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20 wichtige Sehenswürdigkeiten in der Provence [mit Karte]

Deine Provence-Bucketlist ist zu lang? Wir kürzen sie ehrlich runter: Hier sind die wichtigsten Provence Sehenswürdigkeiten, sortiert nach Küste, Hinterland und Priorität (inkl. Karte). So weißt du sofort, was auf dem Weg liegt, ein echtes Highlight ist und was du dir sparen kannst.

Provence Sehenswürdigkeiten
Servus Autorenbox Nina & Tom

Wir sind Nina und Tom

und wir haben Südfrankreich zwischen Lavendelfeldern und Küstenorten erkundet. Unsere Erfahrungen & Tipps für deinen für einen Roadtrip durch die Provence und Côte d’Azur findest du hier.

Übrigens: Unsere Artikel enthalten Empfehlungslinks.

Karte mit allen Provence Sehenswürdigkeiten

Damit du in der Provence keine Urlaubszeit an den falschen Orten verbringst, haben wir alle Sehenswürdigkeiten vorsortiert. In der Tabelle siehst du auf einen Blick, was ein absolutes „Highlight“ ist, was sich als Stopp „lohnt“ und was wir nur als „Optional“ einstufen würden. Zusätzlich findest du alle Provence Sehenswürdigkeiten in der Karte, damit du direkt weißt, wo sie liegen und was sich gut kombinieren lässt.

Provence Sehenswuerdigkeiten Karte 01

Hinweis: Beim Smartphone die Übersicht ggf. nach rechts wischen, um alles zu sehen!

Highlights an der Küste

Wir beginnen mit den schönsten Orten und Sehenswürdigkeiten an der Küste der Provence. Von Städten wie Cannes, Nizza oder Marseille hast du mit Sicherheit schon einmal gehört. Doch was haben diese Städte zu bieten und was unterscheidet sie? Neben den kleinen und großen Metropolen befinden sich immer wieder naturbelassene Abschnitte und wunderschöne Strände.

Dem bekanntesten Küstenabschnitt in der Provence und ganz Frankreich, der Côte d’Azur, haben wir einen eigenen Blogartikel gewidmet, dort findest du noch mehr schöne Orte.


Highlight

1. Marseille

Highlights

  • Notre-Dame de la Garde
  • MuCEM
  • Fort Saint-Jean
  • Alter Hafen
  • Arabisches Viertel

Größte Stadt der Provence und älteste Stadt Frankreichs: Marseille ist so vielfältig und hat gefühlt vier Seiten. Rund um den Alten Hafen wird es luxuriös, mit schicken Restaurants, Bars und Hotels samt Yachtblick. Ein paar Straßen weiter dominieren Graffitis und dreckige Ecken, im Arabischen Viertel fühlst du dich dann plötzlich wie im Orient. Dazu kommt die kulturelle Seite mit dem Geschichtsmuseum MuCEM, dem Fort Saint-Jean und der Basilika Notre-Dame de la Garde, die über der Stadt thront und der beste Aussichts- und Sonnenuntergangs-Spot der Stadt ist.

Obwohl sie den Ruf hat, eine der gefährlichsten Städte Europas zu sein, gehört Marseille für uns zu den schönsten und vor allem aufregendsten Orten in der Provence. Eine Sehenswürdigkeit, die auf keiner Provence-Route fehlen darf.


Lohnt sich

2. Côte Bleue

Highlights

  • 25 km Küste westlich von Marseille
  • Felsbuchten mit azurblauem Wasser
  • Kleine, ruhige Küstendörfer
  • Erkundung per Zug
  • Perfekt für einen Tagesausflug ab Marseille

Westlich von Marseille zieht sich die wunderschöne Côte Bleue über 25 Kilometer entlang der Küste. Zwischen Stränden und Felsbuchten mit azurblauem Wasser liegen immer wieder kleine Dörfer. Eine Küstenstraße gibt es nicht, dafür ein Gleis direkt am Meer, deshalb erkundest du die Gegend am besten mit dem Zug und steigst dort aus, wo du wandern, baden oder einfach nur die Natur genießen willst.

