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25 schöne Sehenswürdigkeiten in Kolumbien [mit Karte]

Du planst Kolumbien, aber die Masse an Spots erschlägt dich? Wir haben die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Kolumbien für dich gefiltert und nach Region und Priorität sortiert (inkl. Karte). So siehst du sofort, welche Orte sich wirklich lohnen und was nur Nice-to-have ist.

kolumbien Sehenswuerdigkeiten
Servus Autorenbox Nina & Tom

Wir sind Nina und Tom,

und wir sind für unsere Rundreise einmal quer durch Kolumbien gereist. Besonders die Kaffeeregion und die kleinen Städte haben es uns angetan. Hier findest du unsere Tipps und Erfahrungen für deine eigene Planung.

Übrigens: Unsere Artikel enthalten Empfehlungslinks.

Karte mit allen Kolumbien Sehenswürdigkeiten

Kolumbien hat mehr Spots, als in eine Reise passen, und genau da fängt das Kopfzerbrechen an. In der Tabelle siehst du auf einen Blick, was ein echtes „Highlight“ ist, was sich als Stopp „lohnt“ und was für uns nur „Optional“ bleibt. Auf der Karte findest du alle Sehenswürdigkeiten wieder, damit du sofort weißt, wo sie liegen und wie du sie sinnvoll kombinierst.

kolumbien sehenswuerdigkeiten karte 01

Hinweis: Beim Smartphone die Übersicht ggf. nach rechts wischen, um alles zu sehen!

Karibikküste

Für einen besseren Überblick haben wir dir die Sehenswürdigkeiten sortiert und starten mit den schönsten Orten an der Karibikküste in Kolumbien. Gleich vorne weg: Nicht überall triffst du auch auf karibische Strände!


Highlight

1. Cartagena

Highlights

  • Hipsterviertel Getsemani
  • Stadtführung durch die Altstadt
  • Sonnenuntergang auf den Stadtmauern
  • Ausflug nach Barú
  • Bad im Totumi Schlammvulkan

Cartagena gehört zu den schönsten Städten Kolumbiens, ist aber auch eine der teuersten. In der ummauerten Altstadt reihen sich bunte Kolonialgebäude aneinander und machen sofort klar, dass hier früher die Schönen und Reichen zuhause waren. Nimm dir Zeit für eine Stadtführung, dabei erfährst du viel über die Geschichte und den Kulturmix der Stadt. Zwischendurch balancieren Palenqueras in bunten Kleidern ihre vollen Obstkörbe auf dem Kopf.

Am meisten hängen geblieben sind wir im Getsemani Viertel. Hier findest du Streetart, dazu günstige, hippe Cafés und Restaurants. Wenn du nur wenig Zeit in Kolumbien hast, ist Cartagena trotzdem ein Must-see, weil du hier Stadtleben, Geschichte und Karibikfeeling an einem Ort bekommst.


Lohnt sich

2. Barú

Highlights

  • Halbinsel bei Cartagena
  • Langer, weißer Sandstrand mit türkisblauem Wasser
  • Tolle Bademöglichkeiten
  • Highlight: Biolumineszierendes Plankton
  • Perfekt für 1-2 Tage am Strand chillen

Wenn dir die Zeit für einen Flug nach San Andrés oder Providencia fehlt, bekommst du auf Barú trotzdem dein Stück Karibik. Der Playa Blanca ist bei Einheimischen richtig beliebt und statt großer Hotelbunker findest du hier viele kleine Unterkünfte aus Bambus und Holz, dazu Restaurants und Bars.

Wir haben drei Tage lang mit einem günstigen Bierchen am Strand gesessen und einfach entspannt. Tagsüber läuft oft Musik und mit den Tagestouristen aus Cartagena wird es voll, ruhig ist es hier also nicht. Wer zum Schnorcheln kommt, ist auf den Rosario-Inseln besser aufgehoben. Für ein bis zwei entspannte Strandtage lohnt sich Barú aber, zumal du mit der Speedboot-Fähre ab dem Hafen in Cartagena nur eine Stunde brauchst.


Optional

3. San Andrés

Highlights

  • Weiße Sandstrände und All-inclusive-Hotels
  • Tauchen
  • Rocky Cay (lange Sandbank zu einer vorgelagerten Insel)
  • Bootsausflug zur karibischen Trauminsel Insel Johnny Cay

San Andrés liegt zwar vor der Küste von Nicaragua, gehört aber tatsächlich zu Kolumbien. Ab Cartagena bekommst du den Hin- und Rückflug schon für unter 100 Euro, günstiger kommst du kaum in die Karibik. Ein Geheimtipp ist die Insel dafür überhaupt nicht.

Fast alle Strände sind mit großen All-inclusive-Hotelbunkern bebaut, du teilst dir das türkisblaue Wasser also mit vielen anderen. Wenn du genau das suchst, nämlich Palmen, Strand und ein Hotel mit Rundumversorgung, bist du hier richtig. Uns ist die Insel für eine Rundreise durch Kolumbien zu verbaut, deshalb würden wir sie nur einplanen, wenn du am Ende deiner Reise noch ein paar Tage Strand ohne großes Programm dranhängen willst.

Map

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Optional

4. Providencia

Highlights

  • Schnorcheltour zum Crab Cay
  • Mit dem Golfcaddy die Insel erkunden
  • Almond Bay zum Schnorcheln
  • Manchaneel Beach (längster Sandstrand)

Providencia ist die ruhigere Schwesterinsel von San Andrés und deutlich weniger überlaufen. Das liegt vor allem an der aufwändigeren Anreise, denn du fliegst erst nach San Andrés und von dort mit der Fähre (ca. 3,5 Stunden) oder einem kleinen Flieger weiter.

Dafür bekommst du Buchten, weiße Sandstrände, Korallenriffe sowie Mangrovenwälder, und dazu jede Menge Ruhe. Besonders zum Tauchen und Schnorcheln ist die Insel stark. Wer lange Strände und Partystimmung sucht, bleibt besser auf San Andrés. Für uns ist Providencia der schönere Geheimtipp der beiden Inseln, wegen der langen Anreise aber nur etwas für dich, wenn du wirklich Zeit übrig hast.

Hinweis: Leider wurden San Andrés und Providencia in den Jahren 2020 und 2022 von schweren Hurrikans getroffen, und die Aufräumarbeiten dauern zum Teil noch an.


