteil, dass du den Klettersteig über weite Teile fast für dich alleine hast. Allerdings sind es in der Variante fast 2000hm bergauf und du musst die Uhr im Blick haben, um nicht die letzte Talfahrt (Fahrzeiten) zu verpassen.

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Wanderung zum Kreuzeck über das Höllental (Zugspitzland)

  • Dauer: 4-5 Stunden
  • Länge: 11,5 Kilometer
  • Bergauf: 1400 hm
  • Bergab: 550 hm
  • Schwierigkeit: mittelschwer
  • Startpunkt: Parkplatz Hammersbach
  • Endpunkt: Talstation Kreuzeck
  • Öffentliche Verkehrsmittel: Bayerische Zugspitzbahn oder Eibseebus (etwa 20 Minuten ab Garmisch-Partenkirchen, Fahrplan)

Auch wenn wir nicht auf die Zugspitze selbst gewandert sind, haben wir es uns natürlich nicht nehmen lassen an unserem Wochenende in Garmisch-Partenkirchen im Zugspitzmassiv zu wandern. Dort gibt es nämlich richtig viele schöne Touren. Ein Highlight ist beispielsweise die Wanderung zum Kreuzeck über das Höllental und dem Hupfleitenjoch. Viele machen die Wanderung entgegengesetzt, fahren also auf das Kreuzeck hoch und gehen dann hauptsächlich bergab (mehr Infos). In dieser Variante ist die Wanderung auch Teil des Spitzenwanderwegs (mehr Infos). Wir wollten aber eine etwas anspruchsvollere Tour, außerdem liegt uns bergauf gehen eher als bergab.

Startpunkt dieser Variante ist der Parkplatz Hammersbach, den du über den Eibseebus oder die Zugspitzbahn super erreichen kannst. Von dort aus, geht es erstmal 45 Minuten gemächlich auf einer Forststraße Richtung Höllentalklamm, dem ersten Highlight der Tour. Durch die Höllentalklamm zu wandern ist ein echtes Erlebnis. Der Eintritt beträgt 5€ für Nicht-DAV-Mitglieder und 2€ für DAV-Mitglieder (Stand: September 2020, Ausweis nicht vergessen). Die Klamm ist zwar nur 1 Kilometer lang, aber es lohnt sich immer wieder stehenzubleiben und das tosende, kristallklare Wasser zu betrachten. Über Stege, Brücken und Tunnel wanderst du durch die Klamm. Je nach Wetter kann es passieren, dass von den steilen Wänden der Klamm Wasser tropft und spritzt. Deshalb schadet es nicht, die Regenjacke einzupacken. Mit einigen Fotostopps benötigst du ca. 1 Stunde für die Klamm. Nach der Klamm befindest du die schon mitten im Höllental mit Blick auf die Zugspitze.

Bei der Höllentalangerhütte (1.387m) biegst du links ab und folgst der Beschilderung Richtung Hupfleitenjoch. Der Steig bietet grandiose Aussichten auf die Zugspitze, dem Höllental und hält auch ein paar historische Highlights bereit. Du läufst nämlich auf der Wegstrecke vorbei an alten Knappenhäusern (nicht bewirtschaftet) und verlassene Bergwerkstollen. Hier wurden während des 1. Weltkrieges noch Bleierze abgebaut. Beim Hupfleitenjoch angekommen, kannst du dich entscheiden ob du nun direkt (1 Stunde) zum Kreuzeck wanderst, die Aussicht auf Garmisch-Partenkirchen genießt und anschließend mit der Seilbahn nach unten fährst, oder so wie wir noch Richtung Osterfelderkopf und AlpspiX abbiegst.

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Variante Osterfelderkopf

Schon vom Steig zum Hupfleitenjoch aus haben wir die Aussichtsplattform AlpspiX gesehen und uns entschlossen, einen Abstecher auf den Osterfelderkopf zu machen. Diese Variante hat allerdings nochmal 300 Höhenmeter und 2 km Wegstrecke mehr, als oben angegeben, die Aussicht vom Osterfelderkopf und dem AlpspiX waren es aber wert. Die x-förmig angelegte Plattform richtet sich einmal Richtung Zugspitze und einmal Richtung Tal und Garmisch-Partenkirchen aus. Am liebsten wären wir anschließend mit einem der Paraglider, die hier starten, wieder ins Tal geflogen. Uns stand aber noch ein ca. 1-stündiger Abstieg zum Kreuzeck bevor. Anfangs ging es über einen kleinen Steig, dann führten Serpentinen und schließlich eine Forststraße zur Bergstation der Kreuzeckbahn. Der Bahnhof Kreuzeck befindet sich direkt neben der Talstation. Mit der bayerischen Zugspitzbahn geht es in wenigen Minuten zurück nach Garmisch-Partenkirchen.

