Highlights Tiflis und Umgebung

26. August 2019 Nina von traveloptimizer

Highlights Tiflis und Umgebung

Georgien Sehenswürdigkeiten & Reisetipps

Tiflis, die Hauptstadt von Georgien oder auch Tbilisi von den Einheimischen genannt, hat uns sehr fasziniert. Durch die wunderschöne historische Altstadt schlängelt sich ein breiter Fluss mit hohen Steilwänden. Direkt neben dem kleinen „Canyon“ reihen sich alte Schwefelbäderwunderschöne Cafés und Restaurants, sowie Kirchen, Moscheen und Synagogen aneinander. Die verschiedenen Religionen leben hier schon lange Zeit friedlich zusammen. Die Offenheit und Freundlichkeit der Menschen spürt man, sobald man mit ihnen ins Gespräch kommt. Und das tust du am besten bei einem Schluck georgischem Wein. Erfahre hier die besten Spots in Tiflis und welche faszinierende Orte du rund um Tiflis entdecken kannst.

Tiflis früher und heute

Die Vergangenheit von Tiflis (Tbilisi) ist lange und kompliziert, doch wer aufmerksam bei einer Stadtführung zuhört, entdeckt überall in der Stadt Überreste der Geschichte. Die Gründung der Stadt beginnt im Prinzip bei den Schwefelbädern, doch auch die nachträglich angebrachten Balkone, die weiß gestrichenen Kirchen und die persische Festung erzählen ganz viel Geschichte.

Tiflis (Tbilisi) kann auch modern sein. Einige futuristische Gebäude wie die Friedensbrücke, die Concert Hall oder die Public Service Hall sorgen für ein kontrastreiches Stadtbild. Aber es geht noch fortschrittlicher. Wir waren sehr überrascht, als man uns erzählt hat, dass es in Georgien keine Post mehr gibt. Alle Rechnungen und andere Briefe werden elektronisch per Email oder SMS versendet oder können an einen der zahlreichen Automaten verwaltet werden. Diese Automaten findest du in der ganzen Stadt, sehen aus wie Geldautomaten, können aber noch einiges mehr.

Die hippe Hauptstadt zieht immer mehr Leute an, sodass mittlerweile über 1/3 der georgischen Bevölkerung dort lebt. Das schlägt sich natürlich im Verkehr nieder. Es gibt zwar ein gut ausgebautes U-Bahn- und Busnetz, aber wir empfehlen dir trotzdem eine zentrale Unterkunft.

Unsere Unterkunft in Tiflis

Wir waren im Hotel Suliko, welches in einer ruhigen Querstraße direkt bei der Rustaweli Avenue, der Hauptstraße, liegt. Die Altstadt ist fußläufig und auch abends befinden sich in direkter Nähe ein paar sehr gute Restaurants, wie beispielsweise das Sabatono. Die Unterkunft wird von einem deutsch-georgischem Pärchen geführt, die auch noch eine Reiseagentur namens GEORGIA INSIGHT betreiben. Hier kannst du dich auch im Vorfeld auf der Website schon über Tages- und Mehrtagestouren informieren. Wir können sowohl die Unterkunft als auch die Ausflüge absolut empfehlen. Das teils sogar deutschsprachige Personal und die Guides sind sehr zuverlässig, kompetent und haben keine Frage von uns unbeantwortet gelassen.

Weitere Hotels in Tiflis findest du hier.*

Tiflis (Tbilisi) ist eine faszinierende, coole Stadt für die du mehr als einen Tag brauchst, um sie wirklich zu erkunden. Sie eignet sich auch perfekt als Ausgangsort für tolle Ausflüge. Wir haben unsere Highlights hier für dich zusammengefasst!

Sehenswürdigkeiten Tiflis Altstadt

Auch wenn du eher der Typ bist, der anstatt einer Stadtführung lieber alles selbst erkundet, können wir dir in Tiflis nur ans Herz legen, trotzdem eine Stadtführung zu machen. Ansonsten läufst du an so vielen Details, die eine interessante Geschichte zu erzählen haben, einfach vorbei. Mir wäre ansonsten beispielsweise nicht aufgefallen, dass die Balkone in der Altstadt alle nachträglich angebracht wurden. Während der Zeit der Sowjetunion durften nämlich keine Häuser mit Balkone gebaut werden. Man wollte verhindern, dass sich die normalerweise so geselligen Georgier zu lange draußen aufhielten und sich miteinander austauschen.

Die kommunistischen Werte waren damals andere. Auch die Religion wurde unterdruckt, indem Kirchen innen weiß gestrichen und zu Gefängnissen, Theatern oder Warenlager umfunktioniert wurden. All diese Details und Fakten wären uns ohne Stadtführung wahrscheinlich fremd geblieben.

Insidertipps bei einer Stadtführung

„Das besondere an der Moschee in Tbilisi ist, dass hier Schiiten und Sunniten zusammen beten. Das gibt es nirgends sonst“, erklärte uns unsere deutschsprachige Stadtführerin Teona. Sie zeigte uns außerdem noch ein paar geheime Ecken der Stadt, wunderschöne Hinterhöfe und klärte uns schon am ersten Tag über georgische Spezialitäten auf, die wir auf keinen Fall verpassen sollten. Und natürlich gab sie uns auch gleich Nachhilfe beim Khinkali (Teigtaschen) essen.

Insgesamt sind wir fast 6 Stunden durch die Altstadt spaziert, zur Festung hinauf, über den Fluss und entlang der Rustaweli. Dabei ist uns außerdem aufgefallen: Die Georgier lieben Wein. Überall wird mit „Wine-Icecream“ und Sprüchen wie „Hello Wine, Goodbye Problems“ oder „Save the World, it´s the only planet with wine“ geworben. Dass Wein hier aber nicht einfach nur „Alkohol“ ist, sondern von den Georgiern wie ein „Kind“ gehütet und geliebt wird, haben wir erst während unserer weiteren Georgien Reise erfahren.

