Nationalpark Hohe Tauern: 11 grandiose Wanderungen & Ausflugsziele

4. Juli 2022 Nina von traveloptimizer

Nationalpark Hohe Tauern: 11 grandiose Wanderungen & Ausflugsziele

Beim Nationalpark Hohe Tauern in Österreich handelt es sich um den größten Nationalpark des Landes, in dem du auf zahlreichen Wanderungen ausgedehnte Gletscherfelder, imposante Täler und einige 3.000er erleben kannst. Wenn du Lust auf einen außergewöhnlichen Wanderurlaub hast, bei dem du den Gletschern in Österreich und teilweise unberührter Natur ganz nah kommst, dann bist du hier genau richtig. Wir stellen dir 11 tolle Wanderungen und Aktivitäten für deinen Sommerurlaub im Nationalpark Hohe Tauern im Salzburger Land vor. Erlebe die Krimmler Wasserfälle, erkunde mit einem Ranger die Gletscherwelt oder begib dich beim Hohe Tauern Panorama Trail auf Augenhöhe mit den höchsten Bergen Österreichs. In einer der spektakulärsten Hochgebirgslandschaften der Welt reicht die Auswahl von gemütlichen Genusswanderungen bis hin zu hochalpinen Touren – hier findet jede*r die passende Wanderung für sich.

Viel Spaß beim Nachreisen 🙂

Wissenswertes & Tipps

Wo befinden sich die Hohen Tauern?

Bevor du deinen Wanderurlaub im Nationalpark Hohe Tauern planst, wollen wir dir kurz erklären, wo sich dieser eigentlich befindet, welche Täler und Regionen er einschließt und welcher Ort sich als Ausgangspunkt gut eignet. Die Hohen Tauern umfassen die Bundeländer Salzburg, Tirol und Kärnten. Mit 1.836 km² ist der Nationalpark Hohe Tauern der größte Nationalpark der Alpen. Wir zeigen dir in diesem Artikel die schönsten Wanderungen und Aktivitäten im Salzburger Land. Da die Täler nämlich sehr weitläufig und die Fahrstecken teilweise nicht zu unterschätzen sind, macht es Sinn, sich auf einen Teil der Hohe Tauern zu beschränken.

Wir haben uns für Mittersill im Salzachtal als Ausgangsort entschieden und dort auch ein Hotel gebucht. Alle hier vorgestellen Wanderungen und Ausflugstipps kannst du innerhalb von 1 Stunde Fahrzeit von Mittersill aus erkunden.

Die Naturräume im Nationalpark Hohe Tauern unterteilen sich in folgende Gebiete:

  • Kernzone: Naturschutz hat hier immer Vorrang
  • Außenzone: Ist durch den Menschen teilweise geprägt, Almwirtschaft ist noch erlaubt
  • Sonderschutzgebiete/Wildnisgebiete: Hier gab es auch früher kaum Einwirkungen des Menschen, es gibt keine Almwirtschaft, Wanderwege oder sonstige menschliche Einflüsse (z.B. Sulzbachtäler)

10 Gründe für einen Urlaub im Nationalpark Hohe Tauern

  1. Die Kulisse von 266 Dreitausendern, 551 Bergseen und 342 Gletschern ist einfach einzigartig.
  2. Die Krimmler Wasserfälle zählen zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten in ganz Österreich.
  3. Du kannst hier Gletscher hautnah erleben und teilweise sogar darauf wandern.
  4. Die Nationalpark SommerCard ermöglicht die kostenfreie Nutzung von täglich einer der 60 Attraktionen, darunter Bergbahnen, Ausstellungen, …. Die Nutzung der Öffentlichen Verkehrsmittel und teilnehmnden Wandertaxis ist ebenso kostenfrei.
  5. Der Tauernradweg, der mit seinen 270 Kilometern zu den beliebtesten Radwegen Österreichs zählt, startet direkt bei den Krimmler Wasserfällen.
  6. Wenn du im Sommer eine Abkühlung brauchst, besuche einfach ein Freibad oder einen Badesee.
  7. Im Sommerprogramm des Nationalparks Hohe Tauern findest du viele geführte Touren mit Rangern. Mit der Nationalpark SommerCard sind diese größtenteils sogar kostenlos.
  8. Du kannst im Nationalpark Hohe Tauern zahlreiche Tiere beobachten, z.B. Steinadler, Bartgeier, Gänsegeier, Murmltiere, Gänse, Seinböcke u.v.m.
  9. Egal ob Familienurlaub, Fotoreise oder anspruchsvoller Wanderurlaub – im Nationalpark Hohe Tauern ist das Angebot vielfältig.
  10. Panoramastraßen und Bergbahnen ermöglichen ein einfaches Erreichen von hochalpinen Gegenden. Auch ohne Bergtour lässt sich an vielen Hütten das Panorama genießen.