Lohnt sich

5. Minca

Highlights

  • Marinka Waterfalls
  • Pozo Azul Waterfall
  • Sonnenuntergang im Casa Loma Hostel
  • Wanderung zur Finca Candelaria
  • Wanderung: Marinka Waterfalls – Los Pinos (Aussichtspunkt) – Sierra Minca Hostel

Die kleine Ortschaft Minca liegt nur 30 Minuten von Santa Marta entfernt und zählt zu den beliebtesten Backpacker-Zielen. Ehrlich gesagt ist der Ort selbst ziemlich unspektakulär, die Berge drumherum und die Hostels sind der eigentliche Grund zu kommen.

Wasserfälle, eine kleine Kaffeefarm und eine Brauerei kannst du super über Wanderwege miteinander verbinden, Badesachen und Wanderschuhe gehören also in den Tagesrucksack. Wenn du weiter oben in den Bergen übernachtest, brauchst du ein 4×4 oder ein Mototaxi über die Dirtroad. Uns haben die Wanderungen durch die Kaffeeplantagen richtig Spaß gemacht, für ein bis zwei Nächte lohnt sich der Stopp also, ein Muss ist Minca aber nicht.

Unser Tipp: Vergiss keinesfalls dein Mückenspray, denn die stechenden Biester (Mücken und eine Art Sandfliege) sind hier vor allem bei den Wanderungen durch den Wald sehr aggressiv!

Unsere Hostel-Tipps für Minca

Die Hostels sind für viele der eigentliche Grund, nach Minca zu kommen. Das sind unsere Favoriten:

  • Masaya Casas Viejas ist für uns das beste Hostel Kolumbiens, ruhig und etwas exklusiver, mit Infinitypool, grandioser Aussicht und sehr guter Küche. Buche unbedingt im Voraus, einen Daypass gibt es hier nicht.
  • Sierra Minca Hostel punktet mit Infinitypool, Fotospots, cooler Bar und Zipline. Hier ist mehr los, Partystimmung inklusive, und du kommst auch mit Daypass rein.
  • Mundo Nuevo Eco Lodge ist die ruhige, moderne Variante mit Infinitypool, Aussicht und sehr gutem vegetarischem Essen.
  • El Refugio Minca liegt direkt in der Ortschaft, ist günstig und hat einen kleinen Pool sowie eine schöne Aussicht von der Terrasse.
  • Casa Loma liegt ebenfalls in Minca selbst und ist ein richtig cooles Hostel.

Die ersten drei liegen außerhalb der Ortschaft und du erreichst sie nur mit einem 4×4 oder per Mototaxi über die Dirtroad. Zum Masaya Casas Viejas fährst du ab Minca zum Beispiel gute 30 Minuten.

Highlights in Minca
Marinka Waterfall

Öffnungszeiten: 8-17 Uhr
Eintritt: 16.000 COP (ca. 3,70€)

Hier erwarten dich insgesamt 3 schöne Wasserfälle. Wir fanden den oberen am schönsten. Du kannst auch in verschiedenen “Giant Hammocks” (riesige Hängematten) entspannt den Blick auf den Wasserfall genießen oder dich im Restaurant (günstig, Pizza: 3,50€) stärken. Du erreichst die Marinka Falls am schnellsten mit dem Mototaxi, die an der Brücke in Minca ab 7 Uhr morgens fahren.


Pozo Azul Waterfall

Öffnungszeiten: 9-17 Uhr
Eintritt: 10.000 COP (ca. 2,30€)

Wir sind ab Minca 45 Minuten zu Fuß zum Wasserfall gewandert. Da wir vor 8 Uhr dort waren, mussten wir keinen Eintritt zahlen. Das hat sich gleich doppelt gelohnt, denn der Pozo Azul scheint vor allem am Wochenende ein sehr beliebter Ausflug bei den Einheimischen zu sein. Laut Bewertungen und Kommentaren scheint es am Wasserfall mittlerweile generell sehr voll zu werden.

Das Wasser ist sehr erfrischend und man kann dort ganz gut baden. Etwas weiter oben ist auch nochmal ein zweites großes Becken, in dem man baden kann. Der Wasserfall selbst hat uns jetzt aber nicht vom Hocker gehauen.


Sonnenuntergang im Casa Loma Hostel

Wer in der Ortschaft Minca übernachtet, sollte zum Sonnenuntergang unbedingt die Bar im Casa Loma Hostel aufsuchen. Durch die chillige Musik kommt man hier schnell mit andern Backpackern ins Gespräch.


Wanderung zur Finca La Candelaria

Um zur Finca La Candelaria zu kommen, hast du zwei Möglichkeiten: Entweder wanderst du dorthin oder du lässt dich bequem mit einem Mototaxi bringen. Der erste Teil des Wanderwegs verläuft größtenteils entlang einer Straße, geht viel bergauf und ist nicht gerade der Schönste. Ab der Kaffeerösterei dauert es nochmal etwa 45 Min. bis zum Pozo Azul Wasserfall. Es können „Wegzölle“ anfallen, da viele Wanderungen über private Grundstücke von Einheimischen gehen.

zur Wanderung

An der Finca angekommen, kannst du dich erst mal mit einem richtig leckeren Kaffee und einem Stück Kuchen verwöhnen. Alternativ kannst du auch an einer Kaffee- oder Kakaotour teilnehmen (dauert etwa 1h). Buchen kannst du die Tour direkt hier.


Wanderung: Marinka Falls – Los Pinos (Aussichtspunkt) – Sierra Minca Hostel

Wenn du in der Ortschaft Minca übernachtest, haben wir hier einen coolen Wandervorschlag für dich. Lass dich frühmorgens direkt zu den Marinka Falls fahren. Nach einer kurzen Abkühlung wanderst du weiter zum Los Pino Aussichtspunkt (ca. 1,5-2h). Der Wanderweg ist nicht ganz einfach zu finden, lade dir also am besten eine Offlinekarte (z.B. Outdooractive) runter.

Der abenteuerliche Wanderweg führt dich durch Kaffeeplantagen und bietet immer wieder einen genialen Ausblick. Bei uns hing der Los Pinos Aussichtspunkt leider in den Wolken, deshalb sind wir nochmal 15 Minuten weitergewandert zum Sierra Minca Hostel und haben uns dort einen Tagespass für 60.000 COP (13€ p.P.) gekauft. Dabei war ein Mittagessen und Bier an der Bar enthalten und wir konnten den kompletten Nachmittag am Pool entspannen und die Aussicht im Hostel genießen. Zurück nach Minca gehts entweder zu Fuß (ca. 2h) oder per Mototaxi. Es können „Wegzölle“ anfallen, da viele Wanderungen über private Grundstücke von Einheimischen gehen.


