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Die 25 wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Kanada [mit Karte]

Deine Kanada-Bucketlist ist zu lang? Ich kürze sie ehrlich runter: Hier findest du die wichtigsten Kanada Sehenswürdigkeiten, sortiert nach Ost- und Westküste und nach Priorität (inkl. Karte). So siehst du sofort, welche Spots sich wirklich lohnen.

Titelbild Kanada Sehenswürdigkeiten

Karte mit allen Kanada Sehenswürdigkeiten

Damit du auf deiner Kanada-Reise keine Zeit an den falschen Orten verlierst, habe ich alle Sehenswürdigkeiten vorsortiert. In der Tabelle siehst du auf einen Blick, was ein echtes „Highlight“ ist, was sich als Stopp „lohnt“ und was ich nur als „Optional“ einstufe. Zusätzlich habe ich alle Kanada Sehenswürdigkeiten in eine Karte eingetragen, damit du direkt weißt, wo sie liegen.

Map

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Ostküste

Kanada ist so groß, dass du in einem Urlaub kaum alles schaffst. Deshalb stelle ich dir zuerst meine Highlights und Nice-to-haves an der Ostküste vor und danach die an der Westküste. Mein Rat: Entscheide dich schon vor der Planung für eine Region, dann hetzt du später nicht von Spot zu Spot.


Lohnt sich

1. Algonquin Provincial Park

Highlights

  • Algonquin Park Visitor Centre
  • Lookout Trail
  • Spruce Bog Boardwalk Trail
  • Opeongo Lake
  • Centennial Ridges Trail

Der Algonquin Provincial Park liegt ungefähr 200 km nördlich von Toronto und ist das Gegenprogramm zur Hektik der Stadt. Dichte Laub- und Nadelwälder wechseln sich mit Seen, Felsen und Sümpfen ab, in denen Elche, Schwarzbären und Wölfe leben. Wandern, Radfahren und Kajaktouren sind das Hauptprogramm, im Winter kommen Schneeschuhe, Skilanglauf und Hundeschlittenfahrten dazu.

Die für mich schönste Zeit im Park ist der Indian Summer, wenn sich die Wälder färben. Als Stopp auf einer Ostkanada-Route lohnt sich der Park, für einen extra Umweg würde ich ihn aber nicht einplanen.

Mein Tipp: Alle kommerziellen Angebote haben nur bis Thanksgiving geöffnet, das solltest du bei deiner Reiseplanung beachten.


Highlight

2. Niagarafälle

Highlights Ontario

  • Niagarafälle und Niagara Skywheel
  • Toronto
  • Ottawa
  • Alonquin Provincial Park
  • Killarney Provincial Park
  • Thousand-Islands-Nationalpark

Die Niagarafälle liegen an der Grenze zwischen der kanadischen Provinz Ontario und dem US-Bundesstaat New York, rund 130 Kilometer von Toronto entfernt. Auch wenn du die Bilder längst kennst, wirken die Wassermassen vor Ort noch mal anders. Von der kanadischen Seite blickst du direkt auf die Horseshoe Falls.

Erleben kannst du sie aus zwei Perspektiven: von oben aus dem Niagara Skywheel, einem 53 Meter hohen Riesenrad, und von unten bei einer Bootsfahrt direkt vor der Gischt. Nass wirst du dabei garantiert!

Und auch wenn der Ort an sich sehr touristisch ist, ist es das Naturschauspiel definitiv wert. Als Tagesausflug ab Toronto passt es besonders gut!


Highlight

3. CN Tower

Infos

  • Toronto
  • Geführte Nachttour mit Eintritt in den CN Tower
  • 2,5h
  • ab 89,40€ pro Person
  • zum Ticket

Der CN Tower ist mit 553 Metern DAS Wahrzeichen von Toronto. Er war lange Zeit die höchste freistehende Struktur der Welt.⁠⁠ Mit Reservierung fährst du hoch und hast einen Blick über die ganze Stadt und den Lake Ontario.