Nationalpark SommerCard

Aufgepasst, die Nationalpark SommerCard kann wirklich so einiges. Damit kannst du zahlreiche Bergbahnen, Mautstraßen und weitere Attraktionen kostenfrei nutzen. Dank der inkludierten Mobilität sind die öffentlichen Verkehrsmittel und teilnehmende Wanderbusse während des gesamten Aufenthaltes frei. Die Premiumcard erhältst du kostenlos ab der ersten Nacht, wenn du in einem der teilnehmenden Betriebe nächtigst. Sie gilt für den gesamten Aufenthaltszeitraum. Zu den kostenlosen Inklusivleistungen zählen beispielsweise die Großglockner Hochalpenstraße, die Wildkogelbahn, die Panoramabahn Kitzbüheler Alpen, die Bergbahn zur Weißsee Gletscherwelt, die Greifvogelschau in Heimalmbach, das Kristallbad Wald, das Museum Nationalparkwelten, die Krimmler Wasserfälle, die Kitzlochklamm, zahlreiche Freibäder und Wanderbusse.

Du kannst allerdings jeden Tag nur eine der 60 Inklusivleistungen kostenfrei nutzen. Wenn du vormittags beispielsweise mit der Bergbahn zum Weißsee fährst, kannst du abends nicht auch noch die Krimmler Wasserfälle kostenfrei besuchen. Sollte der tägliche, kostenfreie Zugang verbraucht sein, gewähren viele Leistungspartner einen Rabatt von 50% auf den regulären Eintrittspreis. Die Details dazu finden sich auf der SommerCard-Webseite bzw. in der Broschüre. Das solltest du bei der Planung beachten. Ansonsten ist die Nationalpark SommerCard wirklich unschlagbar. So viele kostenlose Attraktionen findet man selten bei einer Vorteilskarte. Unsere Unterkunft, das Hotel Bräurup in Mittersill, hat uns die Premiumcard beim Check-In ausgehändigt und wir haben sie jeden Tag genutzt.

>>>Alle Infos zur SommerCard

Wandern im Nationalpark Hohe Tauern

Der Nationalpark Hohe Tauern ist ein wahres Paradies für Wanderungen in jedem Schwierigkeitsgrad. Wir möchten dir unsere Lieblingstouren vorstellen. Darunter anspruchsvolle Tageswanderungen, Halbtagestouren und gemütliche Wanderungen. Du kannst dich dabei immer an der Angabe der Gehzeit und der Schwierigkeit orientieren.


Rangertour ins Wildnisgebiet Sulzbachtäler

Gehzeit: 6 h (mit Pausen bis zu 9 h)
Länge: 12 km
Höhenmeter: 900 hm
Schwierigkeit: schwer, da unwegsames Gelände und keine Ausschilderung
Treffpunkt: 07.00 Uhr, Parkplatz Einödbrücke Untersulzbachtal (in Google Maps öffnen) anschließend geht es mit dem Nationalparkbus über eine nicht öffentliche Forststraße weiter bis zur Abichlalm (Startpunkt der Wanderung)
Info: Diese Tour ist nur mit einem Ranger möglich, da keine Wanderwege ausgeschildert sind und die Zufahrt bis zur Abichlalm nur mit dem Nationalparkbus möglich ist. Die Tour wird im Sommer regelmäßig angeboten. Die nächsten Termine findest du hier. (Kosten: 25€)