Wer feinen Sandstrand und Liegenreihen erwartet, ist hier falsch, wer ruhige Buchten und kleine Orte mag, ist genau richtig. Als Tagesausflug ab Marseille lohnt sich die Côte Bleue vor allem dann, wenn du der Stadt für ein paar Stunden entkommen willst.


Lohnt sich

3. Saint-Tropez

Highlights

  • Altstadtviertel La Ponche
  • Yachthafen
  • Pampelonne-Strand
  • Citadelle

Einst kleines Fischerdorf, heute Bühne für die Schönen und Reichen: Saint-Tropez zieht seit den 60er Jahren Promis an. An die Vergangenheit erinnert nur noch das Kopfsteinpflaster im Altstadtviertel La Ponche, der Rest dreht sich um den großen Yachthafen, teure Cafés und Restaurants mit passenden Preisen. Beim Flanieren am Hafen siehst du mit etwas Glück den ein oder anderen Promi. Sehenswert ist außerdem die Citadelle oberhalb des Orts, von der du über Stadt und Bucht schaust.

Uns reizt am Ort selbst weniger der Promi-Faktor als die Strände in der Umgebung, allen voran der Pampelonne-Strand, mit 4,5 Kilometern der längste an der Côte d’Azur. Zum Feiern und Leute schauen lohnt sich ein Stopp, für ruhige Tage am Meer bist du an der Côte Bleue besser dran. Trotzdem ist es auf jeden Fall cool, mal dort gewesen zu sein.

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Lohnt sich

4. Monaco

Highlights

  • Casino Monte-Carlo
  • Fürstenpalast
  • Altstadt Monaco-Ville
  • Port Hercule
  • Formel-1-Strecke

Kommen wir zu einem weiteren luxuriösen Ort in der Provence, der streng genommen aber nicht mehr zu Frankreich zählt, nämlich Monaco. Das kleine Fürstentum ist tatsächlich der zweitkleinste Stadtstaat der Welt. Auf knapp 2 Quadratkilometern leben knapp 40 000 Einwohner, drei Viertel davon ohne monegassische Staatsbürgerschaft. Der Grund ist einfach, denn hier fallen keine Vermögens-, Einkommens- oder Erbschaftssteuer an.

Eine der Top-Sehenswürdigkeiten ist das Casino Monte-Carlo, an dem die berühmte Formel-1-Strecke direkt vorbeiführt. Wir würden dir empfehlen, Monaco bei einem Tagesausflug ab Nizza zu besuchen. Aus unserer Sicht reicht für Monaco ein Tagesausflug ab Nizza völlig, denn Altstadt, Fürstenpalast, Aussichtspunkte und Yachthafen liegen fußläufig zusammen. Als Kontrast zu den kleinen Küstenorten lohnt sich der Abstecher ins Steuerparadies der Millionäre.


Highlight

5. Esterel-Gebirge

Highlights

  • Rotes Vulkangestein im Kontrast zum türkisen Meer
  • 40 km Küste zwischen Saint-Raphaël und Cannes
  • Panoramafahrt über die Küstenstraße D559
  • Viele Parkbuchten für Fotostopps
  • Pic du Cap Roux

Rotes Gestein gegen azurblaues Meer und grüne Sträucher: Der höchste Berg im Esterel-Gebirge bleibt mit 614 Metern niedrig, wirkt an der Küste aber trotzdem mächtig. Der Küstenabschnitt wird auch Côte de l’Estérel genannt und zieht sich über 40 Kilometer von Saint-Raphaël bis nach Cannes.

Wir kamen aus dem Staunen gar nicht mehr raus, als wir die Küstenstraße (D559) entlanggefahren sind. Wir mussten bei zahlreichen Parkbuchten auch immer wieder anhalten. Mit etwas mehr Zeit kannst du auch eine kleine Wanderung zu einem super Aussichtspunkt, dem Pic du Cap Roux, machen. Die Küstenstrecke gehört für uns unbedingt auf die Liste der schönsten Orte in der Provence.


