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Die 20 coolsten Sehenswürdigkeiten in Namibia [mit Karte]

Namibias Weite mit Wüsten, Safari-Parks und Küste überfordert schnell. Wir nehmen dir das Chaos ab: Hier sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, sortiert nach Region und Priorität (inkl. Karte). So siehst du sofort, welche Spots echte Highlights sind und was nur Nice-to-have ist.

Namibia Sehenswuerdigkeiten Zebras Und Giraffen
Servus Autorenbox Nina & Tom

Wir sind Nina und Tom,

auf unserer 3-wöchigen Namibia Rundreise konnten wir die besten Safari-Routen zwischen Dünen und Nationalparks für dich austüfteln. Hier findest du unsere Tipps für dein nächstes Wüsten-Abenteuer.

Übrigens: Unsere Artikel enthalten Empfehlungslinks.

Karte mit allen Namibia Sehenswürdigkeiten

Damit du im Namibia-Urlaub keine Zeit verschwendest, haben wir alle Sehenswürdigkeiten für dich vorsortiert. In der Tabelle siehst du auf einen Blick, was ein absolutes „Highlight“ ist, was sich als Stopp „lohnt“ und was wir nur als „Optional“ einstufen würden. Zusätzlich haben wir alle Namibia Sehenswürdigkeiten in eine Karte eingetragen, damit du sofort weißt, wo sie liegen.

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Hinweis: Beim Smartphone die Übersicht ggf. nach rechts wischen, um alles zu sehen!

Norden

Im Norden Namibias befinden sich vor allem die Safari-Highlights rund um den Etosha Nationalpark. Die wichtigsten Ausgangsorte und Sehenswürdigkeiten haben wir dir auch in einer Karte aufgeschlüsselt, sodass du sofort einen Überblick hast, wo in Namibia sie sich befinden.


Highlight

1. Etosha Nationalpark

Infos

  • Eintritt: 150 NAD (7,50€) p.P. + 50 NAD pro Auto
  • insgesamt 4 Gates
  • 4/5 Big Five Tieren (Nashorn, Elefant, Löwe, Leopard)
  • größter Nationalpark Afrikas, 22.270 km² (ca. Bundesland Hessen)

Der Etosha Nationalpark ist wahrscheinlich DIE Sehenswürdigkeit schlechthin in Namibia und für viele der Hauptgrund für eine Safari-Reise, da nehmen wir uns nicht aus. Als Selbstfahrer kommst du hier gut zurecht: Auf gut ausgebauten Straßen fährst du selbst durch den Park und hältst Ausschau nach Tieren. „Etosha“ bedeutet übrigens „großer weißer Platz“, benannt nach der weitläufigen Salzpfanne im Park.

Uns hat vor allem die hohe Tierdichte begeistert. In der Trockenzeit (Mai bis September) sammeln sich zahlreiche Tiere (z.B. große Elefantenherden) an den Wasserlöchern, teils direkt neben der Straße. Wir empfehlen dir 1-2 Nächte direkt im Park zu übernachten. Vom Campingplatz bis zur Lodge gibt es für jeden Geldbeutel etwas (Buchung über die NWR-Website).


Lohnt sich

2. Onguma Private Nature Reserve

Infos

  • Eintritt: Kostenlos, wenn man eine Unterkunft im Park gebucht hat
  • privat geführter Park
  • Keine Selbstfahrer-Safari möglich, nur Game Drives
  • Verschiedene Unterkünfte und 2 Campingplätze im Park

Das Onguma Reserve liegt direkt am Ost-Ausgang des Etosha Nationalparks (Namutoni Gate) und ist die perfekte Ergänzung. Selbst fahren darfst du hier zwar nicht, dafür sind die geführten Game-Drives umso besser: mehr und kleinere Wege als in Etosha, und die Jeeps der Unterkünfte sind per Funk verbunden. Entdeckt ein Guide etwas, dürfen trotzdem nur 2 Jeeps gleichzeitig zum Sighting, statt 20 wie im Nationalpark. Man kann sogar Bush Walks buchen.