Bei den Sulzbachtälern handelt es sich um ein Wildnisgebiet. Insgesamt sind 6.700 Hektar, darunter 17 Gletscher und 25 Dreitausender durch die Weltnaturschutzunion IUCN zu einem international anerkanntem und geschütztem Wildnisgebiet ausgezeichnet worden. Das heißt, die Fläche wurden noch nie (land)wirtschaftlich genutzt, es gibt keine Straßen, Bergbahnen oder Almen. Man wandert bei dieser Tour auf wilden Pfaden über jungfräulichen Boden, der bis vor kurzem noch vom Gletscher bedeckt war. Ziel der Wanderung ist der Talschluss, in dem der Untersulzbachkees (Gletscher) thront. Gemeinsam mit dem Ranger kann man sogar ein kurzes Stück auf dem Gletscher wandern.

Wie läuft die geführte Rangertour ab? Die Tour ist Teil des Sommerprogramms des Nationalparks Hohe Tauern. Du kannst sie ganz einfach online buchen. Man trifft sich um 7 Uhr morgens mit dem Ranger beim Treffpunkt (siehe oben). Nach der 15-minütigen Fahrt wird losgewandert.

Die erste halbe Stunde wandert man durch Lärchenwälder auf schmalen Wanderpfaden bis zur Aschamalm. Hier beginnt die Wildniszone des Wildnisgebietes und gleichzeitig auch das unwegsame Gelände. Ein Glück, dass sich Herbert, unser Ranger, hier bestens auskennt. Er findet auch bei kniehohen Wiesen noch den Weg. Man muss auf jeden Fall aufpassen, wo man hintritt. Es empfiehlt sich eine wasserabweisende lange Hose und hohe Wanderstiefel, damit man trocken durch die teils nassen Gräser kommt.

Wir spürten die Wildnis mit allen Sinnen, gefühlt mit jedem Meter mehr, den wir weiter in das Untersulzbachtal wanderten. Links und rechts stürzten sich kleine Bäche ins Tal hinuter, ein Weg war kaum mehr erkennbar und man hörte nichts, außer die Bäche, Wasserfälle und Geräusche der Natur. Herbert blieb immer wieder stehen und erzählte uns viel zu den heimischen Pflanzen und Tieren. Er entdeckte sogar einen Alpensalamander und ein paar Gämse auf der anderen Seite des Tal.

Nachdem wir einige Höhenmeter gemacht haben, konnten wir aus der Ferne bereits den Kleinvenediger und schließlich auch das Untersulzbachkees erkennen. Wir folgten weiterhin dem reißenden Untersulzbach. Die 6 Kilometer lange Strecke bis zum Kees zog sich ziemlich, da man über große Geröllfelsen und steile Wiesen wandert. Das unwegsame Gelände und die Tatsache, dass wir die einzigen Wanderer in diesem Tal waren, machte das ganze zu einem riesigen Abenteuer.

Auf dem Weg zum Untersulzbachkees zeigte uns Herbert auch Markierungen, die daran erinnern, wo sich der Gletscher noch 2020 befand. Für uns ein trauriger Anblick, als wir mit eigenen Augen sahen, dass die Gletscherzunge in den letzten 2 Jahren bestimmt 100 Meter weiter nach hinten gewandert ist. Umso dankbarer waren wir dafür, dieses Naturwunder noch mit eigenen Augen sehen zu dürfen. Nach ca. 4,5 Stunden Fußmarsch standen wir plötzlich vor dem blau schimmernden Untersulzbachkees.

Gut, dass wir unsere Grödel eingepackt haben, denn Herbert wanderte mit uns tatsächlich ein kurzes Stück auf dem Blankeis des Gletschers. Wir konnten sogar in eine Art Gletscherhöhle blicken und waren einfach nur überwältigt von der Schönheit des Gletschers. So eine Wanderung erlebt man nicht jeden Tag. Nach einer kurzen Brotzeit ging es für uns wieder zurück. Da sich das Wetter leider verschlechterte gingen wir ohne Pause in ca. 2,5 Stunden wieder zurück zur Abichlalm. Mehr Eindrücke zur Tour bekommt ihr in unserem YouTube-Video.


