Toskana in Italien: Top-Sehenswürdigkeiten, Reisetipps & Karte

19. Dezember 2020
19. Dezember 2020 Nina von traveloptimizer

Toskana in Italien: Top-Sehenswürdigkeiten, Reisetipps & Karte

Sanfte Hügellandschaft, Zypressen, Kunstwerke und Gebäude aus der Renaissance, guter Wein und gutes italienisches Essen – so könnte man in wenigen Worten die Toskana beschreiben. Wir fassen dir in diesem Artikel die Top-Sehenswürdigkeiten, Reisetipps und auch ein paar Geheimtipps im Süden und Norden der Toskana zusammen und haben sie dir auch in einer interaktiven Italien-Karte abgespeichert. Wenn du erfahren möchtest, was Lucca, Florenz und Pisa zu bieten haben, wo du mittelalterliche Türme besteigen kannst und wo du die schönsten Altstädte, heißen Quellen und Zypressenalleen findest, dann lies am besten gleich weiter.

Wir empfehlen dir, die Sehenswürdigkeiten in der Toskana bei einem Roadtrip zu erkunden. Mehr dazu findest du im Artikel über unsere Route & Reisetipps für 10 Tage Toskana Rundreise mit dem Auto.
Klick dich auch gerne durch unsere weiteren Toskana-Artikel (Florenz, Pisa, Lucca, …).


Florenz Dom Kuppel

Florenz

Italien-Karte: Top-Sehenswürdigkeiten der Toskana im Überblick

Wenn du den italienischen Stiefel auf einer Landkarte betrachtest, liegt die Toskana eher im Norden auf der westlichen Seite. Bevor wir auf die Top-Sehenswürdigkeiten der Toskana näher eingehen, möchten wir dir auf dieser Italien-Karte kurz einen Überblick geben. Du kannst die interaktive Italien-Karte nutzen, um dir die Sehenswürdigkeiten in Google Maps abzuspeichern und deine Toskana-Reise zu planen. Klick dazu entweder oben rechts auf das Rechteck, um die komplette Karte zu speichern oder auf die einzelnen markierten Orte. Wenn sich links das Menü öffnet, kannst du auch die einzelnen Sehenswürdigkeiten der Toskana in Google Maps öffnen und abspeichern.

Wenn du wissen möchtest, wie du die Sehenswürdigkeiten am besten miteinander verbindest kannst, dann schau dir gerne unsere Route für 10-Tage Toskana Rundreise an.

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Sehenswürdigkeiten im Norden der Toskana

Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten im Norden der Toskana sind wahrscheinlich Florenz und Pisa. Aber wir wollen dir auch verraten, warum sich ein Besuch der Stadt Lucca lohnt, wo du in der Toskana wandern kannst und welche Entstehungsgeschichte sich hinter dem kuriosen Strand White Beach bei Rosignano verbirgt.

Florenz

Beginnen wir mit der Hauptstadt der Toskana Florenz, die mit ihren Renaissance-Gebäuden und Kunstwerken sogar zu den Top-Sehenswürdigkeiten von ganz Italien zählt. Florenz eignet sich super für den Start einer Toskana Rundreise, aber auch für einen Städtetrip nach Italien. Als wir das erste mal vor dem riesigen Dom Santa Maria Del Fiore standen, waren wir echt überwältigt von der bunten Marmorvertäfelung und der Größe. Es lohnt sich auf jeden Fall den Dom von innen zu besichtigen und eine Kuppeltour zu buchen. Der Ausblick auf das Gemälde im Inneren der Kuppel und der Ausblick von der Kuppelspitze sind einfach gigantisch. Bezüglich dem besten Ausblick, können wir jedem auch nur den Piazzale Michelangelo empfehlen. Schnapp dir eine Pizza-to-Go und genieß hier oben den Sonnenuntergang über der Stadt. Ansonsten gibt es zahlreiche Kunstmuseen, wie den Palazzo Pitti oder die Uffizien, historische Kirchen und bekannte Plätze.

Reisetipp 1: Wenn du mit den Auto anreist, beachte auf jeden Fall die verkehrsfreien ZTL-Zonen in der Innenstadt. Hier kannst du nur mit dem Auto fahren oder parken, wenn du auch ein Hotel dort gebucht hast.
Reisetipp 2: Von München aus gibt es auch günstige und praktische Nachtzüge nach Florenz.
Reisetipp 3: Buche Ticket für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Voraus (mehr Infos).