Weitere Aktivitäten in Minca (Anbieter in der Ortschaft/Finca Candelaria):
  • Kaffee- und Kakaotour: jeweils 35.000 COP (8,50€)
  • Bird Watching Tour: 80.000 COP (19€)
  • Motorbike leihen: 100.000 COP/Tag (22€)

Essenstipps Minca:
  • Lazy Cat (vegane Woks und Poke Bowls, direkt am Wasser)
  • Casa Loma (Cooles Hostel mit Bar & Restaurant, abends zum Sonnenuntergang super)
  • La Miga Panaderia (französische Bäckerei)
  • Duni Café (süßes, kleines, vegetarisches Restaurant)
  • La Casa De La Pasta (extrem gute Pasta-Gerichte)

Transfer Santa Marta-Minca (Collectivo): 9.000COP pro Person (mit Collectivo) oder privates Taxi, Busbahnhof in Minca befindet sich in Zentrumsnähe (in Google Maps öffnen)


Optional

6. Santa Marta

Highlights

  • Cool zum Shoppen
  • Gutes Nachtleben
  • Ikaro Cafe (cooles Café mit eigener Bäckerei)
  • Strand direkt neben dem Industriehafen (nicht besonders schön)
  • Guter Ausgangspunkt für Lost City Trek, Minca, Palomino und Tayrona Nationalpark

Ehrlich gesagt gehört Santa Marta für uns nicht zu den besten Orten in Kolumbien. Wir stellen dir die Stadt trotzdem kurz vor, weil sie der Ausgangspunkt für Minca, den Lost City Trek und den Tayrona Nationalpark ist. Praktisch ist die Lage also auf jeden Fall, weil du von hier aus alle Touren in die Umgebung starten kannst.

Am meisten holst du in der Stadt selbst beim Shoppen und Party machen raus. Der Stadtstrand liegt direkt neben Yacht- und Industriehafen, baden würden wir da nicht. Auch die Preise in den besseren Restaurants fanden wir für das Gebotene zu hoch. Für uns bleibt Santa Marta deshalb eher Durchgangsstation, eine Nacht vor oder nach deiner Tour reicht völlig.


Highlight

7. Ciudad Perdida

Infos

  • Sierra Nevada Kolumbien
  • ganzjährig
  • 1.860.000 COP (430€)
  • 4-tägige Wanderung (gibt es auch als 3- oder 5-Tages Variante)
  • Sehr guter Anbieter: Expotur

Die Verlorene Stadt kennen viele, gesehen haben sie die wenigsten. Die Ruinen liegen tief im Dschungel der Sierra Nevada und du erreichst sie nur auf einer 4-tägigen Wanderung. Übernachtet wird in einfachen Camps, die von indigenen Stämmen geführt werden. Diese Begegnungen waren für uns fast wertvoller als die Ruinen selbst.

Anstrengend ist der Trek auf jeden Fall, unterwegs kühlst du dich aber immer wieder in Flüssen und Wasserfällen ab. Verglichen mit dem Inka Trail zum Machu Picchu ist wenig los, täglich starten zwischen 50 und 200 Wanderer. Wenn du fit bist und gerne wanderst, ist das der beeindruckendste Programmpunkt deiner Kolumbien-Reise.

Touranbieter: Zur Ciudad Perdida darfst du nur mit Guide wandern. Wir waren mit Expotur unterwegs, die Guides waren super drauf, das Essen gut und die Organisation hat reibungslos geklappt.

Fakten & Ablauf der Wanderung
Fakten
  • Dauer: 4 Tage (man kann auch 3, 5 oder 6-Tagestouren buchen, aber 4 Tage ist der Standard)
  • Länge: 55km
  • Höhenmeter: 3.000hm
  • Übernachtung: Camps mit Stockbetten und Moskitonetzen (wenn zu viele Wanderer, dann muss auf Hängematten ausgewichen werden, aber nur sehr selten der Fall)
Ablauf

Tag 1: Treffpunkt ist das Büro von Expotur um 08:00 Uhr, dort lernten wir die anderen Wanderer kennen und konnten unser Hauptgepäck einlagern. Anschließend fährt man 2,5h nach El Mamey, dem Ausgangspunkt der Wanderung. Dort gibt es erst mal Mittagessen, bevor die Wanderung startet. Nach einer 3-4 stündigen Wanderung erreicht man bereits das erste Camp, das umgeben ist von einem Fluss, natürlichen Pools zum Baden und Wasserfällen.

Tag 2: Man wandert entlang des Buritaca Flusses und legt einige Höhenmeter zurück. Der Abschnitt am Vormittag ist der anstrengendste Abschnitt. Man kommt auch an einem Dorf der Kogi-Indianer vorbei. Da wir gut in der Zeit lagen, hat uns unser Guide noch zu einem Wasserfall geführt. Nach etwa 7 Stunden wandern erreicht man das Camp.

Tag 3: Nach dem Frühstück startet die Wanderung um 6 Uhr morgens zur Lost City. Man muss 1.200 Stufen zum Hauptziel hinaufzusteigen. Diese Stufen wurden einst vom Volk der Tayrona angelegt. Dort angekommen, erzählt der Guide einiges zu diesem magischen Ort. Man erkundet dabei 4 verschiedene Bereiche der Lost City, die größer ist, als man denken würde. Man hat genug Zeit, um alles zu erkunden, bevor man sich auf den Rückweg macht.

Tag 4: Für uns war das der anstrengendste Tag mit den meisten Kilometern. Man wandert fast die komplette Strecke wieder zurück zum Ausgangsort, den man normalerweise Mittags erreicht. Anschließend gehts zurück nach Santa Marta.

Tipp: Man hat auch die Option, nicht komplett zurück nach Santa Marta zu fahren, sondern weiterzufahren nach Palomino oder zum Bohemia Beach. Man sollte Expotur nur vorher Bescheid sagen, damit am letzten Tag das Gepäck mitgebracht wird.

