Der Lysefjord in Norwegen lebt vom Wandern: Aber wie reist du an, wann lohnt sich die Preikestolen Wanderung und wo schläfst du? Ich war vor Ort und habe dir alles in einen Guide gepackt: Anreise, Hoteltipp, Reisezeit und ehrlich bewertete Highlights. Damit klappt die Planung stressfrei!
Fjorde, Natur und guter Kaffee: Norwegen ist Isas Traum! Nach ihrem inspirierenden Finnland-Auslandssemester zieht es sie zurück in den Norden. Sie teilt hier ihre liebsten Orte, ihre besten Wanderungen und praktische Tipps.
Was erwartet dich? Steile Felswände, Fjordblick und drei große Wanderungen. Fast alles dreht sich hier ums Wandern.
Lohnt sich der Lysefjord? Ja, wenn du gern wanderst. Wanderschuhe lässt du lieber daheim? Dann bleibt wenigstens die Fjord-Kreuzfahrt ab Stavanger.
Wie viele Tage? Ich empfehle dir 3 Nächte, so bleibt Raum für eine große Wanderung, einen zweiten Ausflug und eine Bootstour.
Meine Unterkunftsempfehlung: Mir hat es im Lysefjorden Gøysa Gard gut gefallen. Der alte Bauernhof steht ruhig und direkt am Fjord und eignet sich als Basis für frühe Starts zum Preikestolen.
An den wichtigsten Wanderungen am Lysefjord gibt es große, offizielle Parkplätze direkt am Startpunkt der Trails (z.B. Preikestolen fjellstue oder Preikestolen Parking)
Parken ist kostenpflichtig (meist Tagesgebühr)
Bezahlen fast immer mit Karte oder per App
In der Hauptsaison können die Parkplätze schnell voll sein, deshalb möglichst früh ankommen
An kleineren Aussichtspunkten gibt es oft nur wenige Parkbuchten entlang der Straße
Nur auf ausgewiesenen Flächen parken. Wildparken wird in Norwegen relativ streng kontrolliert!
Fortbewegung:
In der Region rund um den Lysefjord bewegst du dich hauptsächlich mit dem Auto. Viele Startpunkte für Wanderungen liegen außerhalb der Orte und sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur eingeschränkt erreichbar. Der Parkplatz an der Preikestolen Mountain Lodge ist gut ausgeschildert und direkt mit dem Auto erreichbar.
Zwischen Stavanger und Forsand gibt es saisonale Bus- und Fährverbindungen, diese eignen sich vor allem für die An- und Abreise. Vor Ort bist du ohne eigenes Fahrzeug deutlich weniger flexibel. Für Bootstouren auf dem Lysefjord startest du direkt in Stavanger oder an ausgewählten Anlegestellen entlang des Fjords.
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Hoteltipps
Für die Nächte am Lysefjord würde ich statt Stavanger lieber rund um Forsand am Fjord bleiben. Von dort hast du keine langen Anfahrten zu Preikestolen, Kjerag und Flørli und stehst morgens früher auf den Trails. Ein Auto brauchst du trotzdem, weil Bus und Fähre viele Wanderstarts nur eingeschränkt erreichen.
Meine Wahl: Lysefjorden – Gøysa Gard
Das Lysefjorden Gøysa Gard liegt ruhig am Lysefjord, etwas außerhalb von Forsand, und eignet sich gut, wenn du nah an den Wanderungen und Naturhighlights der Region übernachten möchtest. Die Unterkunft befindet sich auf einem ehemaligen Bauernhof mit direktem Blick auf den Fjord und deutlich abseits vom Trubel rund um Stavanger. Viele Startpunkte, darunter Preikestolen, Kjerag und Flørli, erreichst du von hier aus ohne lange Anfahrten.
ruhige Lage direkt am Lysefjord
kurze Fahrzeiten zu Preikestolen, Kjerag und Flørli
Parkplätze an der Unterkunft
gute Alternative zu einer Übernachtung in Stavanger
Gerade zur Hochsaison ist es sinnvoll, die Tickets und Touren vorab zu kaufen.
Wo kann man am Lysefjord gut essen?
Für die Region rund um den Lysefjord habe ich ein paar tolle Restaurant- und Café-Empfehlungen für dich. Vegetarier und Veganer werden sich besonders wohlfühlen, denn hier gibt es echt einige gute Optionen. Wer in den „fancy“ Restaurants essen möchte, muss allerdings auch etwas mehr hinblättern. Folgende Restaurants kann ich dir empfehlen:
Damit du deine Reise zum Lysefjord noch besser planen kannst, habe ich alle weiteren Tipps zu Sim-Karte, Geld abheben und vielem mehr in einem separaten Norwegen-Artikel für dich zusammengefasst.
Und damit du am Lysefjord auch nichts vergisst, findest du hier die perfekte Norwegen-Packliste. Du kannst dir die Packliste sogar als PDF runterladen und ausdrucken.