Für uns fühlte sich alles eine Stufe exklusiver an: besser ausgebildete Guides und gepflegtere Camps. Wir konnten sogar eine Löwin mit ihren Jungen beobachten. Die Unterkünfte sind etwas teurer als in Etosha, aber deutlich schöner. 1-2 Nächte hier lohnen sich hier wirklich.

Tipp: Wenn du mit dem Dachzelt kommst, buche die Tamboti Campsite, ansonsten ist das Forest Camp mit die „günstigste“ Unterkunft im Camp.

Map

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Optional

3. Caprivi Streifen

Highlights

  • Bwabwata Nationalpark (Nilpferde, viele Elefanten)
  • Popa Falls am Okavango-Fluss
  • Kwando River Region (Boots-Safaris)
  • Nkasa Rupara Nationalpark („kleines Okavango-Delta“)

Auf der Namibia Landkarte findest du den Caprivi Streifen ganz rechts oben, weit abgelegen vom Rest des Landes. Wer von Safari nicht genug bekommt, sollte viel Zeit für die teils abgelegenen Nationalparks einplanen. Bekannt ist die Region vor allem für Bootstouren und Wasser-Safaris: Du triffst auf Nilpferde, Krokodile, Elefanten, Büffel und jede Menge Vögel.

Viele zählen den Caprivi Streifen zu den Top-Zielen, wir haben ihn aus Zeitgründen aber ausgelassen. Bis nach hinten zum Salambala Conservancy an der Grenze zum Chobe Nationalpark (Botswana) planst du rund 1 Woche mit Stopps ein, plus viele Stunden im Auto. Für uns lohnt sich der Caprivi Streifen daher eher in Kombination mit einer Botswana-Rundreise inkl. Victoriafalls.


Optional

4. Vingerklip

Infos

  • Zwischen Spitzkoppe und Etosha Nationalpark
  • Eintritt: 15 NAD (0,70€)
  • Wanderung um die Felsnadel: 15 Minuten
  • Schreibweise: Vingerklip, Vingerklipp, Fingerklip

Die Vingerklip ist eine frei stehende, fingerförmige Felsnadel aus Kalkstein, rund 35 Meter hoch. Zusammen mit der umliegenden Ugab-Terrassenlandschaft erinnert die Szenerie ein bisschen ans Monument Valley in den USA. Sie steht auf dem privaten Grundstück der Vingerklip Lodge, für 15 NAD Tageseintritt kannst du eine kurze Runde von etwa 15 Minuten drumherum drehen.

Ehrlich gesagt fanden wir sie von Weitem spektakulärer als direkt darunter, ein Pflicht-Stopp ist sie also nicht. Wenn du aber ohnehin von der Spitzkoppe Richtung Etosha Nationalpark fährst, liegt der Abstecher quasi auf dem Weg und ergibt ein schönes Landschaftsfoto zwischendurch.


Highlight

5. Waterberg

Unterscheidung

  • Waterberg Plateau Nationalpark: Großes Tafelbergmassiv
  • Waterberg Wilderness Nature Reserve: Privater Park zum Schutz der Nashörner, hier 100% Garantie, um Nashörner zu sehen

Den Waterberg verbinden die meisten mit Nashörnern, und das zurecht. Wichtig ist die Unterscheidung: Der Waterberg Plateau Nationalpark liegt oben auf dem großen Tafelbergmassiv, hier kannst du geführte Game Drives und eine Wanderung machen und hast sogar die Chance auf Büffel zu treffen, einen der Big Five, den du in Etosha nicht findest.

Die meisten kommen aber wegen des privaten Waterberg Wilderness Nature Reserve, das sich für den Schutz der Nashörner einsetzt. Beim „Rhino Walk“ oder „Rhino Drive“ hast du fast eine 100 % Garantie, den bedrohten Tieren ganz nah und sogar zu Fuß zu begegnen. Für uns war das ein echtes Namibia-Highlight. Die Nashörner werden rund um die Uhr von Rangern bewacht, damit sie vor Wilderern sicher sind.