Unsere Tipps & Erfahrungen
  • Luftfeuchtigkeit ist extrem, man sollte schnelltrocknende Sportsachen mitnehmen.
  • Keine Angst vor “Bedbugs”, man liest es überall, aber Matratzen sind mit Schutz überzogen, wir fanden es immer sauber und nicht schlimm.
  • Man sollte fit sein und wissen, worauf man sich einlässt, es ist kein Spaziergang, sondern echtes Abenteuer.
  • Es werden Pausen gemacht und es werden immer wieder kostenlos Obst und Snacks serviert.
  • Verpflegung muss nicht selbst getragen werden, es gibt genügend Snackpausen und 3 Mahlzeiten.
  • Man kann seine Wasserflasche immer wieder kostenlos auffüllen.
  • Sanitäranlagen (Duschen und Toiletten) waren meist sauber und total ok
  • Wasserdichte Wanderschuhe (zur Regenzeit unbedingt knöchelhohe Wanderschuhe, ansonsten nicht zwingend notwendig)
  • Maximal Langarmshirt, kälter wird es nicht
  • Extra T-Shirt, um Kopfkissen zu bedecken (um muffigen Geruch notfalls zu vermeiden, war bei uns aber nicht der Fall)
  • Jeden Tag frisches Shirt (es trocknet nichts)
  • Wanderstöcke von Vorteil, wenn du nicht ganz so fit bist
  • Starkes Moskitospray
  • Ohropax und Augenmaske, um besser schlafen zu können
  • Man hat während der kompletten Wanderung keinen Handyempfang

Highlight

8. Tayrona Nationalpark

Infos

  • bei Santa Marta
  • beachte Schließzeiten (3x jährlich)
  • 07:00-15:00 Uhr (Eingang Zaino)
  • 87.000 COP (20€) (gültig für 3 Tage) + Versicherung: 6.000 COP (1,40€) (pro Tag)
  • Infos zu den Schließzeiten
  • Tickets können nur vor Ort gekauft werden

Der Tayrona Nationalpark gehört für uns zu den Top-Sehenswürdigkeiten in Kolumbien. Hinter den Stränden beginnt direkt der Dschungel, der von mehreren Wanderwegen durchzogen ist. Hier leben nicht nur zahlreiche Tiere wie Affen, sondern auch Indigene, denen du auf den Wanderwegen begegnest.

Der eigentliche Grund für den Besuch sind aber die Strände, denn die schönsten des Landes liegen genau hier. Insgesamt 12 palmengesäumte Buchten reihen sich aneinander, eingerahmt von großen, runden Felsformationen, die uns an die Seychellen erinnert haben.

Der bekannteste Strand ist der Cabo San Juan. Wer mehr Zeit mitbringt, übernachtet direkt im Park und hat die Buchten früh morgens fast für sich. Genau diese Mischung aus Dschungel und Karibik macht den Tayrona zum Pflichtstopp an der Küste.

Tipps für einen Tagesausflug

Wenn du den Tayrona Nationalpark nur einen Tag lang besuchen möchtest, würden wir dir empfehlen, direkt in El Zaino, in der Nähe des Haupteingangs zu übernachten. Dort gibt es ein paar coole Hostels, wie beispielsweise das Senda Watapuy (moderne Bungalows mit eigenem Pool, sehr luxuriös). So kannst du direkt um 7 Uhr morgens zum Parkeingang laufen und bist einer der ersten. Die ersten 5 Kilometer kannst du entweder entlang einer Teerstraße wandern (nicht empfehlenswert) oder du nimmst ein Busshuttle (5.000 COP (1,20€)).

Erst beim Busshuttle-Parkplatz beginnen die schönen Wanderwege. Rechts führt ein Weg zur Wanderung “9 Piedreas”, ein 1,5km langer Rundweg, bei dem man 9 riesige, runde Felsen im Dschungel entdecken kann. Auf diesem Wanderweg haben wir außerdem einige Affen gesehen, ansonsten war er aber nicht spektakulär.

Wenn du einer der ersten am berühmten Strand Cabo San Juan sein willst, solltest du dich gleich am Anfang links halten und direkt dem Hauptwanderweg folgen. Er führt dich über hölzerne Stege und Wanderpfade zuerst quer durch den Dschungel und dann am Strand entlang.

Alleine der Wanderweg ist wunderschön, denn man hat immer wieder einen tollen Blick auf die Strände. Nach ca. 1,5h erreichst du Cabo San Juan. Im Laufe des Tages wird er sich immer mehr füllen, da auch Bootstouren ab Santa Marta hier anlegen. Wenn du auf den Aussichtspunkt gehst, hast du eine tolle Aussicht. Im Restaurant kannst du dir ab 35.000 COP (8€) auch ein Gericht kaufen.

Entspannen kannst du auch noch an folgenden, schönen Stränden:
  • Arrecifes: Hier kann man nicht schwimmen, aber es ist ein wunderschöner Strand zum Entspannen, mit riesigen Felsbrocken und einer Lagune.
  • Castilletes und Canaveral: Die beiden Strände erreicht man am schnellsten vom Eingang El Zaino aus. Beide Strände sind in der Regel ruhiger als Cabo San Juan. Es gibt dort auch ein paar Essensstände.
  • La Piscina: Der Name dieses Strandes bedeutet “Swimmingpool”, da er von Felsen umgeben ist, die ihn wie einen Salzwasserpool aussehen lassen (zum Schwimmen geeignet!).
  • Boca De Saco: Wenn du beim Cabo San Juan noch eine Bucht weiterwanderst, landest du hier. Es lohnt sich, denn meistens sonnen sich hier deutlich weniger Touristen als am bekannten San Juan, dafür gibt es dort auch keinen Kiosk.
Tipps zum Übernachten

Wenn du im Park übernachten möchtest, musst du wissen, dass es keine Hotels dort gibt, sondern nur einfache Übernachtungsmöglichkeiten auf Campingplätzen. Der beliebteste und unserer Meinung nach beste Campingplatz ist direkt beim Strand Cabo San Juan. Dort haben auch wir übernachtet. Als Übernachtungsgast genießt du den tollen Aussichtspunkt frühmorgens zum Sonnenaufgang und -untergang ohne die zahlreichen Tagestouristen.

Wir würden lügen, wenn wir sagen, dass wir fast alleine waren, denn es gibt alleine an diesem Campingplatz um die 150 Zelte. Aber trotzdem ist die Atmosphäre beim Übernachten wirklich toll und es lohnt sich.