Für mich war der EdgeWalk das Highlight: ein 1,5 Meter breiter Steg auf 356 Metern Höhe, ganz ohne Geländer, nur mit Sicherung am Gurt. Wer schwindelfrei ist, sollte ihn mitnehmen. Wer es ruhiger mag, geht ins Restaurant des Turms oder auf die Aussichtsplattform mit Glasboden, weiche Knie sind hier vorprogrammiert.

Mein Tipp: An klaren Tagen siehst du vom Turm aus sogar bis zu den Niagarafällen.

Map

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Lohnt sich

4. Parliament Hill

Infos

  • Ottawa
  • Hop-On Hop-Off Guided City Tour Pass
  • Tagesausflug
  • ab 31,15€ pro Person
  • zum City Tour Pass

Der Parliament Hill liegt am Ufer des Ottawa River in der kanadischen Hauptstadt. Auf dem Hügel stand früher eine Militärkaserne. Ab 1859 entstand hier das neugotische Parlamentsgebäude, nachdem Ottawa zur Hauptstadt ernannt worden war. Mit seinen Türmen und Spitzbögen erinnert der Bau ein bisschen an Hogwarts.

Am besten kommst du abends, dann läuft die Licht- und Soundshow an der Fassade. Für mich war aber die Flussrundfahrt auf dem Ottawa River das schönere Bild. Von unten wirkt das Gebäude noch imposanter. Insgesamt rentiert sich ein Zwischenstopp bei diesem Kanada-Spot, gerade in Kombination mit einem Spaziergang durch die Altstadt von Ottawa.

Mein Tipp: Im Winter friert der nahe Rideau-Kanal zu und wird zur größten natürlich gefrorenen Eisbahn der Welt.


Lohnt sich

5. Notre-Dame de Montréal

Infos

  • Montreal
  • Basilika Notre Dame
  • 16 CA$

Die Notre-Dame-Basilika ist eine römisch-katholische Kirche im Herzen der Altstadt von Montréal, direkt gegenüber der Place d’Armes. Von außen neugotisch, mit Türmen und Spitzbögen, während sie von innen mit einem für eine Kirche ungewöhnlich farbenfrohen Innenraum in Blau, Gold und Rot überrascht.

Für mich war der Besuch drinnen eindrucksvoller als der Anblick von außen: Das Licht durch die bunten Fenster taucht den ganzen Raum in eine besondere Atmosphäre, gerade an einem sonnigen Nachmittag.

Ein Stopp an der Notre-Dame-Basilika lohnt sich, vor allem als Teil eines Montréal-Tagestrips durch die Altstadt.


Highlight

6. Château Frontenac

Infos

  • Québec
  • ab 222€/Nacht
  • Die Preise können nach Reisezeitraum variieren

Das Château Frontenac thront als markantestes Gebäude über der Altstadt von Québec und gilt als das meistfotografierte Hotel der Welt.⁠⁠ Auch ohne Übernachtung lohnt sich ein Blick von außen. Mit seinen Türmchen wirkt es wie aus einem Märchen, das solltest du dir nicht entgehen lassen!

Bei einem Rundgang erfährst du einiges über die berühmten Gäste des Hotels. Eines der drei Restaurants für ein Dinner zu reservieren, ist ebenfalls eine Option. Vom Château aus sind der Sankt-Lorenz-Strom, die Notre-Dame de Québec und der Parc Montmorency nur einen Spaziergang entfernt.

Mein Tipp: Als Vorgeschmack lohnt sich Hitchcocks „I Confess“ von 1953, der Film wurde unter anderem im Hotel gedreht.