Optional

6. Epupa Falls

Infos

  • Eindrucksvolle Wasserfälle im Norden Namibias
  • Eintritt: kostenlos
  • Weitere Aktivitäten: Rafting, Himba-Dorf besuchen, Krokodile beobachten

Die Epupa Falls sind Wasserfälle, die sich weit abgelegen im nordwestlichen Eck Namibias verstecken, man spricht auch von einer „kleinen Oase in der roten Wüste“. Zugegeben, spektakulärere Wasserfälle sind es (hängt auch von der Jahreszeit ab), aber für uns lohnt sich der weite Weg nur, wenn du wirklich tief in die Himba-Region eintauchen willst. Du kannst hier nämlich auch eine Tour zu einem traditionellen Himba-Dorf machen (oft über die Unterkünfte) oder mit etwas Glück Krokodile am Flussufer sehen, frag dazu am besten direkt vor Ort nach.

Info: Während und am Ende der Regenzeit sind die Straßen nicht befahrbar, weil sie zu matschig sind. Allgemein gilt die Region leider als nicht allzu sicher.


Optional

7. Damaraland

Highlights

  • Twyfelfontein (bis zu 6.000 Jahre alte Felsmalerei)
  • „White Lady“ (bis zu 2.000 Jahre alte Felsmalerei)
  • Versteinerter Wald
  • Wüstenelefanten

Rote Felsen, staubige Trockenflüsse, bizarre Basaltsäulen und uralte Felszeichnungen machen das Damaraland fast schon surreal. Twyfelfontein mit über 2.500 Felsgravuren zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe, genau wie der nahegelegene versteinerte Wald. Auch die Felsformationen „Organ Pipes“ und „Burnt Mountain“ liegen gleich um die Ecke, und für Kulturinteressierte lohnt sich das Damara Living Museum.

Wer mit einem Guide tiefer in die Region fährt, hat mit etwas Glück sogar die Chance auf wild lebende Wüstenelefanten (sehr selten). Uns hat das Damaraland landschaftlich richtig gut gefallen, wir stufen es aber als optional ein, weil die Sehenswürdigkeiten weit auseinanderliegen und du für die schönsten Ecken viel Fahrzeit und am besten einen Guide einplanen solltest. Ist deine Route eher knapp, würden wir andere Spots vorziehen.


Lohnt sich

8. Okonjima Nature Reserve

Infos

  • privates Schutzgebiet
  • AfriCat Foundation: Schutz von Leoparden und Geparden
  • Geführte Leopardentracking-Safaris
  • Chance auf Sichtung von Leoparden, Geparden, Hyänen, Warzenschweinen & mehr

Das Okonjima Nature Reserve ist die Heimat der AfriCat Foundation und einer der besten Orte in Namibia, um Leoparden aus nächster Nähe zu erleben. Das geht allerdings nur im Rahmen geführter Safaris, denn das Schutzgebiet darfst du ausschließlich mit Übernachtung in einer der Lodges oder am Campingplatz betreten. Günstig ist das nicht, dafür fließt dein Geld über den Tourismus direkt in den Schutz der Tiere.

Normalerweise ist es sehr schwer, einen Leoparden in freier Wildbahn zu sehen, selbst im Etosha Nationalpark läuft dir selten einer vor die Linse. Hier hast du dank GPS-getrackter Tiere fast eine 100 % Garantie. Für uns lohnt sich das Reserve deshalb perfekt als erster oder letzter Stopp auf deiner Namibia-Rundreise.

Tipp: Buche 1-2 Nächte im Okonjima Plains Camp (ACHTUNG, schnell ausgebucht) oder auf der Okonjima Campsite (für Campingfahrzeuge).


Highlight

9. Spitzkoppe

Infos

  • Markanter Granitberg in der Namib-Wüste
  • Fantastische Fotospots, z.B. „Rock Arch“
  • Geführte Wanderungen und Klettertouren möglich
  • Übernachtung auf Campsite oder kleinen Bungalows

Die Spitzkoppe zählt zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten Namibias. Der frei stehende, 700 Meter hohe Granitberg (auch Matterhorn Namibias genannt) ragt aus der der Namib-Wüste empor und zieht Fotografen & Wanderfans gleichermaßen an, denn auch die umliegenden Berge und roten Felsen sind wunderschön.