Alle wichtigen Infos findest du in unserem Artikel über die Sehenswürdigkeiten in Florenz.


Pisa

Der Schiefe Turm von Pisa ist eines der beliebtesten Fotomotive in Italien und zählt natürlich auch zu den Top-Sehenswürdigkeiten in der Toskana. Seine Schräglage von 4 Grad hat ihn zu einem der berühmtesten Turme der Welt gemacht. Den Schiefen Turm von Pisa solltest du also auf jeden Fall besichtigen und wenn du möchtest auch besteigen. Neben dem Turm befindet sich der Dom Santa Maria Assunta und eine Taufkirche (Baptisterium). Anschließend kannst du noch ein wenig durch die Gassen in Pisa schlendern, vorbei am Piazza dei Cavalieri und am Fluss Arno oder einfach die anderen Touris beobachten beim Bilder machen mit dem Schiefen Turm.

Reisetipp 1: Buche die Tickets für den Schiefen Turm im Voraus (hier buchbar*). Damit kannst du auch den Dom besichtigen.
Reisetipp 2: Pisa ist eine richtige Studentenstadt. Wer gerne feiert, sollte hier unbedingt eine Nacht verbringen.

Alle wichtigen Infos findest du in unserem Artikel über die Sehenswürdigkeiten in Pisa.

Pisa als Top-Sehenswürdigkeit in der Toskana

Schiefer Turm von Pisa


Lucca

Jeder der in Lucca war, ist begeistert von der Stadt im Norden der Toskana und seinen Sehenswürdigkeiten. Im Vergleich Pisa, die nur 20km entfernt ist, wurde Lucca noch nicht vom Massentourismus überschwemmt. Das einzigartige Markenzeichen der Stadt ist die 4 Kilometer lange, alte Stadtmauer, die das historische Stadtzentrum umgibt. Die festungsähnlichen Mauern sind so dick, dass darauf ein Weg, Grünflächen, Kastanien-Alleen und Restaurants errichtet wurden. Ein Must-Do ist also auf jeden Fall einmal auf den Stadtmauern zu spazieren oder mit dem Fahrrad zu fahren. Sehenswert sind außerdem der ovale Platz Piazza dell’Anfiteatro und die alten Geschlechtertürme. Auf den Turmspitzen des Torre Delle Ore oder Torre Guinigi erwartet dich ein herrlicher Ausblick über die terracottafarbenen Häuser der Altstadt.

Reisetipp: Es lohnt sich mehrere Tage in Lucca zu verbringen und von hier aus Ausflüge nach Pisa, Cinque Terre und in das Garfagnana Gebirge zu unternehmen.

Alle wichtigen Infos findest du in unserem Artikel über die Sehenswürdigkeiten in Lucca und Umgebung.


San Gimignano

Als „mittelalterliches Manhatten“ wird die Stadt San Gimignano mit ihren zahlreichen Geschlechtertürmen beschrieben. Diese Türme findest du in vielen Städten in der Toskana, aber nirgends gibt es noch so viele wie in San Gimignano. Früher wurden hunderte von diesen Türmen erbaut von den reichsten Familien der Stadt, die damit ihre Macht demonstrieren wollten. Heute bieten sie Besuchern eine tolle Aussichtsplattform, wie beispielsweise auch der Torre Grossa neben dem Rathaus. Wenn du im Urlaub gern durch kleine Souveniershops und Boutiquen bummelst, wirst du San Gimignano lieben. Wenn du vor hast in die Weinregion Chianti oder nach Siena zu reisen, solltest du in San Gimignano einen halben Tag einen Zwischenstopp einlegen.

Alle wichtigen Infos zu San Gimignano findest du in unserem Artikel über die Sehenswürdigkeiten in Siena und Umgebung.


Volterra

Die kleine Stadt Volterra liegt zwischen San Gimignano und der Küste auf einem relativ hohen Hügel und zählt zu den schönsten Altstädten in der Toskana. Die malerische Altstadt verzaubert die Besucher nicht nur mit einem gigantischen Ausblick über die weite, hügelige Landschaft, sondern auch mit den mittelalterlichen Gebäuden wie dem Palazzo dei Priori oder dem Dom von Volterra. Wer in der Zeit noch weiter zurückreisen möchte, sollte das alte, römische Amphitheater besuchen oder das Stadttor Porta dell’Arco, welches aus der Zeit der Etrusker stammt. Twilight-Fans erkennen Volterra vielleicht als Vampirstadt „Volturi“ wieder.