Video zum Wildnisgebiet Sulzbachtäler


Hohe Tauern Panorama Trail

Der Panorama Trail verspricht geniale Aussichten auf Österreichs höchste Berge und führt über 17 Etappen quer durch die Nationalparkregion Hohe Tauern. Bei diesem Weitwanderweg kannst du auch Bergbahnen, praktische Shuttle und Gepäcktransporte nutzen.

Keine Sorge, wenn du keine Lust hast auf eine mehrtägige Weitwanderung, kannst du die einzelnen Etappen auch wunderbar als Tageswanderungen planen. Wir können dir folgende Etappen empfehlen:


Etappe 13 & 14: Von Taxenbach nach Rauris

Dauer: 8:15 Stunden
Länge: 20 Kilometer
Höhenmeter: 1.654 hm
Schwierigkeit: schwer
Startpunkt: Kitzlochklamm in Taxenbach (in Google Maps öffnen)
Kosten Klamm: 9€ (kostenlos mit der Nationalpark SommerCard), ab 8 Uhr geöffnet

Die Etappe 13 und Etappe 14 kann man wunderbar miteinander kombinieren. Dabei wandert man erst durch die spektakuläre Kitzlochklamm bis zur Wahlfahrtskirche Maria Elend und dann weiter über aussichtsreiche Steige bis zum Gipfel Grubereck (2.167 m). Der lange Abstieg nach Rauris erfordert dann nochmal einiges an Kondition. Zurück geht es von Rauris nach Taxenbach mit dem Bus (Linie 640, zum Busfahrplan).

Obwohl wir die lange Tour fest eingeplant hatten, konnten wir selbst aufgrund einer Verletzung am Fuß leider nur die Kitzlochklamm wandern. Wenn ihr aber Lust auf eine anspruchsvolle, lange und aussichtsreiche Wanderung habt, dann schaut euch diese Tour unbedingt genauer an. Bei der Kapelleralm könnt ihr übrigens auch einkehren.

Tipp: Du kannst das Auto direkt in Rauris abstellen bei den Tennisplätzen bzw. neben dem Spar (in Google Maps öffnen). Merke dir am besten die beiden Bushaltestellen „Taxenbach Bundesstraße Schule“ und „Rauris Ortsmitte“. Die Busfahrt dauert ca. 20 Minuten und ist mit der Nationalpark SommerCard kostenfrei.

Bild links unten: Florian Bachmeier, Bild rechts oben: TVB Rauris/Michael Gruber

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Teil-Etappe 6: Leichte Wanderung bis zur Panoramaalm

Dauer: 2:00 Stunden
Länge: 6,8 Kilometer
Höhenmeter: 200 hm
Schwierigkeit: leicht
Startpunkt: Parkplatz Panoramaalm Kitzbüheler Alpen (in Google Maps öffnen)
Kosten Bahn: 29€ (kostenlos mit der Nationalpark SommerCard)
Öffnungszeiten Sommer: 08:45-16:30 Uhr

In der Nähe von Hollersbach im Pinzgau kannst du mit der Panoramabahn Kitzbüheler Alpen bis nach oben zur Resterhöhe fahren. Direkt bei der Bergstation befindet sich die erste Einkehrmöglichkeit. Wir haben uns für eine sehr gemütliche Tour entschieden und sind über einen breiten Forstweg noch ca. eine Stunde bis zur Panoramaalm spaziert. Dabei kommt man vorbei am Speicherteich Resterhöhe, der zu einer kurzen Rast einlädt.

Während man wandert, genießt man durchgehend einen genialen Blick auf die höchsten Gipfel im Nationalpark. Der Großglockner, Großvenediger und die umliegenden Gletscher stechen aus der Bergkette sofort hervor. Die Panoramaalm verwöhnt die Gäste mit leckeren Speisen, wir können euch beispielsweise den Kaiserschmarrn hier sehr empfehlen. Man könnte in dem zugehörigen Hotel sogar übernachten. Dann wäre man beim Schlafen und in der Sauna auf Augenhöhe mit Österreichs höchsten Gipfeln.