Lohnt sich

7. Peggy’s Cove

Infos

  • Peggy’s Cove
  • Tour von Halifax nach Peggy’s Cove
  • inklusive Express-Eingang zur Bucht
  • 4h
  • ab 75,00€ pro Person
  • zum Ticket

Das rot-weiße Peggy’s Point Lighthouse in Peggy’s Cove, Nova Scotia, gilt als einer der meistfotografierten Leuchttürme der Welt.⁠⁠ Das kleine Fischerdorf drumherum ist selbst schon einen Stopp wert, mit bunten Häusern direkt an den Felsen.

Am besten übernachtest du in Halifax und machst von dort einen Tagesausflug, auch mit geführten Touren. Ich würde den Leuchtturm zum Sonnenuntergang einplanen, dann bekommst du das beste Licht auf die Felsen. Rund um Peggy’s Cove warten außerdem einige Buchten sowie Wandern, Kajakfahren, Surfen und Golfen, falls du noch Zeit einplanst.


Lohnt sich

8. Fundy Nationalpark

Highlights

  • Bay of Fundy
  • Hopewell Rocks
  • Goose Bay
  • Caribou Plains Trail
  • Third Vault Falls Trail

Sandsteinfelsen, Küstenwälder und Wasserfälle machen den Fundy Nationalpark zu einem beliebten Naturreservat an Kanadas Ostküste. An der Küste warten Strände, im Hinterland aufregende Wandertouren und mit etwas Glück Elche, Rehe und Wildkatzen.

Für mich rentiert sich ein Besuch aber vor allem wegen der Bay of Fundy: Am östlichen Ende hast du hier den weltweit größten Tidenhub, bis zu 16 Meter Unterschied zwischen Ebbe und Flut.⁠⁠ Plan deine Tour so, dass du rechtzeitig vor der Flut zurück bist.

Mein Tipp: Die Temperaturen schwanken stark zwischen Winter und Sommer, pack deshalb passende Kleidung für jede Wetterlage ein.


Optional

9. Altstadt von Lunenburg

Highlights

  • Uferpromenade
  • Fisheries Museum of the Atlantic
  • Ironworks Distillery
  • Bluenose II
  • Seafood

Lunenburg an der Südküste von Nova Scotia wurde 1995 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt, geschützt wird damit die älteste geschlossene deutsche Siedlung in Kanada.⁠⁠ Die farbenfrohe Hafenzeile aus alten Holzhäusern prägt bis heute das Stadtbild.

Für mich war der Spaziergang an der Uferpromenade besonders lohnenswert, mit Blick auf die Bucht und die vorbeiziehenden Fischerboote. Danach kannst du dir frische Meeresfrüchte in einem der Restaurants direkt am Wasser schmecken lassen. Und ein Souvenir der deutschen Siedler gibt’s auch noch: Sauerkraut steht hier bis heute auf der Karte.

Liegt die Bluenose II gerade im Hafen, solltest du einen Blick an Bord werfen. Sie ist aber oft unterwegs, also vorher den Fahrplan checken!

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Optional

10. Gros Morne Nationalpark

Highlights

  • Tablelands Trail
  • Lobster Cove Head Lighthouse
  • Baker’s Brook Falls
  • Wanderung zum Gipfel des Gros Morne
  • Ausflug mit dem Boot

Der Gros Morne Nationalpark liegt im Westen von Neufundland und beeindruckt mit einer einzigartigen Geologie: Fjorde, Gletscherseen, Gebirgstäler und die Tablelands, wo Gestein aus dem Erdmantel offen zutage liegt.⁠⁠​ Für mich waren die Tablelands der Grund für den Umweg: eine orange-braune, fast marsähnliche Landschaft, auf der kaum etwas wächst, weil das Gestein für Pflanzen giftig ist.⁠⁠ Ein Kontrast zu den grünen Fjorden im restlichen Park.

Ansonsten sind Wandern und Campen die beliebtesten Aktivitäten. Dabei triffst du auf Schwarzbären, Füchse, Elche und Adler, und mit über 700 Blütenpflanzenarten ist im Park auch botanisch einiges los.⁠⁠​ Da der Nationalpark jedoch abseits der üblichen Ostkanada-Route liegt, solltest du ihn nur mit Zeitpuffer einplanen.


