4 Tage Inka Trail: Alles Wichtige zur Machu Picchu Wanderung!

10. November 2022 Nina von traveloptimizer

4 Tage Inka Trail: Alles Wichtige zur Machu Picchu Wanderung!

Kosten, Schwierigkeitsgrad, Ablauf & unsere Erfahrungen auf dem Inka Trail in Peru

Der Inka Trail in Peru ist eine beliebte mehrtägige Wanderung in den Anden, die über 45 Kilometer, meistens verteilt auf 4 Tage, zum Machu Picchu führt. Während andere Besucher einfach mit dem Bus oder Zug zum Machu Picchu fahren, war für uns klar, dass wir das Weltwunder in Peru, wenn dann über den Inka Trail besuchen möchten. Dabei wanderten wir 4 Tage auf den original Inkapfaden durch dichten Dschungel, über hohe Gebirgspässe (4.200m) und vorbei an einigen Inka-Stätten. Ein unvergessliches Abenteuer, das sich auf jeden Fall gelohnt hat. Wir möchten dir in diesem Artikel unsere Erfahrungen, Kosten und Tipps zum Inka Trail in Peru geben und beantworten außerdem die Frage, wie hoch der Schwierigkeitsgrad ist und ob die Wanderung zum Machu Picchu gefährlich ist.

Viel Spaß beim Nachwandern 🙂

Du planst eine Peru Rundreise? Dann findest du hier alle wichtigen Infos dazu:

Infos & Tipps

  • Verfügbarkeit: Die Anzahl der Wanderer, die auf dem Inka Trail zum Machu Picchu wandern dürfen, ist auf 500 Personen (ca. 200 Touristen und 300 Porter) pro Tag limitiert. Du brauchst für die Wanderung also eine „Permit“. Aufgrund der hohen Anfrage musst du den Inka Trail deshalb unbedingt 3-6 Monate (je nach Reisezeit) im Voraus buchen!
  • Beste Reisezeit: Mai-September (Trockenzeit)
  • Kosten: 600-750$ für den klassischen 4-tägigen Inka-Trail
  • Unser Anbieter: Trexperience (können wir auf jeden Fall weiterempfehlen, genaue Kosten und Inklusivleistungen siehe unten)
  • Aufgrund der Höhe ist im Vorfeld eine Akklimatisierung von mind. 3 Tagen in Cusco oder einer ähnlich hohen Region von Vorteil!
  • Das Gepäck muss während der Wanderung zum Machu Picchu NICHT selbst getragen werden, es kann auf Wunsch von einheimischen Portern (Trägern) getragen werden (sehr empfehlenswert).
  • Das nötige Equipment / die Ausrüstung wird größtenteils vom Anbieter geliehen/gestellt.
  • Für die Buchung des Inka Trails benötigst du einen gültigen Reisepass!
  • Beim Inka Trail kommst du auch an weniger bekannten Inka-Stätten, wie Runkurakay, Sayacmarca, Puyupatamarca und Wiñay Wayna vorbei.

Unser Anbieter & Kosten

Die Kosten für den Inka Trail sind nicht allzu gering. Wer allerdings einen Inka Trail bucht, bekommt in der Regel ein „Rund-um-Sorglos“-Paket, denn bei allen Anbietern sind Transport, Verpflegung, Guides, Tickets zum Machu Picchu und vieles mehr inklusive. Bei den detaillierten Inklusivleistungen unterscheiden sie sich allerdings.

Nicht bei allen Anbietern sind beispielsweise die Porter (Träger) bereits inklusive. Auch die Kosten für den Inka Trail und die Qualität des Equipments und der Rücktransfer (Bus, Zug oder Panoramazug) sind nicht bei jedem Anbieter gleich. Wir haben im Vorfeld lange nach dem besten Anbieter für den Inka Trail recherchiert und sind auf Trexperience gestoßen.