Für den Besuch kaufst du entweder einen Tageseintritt beim Community Rest Camp oder übernachtest direkt auf dem Areal (unsere Empfehlung). Zur Auswahl stehen der Campingplatz (schnell ausverkauft) oder ein moderner Bungalow im Cabin Camp. Das Spitzkoppe Rest Camp hat zwar keinen Strom, kein fließend Wasser und Duschen nur an der Rezeption, gehört für uns aber zu den schönsten Campingspots des Landes: viel Privatsphäre, mitten in der Natur und rote Felsen, die zum Sonnenauf- und -untergang leuchten.

Tipp: Bei den Stellplätzen gilt „First Come First Serve“. Für einen genialen Sonnenuntergang empfehlen wir Stellplatz 9-11, für den Sonnenaufgang liegen 4, 5, 6 und 7 schön.


Optional

10. Skeleton Coast

Highlights

  • Schiffswracks an der Küste (z.B. Zeila)
  • Cape Cross (Robbenkolonie)
  • Nebel- und Küstenlandschaft
  • Dünenlandschaften, bizarre Mondlandschaften
  • teilweise „nur mit Guide“ oder per „Flugsafari“ zu erkunden

Die Skeleton Coast ist eine der ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten Namibias: wild, rau und mit einer surrealen Kulisse aus Nebel, Wind und endloser Küste. Der Name „Skelettküste“ kommt nicht von ungefähr: gestrandete Schiffe, Walknochen und rostige Wrackteile liegen hier verteilt. Urlaubsfeeling kommt hier keins auf.

Bekannt ist das gut erreichbare Wrack der „Zeila“ südlich von Henties Bay, nur wenige Meter vom Parkplatz entfernt, aber ehrlich gesagt nur ein kurzer Fotostopp. Die Robbenkolonie bei Cape Cross lohnt sich auch nur, wenn du die Robben bei Walvis Bay verpasst hast, sonst ist die Anreise zu weit.

Wichtig zu wissen: Die nördlichen Teile der Skeleton Coast liegen im gleichnamigen Nationalpark und sind nur mit Permit zugänglich – oder im Rahmen einer geführten Tour. Ein 4×4 ist für manche Strecken Pflicht, ebenso wie volle Ersatzkanister, Wasser und Abenteuerlust.


Lohnt sich

11. Swakopmund

Highlights

  • Berühmte Seebrücke mit Restaurant Jetty 1905
  • Swakopsmund Museum & Leuchtturm
  • Historische Gebäude in der Innenstadt
  • Café Anton und Schwarzwälder Kirschtorte
  • Quadtour & Sandboarding
  • Living Desert Tour

Swakopmund gilt als eine der vielseitigsten Sehenswürdigkeiten Namibias, und für uns war die Küstenstadt nach Tagen auf staubigen Schotterpisten eine richtig willkommene Abwechslung. Schon beim Stadtspaziergang fällt der deutsche Einfluss auf: Straßennamen wie „Bismarckstraße“, Fachwerkhäuser, das Swakopmund Museum und Cafés mit Schwarzwälder Kirschtorte lassen fast vergessen, dass du in Afrika bist, für uns ein herrlich skurriles, aber charmantes Gefühl.

Ein Museumsbesuch bringt dir die Geschichte der Stadt und ihrer deutschen Einwohner näher. Direkt am Atlantik lädt die historische Seebrücke mit dem Restaurant Jetty 1905 zum Sundowner mit Meerblick ein, den wir uns keinen Abend entgehen ließen. Rundherum gibt es außerdem jede Menge Aktivitäten: rasante Quadtouren durch die Dünen, Sandboarding oder die beliebte Living Desert Tour, bei der du die „Little Five“ des Sandmeers entdeckst.


Highlight

12. Walvis Bay

Highlights

Nur etwa 30 Minuten südlich von Swakopmund liegt Walvis Bay, perfekt für einen Tagesausflug, bei dem du gleich mehrere Outdoor-Abenteuer verbinden kannst. Besonders empfehlen können wir die Kajaktour zum Pelican Point: Dabei paddelst du zwischen hunderten neugierigen Robben, die ganz verspielt um die Kajaks toben. Das war für uns definitiv eines der schönsten Erlebnisse in Namibia. Unterwegs gibt es auch einen Stopp am „Pink Lake“ (in Wahrheit eine Salzlagune), an dem sich oft Flamingos tummeln.