Reisetipp: Das beste Eis bekommst du in der Eisdiele „Chic & Shock Volterra“


Weinregion Chianti

Was wäre Italien und die Toskana ohne Wein? Wusstest du, dass ungefähr ein Drittel der Landfläche in der Toskana für den Weinanbau verwendet wird? Wenn du mit dem Auto von Florenz aus Richtung Süden fährst in die Weinregion Chianti, kannst du den Wein mit allen Sinnen erfahren. Eine der schönsten Panoramastraßen ist die SR222 (von Radda in Chianti bis Siena). Weinfelder und Olivenplantagen so weit das Auge reicht. Ein Must-Do in Chianti ist der Besuch eines Weinguts inkl. Weinverköstigung.

Schöne Weingüter in Chianti:

Alle wichtigen Infos zu Chianti findest du in unserem Artikel über die Sehenswürdigkeiten in Siena und Umgebung.


Geheimtipp: Garfagnana Gebirge

Vor unserer Italien-Reise hatten wir das Garfagnana Gebirge in der Toskana noch nicht auf dem Schirm. Wir sind allerdings sehr froh, dass uns eine Italienerin in Lucca den Geheimtipp in der Toskana verraten hat. Im Garfagnana Gebirge zeigt sich die Toskana landschaftlich nochmal von einer ganz anderen Seite. Aus den sanften Hügeln werden plötzlich richtige Berge. Ein Traum für alle Wanderfreunde und Naturfotografen. Welche Sehenswürdigkeiten können wir dir im Garfagnana Gebirge empfehlen? Auf jeden Fall die Tropfsteinhöhle Grotta del Vento und die Wanderung zum Monte Forato, der uns mit seinem riesigen Felsbogen sehr fasziniert hat. Beides lässt sich super miteinander verbinden. Wer an heißen Tagen nach Abkühlung und Action sucht, sollte außerdem beim Canyon Adventure Park in Scesta vorbeischauen. Da das Gebirge bei den meisten Touristen noch relativ unbekannt ist, triffst du hier auf kleine, authentische Bergdörfer, ruhige Aussichtspunkte und wunderschöne Wanderungen.

Reisetipp 1: Am besten erkundest du das Garfagnana Gebirge ab Lucca.
Reisetipp 2: Lade dir im Vorfeld eine Offline-Karte herunter, da der Empfang im Gebirge oft sehr schlecht ist.
Reisetipp 3: Erkunde das Garfagnana Gebirge am besten unter der Woche, denn auch Wochenende kommen auch viele Einheimische hier her.

Alle wichtigen Infos zum Garfagnana Gebirge findest du in unserem Artikel über die Sehenswürdigkeiten in Lucca und Umgebung.


Geheimtipp: White Beach bei Rosignano

Der White Beach bei Rosignano ist zwar bei den Einheimischen schon lange sehr beliebt, aber zählt für viele Touristen aber noch als Geheimtipp in der Toskana. Wenn du beim Anblick der Bilder jetzt überrascht bist, dass es solch karibische Strände in der Toskana gibt, dann bist du nicht der einzige. Kurioserweise gibt es nur in der einen Bucht bei Rosiganano so extrem weißen Sand und türkisblaues Wasser. Eine Bucht weiter ist der Strand und die Wasserfarbe viel dunkler und unspektakulärer. Der Grund hierfür: Der White Beach ist nicht auf natürliche Art und Weise entstanden. Direkt dahinter befindet sich die Sodafabrik von Solvay, die ihr Abwasser direkt ins Meer leitet. Früher befanden sich im Abwasser giftige Chemikalien, die den Sand weiß bleichten. Obwohl es viele kritische Stimmen im Netz gibt, baden hier am vermeidlichen Karibikstrand in der Toskana dutzende Menschen. Der Badeort selbst wirbt mit einer blauen Flagge und guter Wasserqualität. Das Ableiten des giftigen Industriemülls sei Vergangenheit. Ob man hier baden möchte oder nicht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Fakt ist: Der White Beach bei Rosignano ist eine der kuriosesten Sehenswürdigkeiten in der Toskana.

Reisetipp: Der Sonnenuntergang ist einfach traumhaft. Wer hier übernachten möchte, dem können wir das Hotel Piccolo* (10 Min. fußläufig) empfehlen.