Wir sind rundum zufrieden gewesen mit dem Anbieter und können ihn dir auf jeden Fall empfehlen. Trexperience gehört mit 690$ für den 4-tägigen Inka Trail zwar nicht zu den günstigsten Anbietern, bei den Kosten sind aber beispielsweise die Porter für persönliche Sachen (bis zu 7kg), ein 4-Mann-Zelt für 2 Personen und auch der 360° Vistadome Panoramazug bei der Rückfahrt bereits inbegriffen, was wir bei anderen Anbietern nicht finden konnten.


Folgende Leistungen waren bei unseren Kosten für den Inka Trail inklusive:

  • Klassischer Inka Trail: 4 Tage/ 3 Nächte
  • Abholung beim Hotel
  • Kostenlose Gepäckaufbewahrung in Cusco
  • Alle Transporte während der 4 Tage
  • 2 englischsprachige Guides pro Gruppe (max. 16 Teilnehmer)
  • Porter für Essen, Zelte und bis zu 7kg persönliche Sachen (Klamotten, Schlafsack, Isomatten, …)
  • 4-Mann-Zelt für 2 Personen (mehr Platz)
  • Campingplätze, Zelte, tragbare Toiletten
  • Verpflegung während der 4 Tage (außer Mittagessen am 4. Tag in Aguas Calientes)
  • Trinkwasser & Snacks
  • Eintritt und Führung beim Machu Picchu
  • Bus von Machu Picchu nach Aguas Calientes
  • 360° Vistadome Panoramazug
  • Satellitentelefon, Erste-Hilfe-Set und Sauerstofftank
  • Warmes Wasser zum Waschen und kalte Duschen (je nach Campingplatz)
  • Regenponcho

Zweite Isomatte, Schlafsäcke, Kissen und Wanderstöcke können beim Anbieter gegen Aufpreis ausgeliehen werden. Im Preis nicht inbegriffen sind die Trinkgelder für die Porter, Köche und Guides. Hierfür sollte man nochmal ca. 10% des Gesamtpreises mit einberechnen.

>>> Zu Trexperience

Schwierigkeitsgrad

Der Schwierigkeitsgrad ist nicht allzu hoch, du musst also kein Wanderprofi sein, um den Inka Trail in Peru zu meistern und es zu Machu Picchu zu schaffen, aber eine gute Grundfitness ist auf jeden Fall Voraussetzung. Du solltest dich auf 4-10 Stunden wandern täglich einstellen.

Der zweite oder dritte Tag des Inka Trails (je nach gebuchten Campingplätzen) ist vom Schwierigkeitsgrad mit 1400hm und 10 Stunden wandern der anstrengendste Tag. Es werden allerdings sehr viele Pausen gemacht und niemand wird gehetzt oder zurückgelassen. Grundsätzlich würden wir den Inka-Trail als „Slow Trekking“ bezeichnen.

Ein Höhenprofil des Inka Trails kannst du dem Foto entnehmen. Der höchste Punkt der Wanderung befindet sich auf 4.200 Meter. An die Höhe sind die wenigsten Wanderer wirklich gewöhnt und man merkt sie auch deutlich. Der Puls steigt schnell an, man ist schneller aus der Puste. Schlimmere Nebenwirkungen wären Kopfschmerzen und Übelkeit. Akklimatisierung in Cusco, Coca-Tee oder pflanzliche Tabletten gegen Höhenkrankheit (ALTIVital aus der Apotheke in Cusco) können einer Höhenkrankheit allerdings vorbeugen.

Unserer Erfahrung nach war der Inka Trail einfach machbar, wobei wir auch im Sommer 10-15 mal in den Bergen beim Wandern unterwegs sind.

Unser Tipp: Achte an den Tagen vor dem Start des Inka Trails darauf, dass du dich an die Höhe gewöhnst in Cusco oder einer ähnlich hohen Region und nicht krank wirst.