Highlight

6. Cannes

Highlights

  • Filmfestspiele
  • Festivalpalast
  • Boulevard de la Croisette
  • Altstadt Le Suquet
  • Yachthafen

Einmal im Jahr Bühne für Hollywood, den Rest des Jahres eine überschaubare Küstenstadt: In Cannes finden seit 1946 jeden Mai die Filmfestspiele statt. Außerhalb der Preisverleihungen kommst du direkt ans Festspielhaus, läufst über den roten Teppich, siehst die Handabdrücke der Stars auf dem „Walk of Fame“ oder buchst eine Führung durch den Galasaal.

Der Ruf als Glamour-Adresse ist verdient, mehr gepunktet hat bei uns aber die kleine, feine Altstadt, denn der Weg hinauf zur Kirche führt durch enge Kopfsteinpflaster-Gassen mit tollem Blick auf den Yachthafen. Dazu kommen die zwei Kilometer lange Strandpromenade Boulevard de la Croisette und schöne Strände in der Umgebung. An diesem schönen Ort in der Provence konnten wir es auf jeden Fall 2-3 Tage aushalten.


Highlight

7. Nationalpark Calanques

Highlights

  • Fjordartige Buchten südöstlich von Marseille
  • Wanderung von Cassis zur Calanque de Port Pin
  • Aussichtspunkt Belvédère de Sugiton
  • Bootstouren ab dem Hafen Cassis
  • Zugang im Sommer teils gesperrt oder reservierungspflichtig, mehr Infos

Südöstlich von Marseille liegen zwischen rauen Felsklippen die Fjorde der Provence. Türkisblaues Wasser, unberührte Natur und viele Wanderwege machen den Nationalpark Calanques zu einer der Top-Sehenswürdigkeiten in der Provence und ganz Frankreich.

Wir haben bei einem Tagesausflug ab Marseille zwei Wanderungen gemacht: Einen kurzen Spaziergang zum Aussichtspunkt Belvédère de Sugiton und die Wanderung von der malerischen Ortschaft Cassis zur Calanque de Port Pin. Pack auf jeden Fall auch die Badesachen ein, wenn du dich in einer Bucht abkühlen möchtest. Wenn du nur einen Stopp rund um Marseille machst, dann diesen.´!

Unsere Tipps:

  • Wer nicht gut zu Fuß ist, erkundet die Küste per Boot. Im Hafen von Cassis starten verschiedene Touren zu den Calanques.
  • Im Sommer (Juni bis September) kann der Park wegen Waldbrandgefahr gesperrt werden, prüf vorab auf der offiziellen Seite (nur Englisch/Französisch), ob Park und Straßen offen sind.

Highlight

8. Nizza & Cap Ferrat

Highlights

  • Promenade des Anglais
  • Schlossberg mit Aussichtspunkten
  • Altstadt Vieux Nice
  • Markt Cours Saleya
  • Küstenweg Cap Ferrat

Fünf Kilometer Strandpromenade am Stück: Die Promenade des Anglais prägt Nizza. Zum Baden ist der grobe Kieselstrand leider nicht optimal, weil der Einstieg steil ist. Aber zum Entlangspazieren und Party machen ist er optimal, sofern du die teureren Preise der Beachbars mitmachst.

Kostenlos und lohnender ist da für uns der Aufstieg auf den Schlossberg im Osten mit den besten Aussichtspunkten der Stadt. Darunter liegt das historische Zentrum mit Plätzen, Restaurants und Märkten. Auf dem Cours Saleya probierst du am besten Socca, einen herzhaften Pfannkuchen aus Kichererbsenmehl.

Für reine Strandtage ist Nizza nicht die erste Wahl, für Stadtflair mit Meerblick schon. Dazu kommt die Halbinsel Cap Ferrat mit den Villen der Megareichen und einem Küstenweg voller Badebuchten. Nizza gehört für uns auf jede Provence-Route.