Welche Übernachtungsmöglichkeiten gibt es?
  • Hängematte Cabo San Juan: 45.000 COP (10€) (p.P.)
  • Zelt Cabo San Juan: 140.000 COP (30€) (2 Personen)
  • Hütte Cabo San Juan (ohne Moskitonetz, Shared Bathroom): 250.000 COP (54€) (2 Personen)
  • Hütte am anderen Strand (30 Min zum Cabo San Juan, privates Bad & Moskitonetz): 200.000 COP (43€) (2 Personen)
  • Frühstück: 25.000 COP (5€), Abendessen: 30.000-50.000 COP (7-11€)
  • Wer etwas mehr Luxus möchte, kann auch in der Nähe des Strandes Playa Arrecifes übernachten, in den Cabañas Tequendama.
Wie kann man Unterkünfte buchen?

Wir haben ewig nach einer Möglichkeit gesucht, Zelte oder Cabanas online zu buchen, doch leider findet man kaum etwas. Die Webseiten sind meistens Drittanbieter, die wiederum deutlich mehr verlangen, als die Anbieter direkt vor Ort. Das haben wir letztendlich auch getan. Keine Sorge, wenn nicht gerade Ferienzeit ist, sollte auch immer was frei sein. Direkt neben dem Parkeingang befinden sich 2-3 Anbieter, bei denen man ein Zelt, Hängematte und Co. reserviert. Im Zelt sind auch Kissen und Bezüge enthalten, wer eine Hängematte bucht, sollte sich zumindest eine Art Decke mitnehmen. Aber keine Sorge, es wird nicht kalt.

Wichtige Tipps für deinen Besuch
  • Achte auf die Schließzeiten, die normalerweise von 1.-15. Febr, 1.-15. Juni und 19. Okt. – 2. Nov. stattfinden.
  • Meide Ferienzeiten in Kolumbien und das Wochenende, dann ist besonders viel los.
  • Die Strömungen an den Stränden solltest du nicht unterschätzen. Schwimme nicht allzu weit raus und gehe nur bei offiziellen Badestränden mit Bademeister ins Wasser. Es sind schon viele durch Strömungen gestorben!
  • Ziehe bequeme Wanderschuhe an, wenn du den Park erkundest, denn man muss schon ein ganzes Stück wandern, um zu den Stränden zu gelangen.
  • Beachte, dass du keinen Handyempfang im Nationalpark hast. Das Claro Netz funktioniert noch bis zum Parkplatz des Busshuttles.

Lohnt sich

9. Bohemia Beach

Highlights

  • Entspannen am Strand, nicht übermäßig touristisch
  • Coole Hostels und Hotels
  • Nicht die besten Bademöglichkeiten, da gefährliche Strömungen
  • Ausgangspunkt für Tagesausflüge in den Tayrona Nationalpark

Den Bohemia Beach hat uns eine Followerin empfohlen, die seit Jahren in Kolumbien lebt. Nach dem anstrengenden Lost City Trek war der Strand für uns genau das Richtige, um ein paar Tage nichts zu tun. Bis auf ein paar Unterkünfte ist hier alles komplett naturbelassen, also Palmen so weit das Auge reicht und lange Strandspaziergänge ohne Menschenmassen.

Das Wasser ist trotz der Lage direkt neben dem Tayrona Nationalpark nicht karibisch türkis, sondern ziemlich wild. Zum Schwimmen ist der Strand wegen der Strömungen zu gefährlich, kurz reinspringen zum Abkühlen geht aber. Wenn du nach dem Trek ohnehin an der Küste bist, lohnt sich der Stopp, ein eigenes Reiseziel ist der Bohemia Beach aber nicht.

Map

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Lohnt sich

10. Palomino

Highlights

  • Am Strand entspannen
  • Party
  • Surfen
  • Tubing
  • Tierheim besuchen

Palomino wurde uns von fast allen Backpackern empfohlen, die wir in Kolumbien getroffen haben. Die Strände ähneln denen am Bohemia Beach, zum Schwimmen also eher ungeeignet, für lange Spaziergänge dafür perfekt. Der kleine Ort lebt von seinen Hostels und Bars, abends ist eigentlich immer irgendwo etwas los.

Wenn dir der Bohemia Beach zu ruhig war, bist du hier genau richtig. Tagsüber kannst du surfen oder dich auf einem Reifen den Fluss hinuntertreiben lassen, beides gehört hier zum Programm. Für ein bis zwei Nächte lohnt sich der Stopp an der Karibikküste, vor allem wenn du unterwegs gerne Leute kennenlernst.


Lohnt sich

11. Punta Gallinas

Infos

  • nördliche Spitze der Karibikküste
  • 3-Tagestour mit dem Jeep
  • ca. 770.000 COP (ca. 180€)
  • mehr Infos

Wenn dir der Lost City Trek zu anstrengend ist, du aber trotzdem eine Mehrtagestour machen willst, schau dir Punta Gallinas an, ein Geheimtipp in Kolumbien. Ganz im Norden der Karibikküste liegt eine Wüste, in der große Sanddünen bis ins Meer abfallen.

Das Gebiet gehört indigenen Stämmen, größere Ortschaften gibt es hier nicht. Deshalb kommst du nur mit einer mehrtägigen Jeeptour quer durch die Wüste hin. Übernachtet wird einfach, entweder im Zelt oder in Holzhütten. Wir finden die Tour vor allem dann lohnenswert, wenn du Landschaften abseits der üblichen Route suchst und ein paar Tage ohne Komfort einplanen kannst.

Touranbieter: Ein guter Anbieter ist Expotur, dort findest du auch alle Details zur dreitägigen Tour.

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Landesinnere

So, wir wechseln von der Karibikküste Kolumbiens ins Landesinnere und zeigen dir auch hier die schönsten Orte, Nationalparks und Sehenswürdigkeiten.


Highlight

12. Medellín

Highlights

  • Comuna 13
  • Stadtführung im Stadtzentrum
  • Fahrt mit der Seilbahn
  • Moderne Stadtviertel El Poblado und Laureles
  • Parque Explora (Wissenschaftsmuseum)
  • Museo Casa de la Memoria

Medellín hat sich in den letzten zehn Jahren von der einst gefährlichsten Stadt der Welt zu einer modernen, hippen Metropole entwickelt. In manchen Vierteln eröffnen gerade reihenweise coole Cafés, und trotzdem ist die Vergangenheit überall präsent.