Ablauf der Wanderung

Der klassische 4-tägige Inka Trail in Peru ist 45 Kilometer lang und führt durch mehrere Vegetationszonen. Das Ziel am vierten Tag des Inka Trails: Die berühmte, heilige Inka-Stätte Machu Picchu, die zu den neuen sieben Weltwundern zählt und das zu Recht.

Am Vorabend hatten wir noch ein Briefing im Büro von Trexperience in Cusco. Dort haben wir unsere Dufflebags für unsere persönlichen Sachen bekommen und es wurden nochmal der Ablauf besprochen. Es gibt verschiedene Campingplätze, die von den Anbietern gebucht werden. Nicht jeder Campingplatz verfügt über kalte Duschen, jedoch über Toiletten und Waschbecken.

Hier eine kleine Zusammenfassung, was wir an den einzelnen Tagen alles erlebt haben und wie anstrengend und schwierig die einzelnen Etappen des Inka Trails waren.

Achtung: Die einzelnen Tagesetappen können je nach gebuchten Campingplätzen abweichen. So ist entweder der zweite oder der dritte Tag am längsten.

  • Länge: ca. 45 km
  • Höchster Punkt 4.200m
  • Gehzeit: 4 Tage
  • Aufstieg: max. 1.400hm (am Tag)
  • Abstieg: max. 1.280hm (am Tag)
  • Schwierigkeit: mittel
  • Startpunkt: km 82

Tag 1:

Warm Up: 14km, 8h (Schwierigkeit: einfach)

Wir wurden um 4:30 Uhr am Hotel in Cusco abgeholt, sind dann nochmal kurz ins Trexperience-Büro gebracht, um unser Hauptgepäck dort zwischenzulagern und dann mit einem Kleinbus ca. 1,5 Stunden nach Ollantaytambo gefahren.

Nach einem reichhaltigen Frühstücksbuffet ging es nochmal 20 Minuten weiter bis KM 82, dem Startpunkt der Wanderung. Dort haben die Porter unseren Duffelbag übernommen und es folgte eine Passkontrolle beim offiziellen Eingang.

Der Wanderweg war zu Beginn einfach und relativ flach. Es wurden sehr viele Pausen gemacht in den kleinen Dörfern, an denen wir vorbeikamen. Auch Toiletten (1 Sol) gab es ausreichend auf dem Weg. Bei der Inka-Stätte Llaqtapa hat unser Guide Pepe uns mehr über die Entstehung des Inkareichs erzählt.

Nach dem Mittagessen in einem kleinen Dorf wurde der Weg etwas steiler und wir erreichten spät nachmittags die Campingplatz Ayapata (3.300m). Die Zelte waren von den Portern bereits aufgebaut worden. Dort gab es keine Duschen, aber wir bekamen warmes Wasser in Schüsseln, sodass man sich waschen konnte.

Vor dem Abendessen gab es eine kleine Vorstellungsrunde mit den Portern.


Tag 2:

Höhepunkt Dead Women’s Pass: 16 km, 10h (Schwierigkeit: schwer)

Der zweite Tag des Inka Trails war mit Abstand der schwierigste der ganzen Wanderung. Wir wurden um 4:30 Uhr mit Tee am Zelt geweckt. Nach einem reichhaltigen Frühstück stand ein fast 1.000hm steiler Anstieg auf den sog. „Dead Woman´s Pass“ an. Der Anstieg auf den 4.200 Meter hohen Pass war relativ anstrengend, aber wir haben einige Pausen gemacht und das Wetter und das Panorama ließen uns den hohen Puls schnell vergessen.

Nach einer kurzen Pause am höchsten Punkt folgte ein 1,5-stündiger Abstieg bis zur Mittagspause. Anschließend überquerten wir den zweiten Pass des Tages, der auf 3.900 Meter liegt. Es ging also auf den original Inkapfaden nochmal steil bergauf und anschließend wieder bergab.

Die Landschaft wurde dabei immer grüner und wir machten auch Halt bei zwei weiteren Inka-Stätten: Runqurakay und Sayaqmarca. Bei der letzten Inka Ruine hatte man bereits einen Ausblick auf den Campingplatz und über die von Dschungel bedeckten Berge.

