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10 schöne Sehenswürdigkeiten in der Normandie [mit Karte]

Fachwerkstädte, weiße Kreidefelsen und das Kloster Mont-Saint-Michel: In der Normandie den Überblick zu behalten, ist schwer. Ich zeige dir die wichtigsten Normandie Sehenswürdigkeiten, nach Priorität sortiert, inklusive Karte.

normandie sehenswürdigkeiten schönste Orte

Karte mit allen Normandie Sehenswürdigkeiten

Damit du deine Route durch die Normandie leichter planen kannst, habe ich die Sehenswürdigkeiten nach Priorität sortiert. In der Tabelle siehst du, was ein Highlight ist, sich als Stopp lohnt oder nur mit Zeitpuffer optional passt. Die Karte zeigt dir, wo die einzelnen Orte verteilt liegen.

Normandie Sehenswuerdigkeiten Karte 01
Highlight
➔ darfst du nicht verpassen
Lohnt sich
➔ ganz cool als Stopp
Optional
➔ nur wenn du Zeit hast
1. Rouen
8. Kreidefelsen bei Étretat
9. Mont-Saint-Michel
10. Landungsstrände D-Day
2. Le Havre
3. Deauville
4. Caen
5. Bayeux
6. Granville
7. Vernon

Hinweis: Beim Smartphone die Übersicht ggf. nach rechts wischen, um alles zu sehen!

Die schönsten Städte

Die Städte der Normandie sind so unterschiedlich, dass jede für sich einen Stopp wert ist. Rouen bringt gotische Kirchen und Fachwerkgassen, Le Havre Beton-Moderne, Deauville Yachthafen und Strand, Caen und Bayeux viel Geschichte, Granville kleines Hafenflair. Die meiste Zeit würde ich in Rouen einplanen, die übrigen Städte passen gut als Zwischenstopp auf der Route.


Highlight

1. Rouen

Highlights

  • wunderschöne Fachwerkhäuser
  • Kathedrale Notre-Dame (mit Lichtershow von Juli-September)
  • Grab des Wikingers Rollo
  • Uhrenturm Gros-Horloge
  • Rue du Gros Horloge
  • Turm Jeanne d’Arc

Als Hauptstadt der Normandie ist Rouen voller Fachwerkhäuser, gotischer Kirchen und Geschichte. Die Kathedrale Notre-Dame gehört zu den bedeutendsten gotischen Kirchen Frankreichs. Weiteres Highlight sind der Uhrenturm Gros-Horloge mit Blick über die Rue du Gros Horloge und der Turm Jeanne d’Arc, ein Überbleibsel der alten Burg. Weil die Stadt im Zweiten Weltkrieg wenig zerstört wurde, ist viel Historisches erhalten, wie zum Beispiel das Grab des Wikingers Rollo, der die Normandie eroberte.

Im Sommer ist die Atmosphäre besonders toll. Überall sitzen Franzosen in den Straßencafés, auf kleinen Plätzen wird getanzt und die Kathedrale leuchtet nachts in einer Lichtershow (Juli–September). Wenn du nur eine Stadt in der Normandie einplanst, dann diese!

Tipp: Bleib eine Nacht, dann bekommst du Lichtershow und Stimmung mit. Eine historische Führung durch die Altstadt kann ich dir außerdem empfehlen (zur Tour).

Map

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Lohnt sich

2. Le Havre

Highlights

  • moderne Architektur
  • Hafen
  • St. Joseph Kirche
  • Kulturzentrum Le Volcan
  • Kathedrale Notre-Dame
  • Seilbahn

Beton statt Fachwerk, Rastermuster statt Altstadtgassen: Le Havre fällt in der Normandie aus dem Rahmen. Die Hafenstadt wurde im Zweiten Weltkrieg zum Großteil zerstört und danach modern und geradlinig neu aufgebaut. Le Havre bedeutet “der Hafen” und hat auch einen der wichtigsten Seehäfen Frankreichs, den du auch besichtigen solltest.

Viele können der Stadt beim ersten Besuch nichts abgewinnen, ich habe mich aber sofort wohl gefühlt. Sehenswert sind die ungewöhnliche Kirche St. Joseph mit Betonturm und farbigen Glasbausteinen, das Kulturzentrum Le Volcan und die Kathedrale Notre-Dame, eines der wenigen verschonten Gebäude. Mit der Seilbahn kommst du hinauf und hast einen weiten Blick über die Stadt. Der robuste Charakter von Le Havre braucht vielleicht einen zweiten Blick, dann lohnt sich der Stopp aber wirklich.