Optional

11. Signal Hill

Highlights

  • Signal Hill
  • St. John’s
  • Cape Spear Leuchtturm
  • The Rooms
  • Quidi Vidi Brewery

Signal Hill in St. John’s bietet dir nach dem Aufstieg einen tollen Blick über die Stadt und den Hafen, tagsüber wie nach Sonnenuntergang. Der Hügel war lange militärische Basis: Hier fand 1762 mit der Battle of Signal Hill“ die letzte Schlacht des Siebenjährigen Kriegs in Nordamerika statt.⁠⁠​

Für mich ist genau diese Mischung der Reiz: erst der Ausblick, dann die Geschichte dazu am Cabot Tower. Wenn du ausreichend Zeit bei deiner Reise hast, kannst du Signal Hill einen Besuch abstatten. Bist du ohnehin in St. John’s, wird der kurze Aufstieg sowieso auf deinem Tagesplan stehen.

Mein Tipp: Von Signal Hill ist es nicht weit zum Cape Spear, dem östlichsten Punkt Nordamerikas (Grönland ausgenommen).


Lohnt sich

12. Der magische Ort Churchill

Highlights

  • Cape Merry
  • Nordlichter
  • Eisbären & Beluga-Whale-Watching
  • Itsanitaq Museum
  • Miss Piggy

Churchill in Manitoba liegt an der Hudson Bay und ist einer der wenigen Orte weltweit, an denen du Eisbären und Belugawale in freier Wildbahn beobachten kannst. Dazu kommen die Nordlichter.

Für mich lohnt sich der Trip vor allem als kombinierte Wildlife-Reise, das Timing macht dabei den Unterschied: Für Eisbären ist Oktober bis November die beste Zeit, dann sammeln sich die Tiere an der Küste und warten auf das Eis.⁠⁠ Für Belugas lohnt sich Juli bis August, wenn tausende Wale in die Flussmündung ziehen.⁠⁠ Und für die Nordlichter sind Januar bis März am verlässlichsten, mit den klarsten und längsten Nächten.⁠⁠​

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Westküste

Die Ostküste hast du im oberen Teil schon abgehakt, jetzt geht es rüber an die Westküste Kanadas. Dort warten Metropolen mit ordentlich Kultur und vor allem weitläufige Nationalparks, die jedes Jahr Massen an Besuchern anziehen. Welche Spots davon meine persönlichen Favoriten sind, liest du gleich.


Highlight

13. Athabasca Gletscher

Infos

  • Banff
  • Columbia-Eisfeld-Tour am Athabasca Gletscher
  • 11h
  • ab 228,00€ pro Person
  • zum Ticket

Der Athabasca-Gletscher ist einer der sechs Hauptzungen des Columbia-Eisfelds in den Rocky Mountains und liegt direkt am Icefields Parkway. Dadurch ist er der meistbesuchte Gletscher Nordamerikas.⁠⁠​

Für mich ist der Blick vom Parkway schon beeindruckend, aber im Sommer geht noch mehr: Snowcoach-Touren bringen dich direkt aufs Eis. Ein paar Kilometer weiter liegt der Glacier Skywalk, eine Plattform mit Glasboden rund 280 Meter über dem Sunwapta-Tal.⁠⁠​

Auch den Athabasca River solltest du dir merken: Im Sommer lassen sich hier Wasserrafting-Touren machen, so viel Spaß und Adrenalin solltest du dir auf keinen Fall entgehen lassen. Für mich ist der Athabasca-Gletscher ein Must-See an der Westküsten-Route. Die Kombination aus Gletscher, Skywalk und Fluss macht ihn zu einem der vielseitigsten Stopps am Icefields Parkway.