Kitzlochklamm in Taxenbach

Dauer: 1:00 Stunden
Länge: 1,8 Kilometer
Höhenmeter: 304 hm
Schwierigkeit: leicht
Start- & Endpunkt: Parkplatz bei Kitzlochklamm (in Google Maps öffnen)
Öffnungszeiten: 08.00-18.00 Uhr (Mai-Sept.)
Eintritt: 9€ (kostenlos mit der Nationalpark SommerCard)

Hölzerne Treppen und Stege führen die Besucher durch die Kitzlochklamm in Taxenbach. Die Rauriser Ache schießt hier mit einer unglaublichen Kraft seit mehreren tausend Jahren durch. Je mehr Regen und Schmelzwasser hinzukommt, desto beeindruckender ist die Schlucht. Auf dem Weg durch die Klamm erwarten dich mehrere Highlights, wie beispielsweise der große Wasserfall gleich am Anfang, der Versuchsstollen oder auch die neue, schwebende Aussichtsplattform. Die Kitzlockklamm ist ein toller Ausflug für die ganze Familie oder auch der Start einer längeren Wanderung (siehe Panorama Trail 13 & 14).

Außerdem befinden sich 3 coole Klettersteige in der Klamm mit einer Schwierigkeit von B/C bis zur E/F. Der „Freifall-Klettersteig“ führt beispielsweise über eine 300 Meter lange Seilbrücke. Hier ist Adrenalin vorprogrammiert. Vor der Klamm kann man sich Klettersteigsets leihen.

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Wanderung vom Weißsee zum Hochfürleg

Dauer: 5:00 Stunden
Länge: 6,2 Kilometer
Höhenmeter: 690 hm
Schwierigkeit: mittel
Start- & Endpunkt: Berghotel Rudolfshütte am Weißsee (2.315 m), Bergstation Weißseebahn
Öffnungszeiten Bergbahn: 9:00-12:00 & 13:00-17:00 Uhr

Die Weißsee Gletscherwelt in Uttendorf im Salzburger Land ist im Sommer ein tolles Ausflugsziel. Spaziergänger, Wanderer und Bergprofis können mit der Bergbahn bis zum Berghotel Rudolfshütte am Weißsee fahren und dort den Ausblick auf den Weißsee und die umliegenden Berge und Gletscher genießen.  Hier oben kann jeder in eine hochalpine Welt eintauchen. Wir haben uns für die Wandertour auf den Hochfürleg (2.943m) entschieden.

Nachdem wir über die Staumauer gewandert sind, ging es stetig steil bergauf. Man kann den Gipfel bereits von der Bergstation aus sehen. Gleich am Anfang warten ein paar Leitern, die es zu überwinden gilt. Wir wanderten einfach weiter bergauf und folgten den rot-weißen Markierungen. Der Ausblick auf den türkisen Weißsee wurde immer besser. Nach ca. 1 Stunde Gehzeit erreichten wir den ersten Hochgebirgssee, in dem sogar noch im Juli Eisschollen schwammen. Der Kontrast des blau-weißen Sees und der strukturierten Felswand, über die mehrere Wasserfälle laufen, ist ein tolles Fotomotiv. Man kann im Hintergrund auch das Granatspitzkees ganz gut sehen. Die Landschaft ist einfach beeindruckend.

Die Ausschilderung zeigt uns weiterhin den Weg Richtung Gipfel an. Bis kurz vor dem Gipfel ist der Wanderweg technisch nicht sehr schwierig. Das letzte Stück hoch zum Gipfel ist allerdings eine kleine Kletterei. Man sollte hier auf jeden Fall trittsicher und schwindelfrei sein. Oben angekommen am fast 3.000 Meter hohen Hochfürleg genießen wir erst mal die Aussicht auf mehrere Berg- und Stauseen und die gletscherbedeckten Berge. Der Großvenediger, Großglockner und das Kitzsteinhorn, sowie Wiesbachhorn ist sehr gut zu erkennen. Für den Aufstieg sollte man ca. 3 Stunden einplanen, für den Abstieg 2 Stunden. Auch unterhalb des Gipfels ist die Aussicht bereits sehr schön, du kannst dir die letzte Kletterei auch sparen, wenn du dir unsicher bist.