Sehenswürdigkeiten im Süden der Toskana

Der Süden der Toskana ist im Vergleich zum Norden nicht ganz so reich an großen bekannten Städten, sondern punktet eher mit kleineren Altstädten voller Italien-Flair, traumhaften Zypressenalleen im Val d’Orcia und heißen Quellen, wie beispielsweise Saturnia. Wir haben dir die schönsten Sehenswürdigkeiten und Geheimtipps im Süden der Toskana zusammengefasst (siehe auch Italien-Karte), die du am besten bei einer Toskana Rundreise mit dem eigenen Auto erkunden kannst.

Siena

Die Stadt Siena befindet sich genau an der Grenze zwischen den Top-Sehenswürdigkeiten Chianti im Norden der Toskana und dem Val d’Orcia im Süden. Die Stadt hat es aus mehreren Gründen auf die Liste der Top-Sehenswürdigkeiten in der Toskana, wenn nicht sogar von ganz Italien geschafft. Auf dem halbkreisförmigen Piazza del Campo findet zweimal jährlich ein sehr bekanntes (aber auch brutales) Pferderennen statt. Etwas ganz besonders findest auch im Dom von Siena, um genau zu sein auf dem Boden. Mit kleinen Marmorplatten aus verschiedenen Farben wurden hier riesige Bilder erschaffen, die Szenen aus dem alten Testament zeigen. Auch die Außenfassade wurde mit dunkelgrünen und weißen Marmorplatten verziert und erinnert an den Dom in Florenz. Eine wirklich spektakuläre Kirche.

Reisetipp 1: Siena eignet sich super als Ausgangspunkt für Ausflüge nach Chianti, San Gimignano und ins Val d’Orcia.
Reisetipp 2: Wenn du eine schöne Unterkunft in der Nähe von Siena suchst, können wir dir das Castello di Leonina* sehr empfehlen (alleinstehend auf einem kleinem Hügel, mit Pool und grandioser Aussicht).

Alle wichtigen Infos findest du in unserem Artikel über die Sehenswürdigkeiten in Siena und Umgebung.


Val d’Orcia

Das Val d’Orcia ist eine unglaublich schöne Region in Italien und zählt wirklich zu den absoluten Top-Sehenswürdigkeiten in der Toskana. Sanfte Hügel, kurvige Panoramastraßen, kleine Altstädte mit engen Gassen und terracottafarbenen Häusern und Dächern. Während Chianti eher von Weinhügeln geprägt ist, charakterisieren im Val d’Orcia eher Zypressenalleen und Getreidefelder das Landschaftsbild. Zypressen haben für uns sofort etwas südländisches und die riesigen Alleen, Wälder und Kreise machen sich immer gut auf einem Foto. Neben Zypressen gibt es aber natürlich noch ein paar weitere Highlights, wie beispielsweise das traumhaft schöne Städtchen Pienza.

Reisetipp: Im Val d’Orcia gibt es zahlreiche Agriturismos und Castellos, die oftmals alleine auf einem kleinen Hügel thronen und über eine lange, mit Zypressen gesäumte Zufahrtsstraße zu erreichen sind. Wenn du auch von einer solchen Unterkunft träumst, können wir dir das Castello di Leonina* empfehlen.

Alle wichtigen Infos findest du in unserem Artikel über die Sehenswürdigkeiten im Val d’Orcia.


Geheimtipp: Kloster San Galgano

Das Kloster San Galgano liegt circa 40 Minuten mit dem Auto südlich von Siena und zieht eher Fotografen statt gläubige Christen an. Mitten auf einem Acker steht das „Kloster ohne Dach“. Vor über 200 Jahren ist das Dach des Klosters eingestürzt, die Mauern und Säulen sind allerdings noch sehr gut erhalten. Die Location wird heute gerne für Theateraufführungen und Hochzeiten genutzt. Fotografen fangen früh morgens oder abends gerne die Lichtstimmung ein, aber ansonsten verirren sich relativ wenig Touristen hierher, weshalb das Kloster San Galgano noch ein Geheimtipp in der Toskana ist.