Highlight

14. Peyto Lake

Highlights

  • Bow Summit Lookout
  • Icefield Parkway
  • Peyto Lake Viewpoint
  • Lake Louise
  • Mistaya Mountain

Der Peyto Lake im Banff Nationalpark ist einer der türkisblauesten Seen der Rocky Mountains, seine Form erinnert von oben betrachtet an einen Wolfskopf.⁠⁠ Das kräftige Blau kommt vom Gletscherschliff, feinem Gesteinsmehl, das über den Peyto-Gletscher ins Wasser gelangt.

Für mich ist der Blick vom Peyto Lake Viewpoint einer der spektakulärsten am ganzen Icefields Parkway, gerade weil du den See von oben und in seiner vollen Form siehst. Der Peyto Lake gehört für mich somit zu den Spots, die man sich bei seiner Kanada-Reise nicht entgehen lassen sollte.

Mein Tipp: Besuche den See am besten bei klarem, sonnigem Wetter, dann strahlt das Blau am intensivsten.


Lohnt sich

15. Lake Louise

Highlights

  • Bootsfahrt über den Lake Louise
  • Lake Louise Ski Resort
  • Plain of Six Glaciers
  • Lake Louise Sightseeing Gondola
  • Little Beehive Trail mit Ausblick auf den Lake Louise

Der Lake Louise liegt inmitten der Rocky Mountains und ist der bekannteste See im Banff Nationalpark. Hinter türkisblauem Wasser thronen hier der Mount Victoria und der Victoria-Gletscher. Vom Ufer starten außerdem zwei der beliebtesten Wanderungen der Region, zum Lake Agnes Tea House und zur Plain of Six Glaciers.⁠⁠​

Für mich lohnt sich Lake Louise vor allem in Kombination mit einer dieser Wanderungen. Vom Ufer allein sieht man den See wie auf jeder Postkarte. Der Nationalpark ist außerdem Zuhause von 53 Säugetierarten, darunter Grizzlys, Wölfe und Pumas, dazu über 300 Vogel- und 844 Pflanzenarten.⁠⁠ Mit etwas Glück siehst du beim Wandern selbst etwas davon.

Mein Tipp: Der Parkplatz am See ist im Sommer oft schon vor 6 Uhr voll, reserviere lieber vorab einen Platz im Parks-Canada-Shuttle.⁠


Optional

16. Johnston Canyon

Infos

  • Banff
  • Johnston Canyon Icewalk
  • 4h
  • ab 68,30€ pro Person
  • zum Ticket

Der Johnston Canyon liegt zwischen Banff und Lake Louise und ist über den Bow Valley Parkway zugänglich. Über Stege und Brücken wanderst du direkt in der Schlucht zu den Lower Falls und Upper Falls.⁠⁠⁠⁠​ Für mich zeigt die Wanderung, dass der Banff Nationalpark mehr ist als türkisblaue Seen. Im Winter gefrieren die Wasserfälle zu Eissäulen, dann führen geführte Icewalks mit Steigeisen durch die Schlucht.⁠⁠​

Nur mit Zeitpuffer solltest du den Johnston Canyon einplanen. Wenn du Wasserfälle und kurze Wanderungen magst, ist er aber ein guter Stopp zwischen Banff und Lake Louise. Und beachte: Zwischen Mai und Juni ist der östliche Abschnitt des Bow Valley Parkway für Autos gesperrt, du fährst dann über die Trans-Canada und Castle Junction an.⁠


Optional

17. Yoho Nationalpark

Highlights

  • Emerald Lake
  • Takakkaw Falls
  • Natural Bridge
  • Wanderung zu den Wapta Falls
  • Lake O’Hara

Der Yoho Nationalpark gehört seit 1984 gemeinsam mit Banff, Jasper und Kootenay zum UNESCO-Weltnaturerbe. Er ist einer der kleineren Nationalparks Kanadas, bietet aber ausgewaschene Felswände, traumhafte Seen und zahlreiche Wasserfälle, laut Parks Canada allein 28 Gipfel über 3.000 Meter Höhe.