Tipp 1: Wenn du noch etwas Zeit hast, kannst du direkt bei der Bergstation auch die Ausstellung „Gletscher-Klima-Wetter“ besuchen, bei der Installationen die Klimaveränderung und die daraus entstehenden Konsequenzen beleuchten.
Tipp 2: Wie cool wäre es, im Berghotel Rudolfshütte am Weißsee zu übernachten. Dort gibt es nicht nur ein Restaurant und gemütliche Stuben, sondern sogar auch eine Sauna. Dann könntest du auch den Sonnenauf- und -untergang mitten in den Bergen genießen.
Tipp 3: Alternativ könnte man vom Weißsee auch zum Medelzkopf wandern. Die Tour ist ebenfalls sehr aussichtsreich, jedoch etwas kürzer als zum Hochfürleg. Bei der Medelzlacke spiegelt sich das Bergpanorama in einem kleinen See. Beim Aussichtsplateau genießt man einen herrlichen Blick ins Dorfertal nach Kals. (mehr Infos zur Tour)

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Krimmler Wasserfälle  – Wasserfallweg

Dauer: 2 Stunden
Länge: 8 Kilometer
Höhenmeter: 431 hm
Schwierigkeit: leicht
Start- & Endpunkt: Parkplatz Krimmler Wasserfälle, z.B. P4 (in Google Maps öffnen)
Öffnungszeiten: Durchgehend geöffnet
Eintritt: 5€ oder 10€ Kombiticket (Krimmler WasserWelten + Parkplatz), das Kombiticket ist mit der Nationalpark SommerCard kostenlos (einfach bei den Krimmler WasserWelten abholen beim Vorzeigen der SommerCard)

Du möchtest Österreichs größte Wasserfälle besuchen? Dann musst du zu den Krimmler Wasserfällen. Über 3 Fallstufen stürzten sich hier enorme Wassermassen über 380 Meter ins Tal. Es gibt mehrere Parkplätze, die vermuten lassen, dass hier einiges los ist. Die Krimmler Wasserfällen zählen zu den TOP 10 der Sehenswürdigkeiten in Österreich. Unter der Woche spät nachmittags war bei uns nicht mehr allzu viel los, sodass wir relativ nah am Eingang bei P4 parken konnten.

Direkt neben P4 befinden sich die Krimmler Wasserwelten, ein Besucherzentrum mit angrenzendem Wasserpark. Hier gibt es das Kombiticket „Wasserwelten, Wasserfälle und Parkticket“ – eine der 60 Inklusivleistungen der Nationalpark SommerCard. Bis zum Kassenhäuschen, welches nur für die Wasserfälle ist, läuft man ca. 5 Minuten, wobei man bei einer Unterführung direkt bei den Wasserwelten einmal die Straße passiert. Der linke Weg führt zum unteren Wasserfall, während der rechte Weg über den „Wasserfallweg“ bis hoch zum oberen Wasserfall führt. Wir haben als Erstes den unteren Wasserfall besucht. Hier sieht und spürt man die Wucht des Wassers am besten. Je näher man dem gigantischen Wasserfall kommt, desto stärker wird der Sprühregen. Ganz mutige wagen sich mit einer Regenjacke sogar ganz nah an den Wasserfall.

Anschließend sind wir dem Wasserfallweg gefolgt. Eine Forststraße führt ca. 400 Höhenmeter serpentinenartig immer weiter nach oben. Dazwischen kann man an mehreren Aussichtspunkten und Kanzeln einen Stopp einlegen. Die Kanzeln sind teilweise nach Persönlichkeiten benannt, denen auch eine Infotafel gewidmet wurde. Nach ca. 30 Minuten erreicht man das Gasthaus Schönangerl. Etwas weiter wartet dann bereits der mittlere Achenfall. Bis zum Oberen Achenfall bzw. zur letzten Kanzel, der Schettkanzel wandert man ca. 1-1,5 Stunden.