Optional

9. Camargue

Highlights

  • Naturschutzgebiet aus Salzseen, Sümpfen und Weiden
  • Plage de l’Espiguette, 10 km naturbelassener Strand
  • Flamingos im Parc ornithologique
  • Aussichtsplattform auf die Salzseen bei Salin-de-Giraud
  • Gut für Reiten, Wandern und Radtouren

Die Camargue ist eine Schwemmlandebene im Süden Frankreichs, welche auch die westliche Grenze der Provence bildet und direkt an der Mittelmeerküste liegt. Ein Großteil davon ist ein Naturschutzgebiet mit Salzseen, Sümpfen und weiten Weideflächen. Dazu gehört der 10 Kilometer lange Plage de l’Espiguette, Europas längster Strand und völlig naturbelassen. Flamingos siehst du am ehesten an den Salzseen, etwa von der Aussichtsplattform beim Dorf Salin-de-Giraud (in Google Maps öffnen), im Vogelpark Parc ornithologique oder in der Sumpflandschaft von Cougourlier.

Reiten, Wandern und Radfahren gehen hier gut, für Nostalgie sorgt der Raddampfer Tiki III (März bis Oktober, 1,5 Stunden Fahrt). Landschaftlich bekommst du etwas ganz anderes als an der Côte d’Azur, dafür aber etwas unspektakulärer. Wenn deine Zeit knapp ist, streich die Camargue vor den Küstenstopps.

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Im Norden (Hochprovence)

Die Sehenswürdigkeiten abseits der Küste der Provence stehen oft etwas im Schatten, doch sie sind mindestens genauso schön. Die Landschaft wird im Landesinneren teilweise richtig bergig und auch ziemlich bunt. Wenn im Sommer die Lavendelfelder blühen und die Sonne das türkisfarbene Wasser der Verdonschlucht zum Leuchten bringt. Wir verraten dir, welche schönen Orte du in der restlichen Provence nicht verpassen darfst.


Highlight

10. Avignon

Highlights

  • Papstpalast
  • Pont St. Bénézet
  • Historische Stadtmauer & Wehrtürme
  • Altstadt mit Bar- & Restaurantszene

Durchgängige Stadtmauer mit Wehrtürmen, dahinter eine dicht gebaute Altstadt: So wirkt Avignon noch fast wie vor einigen hundert Jahren. Von 1335 bis 1377 war die Stadt Sitz des Papstes, aus dieser Zeit stammen zahlreiche imposante Bauwerke, allen voran der Papstpalast. Die Führung dort läuft mit AR-fähigem iPad, das macht die Räume deutlich lebendiger.

Uns gefällt an Avignon vor allem die Mischung, denn zwischen den alten Mauern gibt es zahlreiche Bars, eine Craft-Beer-Szene und coole Restaurants. Sehenswert ist außerdem die Pont St. Bénézet, die zwar nicht mehr vollständig ist, aber zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt und über der Rhône ein gutes Fotomotiv abgibt. Avignon gehört für uns zu den absoluten Top-Sehenswürdigkeiten der Provence.


Highlight

11. Verdonschlucht

Highlights

  • Bis zu 700 m tiefer und 21 km langer Canyon
  • Türkiser Fluss Verdon, ideal zum Baden
  • Tret- und Elektroboote mieten am Lac de Sainte-Croix
  • Panoramastraßen rund um die Schlucht
  • Hängebrücke Passerelle de l’Estellier

Wenn du Canyons magst, führt in der Provence kein Weg an der Verdonschlucht vorbei. Nach der Tara-Schlucht in Montenegro ist sie der größte Canyon Europas, bis zu 700 Meter tief und 21 Kilometer lang. Geformt hat sie der Fluss Verdon, dessen leuchtend türkises Wasser viele zum Baden anzieht, vor allem am Stausee Lac de St. Croix, wo du Tret- oder Elektroboote mieten und ein Stück in die Schlucht fahren kannst.

Auch solltest du die Panoramastraßen in der Verdonschlucht unbedingt mit dem Auto erkunden. Wenn du deine Wanderschuhe dabei hast, plane auf jeden Fall eine Wanderung hinunter zur Schlucht ein. Unser persönliches Highlight war die Brücke „Passerelle de l’Estellier“. Die Verdonschlucht ist für uns die Natur-Sehenswürdigkeit schlechthin im Hinterland der Provence.