Der Emerald Lake ist der größte See im Park und strahlt schon aus der Entfernung smaragdgrün. Du kannst dich für den Rundwanderweg entscheiden oder am Boathouse ein Kanu ausleihen und die Farbe des Wassers vom See aus erleben.

Ebenfalls im Park liegen die Takakkaw Falls, mit rund 373 Metern Gesamthöhe der zweithöchste Wasserfall Kanadas. Von unten betrachtet kann man kaum glauben, dass so viel Wasser aus dieser Höhe herunterstürzt. Der Yoho Nationalpark ist meiner Meinung nach eine gute Option als Ergänzung zu Banff und Lake Louise.


Highlight

18. Whistler

Highlights

Der beliebte Ferienort Whistler bietet für jede Urlaubsart das Richtige: Wandern, Skifahren, Radfahren, Baden am See oder Entspannen im Spa. Eine Attraktion hier ist die PEAK 2 PEAK Gondel. Sie verbindet Whistler und Blackcomb Mountain und hält zwei Weltrekorde: die längste freitragende Spannweite zwischen zwei Seilbahnmasten und die höchste Kabine ihrer Art über dem Tal, bei 436 Metern. Manche Gondeln haben sogar einen Glasboden.

Whistler Blackcomb ist mit über 3.300 Hektar Pistenfläche das größte Skigebiet Nordamerikas. Hier kommen Anfänger wie Profis auf ihre Kosten. Für mich ist Whistler ein klares Highlight, weil hier Bergsommer und Wintersport gleichermaßen funktionieren.

Mein Tipp: Die beste Reisezeit für Wintersport ist Februar bis März, dann sind die eisigen Temperaturen vorbei, die Schneebedingungen aber weiterhin top.

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Optional

19. Grasslands Nationalpark

Highlights

  • Grasslands National Park Visitor Centre
  • Valley of 1000 Devils
  • Mary’s Labyrinth
  • Tierbeobachtungen im Park
  • Sichtung echter Fossilien

Mit genügend Zeit im Gepäck kannst du den Grasslands Nationalpark einplanen. Besonders wenn du auf einsame Prärie-Landschaften und seltene Tierarten stehst, ist der Umweg genau richtig. Nach 120 Jahren Abwesenheit wurden hier 2005 wieder Bisons angesiedelt, heute lebt eine halbwilde Herde auf 181 Quadratkilometern eingezäunter Fläche. Der stark gefährdete Präriehund hat hier seine letzten Kolonien in Kanada. Dazu leben Pronghorn-Antilopen, Maultierhirsche und der einst ausgerottete Kit Fox im Park.

Empfehlen kann ich vor allem die Wanderungen über die endlosen Ebenen. Im Boden liegen echte Dinosaurierknochen, geführte Fossil-Touren zeigen dir, wo du sie sicher entdecken kannst. Lehrpfade erklären dir unterwegs zudem die Geschichte der Landschaft.


Lohnt sich

20. Dinosaur Provincial Park

Highlights

  • Fossilien-Wanderung
  • Badlands Interpretive Trail
  • Besucherzentrum & Museums
  • Scenic Loop

Ein Besuch im Dinosaur Provincial Park zahlt sich aus, denn er gilt als einer der fossilreichsten Orte der Welt: Laut Alberta Parks wurden hier über 50 Dinosaurier-Arten entdeckt. Seit 1979 gehört der Park zum UNESCO-Weltnaturerbe.

Neben der Reise in die Vergangenheit sind die bizarr geformten Hoodoo-Felsen der Badlands beeindruckend. Am besten buchst du eine geführte Wanderung, um mehr über die Entstehung der Landschaft zu erfahren. Manche Tagestouren starten in Calgary, andere in Edmonton.