Zurück in der Stadt lädt die Uferpromenade zu einem Spaziergang mit frischer Meeresluft ein. Besonders beliebt ist außerdem die geführte Tour nach Sandwich Harbour, wo sich spektakuläre Dünen direkt ins Meer stürzen, ein Fotospot der Extraklasse. Wir haben die Tour zum Sonnenuntergang gemacht, um mehr Glück mit dem Wetter zu haben, denn wie an der Skeleton Coast ist es auch hier morgens oft neblig.

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Süden

Kommen wir zu den Must-See´s im Süden von Namibia, sprich alle Orte, die sich unterhalb der Hauptstadt Windhuk befinden. Je weiter südlicher man reist, desto weniger besiedelt ist das Land. Es lohnt sich unserer Meinung nach, aber auch die Naturhighlights im Süden Namibias mitzunehmen.


Optional

13. Windhuk

Highlights

Windhuk liegt im Zentrum des Landes, hier beginnt für die meisten Reisenden das Abenteuer. Die Stadt selbst zählt aber wirklich nicht zu den schönsten Sehenswürdigkeiten in Namibia, und du verpasst nichts, wenn du von ihr nur den Flughafen siehst. Ein Sightseeing-Hotspot wie z.B. Kapstadt ist Windhuk nicht, es gibt weder eine schöne Altstadt noch eine Fußgängerzone.

Wir haben uns einen Tag lang das Craft Center mit seinen Souvenirshops und die Kirche angesehen, wirklich begeistert waren wir aber nicht. Wenn überhaupt, lohnt es sich, sich von Einheimischen die Stadt und eines der umliegenden Townships zeigen zu lassen, um Windhuk auf einer tieferen Ebene zu erleben (zur Tour). Genau deshalb steht die Stadt bei uns nur unter „optional“.

Tipp: Wenn du am Tag der Ankunft oder Abreise noch etwas Zeit hast, empfehlen wir dir Joe’s Beerhouse, ein richtig gutes Restaurant.

Map

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Highlight

14. Sossusvlei

Highlights

  • Ballonfahrt
  • Sesriem Canyon
  • Wanderung auf Big Daddy Dune
  • Deadvlei
  • Düne 40 & Düne 45

Sossusvlei ist ohne Frage eines der größten Naturwunder Namibias und ein absoluter Pflichtstopp. Das Tal der roten Sanddünen liegt im Herzen des Namib-Naukluft-Nationalparks, eines der größten Schutzgebiete Afrikas und gleichzeitig Teil der ältesten Wüste der Welt.

Besonders zum Sonnenuntergang lohnt sich der Aufstieg auf die Düne 45 oder Düne 40. Wer ganz hoch hinaus will, wandert auf die Big Daddy Dune, angeblich die höchste Sanddüne der Welt. Beim Hinunterlaufen der 325 Meter hohen Düne bekommst du einen echten Adrenalinkick, das Gefühl ist für uns unbeschreiblich. Genauso wie der Anblick des Deadvlei mit seinen toten Kameldornbäumen im weißen Lehmboden, die dort seit 900 (!) Jahren stehen, ohne zu verrotten. Wichtig: Nur wer im Park übernachtet, darf bis zum Sonnenuntergang bleiben, plane das also unbedingt ein.

Nicht verpassen solltest du außerdem den Spaziergang durch den Sesriem Canyon, der in der Trockenzeit komplett begehbar ist. Für ein echtes Gänsehaut-Erlebnis empfehlen wir eine Ballonfahrt bei Sonnenaufgang. Wow, was für ein einzigartiges Erlebnis über die Wüste und Tierherden zu schweben. (Achtung: 5% Rabatt bei Buchung online mit dem Code „traveloptimizer5“, einfach bei Buchung online bei Promotion-Code eintragen)


Lohnt sich

15. Naukluft Mountain Zebra Park (Geheimtipp)

Infos

  • Wunderschöne Panoramastraße zum Startpunkt der Wanderung
  • Olive Trail: 8km, 440hm, 4h
  • Waterkloof Trail: 17km, 640hm, 6h
  • Schöne NWR Campsite und Lodge direkt bei der Rezeption

Abseits der Haupttouristenroute und östlich von Sossusvlei hat uns der Naukluft Mountain Zebra Park richtig positiv überrascht: grün bewachsene Berge, Schluchten, natürliche Pools und mittendrin das seltene Hartmann-Bergzebra. Nach den endlosen Sandflächen der Namib hat uns dieses grüne Bergland fast sprachlos gemacht.