San Galgano

San Galgano


Quellen von Saturnia

Die Quellen von Saturnia wurden in den letzten Jahren über Instagram als Fotolocation in der Toskana weltberühmt. Während früher nur Einheimische in den heißen Quellen badeten, zieht es jetzt immer mehr Touristen an. In den türkisblauen, natürlichen Pools hat das Wasser zwischen 37 und 20 Grad, es gibt ein kleines Badehäuschen, einen Wasserfall und der Eintritt ist kostenlos. Was allerdings die wenigsten wissen: Die ursprüngliche Quelle entspringt nicht bei den Pools, sondern ein paar Kilometer entfernt, dort wo sich das 5-Sterne Thermalhotel Terme di Saturnia Spa & Golf Resort* befindet. Der Schwefelquelle wird eine heilende Wirkung zugesagt.

Reisetipp: Vermeide den Besuch am Wochenende, hier kommen die Einheimischen bereits zum Sonnenaufgang hier her und viele campen auch. Wer etwas ruhe haben möchte, sollte unter der Woche vor Sonnenaufgang dort sein (am besten zur Nebensaison). Wir waren am Wochenende dort und es war leider sehr überfüllt.


Geheimtipp: Heiße Quellen von Bagni San Filippo

Als echt „heißen“ Geheimtipp in der Toskana und beste Alternative zu den überlaufenen Quellen von Saturnia wollen wir dir die heißen Quellen von San Filippo vorstellen. Auch hier handelt es sich um Schwefelquellen. San Filippo ist ein uralter, kleiner Kurort, in dem sich nur wenige Wohnhäusern, ein Kurhotel, ein Thermalbad und eine kleine Kirche befinden. Der Zugang zu den natürlichen, heißen Quellen ist unbeschränkt und kostenlos für jeden möglich. Nur der Parkplatz an der Straße ist kostenpflichtig. Nach einem kurzen Fußmarsch erreichst du den Rio Bianco und die warmen Badebecken. Das Highlight ist mit Sicherheit der Fosso Bianco oder auch „White Whale“ genannt: Die weiß, braun, grüne Kalkablagerung sieht wirklich beeindruckend aus. Etwas unterhalb haben sich kleine Terrassen und unzählige natürliche Pools geformt, in denen sich das mineralhaltige, türkise Wasser sammelt und zum Baden einladen. Das Heilwasser ist reich an Schwefel, Sulfat, Kalzium und Magnesium und somit sehr wohltuend für Gelenke, Knochen, Haut, Nasennebenhöhlen, Bronchien und Lungen. Die feine Schlammschicht, die sich am Boden absetzt, kann auch als Fango verwendet werden. Die heißen Quellen von Bagni San Filippo gehören definitiv zu unseren persönlichen Lieblings-Sehenswürdigkeiten im Süden der Toskana.

Reisetipp: Wer den Ort früh morgens besucht, hat ihn mit etwas Glück für sich allein. Wir waren um 7 Uhr morgens dort, um 8 Uhr kamen die ersten Einheimischen.


Geheimtipp: Parco della Maremma

An der Küste im Süden der Toskana wartet ein weiteres Naturspektakel und echter Geheimtipp auf dich. Beim Parco della Maremma handelt es sich um ein 100 Quadratkilometer großes Landschaftsschutzgebiet mit vielen Kiefern- und Buchenwäldern, sowie langen, naturbelassenen Strandabschnitten. Die Natur zeigt sich hier von seiner wilden Seite. Wer Glück hat, kann auch Wildschweine, Wildpferde, Hirsche, frei herumlaufende Maremma-Rinder, Reiher und Bussarde beobachten. Beim Besucherzentrum in Alberese kannst du dir Informationen zu möglichen Wanderungen besorgen oder auch geführte Rundgänge, Kanufahrten, Nachtwanderungen und Reitausflüge buchen (mehr Infos).

Reisetipp 1: Um den Park schneller zu erkunden, lohnt es sich Fahrräder zu mieten (es gibt auch E-Bikes).
Reisetipp 2: Eine wunderschöne Unterkunft in der Nähe des Parks ist das Agriturismo Terre Regionali Toscane*.


Geheimtipp: Pitigliano, Sorano, Sovana

Was haben die drei Ortschaften Pitigliano, Sorano und Sovana ganz im Süden der Toskana gemeinsam? Sie wurden alle von den Etruskern erbaut, die bereits 800 v. Christus hier lebten, also noch den Römern. Auch wenn Pitigliano, Sorano und Sovana in der Zwischenzeit immer wieder restauriert wurden, versprühen sie einen sehr authentischen Charme. Alte Handelswege, die teilweise in den Stein gegraben wurden, verbinden die drei Orte miteinander. Wir sind bei Pitigliano ein Stück auf dem Via CAVA di FRATENUTI gewandert und waren verwundert, warum die Wege so tief in die Erde gegraben wurden.