Tipp: In der Stadt gibt es nur Kurzparkzonen und die Automaten sind nur auf Französisch. Wer länger bleibt, parkt kostenlos in der Nähe des Strandes (hier).


Lohnt sich

3. Deauville

Highlights

  • Yachthafen
  • prunkvolle Fachwerksvillen
  • Casino
  • Strand + Strandpromenade
  • Filmfestival

Wer teure Yachten, breiten Sandstrand und ein bisschen Bummeln mag, ist in Deauville richtig. Der Badeort hat einen der wichtigsten Yachthäfen Frankreichs, dazu prunkvolle Fachwerksvillen, ein großes Casino und eine Strandpromenade mit kleinen Strandhäuschen, die die Namen bekannter Schauspieler und Regisseure tragen, eine Idee aus dem örtlichen Filmfestival. Für einen Strandtag mit Hafenbummel passt der Ort gut, wer historische Altstädte sucht, ist in Rouen oder Bayeux besser dran. Als Stopp an der Küste lohnt sich Deauville aber allemal.

Tipps:

  • Die Parksituation im Sommer ist übel, rund um den Bahnhof findest du in den Straßen leichter einen Parkplatz.
  • Schau dir vorher die Karte von Deauville an, beim Yachthafen gibt es nämlich keine Brücke auf die andere Seite.

Lohnt sich

4. Caen

Highlights

  • Caen Castle
  • Abteien Abbaye aux Hommes und Abbaye aux Dames
  • Museum + Memorial von Caen

Nicht weit von den Landungsstränden liegt Caen, eine Stadt mit reichlich Geschichte. Wilhelm der Eroberer ließ hier die Burg Caen Castle und die beiden Abteien Abbaye aux Hommes und Abbaye aux Dames bauen, die das Stadtbild bis heute prägen und auf deiner Liste der besten Sehenswürdigkeiten der Normandie stehen sollten.

Später kam die englische Besetzung, im Zweiten Weltkrieg dann die heftigen Kämpfe zwischen Alliierten und deutschen Truppen, an die das Mémorial de Caen heute erinnert. Mich überzeugt an der nach 1944 wieder aufgebauten Studentenstadt deswegen weniger die Architektur, sondern wie greifbar die Geschichte hier wird. Für diesen Teil der Normandie lohnt sich der Halt deshalb.

Tipp: Die Tickets für das Museum Mémorial de Caen besorgst du dir am besten vorab online (zum Ticket).


Lohnt sich

5. Bayeux

Highlights

  • Kathedrale von Bayeux
  • Museum über den D-Day
  • Brücke über dem Fluss Aure
  • Museum des Teppichs

Bayeux ist eine kleine mittelalterliche Stadt unweit von Caen und passt gut als Stopp auf der Fahrt zu den Landungsstränden. Sehr sehenswert ist die Kathedrale von Bayeux. Außerdem findest du hier ein weiteres Museum über den D-Day und die Befreiung der Normandie sowie das Museum des Teppichs. Diese Stickarbeit aus dem 11. Jahrhundert zeigt die Eroberung Englands durch Wilhelm den Eroberer.

Nahe der Touristeninformation führt eine kleine Brücke über den Fluss Aure, von der aus du das Postkartenmotiv des kleinen Dörfchens Bayeux machen kannst. Bayeux wird oft nur als schnelle Zwischenstation eingeplant, tatsächlich füllen die Museen und die Altstadt gut einen halben Tag. Genau dafür lohnt sich der Umweg von den Stränden, meiner Meinung nach.


Lohnt sich

6. Granville

Highlights

  • Kirche Notre-Dame du Cap Lihou
  • Pointe du Roc + Leuchtturm
  • Plage du Plat Gousset
  • Christian Dior Haus

Die kleine Hafenstadt Granville lässt sich gut zu Fuß erkunden. Die Stadt zählt zu den schönsten Orten der Normandie, da sie nach dem D-Day kampflos geräumt wurde und viele historische Gebäude so erhalten geblieben sind. Schon von Weitem siehst du die Kirche Notre-Dame du Cap Lihou auf ihrem Hügel, von dort hast du den weitesten Blick über die Stadt.