Am Campingplatz Chaquicchocha angekommen gab es für Nina erst mal eine Dusche – eiskalt, aber sehr erfrischend.


Tag 3:

Ab durch den Dschungel: 10km, 6h (Schwierigkeit: leicht)

Wir wurden bereits um 5:30 Uhr geweckt, obwohl ein relativ entspannter Wandertag anstand. Leider regnete es am Morgen, aber es war Gott sei Dank nicht kalt (15 Grad). Dank Regenponchos und wasserdichten Schuhen war die Wanderung kein Problem. Das Wetter ließ die Wanderung durch den Nebelwald noch mystischer wirken. An diesem Tag wanderten wir viel bergab.

Bei der Inkastätte Intipata hatte man einen herrlichen Blick auf den Fluss und auf den letzten Campingplatz. Um ca. 13 Uhr, also pünktlich zum Mittagessen, erreichten wir bereits den Campingplatz und den Endpunkt der Wanderung.

Der Nachmittag stand uns frei zur Verfügung. Da es kurz regnete, machten wir ein kleines Powernap im Zelt und erkundeten anschließend mit der Gruppe die nur 5 Minuten entfernte Inkastätte Wiñaywayna, die auch „Mini Machu Picchu“ genannt wird, weil die ehemalige Stadt mit ihren Wohnhäusern, Tempeln und Anbauterrassen ähnlich aufgebaut ist.

Beim Abendessen überraschten uns die Köche nochmal mit einem super leckeren Menü und einer liebevoll verzierten Torte als Nachspeise. An diesem letzten Abend verabschiedeten wir uns bereits von den Portern und Köchen und bedankten uns als Gruppe mit gutem Trinkgeld.


Tag 4:

Endspurt zum Machu Picchu: 6km, 2h (Schwierigkeit: leicht)

Am letzten Tag wurden wir um 02:30 Uhr geweckt. Nach einer heißen Tasse Tee spazierten wir nur 5 Minuten vom Campingplatz bis zum Eingang des Machu Picchu. Das ist nicht der offizielle Haupteingang, sondern sozusagen der „Hintereingang“ für die Wanderer.

Dort warteten wir im Dunkeln bis 05:30 Uhr, bis der Eingang seine Tore für die Wanderer öffnet. Der Grund für das frühe Aufstehen und lange Warten: Jede der ca. 15-20 Gruppen möchte sich als Erstes auf den Weg Richtung Machu Picchu machen, um bei den berühmten Viewpoints den besten Blick auf Machu Picchu zu erhaschen.

Außerdem bietet der Unterstellplatz vor dem Eingang nur Platz für ca. 3-4 Gruppen. Falls es regnet (wie in unserem Fall) möchte man nicht im Regen ohne Dach vorm Eingang warten. Wir waren tatsächlich die allerersten. Das Warten im Dunklen und in der Kälte hat sich zwar etwas gezogen, aber die Porter waren so lieb und haben uns sogar Frühstück gebracht.

Um 5.30 Uhr begann dann das letzte Stück der Wanderung zum Machu Picchu. Wir wanderten die letzten 6 Kilometer sehr zügig, auch wenn das Wetter schon vermuten ließ, dass die Sicht beim ersten bekannten Viewpoint nicht besonders gut werden wird. Beim Sonnentor „Inti Punku“ (auch Sun Gate genannt) könnte man bei gutem Wetter den ersten Blick auf die legendäre Stadt werfen, wenn sie langsam von den ersten Sonnenstrahlen des Tages angeleuchtet wird. Uns versperrte leider eine dicke Wolkendecke die Sicht, also ging es schnell weiter.

Direkt beim Machu Picchu erhält man als Wanderer Zugang zur besten Aussichtsterrasse. Dieser Fotospot wird auch als „Postal View“ bezeichnet. Leider versteckte sich das Weltwunder immer noch im Nebel, deshalb hieß es warten. Immer wieder lichteten sich die Wolken leicht und wurden dann doch wieder dichter.