Pitigliano ist die größte und bekannteste der drei Ortschaften und thront malerisch auf den Tuffsteinfelsen. Am eindrucksvollsten fanden wir Pitigliano von außen. Die Häuser wurden so nah an den Felsabgrund gebaut, dass es auch immer wieder passiert, dass Mauern oder ganze Gebäude abrutschen. Ebenso fasziniert waren wir von den engen, verwinkelten Gassen in Sorano. Wir fühlten uns in der Zeit zurückversetzt. Ein echter Geheimtipp im Süden der Toskana.

Reisetipp 1: Wir empfehlen dir eine Unterkunft in Pitigliano zu buchen (Le Camere del Ceccottino* ), hier gibt es die beste Auswahl, einige Restaurants und den Sonnenuntergang über der Stadt muss man einfach gesehen haben.
Reisetipp 2: Wenn du nicht ganz so viel Zeit hast, sieh dir auf jeden Fall Pitigliano und Sorano an und lass Sovana aus.

Reisetipps für die Toskana

Nachdem du nun alle wichtigen Sehenswürdigkeiten im Süden und Norden der Toskana kennst, möchten wir dir noch ein paar allgemeine Reisetipps für deinen Roadtrip in Italien mitgeben.

Beste Reisezeit

Egal ob du in der Toskana eine Rundreise mit dem Auto oder einen Städtetrip planst, solltest du wissen, dass die beste Reisezeit für die Toskana zwischen April und Oktober ist. Den Juli und August solltest du allerdings aufgrund der Ferienzeit und der hohen Temperaturen meiden. Bei über 35 Grad lässt es sich an der Küste vll. noch gut aushalten, in den Städten kann die Hitze aber schnell unerträglich werden. Wir waren im September in der Toskana und können diese Reisezeit sehr empfehlen. Tagsüber klettern die Temperaturen auf 25-27 Grad, nicht zu heiß für einen Sightseeing-Tag in der Stadt und nicht zu kalt, um auch im Meer zu baden. Auch der April, Mai und Oktober liegen bereits in der Nebensaison und sind perfekte Reisemonate für eine Toskana-Rundreise.

Toskana beste Reisezeit

White Beach bei Rosignano


Anreise

Mit dem Auto: Die oben aufgelisteten Sehenswürdigkeiten in der Toskana kannst du am besten mit dem eigenen Auto erreichen. Von München aus erreichst du beispielsweise Florenz innerhalb von 6,5 – 7 Stunden. Jedoch sind die Kosten für Maut nicht zu unterschätzen (einfache Strecke: ca. 60€ Maut + 40€ Sprit).

Mit dem Zug: Eine weitere Möglichkeit in die Toskana zu reisen ist der Zug. Städte wie Bologna, Florenz, Lucca oder Pisa besitzen alle einen Bahnhof. Besonders praktisch sind die Nachtzüge ab München (OBB Nightjet), die es schon ab 50€ gibt. Wir würden das nächste Mal auch mit dem Nachtzug nach Bologna fahren und uns dort einen Mietwagen buchen, da man sich die 2 Tage Autofahrt spart.
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Mit dem Flugzeug: Statt mit dem Zug, kannst du natürlich auch mit dem Flugzeug anreisen. Am besten eignen sich Flüge nach Florenz, Bologna oder Pisa. Von hier aus brauchst du natürlich auch noch einen Mietwagen, um die Sehenswürdigkeiten und Geheimtipps in der Toskana zu erkunden.
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Fortbewegung & Parken

Wie bereits oben erwähnt, empfehlen wir die Toskana mit dem Auto oder Camper zu erkunden. Wenn du mit dem Zug oder Flugzeug anreist, kannst du dir vor Ort einen Mietwagen buchen oder von Florenz aus beispielsweise auch Tagesausflüge buchen. Die Straßenverhältnisse sind gut bis sehr gut. Daher wäre auch ein Camper eine Option, wobei dieser aufgrund seiner Größe nicht so gut geeignet ist für die Städte.