Unbedingt vorbeispazieren solltest du beim Hafen zur Pointe du Roc mit Leuchtturm und Klippen und weiter zum Plage du Plat Gousset, dem kleinen Strand von Granville. Ein cooler Fun Fact ist, dass Christian Dior in Granville aufgewachsen ist. Sein Haus kannst du besuchen. Mich holt in Granville tatsächlich weniger der Strand ab als die Oberstadt mit den historischen Gebäuden, und dafür ist die Stadt auch lohnenswert.

Tipp: Kostenlos parken kannst du hier in der Oberstadt/Altstadt.


Optional

7. Vernon

Infos/Highlights

  • alte Mühle
  • Château des Tourelles
  • Kathedrale von Vernon

Vernon ist eine kleine Stadt an der Seine, die vor allem für ihre alte Mühle bekannt ist, welche auf zwei Pfeilern über dem Wasser erbaut ist. Die Seine ist der längste Fluss in Frankreich und zieht sich von Paris weiter durch die Normandie. Weitere Highlights bei Vernon sind das Château des Tourelles und die Kathedrale von Vernon. Beides ist schnell angeschaut. Mehr solltest du hier nicht erwarten, denn der Ort ist in einer guten Stunde abgehakt. Für alle, die entlang der Seine unterwegs sind und ohnehin vorbeifahren, ist Vernon ein hübscher Fotostopp. Wer nur wenige Tage Zeit hat, kann die Stadt meiner Meinung nach ohne schlechtes Gewissen streichen und die Stunden lieber an der Küste verbringen.

Hintergrund rot

Natur & Kultur

Aber nicht nur Schauplätze aus dem zweiten Weltkrieg sind ein Markenzeichen der Normandie, sondern auch wunderschöne weiße Klippen und ein sehr spezielles Kloster auf einer Insel.


Highlight

8. Kreidefelsen bei Étretat

Highlights

  • Kreidefelsen
  • Dorf Étretat
  • Kapelle Notre-Dame-de-la-Garde

Weiße Klippen entlang der Küste gibt es nur in Dover? Falsch gedacht, in der Normandie stehen sie bei Étretat. Die Kreidefelsen sind mindestens genauso spektakulär, ein echtes Must-See und zählen deshalb zu den schönsten Orten der Normandie. Sie haben schon viele Maler und Schriftsteller inspiriert.

Ausgangspunkt ist das kleine Dorf Étretat, das selbst schon Charme hat. Nach Südwesten läufst du an immer neuen Felsformationen vorbei, nach Nordosten kommt die Kapelle Notre-Dame-de-la-Garde, für die du einen kurzen Abstecher einplanen kannst. Achtung: Als ich dort war, hatten die Franzosen den Parkplatz so zugeparkt, dass niemand mehr rauskam, deshalb fahre früh los und parke nah an der Ausfahrt.

Tipps:

  • Kurz vor dem Ort gibt es Parkplätze, dort entgehst du dem Chaos im Dorfinneren.
  • Die Felsen kannst du auch vom Wasser aus ansehen. Miete dir in Étretat einfach ein Boot, Stand-Up-Paddle Board oder Kajak.

Highlight

9. Mont-Saint-Michel

Infos

  • Öffnungszeiten: 09.00 – 19.00 Uhr (Mai – August), Öffnungszeiten können in der Nebensaison abweichen
  • Eintritt: Insel kostenlos, Kloster ab 13,00 €
  • zum Ticket
  • Parkkosten: 9-15€, abhängig von der Saison (gültig für 24h), Nachttarife ab 19.00 Uhr verfügbar

Mitten auf dem Wattenmeer steigt der Klosterberg empor: Der Mont-Saint-Michel ist eine dieser Normandie Sehenswürdigkeiten, die einen sofort sprachlos macht. Laut Legende errichtete Bischof Aubert de Avranches das Städtchen und das Kloster im Jahr 708 n.Chr., nach Erscheinungen des Erzengels Michael.

Die Abtei selbst kostet Eintritt, das Dörfchen auf der Insel kannst du aber kostenlos erkunden. Ich empfehle den Besuch im Sommer frühmorgens oder spätabends, wenn die Stimmung durch das Licht am schönsten ist. Für Naturliebhaber lohnt sich außerdem eine Wattwanderung rund um den Berg. Die Gezeiten zählen mit einer Amplitude von 14 Metern zu den stärksten Europas, checke sie also vorab hier.