Mein Tipp: Juni ist der regenreichste Monat in den Badlands. Plane deine Reise am besten im Juli oder August, dann ist es trocken, kann in der schattenlosen Landschaft aber auch sehr heiß werden.


Optional

21. Goldgräber im Yukon Territorium

Highlights

  • Dawson City Museum
  • Historische Gebäude von Dawson City
  • Midnight Domes Aussichtspunkt
  • Besuch der Bar „The Pit“
  • Claim #6

Dawson City wirkt wie ein Filmset: Holzhäuser, Schotterstraßen, dahinter der Yukon River. Der Grund für den Boom lag 1896 am Bonanza Creek, wo vier Goldsucher ein münzgroßes Nugget aus dem Kies holten und damit den Goldrausch auslösten. Gold ist noch heute der wichtigste Wirtschaftszweig.

Im Dawson City Museum erzählen kostümierte Guides vom Goldrausch und gießen live Gold. Am freien Claim #6 am Bonanza Creek darfst du selbst waschen und behalten, was du findest. Deine Pfanne musst du aber mitbringen, du erhältst sie im Visitor Center. Abends wartet dann das Diamond Tooth Gerties, Kanadas ältestes Spielkasino.

Plane den Abstecher nur, wenn es noch in deine Reisezeit passt: 525 Kilometer Klondike Highway ab Whitehorse, fünf bis sechs Stunden, und alles öffnet nur von Mai bis September.


Lohnt sich

22. Polarlichter in Whitehorse

Highlights

In Whitehorse lohnt sich der Blick nach oben: Die Stadt liegt genau in der Zone, in der die Nordlichter an vielen klaren Nächten zu sehen sind.

Am besten fährst du raus aus dem Lichtkegel der Stadt. Rund 20 bis 25 Minuten außerhalb betreiben Anbieter eigene Beobachtungsplätze ohne künstliches Licht, mit geheizten Zelten oder Jurten, heißen Getränken und Lagerfeuer. Übernachtet wird dort nicht, gegen 2 Uhr geht es zurück ins Hotel. Wer es komfortabler mag, mietet sich in der Region am besten ein Glas-Chalet mit Blick über Wald, Yukon-Tal und Berge.

Mein Tipp: Die Aurora-Saison läuft von Mitte August bis Mitte April, die besten Chancen hast du zwischen 22 und 3 Uhr bei klarem Himmel und Neumond.


Highlight

23. Maligne Lake

Infos

  • Jasper
  • Maligne Valley Wildtierbeobachtungen & Bootsfahrt
  • 5,5h
  • ab 96,00€ pro Person
  • zum Ticket

Der Maligne Lake ist für mich ein absolutes Highlight im Jasper Nationalpark: 22 Kilometer lang, gletschergespeist und der größte natürliche See der kanadischen Rockies. Er liegt rund 50 Kilometer von Jasper entfernt auf 1.670 Metern Höhe.

Bekannt ist der See für Spirit Island, das Fotomotiv mit den drei Kiefern. Streng genommen ist es keine Insel, sondern eine Halbinsel, die nur bei Hochwasser im Frühsommer abgeschnitten wird. Für die Stoney Nakoda ist der Ort heilig. Erreichbar ist er nur per Boot: entweder mit der Bootstour vom Chalet oder per Kanu, 14 Kilometer pro Strecke, also besser mit Übernachtung an der Fisherman’s Bay. Die Bootstouren fahren von Ende Mai bis Mitte Oktober.


Highlight

24. Vancouver Island & Whale Watching

Infos

  • Victoria
  • Whale Watching im Zodiac-Boot
  • 3h
  • ab 122,90€ pro Person
  • zum Ticket

Vancouver Island liegt vor der Pazifikküste von British Columbia und ist ein Ort im Westen, den du dir auf keinen Fall entgehen lassen solltest. Die Gewässer rundherum zählen zu den besten Walgebieten Kanadas. Während der Hochsaison von März bis Oktober besteht eine 95% Chance auf Sichtungen.