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Nicht ganz so erfreulich wie die Straßenverhältnisse, ist das Thema Parken in der Toskana. In den meisten Städten gibt es sog. ZTL-Zonen (verkehrsfreie Zonen). Hier darfst du als Tourist nicht einfach so reinfahren oder Parken, außer du hast dort eine Unterkunft gebucht und das Hotel hat dein Kennzeichen registriert. Frag in Städten am besten immer bei der gebuchten Unterkunft bezüglich einem Parkplatz nach.


Übernachten & Hoteltipps

Wir haben alle Unterkünfte für unsere 10-tägige Rundreise über booking.com* gebucht. Vorteil: Die meisten Unterkünfte kann man auch wieder kostenlos stornieren und du findest hier eine sehr große Auswahl an Hotels, Ferienwohnungen und Agriturismos. In unserem Artikel über unsere Toskana-Rundreise mit dem Auto haben wir dir alle gebuchten Unterkünfte verlinkt. Hier ein paar Highlights und Reisetipps für Hotels in der Toskana:

  • Achte in Florenz auf eine zentrale Lage und nahegelegene Parkgarage mit fairen Preisen. Wir können dir das Hotel Pitti Palace al Ponte Vecchio* direkt an der Ponte Vecchio sehr empfehlen. Das Frühstück auf der Dachterrasse mit Blick über die Stadt werden wir so schnell nicht vergessen.
  • In der Weinregion Chianti und im Val d’Orcia gibt es zahlreiche wunderschöne Agriturismo und Castellos. Meist sind das alte Bauernhöfe oder Weingüter, die sehr stilvoll in kleine Hotels und teilweise luxuriöse Unterkünfte mit Pool umgewandelt wurden. Unsere schönste Unterkunft in der Toskana war das Castello di Leonina* in der Nähe von Siena.

Essen & Trinken

In der Toskana findest du natürlich auf jeder Speisekarte die klassischen italienischen Spezialitäten. Aber trotzdem unterscheiden sich die Berg- und Meerregionen hier ein wenig. Während sich das Val d’Orcia und Chianti mit Käse, Wurst und verschiedenen Pastagerichten rühmt, findest an den Meerregionen vor allem frischen Fisch, wie Tintenfisch, Sardellen, Sardinen, Schwertfisch oder Muscheln.

Allgemein ist die italienische Küche auch in der Toskana sehr regional und es wird meist mit frischen Zutaten gekocht. Pasta, Pizza, Käse und Olivenöl landete fast täglich bei uns auf dem Teller.

Am meisten werden wir allerdings den italienischen Kaffee vermissen. Es geht einfach nichts über einen Cappuccino und ein Croissant zum Frühstück. Der Kaffee ist in Italien übrigens viel günstiger als in Deutschland. Einen Espresso bekommst du meistens für 1€ und auch der Cappuccino kostet durchschnittlich nur 1,50€.


Reiseführer

Wenn du noch mehr Reisetipps und Sehenswürdigkeiten für die Toskana suchst, kannst du entweder bei unseren Artikeln über die einzelnen Städte und Regionen vorbeischauen oder du bestellst dir einen Reiseführer.

Häufige Fragen: Toskana Sehenswürdigkeiten

Wo ist es am schönsten in der Toskana?

  • Florenz
  • Pisa
  • Lucca
  • San Gimignano
  • Val d'Orcia
  • Saturnia
  • Geheimtipp: Pitigliano

Alle Top-Sehenswürdigkeiten in der Toskana

Wann ist die Toskana am schönsten?

Die beste Reisezeit ist April, Mai, Juni, September und Oktober. Während die Landschaften im Frühjahr noch satt grün sind und vieles blüht, ist im Herbst vieles ockerbraun und der Boden schon sehr trocken. Daher sagen viele die beste Zeit ist im Frühjahr, wobei wir den Flair und die Stimmung im Herbst bevorzugen, da wir es mehr mit Italien und dem typischen Toskanabild verbinden.
Mehr Reisetipps für die Toskana

Wie viele Tage braucht man für die Toskana?

Für die klassische Toskana Rundreise im Norden würde bereits 1 Woche reichen. Möchtest du aber eine komplette Rundreise machen und auch den Süden mit Siena, Val d'Orcia und Saturnia erkunden, solltest du dir etwa 10 Tage einplanen.
Mehr Reisetipps für die Toskana

Sehenswürdigkeiten in der Toskana und Geheimtipps

Pitigliano

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Toskana in Italien: Top-Sehenswürdigkeiten, Reisetipps & Karte

von Nina von traveloptimizer Lesezeit: 20 min