Am deutlichsten wird das für uns in der Seilbahn, wenn du über die Stadt schwebst und die Kontraste zwischen Hochhäusern und Wellblechhütten siehst. Wie die Stadt sich verändert hat, erfährst du am besten bei einer Tour durch die Comuna 13 oder einer Stadtführung im Zentrum, dort geht es um Pablo Escobar, Guerilla-Kämpfer und Paramilitärs. Kaum ein anderer Ort in Kolumbien bietet so viel auf einmal, deshalb sollte Medellín auf deiner Rundreise nicht fehlen.


Lohnt sich

13. Guatapé

Highlights

  • Guatapé (bunte Stadt)
  • Bootstour auf dem Stausee (Pablo Escobars ehemalige Villa)
  • Piedra del Peñol (riesiger Felsen)
  • Réplica del Peñol (Nachbildung der versunkenen Stadt)
  • Optional: Piedra Del Marial (heiliger Felsen)

Ein Ausflug nach Guatapé verbindet gleich mehrere Sehenswürdigkeiten. Du kannst den berühmten Felsen besteigen und von oben über den Stausee schauen, durch die bunten Gassen von Guatapé schlendern und bei einer Bootsfahrt die alte Villa von Pablo Escobar sehen.

Am besten startest du von Medellín aus. Entweder du schließt dich einer geführten Tour an, die meist um 7 Uhr morgens losfährt (ab 31€, zur Tour), oder du buchst dir für den Tag einen privaten Fahrer. Wir fanden die zweite Variante entspannter, weil du selbst entscheidest, wie lange du an welchem Stopp bleibst. Als Tagesausflug ab Medellín lohnt sich Guatapé auf jeden Fall.

Unser Tipp: Für eine private Tour können wir dir unseren Fahrer Manuel sehr empfehlen. Er war super nett und hatte einen SUV von Renault (WhatsApp: +57 323 2109613).


Highlight

14. Salento

Highlights

  • Bunte Häuser in Salento
  • Kaffeefarm besuchen
  • Dschungeltour mit Carlos
  • Ausflug nach Filandia
  • Ausflug zu den Wachspalmen

Das bunte Dorf Salento zierte früher einige Postkarten und liegt im Kaffeedreieck Kolumbiens zwischen Bogotá, Medellín und Cali. Die Gasse Calle Real und der rechteckige Hauptplatz sind die fotogensten Ecken, dort warten auch die bunten Jeeps (Willys genannt), die dich ins Cocora Valley, nach Filandia oder zu den Kaffeeplantagen bringen.

Übermäßig viele Kaffeeplantagen findest du hier allerdings nicht, die kleinen Bauern rund um Salento produzieren überwiegend für Touristen. Eine Kaffeetour haben wir trotzdem gemacht und dabei einiges über den Herstellungsprozess und die harte Ernte gelernt. Als Basis für Cocora Valley und Filandia und wegen der vielen Fotomotive gehört Salento für uns zu den Highlights in Kolumbien.

Unser Tipp: Meide das Wochenende, denn dann ist Salento ein beliebtes Ausflugsziel für die Einheimischen und es ist überall ziemlich voll.


Highlight

15. Cocora Valley

Infos

  • in der Nähe von Salento
  • 08:00-18:00 Uhr
  • 25.000 COP (6€)
  • Optional: schöne 4h Wanderung

Bei der Wanderung durch das Cocora Valley läufst du zwischen Wachspalmen, die bis zu 60 Meter hoch werden und damit die höchsten Palmen der Welt sind. Ihren Namen tragen sie, weil sich aus ihnen tatsächlich Wachs gewinnen lässt.

Dass das Tal heute so aussieht, hat allerdings einen traurigen Hintergrund. Normalerweise wachsen die Palmen im Dschungel, doch vor rund 120 Jahren wurde hier gerodet. Das Holz der anderen Bäume ließ sich verheizen, die Wachspalmen wegen ihrer Faserstruktur nicht, deshalb blieben sie einfach stehen.

Uns hat die Kombination aus Bergen und Palmen auf 2.000 bis 3.000 Metern in den Anden so beeindruckt, dass die Wanderung zu unseren persönlichen Top 3 in Kolumbien zählt. Wenn du Berge und Palmen magst, führt an dieser Wanderung nichts vorbei.


Lohnt sich

16. Filandia

Highlights

  • Calle 7 (Bunte Straße mit Boutiquen)
  • Hauptplatz
  • Parlemos Hostal (besonders schön gestrichen)
  • Mirador Colina (Turm mit wunderschöner Aussicht)

Filandia liegt eine halbe Stunde von Salento entfernt und ist das zweite bunte Dorf im Kaffeedreieck, nur mit deutlich weniger Touristen. Auch hier leuchten Hausfassaden und Türen in kräftigen Farben, am Hauptplatz bekommst du Arepas, frisch gebrühten Kaffee, Süßigkeiten und Waffeln mit Arequipa (Dulce de Leche, eine Art Karamell).

Uns kam Filandia genauso bunt vor wie Salento, aber nicht ganz so fotogen, weil rund um den Hauptplatz viele Autos parken. Dafür haben wir hier die besseren Läden zum Stöbern gefunden. Als halber Tag ab Salento lohnt sich der Abstecher.

Unser Tipp: Ein weiteres buntes Dorf soll Jardin sein, rund vier Stunden von Medellín entfernt. Dort kannst du ebenfalls Kaffeeplantagen besuchen und mehrere coole Wasserfälle.

Anreise mit dem Willy nach Filandia

Das Willy für die Hinfahrt reservierst du vorab am Hauptplatz in Salento, die Rückfahrt buchst du direkt nach der Ankunft in Filandia. Die Willys starten am Hauptplatz Richtung Campamento und lassen dich bei Kasaguadua aussteigen. Ein Fahrplan hängt vor Ort aus.


Lohnt sich

17. Tatacoa Wüste

Highlights

  • Graue Wüste
  • Rote Wüste
  • Observatorium STARS
  • Schwimmbad Piscina Mineral

Zwischen den Gebirgszügen im Landesinneren versteckt sich eine tropische Wüste. Weil die Berge ringsum die meisten Regenwolken abfangen, regnet es in der Tatacoa-Wüste kaum, und der wenige Niederschlag hat rote und graue Landschaften ausgewaschen. Die gewölbten Canyons wirken fast surreal, machen aber nur einen kleinen Teil der Wüste aus.