Nach einer Stunde gespanntem Warten war es dann so weit und wir waren überglücklich als sich die Wolken auflösten und wir einen perfekten Blick auf Machu Picchu hatten. Im Oktober sei es wohl öfter so, dass früh morgens hier noch der Nebel hängt.

Führung Machu Picchu

Anschließend folgte eine 2-stündige Führung durch das Gelände. Unser Guide Pepe hat uns so viele interessante Fakten zur Erbauung und Bedeutung der einzelnen Tempel und Gebäude erklärt. Egal ob Wanderer oder Tagestourist:

Es gibt insgesamt 4 verschiedenen Rundgänge durch die Inka-Stätte, zwischen denen man wählen muss. Dadurch verteilen sich die Touristenmassen auf dem Gelände sehr gut. Nachteil: Man kommt auch nicht an jede Ecke. Wir haben den Rundgang Nr. 4 gemacht und fanden die Runde wirklich super.

Anschließend ging es mit dem Bus nach unten Richtung Aguas Calientes, dem Ausgangsort für alle normalen Machu Picchu Besucher. Nach einem letzten gemeinsamen Essen mit der Gruppe verabschiedeten wir uns mit gutem Trinkgeld auch von unseren beiden Guides Pepe und Rosa und fuhren mit dem 360° Vistadome Zug zurück.

Trexperience ist einer der ganz wenigen Anbieter, die Tickets für den 360° Vistadome Zug organisieren. Durch die Deckenfenster hat man eine geniale Aussicht, während der Zug mit max. 40 km/h durch die Schlucht fährt.

In Ollantaytambo stiegen wir vom Zug um in einen Minivan und wurden zurück in unser Hotel in Cusco gebracht. Müde und überglücklich fielen wir dort mit ganz vielen tollen Erinnerungen ins Bett.

Unsere Erfahrung zum Inka-Trail

Wir haben den Inka-Trail für Mitte Oktober gebucht. Zu dieser Reisezeit ist das Wetter nicht mehr allzu stabil, es kann also auch mal regnen. Das war uns allerdings klar, deshalb statteten wir uns bereits im Vorfeld mit wasserdichten Wanderschuhen und einem langen Regenponcho aus.

Wir haben den Inka Trail für Oktober 4 Monate im Voraus gebucht und selbst dann waren nur noch wenige Plätze frei. Unserer Erfahrung nach sollte man den Inka Trail zu Machu Picchu deshalb zur Hochsaison (Juni-August) noch früher buchen.

Wir können bei unserem Fazit natürlich nur über unsere Erfahrungen mit dem Anbieter Trexperience sprechen und den Anbieter dabei voll weiterempfehlen. Uns war es wichtig, einen lokalen Anbieter zu unterstützen. Trexperience ist zu 100% peruanisch. Selbst während Corona wurden keine Mitarbeiter entlassen. Die Porter, Köche und Guides werden überdurchschnittlich bezahlt.