Wir sind den Olive Trail gelaufen, 8 Kilometer mit weiten Aussichten und einem kleinen Kletterabenteuer an einer Felsspalte, das uns ehrlich richtig Spaß gemacht hat (zur Wanderung). Geh am besten gegen den Uhrzeigersinn, dann liegt die Schlüsselstelle gleich am Anfang. Wer mehr sucht, nimmt den anspruchsvollen Waterkloof Trail über 17 Kilometer (zur Wanderung). Für uns lohnt sich der Stopp an diesem Geheimtipp vor allem für die Ruhe: Wir hatten die Wege fast für uns allein und haben selten eine so ursprüngliche Ecke Namibias erlebt.

Tipp: Kaufe die Tickets am besten direkt in Sesriem, dann sparst du dir den 20-minütigen Umweg zur Rezeption und kannst gleich loswandern.


Lohnt sich

16. Kalahari Wüste

Infos

  • Im Osten und Südosten Namibias
  • Kleine Sanddünen, goldgelbes Gras, Akazien & Kameldornbäume
  • Wildtiere in freier Wildbahn
  • Raubtiere eher selten

Die Kalahari ist eigentlich keine Wüste im klassischen Sinne, weil sie stellenweise genug Regen bekommt und man sie auch oft „Halbwüste“ oder Trockensavanne nennt. Typisch sind rote Sanddünen, Akazienbäume und Savannengras. In der Region gibt es viele Private Game Reserves und Farmen und wir finden, es lohnt sich allemal, hier zu übernachten.

Die Big Five triffst du bei einer Safari zwar eher selten, dafür aber Oryx, Zebras, Giraffen, Springböcke, Strauße, Erdmännchen, Schabracken-Schakale und Löffelhunde. Beliebte Stopps sind zum Beispiel Mariental oder die Kalahari Anib Lodge.

Tipp: Wenn du Lust auf eine günstige Reit-Safari oder einen Rundflug mit einer kleinen Cessna hast, empfehlen wir dir die familiengeführte Ibenstein Safari. Eine Farm mit vielen Wildtieren, Pferden und Hunden.


Lohnt sich

17. Lüderitz

Highlights

  • Jugendstilbauten in der Stadt
  • Shark Point (Leuchtturm und Aussichtspunkt)
  • Bootstour zur Halifax Island (Pinguine)
  • Tsau Khaeb National Park
  • Kolmanskuppe Geisterstadt
  • Sperrgebiet Tour

Lüderitz ist anders. Hier trifft deutsche Kolonialgeschichte auf wilde Küste und trockene Wüste. Beim Spaziergang wecken farbenfrohe Jugendstilbauten, das prächtige Goerke-Haus und der Blick vom Shark Island Leuchtturm eine gewisse Nostalgie. Wer sich aber mit der Geschichte befasst (etwa im Museum oder an der Genozid-Gedenkstätte), merkt schnell, dass der Reichtum der Stadt zwei Gesichter hat. Allein dafür lohnt sich für uns schon ein Stopp in der Stadt.

Früher war auch die Bootstour zur Halifax Island mit den Pinguinen ein Highlight. Durch Futtermangel, Vogelgrippe und einen Öltanker-Unfall leben dort heute leider nur noch ein paar hundert. Uns hat die Tour etwas enttäuscht, obwohl wir bei der Rückfahrt sogar noch Delfine gesehen haben.

Tipp: Südlich von Lüderitz beginnt der Tsau Khaeb Nationalpark, das ehemalige Diamant-Sperrgebiet. Du kannst dort einfach selbst mit dem Auto rumfahren und die bizarre Mondlandschaft erkunden.