Wir haben die Aussichtspunkte nachmittags bei einer Halbtagestour mit dem TukTuk ab Villavieja erkundet und danach im Observatorium STARS durch das Teleskop den Mond und andere Planeten gesehen (Touren auch auf Englisch). Weil die Anreise aufwendig ist und es sonst wenig zu sehen gibt, lohnt sich der Abstecher ab zwei Wochen Reisezeit.

Unser Tipp: TukTuk-Fahrer findest du am Hauptplatz von Villavieja. Unser Fahrer Kevin (WhatsApp +57 321 4895291) hat für 4 bis 5 Stunden 150.000 COP verlangt, also rund 35 Euro.

Map

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Lohnt sich

18. San Gil

Highlights

  • Rafting
  • Canyoning
  • Paragliding
  • Mega Swing
  • Ausflug nach Barichara

San Gil liegt etwas abseits der restlichen Sehenswürdigkeiten und ist deshalb bei vielen Reisenden unbekannt, obwohl hier der zweitlängste Canyon der Welt liegt. Die Chicamocha-Schlucht ist 227 Kilometer lang und bis zu 2.000 Meter tief und damit der beste Ort in Kolumbien für adrenalinreiche Sportarten. Ganz oben stehen Extreme Rafting (Stufe IV-V, 89€), Canyoning inklusive Abseiling und Swing (30€) und Paragliding (60€), günstiger bekommst du das kaum, vorallem nicht in Europa.

Die Anbieter sitzen alle direkt an der Brücke im Zentrum, wir haben bei „Ecolombia“ gebucht. Das Zentrum hat uns positiv überrascht, mit günstigen Restaurants, einem lebendigen Hauptplatz und kleinen Boutiquen. Die Anreise klappt mit Bus oder Flugzeug über Bucaramanga. Für Actionfans lohnt sich der Umweg.

Unser Tipp: Buche alle Touren am besten bei einem Anbieter und verhandle anschließend einen Rabatt.


Lohnt sich

19. Barichara

Highlights

  • In der Nähe von San Gil
  • Dorf mit weißen Häusern und Ausblick auf die Schlucht
  • Gute Restaurants
  • Wanderungen in der Umgebung

Barichara ist ein kleines Bergdorf, das du von San Gil aus in 40 Minuten mit dem Bus oder Taxi erreichst. Alle Häuser sind weiß gestrichen und haben grüne Fensterläden und Türen, dazwischen ziehen sich gepflasterte Gassen den Hang hinauf. Barichara gilt als eines der schönsten Dörfer Kolumbiens und war schon öfter Filmkulisse.

Trotzdem geht es hier überhaupt nicht touristisch zu und das Essen ist erstaunlich günstig. Eine frische Forelle (Trucha) im Restaurant Independencia cocina y sazón mit Blick auf den Chicamocha Canyon hat uns umgerechnet 5€ gekostet. Als ruhiger Gegenpol zum Action-Programm in San Gil lohnt sich der Abstecher.

Unser Tipp: Der letzte Bus zurück nach San Gil fährt um 19 Uhr.


Optional

20. Nationalpark El Cocuy

Highlights

  • Ritacuba Trail (Ritacuba Gletscher, 14km, bis auf 4.600hm)
  • El Pulpito Trail (Pulpito, gigantischer Felsen, 16km)
  • Laguna de La Sierra Trail (21 Kilometer lange Wanderung zu einem beeindruckendem Bergsee)

Der Nationalpark El Cocuy war wegen der Konflikte im Land mehrere Jahre geschlossen und ist inzwischen wieder für Wanderer geöffnet. Dich erwarten über 5.000 Meter hohe Berge, schneebedeckte Gipfel, Gletscher und kristallklare Bergseen. Ausgangspunkt für die meisten Touren ist die Stadt El Cocuy.

Die Wanderungen sind mit Höhen bis 4.600 Meter und langen Etappen allerdings anspruchsvoll, außerdem musst du dich vorab im Ort registrieren und einen lokalen Guide organisieren. Am beliebtesten sind der Ritacuba Trail, der El Pulpito Trail und der Langua de La Sierra Trail. Wegen der abgelegenen Lage und des Aufwands drumherum steht El Cocuy bei uns nur unter Optional, für erfahrene Bergwanderer mit viel Zeit ist der Park aber ein echtes Erlebnis.


Optional

21. Bogotá

Highlights

  • La Candelaria (historische Altstadt)
  • Stadttour
  • Zona Rosa (Ausgehviertel)
  • Cerro Monserrate (Aussichtspunkt)
  • Streetart

Bogotá erwähnen wir vor allem der Vollständigkeit halber, denn die Hauptstadt zählt für uns nicht zu den Must-Sees in Kolumbien. Die Megametropole mit 11 Millionen Einwohnern liegt auf 2.600 Metern, entsprechend kühl ist es dort, und wirklich spannende Sehenswürdigkeiten sind rar. Dazu gilt Bogotá als relativ gefährlich, Taschendiebstähle und Raubüberfälle treffen immer wieder Touristen.

Wenn du trotzdem in Bogotá landest oder umsteigst, halte dich am besten an das historische Altstadtviertel La Candelaria, das gilt als sicher. Dort kannst du dich einer Free Walking Tour anschließen, abends ins Nachtleben starten und dir die Graffitis anschauen. Mehr als ein bis zwei Tage brauchst du unserer Meinung nach aber nicht.


Optional

22. Cali

Highlights

  • Salsa tanzen
  • San Antonio (hippes Stadtviertel)
  • Rundgang durch die Altstadt
  • Wanderung zum Cerro de las Tres Cruces (beste Aussicht über die Stadt)

Cali ist die größte Stadt in der Nähe der Pazifikküste und vor allem für Salsa bekannt. Wer herkommt, sollte also mindestens einen Abend in einem der zahlreichen Salsa-Clubs verbringen, die besten liegen im Vorort Juanchito. Falls deine Hüfte noch etwas steif ist, buchst du vorher einen Schnupperkurs in einem Hostel.

Darüber hinaus kannst du dir die Altstadt und ein paar coole Aussichtspunkte anschauen, viel mehr steht in Cali aber nicht auf dem Programm. Für uns ist die Stadt deshalb nur für Salsa-Fans einen Stopp wert, alle anderen verpassen hier wenig.