  • Ausrüstung: Bei der Qualität der Campingausrüstung wurde nicht gespart. Selbst Nina als echte Frostbeule hat in den guten Schlagsäcken nicht gefroren. Auch die aufblasbaren Isomatten, die zusätzliche Isoliermatte, ein Schlafsack-Inlett haben das Schlafen im Zelt sehr angenehm gemacht. Es wurde nichts nass und wir hatten zu zweit im 4-Mann-Zelt viel Platz.
  • Verpflegung: Es werden im Vorfeld Allergien und Vorlieben (vegetarisch, vegan, glutenfrei, …) abgefragt und berücksichtigt. Zum Frühstück gab es meistens Brot, Obst, Butter, Marmelade, Porridge, Kaffee, Tee, heiße Schokolade und einmal sogar Pancakes. Mittags und abends wird man mit einem 3- bis 4-Gänge-Menü verwöhnt (Vorspeise, Suppe, Hauptspeise, Nachspeise). Bei der Hauptspeise wurden mehrere liebevoll angerichtete Platten mit Beilagen, Fleisch/Fisch und Gemüse als Buffet in die Tischmitte gestellt. Außerdem gab es nachmittags noch Tee und Kekse sowie vor dem Mittagessen einen erfrischenden Saft. Am letzten Abend sorgen die Köche nochmal für eine große Überraschung. Also insgesamt muss man sagen, dass wir während unserer Perureise nie so gut gegessen haben wie während des Inka Trails. Wir fanden es sehr faszinierend, wie die Köche mit einfachen Mitteln täglich so leckere Speisen frisch zubereiten konnten. Nach den Mahlzeiten wurde immer Trinkwasser abgekocht und zum Abfüllen der eigenen Flaschen bereitgestellt.
  • Guides: In unserer Gruppe gab es zwei englischsprechende Guides, die jeweils vor und hinter der Gruppe wanderten. Die Ausbildung zum Inka Trail Guide dauert in Peru 5 Jahre. Dementsprechend viel Hintergrundwissen hatte Pepe zur Geschichte der Inka. Er hatte auch immer einen Witz auf Lager und motivierte die Gruppe auch an anstrengenden Tagen.
  • Porter: Maximal 20 Kilo dürfen die Porter auf dem Rücken tragen. Tom hat den Rucksack mal kurz getestet und war nach 5 Minuten platt. Die einheimischen Porter sind unglaublich stark und natürlich sehr gut an die Bedingungen und die Höhe gewöhnt. Sie haben uns immer wieder überholt und bereits im Vorfeld das Essenszelt und unsere Schlafzelte aufgebaut. Ohne die 23 Porter und Köche für 15 Wanderer wäre diese Art des Trekkings nicht möglich, deshalb waren wir sehr dankbar für ihre Arbeit.
  • Allgemein: Unserer Erfahrung nach war der Inka Trail trotz ein wenig Regen ein unvergessliches Erlebnis. Für uns war das Slow-Trekking (man macht wirklich viele Pausen) die perfekte Kombination aus Geschichte und atemberaubender Natur. Die Tatsache, dass man 3 Nächte mitten in der Natur in Zelten schläft, fernab von der Zivilisation, macht das Ganze zu einem echten Abenteuer. Wir persönlich sind beim Inka Trail etwas aus unserer Komfortzone gekommen, denn es gab keine warmen Duschen, Strom oder einen Spiegel, aber genau das machte für uns den Reiz auf.

Und man muss auch ganz ehrlich sagen, dass der Inka Trail für ein Camping-Abenteuer dann doch auch relativ luxuriös ist. Die Verpflegung mit 3- oder 4-Gänge-Menüs, das leichte Gepäck und die Porter, die einem das Zelt aufbauen, sorgen für ein „Rundum-Sorglos-Paket“.

In unserer Gruppe waren 13 andere junge Wanderer aus Belgien, England und Irland. Das Durchschnittsalter der anderen Wandergruppen auf dem Inka Trail war unserer Erfahrung nach aber wild durchgemixt. Der Inka Trail wird auch von 50+ Wanderern aus der ganzen Welt gerne genutzt. Die älteste Teilnehmerin, die wir getroffen haben, war sogar 75 Jahre!

YouTube-Video

Packliste

Interessante Fakten

Wer sich für den Inka Trail in Peru entscheidet, lernt während der Wanderung nicht nur mehr über die heilige Inka-Stätte Machu Picchu, sondern auch allgemein einiges über das Imperium der Inka. Wir lieben es, in die Vergangenheit einzutauchen und mehr über die Kultur und das Leben der Inka zu erfahren. Wie haben sie es geschafft, sich innerhalb kurzer Zeit so ein riesiges Imperium aufzubauen? An welche Götter glaubten sie? Warum haben sie Alpakas und sogar Menschen geopfert? Wie konnten knapp 200 Spanier die 10 Millionen Inka besiegen? Diese und noch viel mehr Fragen wurden uns während des Inka Trails von unserem Guide beantwortet.