Die Touren sind unglaublich vielfältig, denn du hast die Möglichkeit, die verschiedensten Wale aus nächster Nähe zu betrachten. Buckelwale, Grauwale und Orcas stellen sich vor der Insel regelrecht zur Schau. Man könnte fast meinen, sie posieren ein wenig vor der Kamera. Erwarte aber keine Nahaufnahmen: Boote müssen 100 Meter Abstand halten, bei Orcas im Süden sogar 400 Meter. Nimm ein Teleobjektiv mit.

Wenn du dir nach der Tour noch ein wenig Vancouver Island ansehen möchtest, solltest du unbedingt die Hafenstädte Nanaimo und Victoria besuchen.


Lohnt sich

25. Stanley Park

Highlights

  • Vancouver Seawall
  • Lost Lagoon
  • Prospect Point Lookout
  • Third Beach
  • Zugfahrt durch den Park

Als größter Park von Vancouver gibt es im Stanley Park jede Menge zu entdecken. Umgeben von einer eindrucksvollen Berglandschaft und dem Pazifischen Ozean begeistert er Einheimische und Touristen gleichermaßen.

Für einen halben Tag lohnt sich der Park auf jeden Fall. Hier entfliehst du dem Trubel der Stadt und genießt die Natur: Regenwald, Strände, Blick auf die North Shore Mountains, dazu Cafés am Wasser mit herrlicher Aussicht. Der beliebteste Abschnitt ist die Seawall, die auf 9 Kilometern um den Park führt. Du kannst die Strecke zu Fuß in zwei bis drei Stunden umrunden oder mit dem Rad in einer Stunde. Dazu kommen rund 27 Kilometer Waldwege.

Reisen zum Nachreisen: 10-21 Tage Kanada

Wenn du jetzt Lust hast einen oder mehrere Orte in Kanada zu besuchen, dann aufgepasst. Wir haben dir in separaten Blogartikeln verschiedene Reiserouten mit ausführlichen Reiseplänen zusammengestellt.

Darin enthalten sind unsere Hoteltipps, wie du von A nach B kommst, was du an welchem Tag machen kannst, gute Anbieter für Aktivitäten und vieles mehr. Du kannst die Reisepläne perfekt als Grundlage für deine eigene individuelle Planung nutzen, damit du auch nichts Wichtiges vergisst!

Reisen zum Nachreisen

Häufige Fragen: Kanada

Was ist beliebt in Kanada?

Kanadas besonders beliebte Sehenswürdigkeiten sind:

  • Niagarafälle
  • Banff Nationalpark
  • Jasper Nationalpark
  • CN Tower
  • Vancouver Island
  • Basilika Notre-Dame in Montreal
  • Whistler

 

Was sollte man in Ostkanada gesehen haben?

Es kommt natürlich ganz darauf an, was du während deines Kanada Aufenthalts gerne erleben möchtest. Bist du eher ein Outdoor-Liebhaber oder tummelst du dich gerne durch vielfältige Metropolen? Für beide Szenarien haben wir dir die besten Kanada Sehenswürdigkeiten an der Ostküste für dich herausgesucht:

  • Niagarafälle
  • Parliament Hill
  • CN Tower
  • Algonquin Provincial Park
  • Peggy’s Cove
  • Basilika Notre-Dame in Montreal
  • Altstadt von Lunenburg
Was ist speziell in Kanada?

Neben großen Metropolen wie Toronto, Vancouver und Ottawa, ist das Land vor allem für Naturliebhaber ein beliebtes Reiseziel. Riesige Nationalparks, türkisfarbene Seen und weiße Berglandschaften locken immer mehr Touristen ins Land. Auch die Tierwelt ist sehr vielfältig und kann in weitläufigen Nationalparks bestaunt werden.

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