Achtung: Die Steine beim unteren Wasserfall sind extrem rutschig.


Kapruner Stauseen

Die Mooserboden Stauseen (auch Kapruner Stauseeen) sind ein toller Ort, um einfach nur das Panorama auf den Kitzsteinhorn-Gletscher und die Stauseen zu genießen oder eine Wanderung auf einen der umliegenden Gipfel zu starten. Um zum Startpunkt Mooserboden zu kommen, musst du erstmal mit dem Shuttlebus (26€, Hin- und Rückfahrt, 10% Rabatt mit der SommerCard) vom Kaprun Stauseen Parkhaus zum Mooserboden Stausee fahren (oberer Stausee). Alternativ kannst du vom Kaprun Stauseen Parkplatz bzw. Kesselfall aus auch hochwandern zum Mooserboden, was allerdings 3 Stunden dauert.

Die Staumauern sind wirklich gewaltig. Auf einer der Staumauern befindet sich sogar ein Klettersteig, der „Mobo 107“ (Schwierigkeit B). Außerdem können wir dir die 3,5-stündige Wanderung zum Heinrich Schwaiger Haus hier sehr empfehlen.

  • Weitere Aktivitäten im Nationalpark Hohe Tauern

    Wenn das Wetter mal etwas schlechter sein sollte oder du eine kleine Pause brauchst vom Wandern, wird dir im Nationalpark Hohe Tauern mit Sicherheit nicht langweilig. Wir wollen dir noch kurz ein paar weitere gemütlichere Aktivitäten vorschlagen, die sich auf jeden Fall lohnen, wenn du hier bist.


    Nationalparkwelten Mittersill

    Öffnungszeiten: täglich, 09:00-18:00 Uhr
    Eintritt: 12,50€ (mit Nationalpark Sommercard kostenfrei)

    Die Erlebnisausstellung ist unserer Meinung nach eine tolle Schlechtwetter-Alternative. In der interaktiven Ausstellung werden Groß und Klein die Entstehung, Flora, Fauna und Tierwelt des Nationalparks Hohe Tauern näher gebracht. Cool gemacht ist auf jeden Fall der Film im 3D-Museum über die Entstehung der Alpen und des Hochgebirges. Im 360-Grad-Panorama-Kino hatten wir das Gefühl, selbst auf dem Großvenediger zu stehen und im Lawinendom erlebten wir mit allen Sinnen die Macht von Schnee und Eis. Wer Hunger hat, kann sich im Restaurant stärken.

    Tipp: Im Besucherzentrum kannst du dich über Wanderungen und Rangertouren informieren.


    Großglockner-Hochalpenstraße

    Öffnungszeiten: täglich 06.-20.00 Uhr (Mai), 05:00-21:30 Uhr (Juni-August), 06.00-19.30 Uhr (September-Anfang November), im Winter gesperrt
    Mautgebühr: 38€ (kostenlos mit der Nationalpark SommerCard)

    Die Großglockner Hochalpenstraße führt dich mit dem eigenen Fahrzeug schnell und komfortabel in hochalpine Regionen und auf bis zu 2.571 Meter. Wer den höchsten Berg Österreichs, den Großglockner, hautnah erleben möchte, sollte bis zum Besucherzentrum Kaiser-Franz-Josefs-Höhe fahren. Allgemein ist bei der Großglockner Hochalpenstraße aber der Weg das Ziel. 12 „Erlebniswelten“-Stopps laden entlang der Straße (Fotostopps, kurze Spaziergänge, Museen,…) immer wieder zu Pausen ein. Wer in der Region auch wandern möchte, dem können wir den Gletscherweg zur Pasterze über den Gamsgrubenweg empfehlen (6 Stunden, alpine Erfahrung nötig, Route bei outdooractive).