Hier ein paar Fakten zu den Inka:

  • Entstehung: Das Reich der Inka entstand im frühen 13. Jahrhundert im Hochland der Anden und dehnte sich über Peru, Ecuador, Zentralbolivien, Argentinien und Kolumbien aus. Nach einer knapp 100-Jährigen Blütezeit und einem Bürgerkrieg kamen bereits die Spanier und eroberten bis 1572 das komplette Reich.
  • Keine Währung, keine Steuern: Es gab im Reich der Inka keine Währung, sondern alles beruhte auf einem Tauschhandel. Steuern mussten in Form von Arbeitsleistung (zum Bau von Tempeln und Wegen) erbracht werden.
  • Religion der Inka: Die Inka glaubten an einen Hauptgott und mehrere andere Götter. Zu den wichtigsten Gottheiten zählten beispielsweise der Sonnengott Inti, dem Schöpfergott Wiraqucha und der Erdgöttin Pachamama. Der Inka-Herrscher wurde als direkter Abkömmling des Sonnengottes verehrt.
  • Ebenen: Die Welt der Inka bestand aus drei Ebenen. Die untere Welt, aus der alles geschaffen wurde (symbolisiert durch die Schlange), die irdische Welt (symbolisiert durch den Puma) und die Welt der Götter darüber (symbolisiert durch den Condor). Ziel war es, nach dem Tod in die Welt der Götter aufzusteigen, deshalb wurden die Toten mumifiziert und es wurden ihnen für die Reise Opfergaben beigelegt. Diese Inka-Trilogie findet man überall wieder.
  • Die Steinmetzarbeiten und das ausgedehnte Straßennetz sind zwei bemerkenswerte architektonische Meisterleistungen, die bis heute erhalten blieben.