Lohnt sich

12. Baux-de-Provence

Infos

  • Lage: Les Baux-de-Provence, ca. 30 km südlich von Avignon
  • Öffnungszeiten: variieren nach Saison, Kernzeiten: 10:00-17:00 Uhr
  • Eintritt: Burg 10€, Kombiticket mit Carrières des Lumières ab 19€
  • zum Ticket

Einst eine Festung in strategisch guter Lage, heute größtenteils Ruine. Les Baux-de-Provence thront auf einem Felsen und war schon in der Bronzezeit besiedelt. Die Anlage kannst du besichtigen, im Sommer finden dort auch Mittelalter-Feste und Workshops statt. Uns hat vor allem das Zusammenspiel aus Ruine, altem Dorf und felsiger Landschaft überzeugt. Viele zählen den Ort zu den schönsten in Frankreich, mehr als einen kurzen Besuch braucht das kleine Dorf trotzdem nicht. Als Kontrast zu den Küstenorten ist Les Baux-de-Provence unserer Meinung nach einen Stopp wert, gut kombinierbar mit Avignon oder dem Pont du Gard.

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Lohnt sich

13. Pont du Gard

Infos

  • Lage: Vers-Pont-du-Gard, ca. 30 km westlich von Avignon
  • Gelände ganzjährig von 8:00-24:00 Uhr zugänglich
  • Öffnungszeiten Museumsbereiche: variieren nach Saison, Kernzeiten: 9:00-18:00 Uhr
  • Eintritt: Gelände kostenlos, Erlebnisbereiche (Museum, Kino, Ausstellung) 8€
  • mehr Infos

Westlich von Avignon steht mit dem Pont du Gard ein römisches Aquädukt, das einst 490 Meter lang und 48 Meter hoch war. Die zahlreichen Rundbögen verteilen sich auf drei Ebenen, sind auch heute noch gut erhalten und lassen sich bei einer Besichtigung betreten. Rund um das UNESCO-Weltkulturerbe führt außerdem ein kleiner Wanderweg.

Wer sich für antike Bauwerke begeistert, bekommt hier eine kleine Zeitreise, wer mit Geschichte wenig anfangen kann, sieht vor allem eine Brücke über dem Fluss. Plan für die Besichtigung rund eine Stunde ein, mit Wanderweg entsprechend mehr. Als guter Zwischenstopp passt der Pont du Gard auf dem Weg nach Avignon oder in die Camargue.


Highlight

14. Luberon Gebirge

Highlights

  • Kloster Notre-Dame de Sénanque
  • Bergdorf Gordes
  • Ockerfelsen „Colorado Provençal“
  • Lavendelfelder
  • Schlucht Gorges de la Nesque

Rund 50 Kilometer von Avignon entfernt zieht sich der Luberon als Gebirgskette durch das Herz der Provence. Am häufigsten fotografiert wird hier das Kloster Notre-Dame de Sénanque, eingebettet in hügelige Landschaft und zur Lavendelblütenzeit von lila Feldern umgeben. Genau da liegt aber der Haken, denn dieses Postkartenmotiv funktioniert nur zwischen Mitte Juni und Mitte August, weitere Felder findest du in der Zeit rund um den Ort Apt.

Dazu kommen Bergdörfer wie Gordes und die ockerfarbenen Felsformationen des „Provençal Colorado“, eines ehemaligen Ockersteinbruchs, der an den Wilden Westen erinnert. Ein kleiner Rundgang dort lohnt sich auf jeden Fall, ebenso ein Abstecher zur Schlucht Les Gorges de la Nesque. Im Hinterland der Provence darf für uns der Luberon nicht fehlen.


Highlight

15. Lavendelfelder

Highlights

  • Größtes Lavendelanbaugebiet Frankreichs auf der Hochebene Valensole
  • Blütezeit: Mitte Juni bis Mitte August
  • Weitere Felder im Luberon bei Apt und in der Drôme
  • Blüte hängt stark von Region, Sorte und Wetter ab
  • Zur Blüte sehr viel los, früh morgens da sein lohnt sich

Auf der Hochebene von Valensole befindet sich das größte Lavendelanbaugebiet Frankreichs und eines der größten in Europa. Nur in Bulgarien wird noch mehr Lavendel geerntet. Heutzutage wird Lavendel vor allem zur Parfümherstellung genutzt.