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Welche Spots im Lysefjord echte „Highlights“ sind, was sich als Stopp „lohnt“ und was ich nur als „Optional“ einstufe, siehst du direkt in meiner Tabelle. Zur besseren Orientierung habe ich dir außerdem alle Sehenswürdigkeiten im Lysefjord in eine Norwegen-Karte eingetragen.
So kannst du die Karte optimal nutzen (aufklappen)
Möglichkeit 1: Klick oben rechts auf das Rechteck und speichere dir die komplette Karte mit allen Sehenswürdigkeiten in Google Maps ab.
Möglichkeit 2: Klicke auf einzelne Sehenswürdigkeiten, dann öffnet sich links ein Ausklappmenü. Darüber kannst du die Sehenswürdigkeit „in Google Maps öffnen“ und dort als Favorit abspeichern.
Rund um den Lysefjord starten mehrere Wanderungen, die direkt in die Landschaft oberhalb des Fjords führen. Die Wege unterscheiden sich deutlich in Länge, Höhenmetern und Anspruch, lassen sich aber gut als Tages- oder Halbtagestouren einplanen.
Über dem Lysefjord bricht das flache Felsplateau vom Preikestolen senkrecht ab, und weder Geländer noch Absperrung halten dich zurück. Wie nah du an die Kante herangehst, bleibt deine Entscheidung. Oben blickst du über den Fjord, die umliegenden Berge und weit ins Tal.
Der Fels ist aus meiner Sicht das Must-See am Lysefjord, weil die Preikestolen Wanderung zu den bekanntesten Touren in Norwegen zählt und trotzdem technisch einfach bleibt. Mit etwas Grundkondition bist du nach überschaubarem Aufwand oben. In der Hauptsaison wird es auf dem Weg und am Fels voll. Ruhiger wird es früh morgens oder am späten Nachmittag.
Wanderinfos
Start: offizieller Parkplatz an der Preikestolen Mountain Lodge oberhalb von Forsand, von dort dauert es nur wenige Minuten bis zum markierten Einstieg
Dauer: etwa vier bis fünf Stunden hin und zurück, je nach Tempo und Pausen
Strecke: technisch einfach, aber Grundkondition nötig. Du läufst über Felsplatten, durch kurze Waldabschnitte und über angelegte Stufen
Ausrüstung: festes Schuhwerk, vor allem bei Nässe, weil der Untergrund stellenweise steinig und uneben ist
Anreise: meist über Stavanger, von dort per Fähre oder Straße nach Forsand
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Der Kjeragbolten steckt zwischen zwei Felswänden und hängt hoch über dem Lysefjord. Auch hier fehlen Sicherungen, und ob du dich auf den Felsblock stellst, bleibt dir überlassen. Vom Plateau rundherum schaust du weit über Fjord und Berge.
Diese Wanderung ist deutlich fordernder als die Tour zum Preikestolen und nur in der schneefreien Zeit machbar, meist von Juni bis September. Bringst du Trittsicherheit und Schwindelfreiheit mit, lege ich dir den Kjeragbolten als zweites Highlight am Lysefjord in Norwegen ans Herz. Du bewegst dich in echtem hochalpinem Gelände und stehst am Ende rund tausend Meter über dem Wasser.
Wanderinfos
Start: Parkplatz am Øygardstøl oberhalb von Lysebotn, hin und zurück auf derselben Strecke
Dauer: etwa sechs bis acht Stunden, abhängig von Wetter, Tempo und Pausen
Strecke: drei steile Anstiege mit entsprechenden Abstiegen, mehrere Passagen mit Stahlseilen gesichert, oft blanker Fels
Voraussetzungen: Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, gute Kondition und stabiles Schuhwerk
Wetter: bei Nebel, Regen oder starkem Wind besser verzichten, die Bedingungen ändern sich schnell
Anreise: in der Regel über Stavanger, danach mit dem Auto nach Lysebotn
Einst Wartungsweg für die Wasserleitung, heute eine der ungewöhnlichsten Touren am Lysefjord. Über exakt 4.444 Stufen führt die Flørli 4444 Steps vom ehemaligen Wasserkraftort Flørli auf ein Hochplateau. Ohne Straßenverbindung kommst du nur per Boot hin, meist ab Stavanger oder Lauvik.
Technisch bleibt der Anstieg einfach, er ist aber durchgehend steil, stellenweise exponiert und kostet Kondition. Je nach Tempo plane vier bis sechs Stunden ein, am besten im Sommer bei trockenem Wetter. Weil Bootsfahrt, Treppen-Challenge und Fjordblick an einem Tag zusammenkommen, darf Flørli in meinen Augen auf keiner Lysefjord-Route fehlen.
Mein Tipp: Nach dem Abstieg wartet das Flørli Café mit Blick auf den Lysefjord. Direkt daneben zeigt dir ein kleines Wasserkraftmuseum die Geschichte von Kraftwerk und Treppe.