Optional

23. Caño Cristales

Infos

  • Augangsort: La Macarena
  • nur von Juni-Dezember (Öffnungszeit für Touristen)
  • 53.500 COP (12€)
  • Du brauchst einen zertifizierten Guide, um dort zu wandern

Im Nationalpark Serranía de la Macarena fließt der Caño Cristales, den alle nur den „Fluss der sieben Farben“ nennen. Die Farben kommen von roten Algen, die allerdings nur zu bestimmten Zeiten im Jahr blühen. Die beste Reisezeit ist deshalb von Mai bis November, Hauptsaison ist Juli bis Oktober.

Touren und den verpflichtenden Guide organisierst du am besten in der Ortschaft La Macarena. Weil der Fluss abseits aller anderen Sehenswürdigkeiten liegt und du für die Anreise einen eigenen Umweg einplanen musst, führen wir ihn unter Optional. Wenn du das Naturphänomen aber unbedingt sehen willst und zur richtigen Zeit im Land bist, wirst du hier etwas erleben, das es so kaum ein zweites Mal gibt.

Pazifikküste

An der Pazifikküste in Kolumbien befinden sich deutlich weniger (bekannte) Sehenswürdigkeiten und das hat auch einen Grund: das regnerische Wetter. Es regnet dort das ganze Jahr über relativ viel, zwischen Dezember und April etwas weniger. Das wäre also wenn dann die ideale Reisezeit.


Optional

24. Nuqui & Bahia Solano

Highlights

  • Surfen
  • Schnorcheln
  • Wale beobachten (Juli-Oktober)
  • Delfinbeobachtungen
  • Lederschildkröten beobachten (rund um den April)

An der Pazifikküste kannst du surfen, schnorcheln, tauchen und Delfine, Wale sowie Schildkröten beobachten. Dazu kommen naturbelassene Strände, Dschungel und Wasserfälle. In der Nähe von Bahia Solano legen sogar Lederschildkröten ihre Eier ab, die größten und vom Aussterben bedrohten Schildkröten der Welt. Von Ende Juni bis Mitte Oktober ziehen außerdem Buckelwale vor der Küste vorbei.

Nuqui und Bahia Solano sind ruhige Orte und gehören zu den echten Geheimtipps in Kolumbien. Einstellen solltest du dich allerdings auf viel Regen. Deshalb und weil die Region abseits der klassischen Route liegt, sind Nuqui und Bahia Solano für uns nur optional. Für Backpacker mit Zeit und einer Vorliebe für Natur statt Postkartenwetter ist die Ecke dafür umso spannender.

Hintergrund rot

Amazonas

Das Amazonasgebiet nimmt rund ein Drittel der Landesfläche in Kolumbien ein. Im dichten Amazonas ist der Tourismus noch nicht allzu stark verbreitet. Ein großes Gebiet ist immer noch in den Händen von Drogenkartellen, die dort großflächig Coca-Plantagen anlegen und Bauern und indigene Stämme aus den Regionen verdrängen.


Optional

25. Leticia

Highlights

  • Nur per Flugzeug zu erreichen
  • ACHTUNG: Gelbfieber-Hochrisikogebiet
  • Schwimmen mit rosa Delfinen
  • Bootstouren und Tierbeobachtungen auf dem Amazonasfluss

Leticia ist die größte Stadt im Amazonasgebiet und mittlerweile ein relativ sicherer Startpunkt für ein kleines Amazonasabenteuer. Vor Ort gibt es zahlreiche Ökolodges und Touranbieter, die Bootsfahrten und Wanderungen in den Regenwald organisieren. Dabei lernst du die Tier- und Pflanzenwelt des Amazonas kennen und hast sogar die Chance, mit rosa Flussdelfinen zu schwimmen.

Weil der Amazonas komplett abseits der übrigen Route liegt und du für den Trip mehrere Tage einplanen musst, steht Leticia bei uns unter Optional. Wer den Regenwald aber schon immer sehen wollte, kommt hier so nah an den Amazonas wie sonst nirgends in Kolumbien.


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Reisen zum Nachreisen: 2-3 Wochen Kolumbien

Wenn du jetzt Lust hast einen oder mehrere Orte in Kolumbien zu besuchen, dann aufgepasst. Wir haben dir in separaten Blogartikeln verschiedene Reiserouten mit ausführlichen Reiseplänen zusammengestellt.

Darin enthalten sind unsere Hoteltipps, wie du von A nach B kommst, was du an welchem Tag machen kannst, gute Anbieter für Aktivitäten und vieles mehr. Du kannst die Reisepläne perfekt als Grundlage für deine eigene individuelle Planung nutzen, damit du auch nichts Wichtiges vergisst!

Reisen zum Nachreisen

Häufige Fragen: Kolumbien Sehenswürdigkeiten

Wo ist es am schönsten in Kolumbien?

Kolumbien ist riesig und hat sowohl landschaftlich als auch kulturell einiges zu bieten. Zu den schönsten Orten und Must Dos zählen:
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  • Cartagena
  • Lost City Trek
  • Tayrona Nationalpark
  • Medellín
  • Guatapé
  • Salento
  • Filandia
  • Cocora Valley
  • Tatacoa Wüste

 

Was ist das Besondere an Kolumbien?

Kolumbien ist erst seit gut 10 Jahren ein wirklich sicheres Reiseziel, zuvor herrschte jahrzehntelang eine Art Bürgerkrieg. Deshalb steckt der Tourismus noch in den Kinderschuhen, was viele Backpacker freut. Kolumbien ist relativ günstig und extrem vielfältig. Du kannst dort an traumhaften Karibikstränden entspannen, durch bunte Dörfer schlendern oder durch den Dschungel wandern. Genau deshalb ist Kolumbien bei Backpackern so beliebt.

Wie teuer ist es in Kolumbien?

Kolumbien ist ein sehr günstiges Reiseziel. Du kannst dort für 5-10€ beispielsweise in einem Dorm im Hostel übernachten. Einen Cappuccino im Restaurant bekommst du bereits für 1-1,50€ und auch satt werden kannst du mit einem lokalem Menú del Dia für 2-4€. Wer mit dem Bus von A nach B reist, spart sich im Vergleich zum Mietwagen auch einiges. Teurer geht natürlich immer. Es gibt auch in Kolumbien richtig schicke Hotels und fancy Restaurants.

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