Auf der Hochebene Valensole in der Nähe der Verdonschlucht wächst das lilafarbene Gewächs besonders gut. Die Blütezeit ist grundsätzlich von Mitte Juni bis Mitte August, hängt aber stark von Region, Wetter und Sorte ab. Wir haben Mitte Juni in Valensole noch keine blühenden Felder gesehen, dafür aber im Luberon. Plan deinen Termin also nach Region und nicht nach Kalender, die passenden Gegenden findest du direkt unten. Zur Blütezeit sind die Lavendelfelder das Must-See der Provence.

Wo wächst der Lavendel in der Provence?
  • Drôme Diois: nördlich von Valensole, Blüte schon ab Mitte Juni.
  • Valensole: Blüte ab Mitte, eher Ende Juni, Felder links und rechts der Straßen, so weit das Auge reicht.
  • Grasse: ab Ende Juni vor allem wilder Lavendel.
  • Luberon: rund um Apt zahlreiche Felder, Blüte ab Mitte Juni.
  • Drôme Provençale: in Grignan und Tricastin ab Mitte Juni, in höheren Lagen bei Vinsobres und Roche Saint Secret erst Mitte Juli.
  • Baronnies bis Buëch: erst ab Anfang Juli, rund um Laborel, Mévouillon und Ferrassières.

Tipps:

  • Während der Blütezeit sind unglaublich viele Touristen und Fotografen unterwegs. Die schönsten Lavendelfelder wirst du selten für dich alleine haben.
  • Wenn du auf der Suche nach schönen Fotospots bist, nutze am besten Google Maps, oft sind einzelne Fotopunkte markiert.

Lohnt sich

16. Aix-en-Provence

Highlights

  • Cours Mirabeau
  • Atelier Cézanne
  • Kathedrale Saint-Sauveur
  • Place d’Albertas
  • Bauernmarkt Place Richelme

Hinter Marseille versteckt sich die wunderschöne Universitätsstadt Aix-en-Provence. Das Beste, was du dort machen kannst, ist einfach durch die Gassen zu schlendern und dich von dem authentischen, mediterranen Flair verzaubern zu lassen. Wenn ein wenig Kultur bei deinem Städtetrip nicht fehlen sollte, dann besuche unbedingt das Atelier des berühmten Künstlers Paul Cézanne.

Außerdem sollten die Kathedrale, der Place d’Álbertas und der Bauernmarkt auf dem Place Richelme bei deinem Stadtbummel nicht fehlen. Neben vielen Studenten gibt es hier auch viele hippe Cafés und Restaurants, was die Stadt unglaublich lebendig macht. Große Einzel-Sehenswürdigkeiten suchst du hier vergeblich, den Reiz macht die südfranzösische Lebensart aus. Als Kontrast zum lauten Marseille lohnt Aix-en-Provence einen ausgiebigen Stadtbummel, plan dafür einen halben bis ganzen Tag ein.


Optional

17. Arles

Highlights

  • Römisches Amphitheater
  • Römisches Forum
  • Friedhof Alyscamps
  • Van-Gogh-Spuren in der Altstadt

Wenn dich die Spuren der Römer faszinieren, findest du in der kleinen Stadt Arles einiges davon. Mitten in der Altstadt steht ein kleines Amphitheater, das früher für die berühmten „Brot & Spiele“ diente und auch heute noch für Veranstaltungen und leider auch für Stierkämpfe genutzt wird.

Weitere Überreste gibt es am römischen Forum und am Friedhof Alyscamps. Der Charme dieser Stadt hat auch den berühmten Maler Van Gogh inspiriert. Für Geschichts- und Kunstfans passt Arles gut, wer Avignon und den Pont du Gard schon eingeplant hat, bekommt hier wenig Neues. Sinnvoll ist diese Sehenswürdigkeit in der Provence also vor allem, wenn du ohnehin in der Gegend unterwegs bist.