FAQ zum Inka-Trail

Kann man den Inka Trail auch alleine ohne Agentur wandern?
Nein, den Inka Trail kann man nicht auf eigene Faust wandern, man muss die Wanderung zum Machu Picchu über eine Agentur buchen.
Wie kann man der Höhenkrankheit beim Inka Trail vorbeugen?
Hier ein paar gute Tipps, um der Höhenkrankheit vorzubeugen: Mind. 3 Tage in Cusco akklimatisieren, viel trinken, Coca-Blätter kauen oder Coca-Tee trinken oder pflanzliche Tabletten gegen Höhenkrankheit (ALTIVital aus der Apotheke in Cusco) kaufen.
Was sollte man packen für den Inka-Trail?
Wichtig sind vor allem Wanderschuhe mit rutschfestem Profil und funktionale Wanderklamotten. Mehr Infos zur Packliste
Wo lasse ich mein Hauptgepäck während des Trekkings?
Das Hauptgepäck kann man während des Inka Trails beim Anbieter in Cusco lassen. Mehr Infos zum Ablauf des Inka Trails in Peru
Muss man das Gepäck während des Inka-Trails selbst tragen?
Man kann sein Gepäck selbst tragen, allerdings ist dies nicht zu empfehlen. Alle Anbieter stellen Porter (Träger) bereit, die bis zu 7kg persönliche Sachen tragen können. Allerdings sind die Porter nicht immer im Preis inkludiert. Mehr Infos zum Ablauf des Inka Trails in Peru
Wie viel Trinkgeld sollte man mit einberechnen?
Wir haben am Ende des Trails als Gruppe das Trinkgeld in einem Körbchen gesammelt und gemeinsam einmal den Portern und einmal den Guides überreicht. Insgesamt muss man nochmal ca. 10% des Gesamtpreises als Trinkgeld rechnen.
Gibt es Alternativen zum Inka Trail?
Neben dem Inka Trail gibt es auch noch weitere Alternativen, um zum Machu Picchu zu wandern. Diese Touren führen allerdings nicht über das Sun Gate, sondern enden meistens in Aguas Calientes und von dort aus bucht man sich ganz normal ein Ticket. Eine sportlichere Alternative wäre beispielsweise der 4-tägige Salkantay Trek.
Kann man während des Inka-Trails duschen? Gibt es Toiletten?
Es gibt nicht bei jedem Campingspot Duschen. Wir hatten am zweiten und dritten Tag kalte Duschen zur Verfügung. Bei jedem Campingplatz gibt es ein Toilettenhäuschen, manchmal allerdings mit Steh-Toiletten.
Hat man während des Inka-Trails Strom oder Empfang?
Wir hatten mit Claro während des kompletten Inka Trails keinen Empfang, erst wieder am letzten Tag beim Machu Picchu. Also am besten Handy in den Flugmodus schalten, das spart auch Strom, denn auch diesen gibt es nicht. Eine Powerbank ist also notwendig, um Handys oder Kameras zu laden.
Was ist der Vorteil am Inka Trail im Vergleich zu anderen Machu Picchu Wanderungen?
Der Vorteil bei Inka Trail: Man wandert direkt über den „Hintereingang“ (Sun Gate) am letzten Tag zum Sonnenaufgang zum Machu Picchu. Außerdem kommt man während der Wanderung an zahlreichen anderen Inka-Stätten vorbei und spaziert auf den Original Inka Pfaden.
Was macht den Inka Trail so besonders?
Der Inka Trail zählt zu den beliebtesten Trekkingtouren in Südamerika und zu den schönsten Wanderungen weltweit. Während des 4-tägigen Abenteuers schläft man im Zelt und erlebt die perfekte Kombination aus Geschichte und Natur. Dabei erlebt man verschiedenen Vegetationsstufen und kommt beim Anstieg auf den 4.200m hohen Pass auch mal an seine Grenzen. Also insgesamt ein unvergessliches Erlebnis.
Wie kalt wird es beim Inka Trail?
Nachts hatte es bei uns im Oktober um die 5-10 Grad, aber selbst Nina als Frostbeule hat im Zelt nicht gefroren. Tagsüber schwanken die Temperaturen je nach Wetter zwischen 10-25 Grad. Wenn die Sonne rauskommt, fühlt es sich schnell auch mal sehr heiß an.
Was kostet der Inka-Trail?
Der 4-tägige Inka Trail kostet zwischen 550-1000$ Dollar. Den hohen Preis finden wir gerechtfertigt, denn es sind wirklich viele Mitarbeiter und Porter beschäftigt, alleine das Eintrittsticket für den Trail kostet 290 Soles p.P. (ca. 72€), ebenso der Panoramazug bei der Rückfahrt. Mehr Infos zu den Kosten des Inka Trails
Kann man den Inka-Trail auch verkürzen?
Ja, es gibt auch Angebote mit 2 oder 3 Tagen. Auf der Website von unserem Anbieter Trexperience findet ihr weitere Angebote. Der klassische Inka Trail dauert allerdings 3 Nächte und 4 Tage. Mehr Infos zum Ablauf des Inka Trails in Peru
Wie anstrengend ist der Inka-Trail?
Man muss kein Wanderprofi sein, um den Inka Trail zu wandern. Die schwierigste Tagesetappe führt über einen 4.200 Meter hohen Pass und man wandert an diesem Tag fast 10 Stunden. Die restlichen Tage sind mit 3-6 Stunden Gehzeit deutlich entspannter. Mit einer guten Grundfitness und Bergerfahrung ist der Inka Trail gut machbar. Mehr Infos zum Schwierigkeitsgrad des Inka Trails
Wie lange dauert der Inka-Trail?
Der klassische Inka Trail dauert 3 Nächte und 4 Tage, es gibt allerdings auch Angebot mit 5 oder auch 2 Tagen. Mehr Infos zum Ablauf des Inka Trails in Peru
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