    Hintersee

    Ein wunderschönes Fotomotiv im Nationalpark Hohe Tauern ist der Hintersee, der sehr einfach zu erreichen ist. Vom Wanderparkplatz aus läuft man ca. 5 Minuten bis zum See. Dort eröffnet sich dir eine wahre Bilderbuch-Kulisse: Malerisch eingebettet zwischen steilen, teils schneebedeckten Bergen liegt der glasklare Gebirgssee, Wasserfälle schlängeln sich über die Felswände und dazwischen siehst du eine kleine Alm und Kuhweiden. Leider ist es hier verboten zu baden oder zu picknicken, aber wer Hunger hat, kann noch ein paar Minuten weiterspazieren zur Jausenstation Gamsblickhütte hinter dem See. Hier beginnen auch einige herrliche Wanderungen, beispielsweise zur St. Pötener Hütte und zum Plattachsee.


    Sigmund Thun Klamm 

    Öffnungszeiten: 08:30 – 17:00 Uhr
    Eintritt: 6,50€

    Von Mittersill bis zur Sigmund Thun Klamm fährt man ca. 30 Minunten. Wer einmal eindrucksvoll sehen möchte, dass Wasser so kraftvoll sein kann, dass es sogar Stein „zerschneidet“, der ist in der Sigmund Thun Klamm genau richtig. Hier hat sich nämlich die Kapruner Ache schon 30 Meter tief in den Stein „geschnitten“ und eine wunderschöne Klamm geformt, die du über Stege besuchen kannst. Das Wasser schießt hier wirklich von einem „Pool“ in den nächsten, von links und rechts kommen Wasserfälle herunter und du stehst mittendrin. Über Holzstege und Brücken „wanderst“ du immer weiter die 320 Meter lange Klamm hinauf, was ca. 30 Minuten dauert. Zurück führt ein normaler Weg, sodass du in etwa 40 – 50 Minuten wieder am Startpunkt bist. Für uns war die Sigmund Thun Klamm wirklich sehr sehenswert und wir würden sie jedem empfehlen.

    Tipp: Der Steg ist „One Way“. Genieße also den Moment, wenn du an einer schönen Stelle bist, da du kein zweites Mal daran vorbeikommst.

    Hotel-Tipp für die Hohen Tauern

    Hotel Bräurup****

    Das Hotel Bräurup liegt im Zentrum von Mittersill und eignet sich daher perfekt als Ausgangsort für diverse Touren im Nationalpark Hohe Tauern. Was man bei diesem Hotel auf jeden Fall hervorheben muss, ist die gute Küche und das freundliche Personal. Abends ist das Restaurant immer gut besucht, sowohl von Einheimischen als auch Urlaubern und Hotelgästen. Als Hotelgast kann man beim 4-Gänge-Menü zwischen verschiedenen Hauptspeisen wählen. Portionsgröße und Geschmack der Gerichte lassen jedes hungrige Wanderherz höher schlagen. Das traditionsreiche Haus bietet moderne Zimmer und Suiten sowie zwei kleine Saunen.

    Direkt neben dem Hotel Bräurup kann man einen Blick in die eigene kleine Hausbrauerei werfen. Seit 2006 wird hier nach alter Biertradition wieder hauseigenes, unfiltriertes, kellertrübes Märzenbier und hefetrübes Weizenbier gebraut. Gut zu wissen für alle Fischerfans: Rund um das Hotel findest du 130 km Hausstrecke und acht Seen. Du kannst dich im hoteleigenen Fischer-Shop auch beraten lassen und findest dort alles für einen Anglerurlaub in Österreich.

    Wenn das Wetter mal keine Gipfeltour erlaubt, kannst du in Mittersill auch eine Runde shoppen gehen oder vom Hotel aus zu Fuß zu den Nationalparkwelten Mittersill spazieren.

    >>> Zum Hotel Bräurup****


    Hinweis: Diese Reise erfolgte aufgrund einer Zusammenarbeit mit der Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern GmbH. Unsere eigenen Eindrücke und unsere Meinung sind davon unbeeinflusst.

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