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Wanderung auf den Heimgarten (Blaues Land)

  • Dauer: 4-5 Stunden
  • Länge: 12,3 Kilometer
  • Höhenmeter: 1130 hm
  • Schwierigkeit: mittel
  • Startpunkt & Endpunkt: Wanderparkplatz Heimgarten bzw. Bahnhof Ohlstadt (2km mehr)
  • Öffentliche Verkehrsmittel: Zug (etwa 20 Minuten ab Garmisch-Partenkirchen, Fahrplan)

Der Heimgarten ist der Hausberg des Blauen Landes. Vom Gipfel aus hast du beste Sicht auf gleich mehrere Seen (Walchensee, Kochlsee, Staffelsee, Riegsee) und in die Alpen. Insgesamt ist die Rundtour eine wunderschöne, mittelschwere Wanderung, die sich später gut mit dem Staffelsee in Murnau verknüpfen lässt, an dem man baden kann.

Startpunkt ist der Wanderparkplatz Heimgarten bzw. der 2km entfernte Bahnhof in Ohlstadt. Von hier aus geht es gleich relativ zackig eine Forststraße hinauf, erst nach etwas 30-45 Minuten biegt man dann in einen Waldweg ein. Diesem folgt man etwa eine Stunde zur unbewirtschafteten Kaseralm, wobei der Weg immer wieder mit Holzstegen unterstützt wird. Ab hier ist das Gelände offen und man hat erste schöne Ausblicke auf den Kochlsee. Nochmal relativ steil und geröllig wandert man dann über Serpentinen hoch auf den Heimgarten. Oben angekommen hat man bei gutem Wetter eine grandiose Aussicht, vor allem wenn man bedenkt, dass der Heimgarten nur 1785m hoch ist. Bergab geht es zunächst über einen Bergrücken und dann über Serpentinen, die allerdings gut machbar sind. Es gibt keine ausgesetzten Stellen. An der Bärenfleckhütte (ebenfalls unbewirtschaftet) gibt es eine dauerhafte Wegsperrung, welche aber mit einer gut ausgeschilderten Umleitung schnell umgangen werden kann. Insgesamt eine schöne, aussichtsreiche Tour, die sogar von München aus sehr schnell erreichbar ist.
>>>Weitere Infos zur Tour

Tipp 1: Die Wanderung kann optimal verlängert werden, da vom Heimgarten ein schöne Gratwanderung weiter zum Herzogstand führt.
Tipp 2: Nach der Wanderung bietet sich ein Abstecher an den Staffelsee zum Baden an (Bahnfahrt von Ohlstadt nach Murnau, beispielsweise zum Seebad Seehausen).

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Baden in der Zugspitz Region

Baden am Staffelsee

Der Staffelsee ist mit 22-26 °C der wärmste See in der Zugspitz Region und damit im Sommer perfekt geeignet zum Baden und Entspannen nach dem wandern. Unsere Empfehlung ist hier das Seebad Seehausen.

Stand-Up-Paddeln & Ruderboot fahren am Staffelsee

Wer es gerne etwas sportlicher am See mag, der kann sich gleich neben dem Seebad Seehausen SUP oder Ruderboote ausleihen und so die verschiedenen Inseln im Staffelsee erkunden.

Essenstipps für Garmisch-Partenkirchen

  • Bungalow 7: Sehr leckeres Burger- und Spare Ribs-Restaurant
  • Zur Schranne: Gute, bayerische Küche
  • Brauhaus im „Garmischer Hof“: Sehr leckeres Bio-Restaurant mit eigener Brauerei

Kosten für 4 Tage Zugspitz Region

Wie immer sind die Kosten natürlich sehr individuell. Um eine ungefähre Vorstellung von den Preisen vor Ort zu bekommen, haben wir dir hier die Kosten für unsere 4 Tage Wandern in Garmisch-Partenkirchen und der Zugspitz Region zusammengefasst.

Gesamt Pro Person
Anreise (München – Garmisch-Partenkirchen, Zug) 60€ 30€
Hotel (3 Nächte mit Frühstück, Moun10 Jugendherberge) 440€ 220€
FIXKOSTEN GESAMT 500€ 250€
Bergbahnen 75€ 37,5€
Essen (Mittag- und Abendessen) 300€ 150€
GESAMTKOSTEN 875€ 437,5€

Optimizer-Tipps für die Zugspitz Region im Sommer

  • Öffentliches Bus & Bahnnetz nutzen
  • Nach Gästekarte fragen, um Busnetz kostenlos nutzen zu können
  • Unterkunft in Bahnhofsnähe suchen
  • Wanderstöcke einpacken (viele Höhenmeter, deine Knie danken es dir)
  • Vorher immer das Wetter überprüfen, da z.B. Mittenwalder Höhenweg nicht abgebrochen werden kann


Offenlegung: Diese Reise erfolgte aufgrund einer Zusammenarbeit mit der Zugspitz Region GmbH. Unsere eigenen Eindrücke und unsere Meinung sind davon unbeeinflusst.

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Zugspitz Region im Sommer: Wandern rund um Garmisch-Partenkirchen

von Tom von traveloptimizer Lesezeit: 18 min