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Lohnt sich

18. Kolmanskuppe

Infos

  • Öffnungszeiten: 8:00 – 13:00 Uhr
  • Eintritt: 180 NAD (ca. 8,50€)
  • Extra Fotopermit für früheren oder späteren Einlass an der Kasse erhältlich.
  • Führungen: 09:30 & 11:00 Uhr

Die verlassene Diamantenstadt Kolmanskuppe gehört zu den ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten Namibias. Anfang des 20. Jahrhunderts löste hier ein Zufallsfund einen Diamantenboom aus und mitten in der Wüste entstand eine luxuriöse Stadt mit Krankenhaus, Kegelbahn und sogar Eislaufhalle. Als später weiter südlich größere Vorkommen gefunden wurden, überließ man den Ort dem Wind und dem Sand.

Heute dringt der Sand durch Fenster und Türen und macht Kolmanskuppe zur perfekten Geisterstadt. Uns hat das morgendliche Streifen durch die fotogenen Ruinen wirklich fasziniert. Der Besuch ist nur mit einer morgendlichen Führung möglich, danach erkundest du auf eigene Faust weiter. Plane ca. 2 Stunden für deinen Besuch ein. Wenn du nicht an der Führung teilnehmen kannst, lohnt sich auch diese YouTube-Doku.

Tipp: Wenn du zum Sonnenauf- oder -untergang kommen möchtest, kannst du am Vortag an der Kasse einen extra Foto-Permit beantragen.


Highlight

19. Fish River Canyon

Highlights

  • Canyon Rim Road mit vielen Aussichtpunkten
  • Wanderung bei Canyon Village
  • Fish River Trail
  • Ai-Ais Hot Springs
  • Stargazing (Sterne beobachten)

In unserem Sehenswürdigkeiten-Ranking für Namibia steht der Fish River Canyon als Highlight ganz weit oben. Er ist nicht nur der größte Canyon Afrikas, sondern kann unserer Meinung nach locker mit dem Grand Canyon in den USA mithalten, ist aber touristisch noch eher unentdeckt. Entlang der Canyon Rim Road reihen sich spektakuläre Aussichtspunkte aneinander, von denen du bis zu 500 Meter tief in die zerklüftete Schlucht blickst. Und man fährt da einfach mit dem Auto entlang – soooo genial!

Eine Tageswanderung hinunter ist leider nicht möglich, dafür gibt es rund um das Canyon Village kurze Wanderungen. Für echte Abenteurer gibt es den legendären Fish River Trail, eine fünftägige Wanderung durch den Canyon, nur in der Trockenzeit und mit Permit. Wer es entspannter mag, lässt den Tag in den Ai-Ais Hot Springs ausklingen. Nachts wird es magisch: Fernab jeder Lichtverschmutzung siehst du die Milchstraße mit bloßem Auge, für uns eher Sternenexplosion als bloßes Stargazing.


Lohnt sich

20. Giants Play Ground & Quiver Tree Forest

Infos

  • Auf privatem Gelände, das zum Quiver Tree Forest Rest Camp gehört.
  • Kombiticket: 110 NAD (5,40€) p.P.
  • Giants Play Ground: Bizarre Felsbrocken aufeinander gestapelt
  • Quiver Tree Forest: Zahlreiche Köcherbäume

Nur wenige Kilometer nordöstlich von Keetmanshoop liegt ein kleines, oft unterschätztes Naturwunder: der Quiver Tree Forest und der direkt benachbarte Giants Playground. Beide liegen auf dem privaten Gelände des Quiver Tree Forest Rest Camps und sind mit einem Kombiticket (110 NAD pro Person) zugänglich. Der Quiver Tree Forest besteht aus hunderten Köcherbäumen, die direkt neben dem Campingplatz in den Himmel ragen, einige sind 300 Jahre alt und blühen erst mit 20 bis 30 Jahren zum ersten Mal (!).

Wenige Autominuten entfernt beginnt der Giants Playground, ein surrealer Ort mit aufeinander gestapelten Felsbrocken, als hätte ein Riese Legosteine verteilt. Du kannst frei klettern oder den kurzen Rundweg (ca. 30 Min) gehen. Uns hat vor allem der Sonnenuntergang begeistert: lange Schatten und totale Stille. Als Stopp auf deiner Reise also definitiv zu empfehlen.

Tipp: Übernachte eine Nacht auf dem Quiver Tree Forest Rest Camp entweder auf dem Campingplatz oder in einem Bungalow.

Hintergrund rot

Reisen zum Nachreisen: 10-21 Tage Namibia

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