Abseits der bekannten Wanderungen findest du rund um den Lysefjord weitere Stopps, die sich gut in eine Fahrt durch die Region einbauen lassen. Dazu zählen Aussichtspunkte, kurze Abstecher ans Wasser und kleinere Ziele, die gut zu erreichen sind.
Einen ganz anderen Blick auf den Lysefjord habe ich vom Wasser aus bekommen. Meist startet die Lysefjord-Kreuzfahrt in Stavanger und fährt tief in den Fjord hinein. Die Boote fahren nah an steile Felswände und mehrere Wasserfälle heran, die je nach Saison unterschiedlich viel Wasser führen. Auch den Preikestolen habe ich aus einer neuen Perspektive gesehen. An Bord erfährst du einiges über die Entstehung des Fjords und die alten Höfe an den Hängen.
Die Touren sind wetterabhängig, finden aber regelmäßig statt und dauern meist einige Stunden. Die Bootsfahrt lohnt sich vor allem, wenn du auf Wanderungen verzichten willst oder wenn du den Preikestolen schon von oben kennst. Als Halbtagesausflug ab Stavanger passt sie ohne besondere Vorbereitung in deine Planung.
Lohnt sich
5. Jørpelandsholmen
Am Eingang zum Lysefjord liegt nahe Jørpeland Jørpelandsholmen, ein Gebiet aus flachen Felsen, kleinen Buchten und offenen Flächen direkt am Wasser. Ausgebaute Infrastruktur oder markierte Wege gibt es nicht. Auffällig ist ein kleiner Steinkreis, oft „Norwegian Stonehenge“ genannt und ein beliebtes Fotomotiv.
Viele kommen an warmen Tagen zum Baden oder für eine kurze Pause her. Als lohnenswerter Zwischenstopp vor oder nach dem Preikestolen gefällt mir die Insel besonders, weil du hier kurz runterkommst, statt direkt zur nächsten Wanderung aufzubrechen.
Mein Tipp: Pack Badeschuhe ein. Auch im Sommer ist das Wasser kalt und der Einstieg läuft über Felsen.
Mein ruhiges Gegenprogramm zum Trubel am Preikestolen ist der Revsvatnet. Der See liegt östlich von Forsand, etwas abseits der bekannten Fjordrouten am Lysefjord, und ist umgeben von bewaldeten Hängen sowie offenen Flächen. Das Wasser bleibt meist ruhig und Bootsverkehr wie auf dem Fjord fehlt, deshalb lohnt der See einen Stopp für eine entspannte Kajaktour.
Du paddelst am Ufer entlang vorbei an kleinen Buchten und flachen Abschnitten und planst die Strecke so lang, wie du Zeit hast. Direkt vom Ufer kannst du an mehreren Stellen einsteigen. Vor Ort gibt es keine feste Verleihstation, eigene Ausrüstung ist also sinnvoll. Das Wasser bleibt auch im Sommer kühl, pack passende Kleidung ein.
Optional
7. Høllesli Aussichtspunkt
Über eine schmale Straße erreichst du den HøllesliAussichtspunkt oberhalb des Lysefjords in Norwegen. Von hier siehst du die gegenüberliegenden Felswände und den Fjord tief unter dir. Du hältst direkt am Straßenrand, denn ein größerer Parkplatz und ausgewiesene Wege fehlen.
Für mich war Høllesli eher optional, weil der Spot nicht ausgebaut ist und eher für einen kurzen Halt taugt als für einen längeren Aufenthalt. Liegt er ohnehin auf deiner Fahrt zwischen Stavanger, Forsand und den Wanderparkplätzen, dann nimm ihn mit. Abseits der bekannten Hauptstopps ist meist weniger los als an den Aussichtspunkten nahe dem Preikestolen, und den Blick von oben bekommst du ganz ohne Wanderung.
Für mich ist der Landa Park optional, weil hier Geschichte statt Fjordnatur im Mittelpunkt steht. Anhand von Grabungen rekonstruiert die Anlage eine Siedlung aus der späten Wikingerzeit und dem frühen Mittelalter. Du läufst durch Langhäuser, Werkstattbereiche und offene Flächen. Infotafeln erklären dabei Bauweise, Alltag, Landwirtschaft und Handwerk.
Das Gelände kannst du frei oder bei einer Führung erkunden, je nach Saison und Angebot. Plane etwa 45 bis 90 Minuten ein. Mit Familie passt der Besuch gut, weil die Wege kurz sind und vieles visuell erklärt wird. Vom Frühjahr bis in den frühen Herbst ist meist geöffnet, danach bleibt das Gelände geschlossen.
Mein Tipp: Brauchst du nach Preikestolen oder Kjerag einen ruhigeren Tag am Lysefjord, passt der Landa Park als kurzer Programmpunkt ohne Anstrengung gut.
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