Wenn du mit dem Auto anreisen möchtest, kannst du etwa 400 Meter vom Klosterberg entfernt parken und die letzten Meter mit einem Shuttlebus oder zu Fuß zurücklegen.

Tipps zum Besuch

  • Ticket für die Kirche am besten vorab kaufen (zum Ticket)
  • Die Strecke zur Abtei über die Brücke ist relativ weit (ca. 1-1,5km). Daher ist es empfehlenswert, eine Richtung mit dem Bus zu fahren und die andere zu Fuß zu gehen, um den Ausblick genießen zu können.
  • Im Sommer gibt es immer wieder Lichtshows, welche sehr empfehlenswert sind. Tickets findet man im Internet für 12-15 Euro unter dem Suchbegriff “The Archangel”.
  • Zum Sonnenuntergang und in der Nacht ist Mont-Saint-Michel beleuchtet und ganz besonders schön, vor allem für Fotografen.
  • Früh morgens oder spät nachmittags kommen, weniger Menschen, bessere Fotos. Generell kann es sehr voll werden, Geduld mitbringen & Wege abseits der Masse nutzen.
  • Nur im Watt laufen, wenn man die Gezeiten kennt. Es sitzen immer wieder Leute fest bei Flut oder ertrinken sogar.
  • Restaurantpreise können höher sein, ggf. außerhalb zu Abend essen.
  • Noch mehr Tipps und Infos zu Mont-Saint-Michel findest du hier auf dem Blog von Sabrina.


Highlight

10. Landungsstrände von D-Day

Highlights

  • Omaha Beach (Memorial, Museum, Soldatenfriedhof)
  • Utah Beach
  • Gold Beach
  • Juno Beach
  • Sword Beach
  • zur Tour

Als bedeutendste Kriegsschauplätze der Normandie sind die Landungsstrände des D-Days ein Must-See. Am 6. Juni 1944, dem sogenannten D-Day, landeten die Alliierten hier, um die deutschen Besatzungstruppen zu verdrängen. Der Tag hat mitunter über das Ende des Zweiten Weltkriegs entschieden, allerdings forderte die Mission tausende junge Soldaten als Opfer.

Darüber kannst du heute bei den 5 Stränden, die damals das Ziel der Mission waren, viel lernen. Am bekanntesten ist Omaha Beach mit Memorial, Museum und dem Soldatenfriedhof der amerikanischen Gefallenen. Weitere bekannte Strände in direkter Umgebung sind Utah, Gold, Juno und Sword Beach. Baden könnte man an den Stränden theoretisch auch, allerdings ist das Wasser kalt und Badestimmung kam bei mir aufgrund der Geschichte nicht gerade auf.

Tipp: Für die Hintergründe ist eine Tour sehr zu empfehlen (zur Tour).

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Reisen zum Nachreisen: 7 Tage Normandie

Wenn du jetzt Lust hast, all diese Sehenswürdigkeiten bei einer Normandie Rundreise zu besuchen, dann aufgepasst. Wir haben dir in einem separaten Blogartikel eine Reiseroute mit einem ausführlichen Reiseplan zusammengestellt. Du kannst den Reiseplan perfekt als Grundlage für deine eigene individuelle Planung nutzen, damit du auch nichts Wichtiges vergisst!

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Häufige Fragen: Normandie Sehenswürdigkeiten

Wo ist es am schönsten in der Normandie?
  • Rouen
  • Kreidefelsen von Etretat
  • Le Havre
  • Caen
  • Landungsstrände D-Day
  • Bayeux
  • Granville
  • Mont Saint Michel

 

Wann ist die Normandie am schönsten?

Die beste Reisezeit ist April, Mai, Juni, September und Oktober. Das Wetter ist gut und es sind weniger Touristen unterwegs als im Hochsommer. Allerdings gibt es in der Zeit meist keine Lichtershows zu sehen, für welche die Normandie bekannt ist.

Wie viele Tage braucht man für die Normandie?

Mindestens einplanen sollte man 5 Tage, besser ist allerdings eine Woche. Außerdem lässt sich die Normandie wunderbar mit einer Reise in die Bretagne verbinden.

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