Ablauf des Ausfluges
Wenn du keine Halbtagestour gebucht hast, dann beginnt dein Tag früh. Meine Tour ist um 7 Uhr morgens gestartet, was allerdings halb so wild war, weil ich im Minivan auf der Fahrt von Cairns nach Port Douglas etwas Schlaf nachholen konnte. Beachte, dass die Fahrt an sich etwas länger dauert, weil die meisten Touren Abholungen von beiden Städten aus anbieten. Aber auch nach dem kurzen Stopp in Port Douglas kannst du dich noch einmal zurücklehnen.
An der Mossman Gorge angekommen, wirst du vom Parkplatz zum Anfang des Wanderweges durch den Regenwaldweg gehen. Der kurze Spaziergang auf Holzstegen führt durch das dichte Blättermeer bis zum Fluss, wo du je nach Tour und Jahreszeit eine Abkühlung genießen kannst. Auf meiner Tour hat uns der Guide bereits in der Mossman Gorge interessante Informationen über Pflanzen und Insekten erzählt, die wir auf dem Weg gesehen haben.
Von der Mossman Gorge wird es im Anschluss weitere 1,5h in Richtung Norden zum Cape Tribulation gehen. Auf dem Weg muss der Daintree River per Fähre überquert werden. Vor Ort kannst du dich an den vielen Warnschildern vor der Fähre erfreuen! 😉 Es scheint, als würde man mit der Flussüberquerung in die Jurassic World eintauchen. Auf der Fahrt durch den nördlichen Teil des Daintree National Parks wirst du ziemlich sicher an einigen Aussichtspunkten anhalten und der Guide wird dir schon einige Informationen zum Lebensraum geben. Am Cape Tribulation angekommen, läufst du mit der Gruppe zum wunderschönen Strand. Hier siehst du das kristallklare Wasser des Great Barrier Reefs auf den ältesten Regenwald der Welt treffen – der absolute Hammer!
In Cape Tribulation wirst du je nach Tour auch dein Mittagessen bekommen und nach einer kleinen Mittagspause wieder die Rückreise zum Daintree Fluss antreten, denn nun steht die Flussfahrt zum Krokodil-Watching an. Je nach Jahres- und Tageszeit stehen deine Chancen recht gut, riesige Krokodile zu sehen, denn der Daintree Fluss ist voll von ihnen. Auf meiner Tour war dies eines der Highlights, da der Guide des Bootes seine Arbeit unglaublich leidenschaftlich betrieben hat und so erfreut war, wenn ihm Gäste viele Fragen zu seinen Lieblingstieren gestellt haben. Gelernt habe ich auf dieser Bootsfahrt eine Menge und ich hatte auch Glück, mehrere Krokodile und sogar riesige Baumpythons zu sehen.
Nach der Flussfahrt steht dann die Rückreise nach Port Douglas oder Cairns an. Je nach Verkehr wirst du erst am Abend wieder in deiner Unterkunft eintreffen.
Selbstfahrertour
Wenn du den Daintree Rainforest auf eigene Faust erkunden möchtest, plane idealerweise mindestens zwei Tage ein. Eine Übernachtung macht den Ablauf deutlich entspannter, vor allem wenn du nicht alles an einem Tag abhaken willst. Starten kannst du entweder in Cairns oder Port Douglas, was die Fahrzeiten verkürzt. Ein normaler Mietwagen reicht aus, Allrad ist für die beschriebenen Stopps nicht nötig. Die Kombination aus eigener Fahrt und einer kurzen geführten Aktivität auf dem Daintree River gibt dir viel Freiheit, ohne auf Hintergrundwissen zu verzichten.
Empfohlener Ablauf
Je nachdem, wie viel Zeit du hast, würde ich den Trip auf jeden Fall mit einer Übernachtung empfehlen. Von dort startest du früh am Morgen Richtung Norden. Der erste Stopp ist eine Bootstour auf dem Daintree River. Die Tour findet morgens statt, wenn die Chancen auf Tierbeobachtungen am besten sind. Danach setzt du mit der Fähre über den Fluss über und fährst weiter zum Mount Alexandra Lookout. Der Blick reicht hier über den Regenwald bis zur Küste. Anschließend geht es Richtung Cape Tribulation zum Daintree Discovery Centre. Von dort kannst du mehrere kurze Boardwalks laufen, unter anderem den Jindalba Boardwalk und danach ins Visitor Centre zurückkehren.
Danach fährst du weiter nach Cape Tribulation. Entlang der Strecke liegen weitere kurze Wege wie der Madja Boardwalk oder etwas später der Kulki Boardwalk. Auf dem Rückweg bietet sich ein Abstecher zum Cow Bay Beach an. Regenwald, Strand und Meer liegen hier direkt nebeneinander. Achtung: Schwimmen solltest du dort nicht, Krokodil-Gefahr! Danach geht es zurück zu deiner Unterkunft.
Am zweiten Tag startest du gut gestärkt zur Mossman Gorge. Von Port Douglas brauchst du etwa zwanzig Minuten. Am Eingang kaufst du dein Ticket und fährst mit dem Shuttlebus zur Schlucht. Oben angekommen verlaufen kurze, gut angelegte Wege durch den Regenwald. Sie führen an großen Felsblöcken vorbei, über eine Hängebrücke und zu mehreren Plattformen mit Blick auf die Schlucht. Der Rundweg dauert rund eine halbe Stunde, lässt sich aber gut verlängern. Das Highlight ist der Fluss mit klarem, kühlem Wasser. Badesachen solltest du dabeihaben.
Bevor du zurück nach Cairns oder zu deiner nächsten Station fährst, lohnt sich ein letzter Stopp in Palm Cove. Ein Kaffee oder (und) Kuchen unter Palmen direkt an der Promenade sind der perfekte Abschluss, bevor du die Region verlässt. 🙂
Sehenswürdigkeiten im Daintree Rainforest
Rund um Cairns und Port Douglas gibt es viele Möglichkeiten, aktiv zu werden. Ob beim Schnorcheln am Great Barrier Reef, auf Touren durch den Daintree Rainforest oder bei Ausflügen zu Wasserfällen und Stränden: Hier findest du spannende Unternehmungen an jeder Ecke!
Cape Tribulation
Ein Ausflug nach Cape Tribulation lohnt sich auf jeden Fall, wenn du von Cairns oder Port Douglas aus noch etwas weiter in den Norden fahren möchtest. Die Strecke führt durch den Daintree Nationalpark, vorbei an dichtem Regenwald und über den Daintree River, den du mit der kleinen Fähre (mehr Infos) überquerst. Auch wenn die Fahrt schon unheimlich cool ist, würde ich dir empfehlen, mindestens eine Nacht zu bleiben, damit du genügend Zeit hast, die Umgebung ohne Eile zu entdecken und den Strand in der Abendstimmung genießen zu können.
Auf dem Rückweg solltest du den Madja Boardwalk nicht verpassen. Der Holzweg führt durch Mangroven und Regenwald, und mit etwas Glück lässt sich ein Cassowary blicken. Ein weiterer schöner Halt ist der Cow Bay Beach, ein ruhiger Küstenabschnitt mit feinem Sand und Regenwald bis fast ans Wasser. Die Region rund um Cape Tribulation bietet eine einzigartige Mischung aus tropischem Meer und uraltem Wald.
Kommentare