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Highlight

18. Lac de Serre-Ponçon

Highlights

  • Zweitgrößter Stausee Europas in den französischen Alpen
  • Türkises Wasser vor alpiner Bergkulisse
  • Top-Spot für Kiten und Paragliding
  • Wanderwege rund um den See
  • Ruhige Orte am Ufer, ideal für eine Auszeit

Am Ende möchten wir dir noch einen kleinen Geheimtipp am Rande der Provence in den französischen Alpen vorstellen. Obwohl es sich dabei um den zweitgrößten Stausee Europas handelt, ist er noch relativ unbekannt. Der V-förmige See leuchtet türkis und ist von alpiner Landschaft umgeben.

Er ist nicht nur der ideale Ort für alle Wanderfans, sondern auch für Wassersportler. Kiten ist dort beispielsweise im Sommer aufgrund der guten Windverhältnisse so gut wie jeden Tag möglich, ebenso wie Paragliding. In den kleinen Ortschaften rund um den See findest du alles was du brauchst, vor allem viel Ruhe. Wir halten den See für den besseren Abschluss einer Provence-Route als noch einen weiteren Küstenort, weil du gleichzeitig Sport und Erholung hier findest.

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Mehr Informationen


Reise zum Nachreisen: 14 Tage Südfrankreich

Wenn du jetzt Lust hast, einen oder mehrere Orte in der Provence zu besuchen, dann aufgepasst. Wir haben dir in einem separaten Blogartikel eine Reiseroute mit ausführlichem Reiseplan zusammengestellt.

Darin enthalten sind unsere Hoteltipps, wie du von A nach B kommst, was du an welchem Tag machen kannst, gute Anbieter für Aktivitäten und vieles mehr. Du kannst den Reiseplan perfekt als Grundlage für deine eigene individuelle Planung nutzen, damit du auch nichts Wichtiges vergisst!

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Häufige Fragen: Provence Sehenswürdigkeiten

Wo ist es am schönsten in der Provence in Südfrankreich?

Die Provence zeichnet sich durch ihre abwechslungsreiche Landschaft aus. Du triffst dort auf Traumstrände, tiefe Schluchten, Weinberge, Lavendelfelder, ockerfarbene Gebirgsketten und vieles mehr. Folgende Ort solltest du in der Provence in Südfrankreich gesehen haben:

  • Schlucht von Verdon
  • Nizza
  • Marseille
  • Avignon
  • Lavendelfelder im Luberon Gebirge
  • Esterel-Gebirge
  • Cannes
  • …

 

Welche Orte gehören zur Provence?

Die Provence umschreibt nur eine landschaftliche geographische Einordnung und ist keine offizielle französische Region. Sie grenzt an Italien und das Rhonetal. Politisch gesehen gehört sie zur Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Die Region ist vergleichbar mit einem Bundesland in Deutschland. Dabei schließt die Provence auch folgende Départements (Landkreise) mit ein: Bouches-du-Rhône, Var, Alpes-de-Haute-Provence, einige Gemeinden in den Départements Vaucluse, Alpes-Maritimes und Hautes-Alpes.

Wo sind die schönsten Lavendelfelder in der Provence?

Der Lavendel wächst von Mitte Juni bis Mitte August in den höhergelegenen Orten der Provence. Hier ein kleiner Überblick:

  • Drôme Diois: Eine Gemeinde weiter nördlich von Valensole. Hier blüht der Lavendel schon relativ früh ab Mitte Juni.
  • Valensole: Hier beginnt die Blüte Mitte, eher Ende Juni. Hier findest du links und rechts neben den Straßen Lavendelfelder so weit das Auge reicht.
  • Grasse: In der Gegend rund um Grasse blüht ab Ende Juni vor allem wilder Lavendel.
  • Luberon: In der Nähe der Ortschaft Apt gibt es zahlreiche schöne Lavendelfelder, die ab Mitte Juni blühen.
  • Drôme Provençale: In den Ortschaften Grignan und Tricastin blüht der Lavendel bereits ab Mitte Juni, in den höheren Lagen bei Vinsobres und Roche Saint Secret erst Mitte Juli.
  • Baronnies bis Buëch: Hier kannst du den Lavendel jedes Jahr etwas später erwarten, nämlich erst am Ende Juni, Anfang Juli. Die Felder findest du rund um die Orte Laborel, Mévouillon, Laborel, Mévouillon und Ferrassières.

 

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