Hier nochmal alle Tiflis Altstadt Highlights im Überblick

  • Schwefelbäder: Die antiken Schwefelbäder werden auch heute noch genutzt. Anders als bei öffentlichen Saunen, kann man hier nur einzelne Räume für sich privat mieten. Entspannt wird hier in absoluter Privatsphäre in Schwefelbecken, Dampfbädern und mit Schaummassagen. Ein Raum für 2 Personen kostet pro Stunde ca. 50-100 GEL (17-33 €)
  • Schwefelgasse: Direkt nach den Schwefelbädern muss du einfach weiter spazieren Richtung Leghvtakhevi Waterfall. Ganz am Ende befindet sich ein wunderschöner Wasserfall und eine keine Wendeltreppe, über die du wieder in die Altstadt gelangst.
  • Narikala: Von dieser persischen Festung aus, hast du einen der besten Ausblicke über die Stadt. Es lohnt sich auch, abends durch die Altstadt und anschließend für den Sonnenuntergang zur Festung hinauf zu spazieren.
  • Tiflis Moschee: Hier beten Schiiten und Sunniten sogar zusammen, was einzigartig ist.
  • Metechi Kirche: Direkt am Steilufer des Kura-Flusses hat diese Kirche seit dem 13. Jahrhundert die Geschichte der Stadt mitbegleitet. Während der Sowjetunion wurde sie innen weiß gestrichen und zum Gefängnis umfunktioniert. Dieses Schicksal teilten auch andere Kirchen, die teilweise als Lagerhäuser oder Theater zweckentfremdet wurden.
  • Gallery (Tbilisi Historisy Museum): früher Handelsplatz, in dem Ware aufbewahrt wurde
  • Kirche Sioni: Direkt im Zentrum, wichtigste Kirche, hier wurde die Unabhängigkeit gestartet. Wände wurden nicht weiß gestrichen, innen sehr schöne Bemalungen)
  • Rustaweli Avenue: die Hauptstraße der Stadt und auch die Haupt-Einkaufsstraße. Hier befinden sich zahlreiche Geschäfte, Restaurants, Cafés, Hotels, sowie das aktuelle Parlament
  • Kloster Tabor: Tolle Aussicht über die Stadt, v.a. zum Sonnenuntergang (am besten mit Taxi erreichbar)
  • Friedensbrücke: Ein Bau von Saakaschwili, der 2010 fertiggestellt wurde und die Altstadt mit dem neuen Rike Park auf der anderen Seite des Flusses Kura verbindet.
  • Rike Concert Hall: Das futuristische Gebäude wurde vom ehemaligen Präsidenten Saakaschwili errichtet, steht aber aus „politischem Protest“ momentan leer (ebenso wie das mächtige Parlament, welches direkt dahinter thront)
  • Typisch georgische Hinterhöfe: Wer aufmerksam durch die Wohnsiedlungen hinter der Altstadt schlendert, sollte mal einen Blick in einen typisch georgischen Hinterhof werfen. Die Balkone der einzelnen Wohnungen sind hier miteinander verbunden. Privatsphäre wird hier lieber durch Gemeinschaft ersetzt.
  • Skybar bei Biltmore Hotel: Toller Ausblick über die Stadt. Einfach im Hotel mit Aufzug hochfahren.

Achtung: Die meisten Kirchen kannst du nur mit langer Hose, bedeckten Schultern und Kopftuch (nur Frauen) betreten. Es werden jedoch immer Tücher und „Röcke“ zum Verdecken am Eingang kostenlos bereitgestellt.

 

Es gibt in Tiflis noch sehr viele andere Sehenswürdigkeiten und viele spannende Geschichten und Fakten zur Stadt. Wir empfehlen dir, eine Stadtführung zu machen, um sie wirklich kennen zu lernen.

Deutschsprachige Stadtführungen kannst du  hier im Voraus buchen.

Antike Höhlenstadt Uplisziche

Eine Höhlenstadt zu besichtigen gehört in Georgien fast schon zum „Must-Do“. Von Tiflis aus bietet es sich an, eine Tour zur älteste Höhlenstadt namens Uplisziche zu unternehmen. Auf dem Weg dorthin haben wir noch Halt gemacht beim Kloster Dschwari, das auf einem Hügel bei der alten Hauptstadt Mzcheta steht. Nicht nur der Ausblick auf die Stadt, sondern auch auf die Farben der beiden Flüsse, die hier zusammenlaufen sind wunderschön. Ein paar Fahrminuten später waren wir auch schon in Mzcheta. Hier sollen sich die Kleider Jesu befinden. Das ist einer der Gründe, warum die Stadt schon immer eine große Rolle gespielt hat. Auch viele einheimische Touristen besuchen dort die Swetizchoweli-Kathedrale.

Gori – Geburtsstätte von Stalin

Den Mittags-Stopp legten wir in Gori ein, die Geburtsstätte Stalins. Neben seinem Geburtshaus wurde auch ein Museum errichtet. Wir wollten allerdings nicht hineingehen, denn in diesem Museum werden leider nur die „guten Seiten“ Stalins (insofern es diese überhaupt gibt) dargestellt. Der Völkermord und die grausamen Taten des kommunistischen Politikers werden einfach verschwiegen. „Man wolle das ändern und mehr aufklären“, meinte unser Guide. Doch wir fanden es sehr erschreckend, wie solch ein Museum 30 Jahre nach dem Zusammenfall der Sowjetunion immer noch nicht die ganze Wahrheit erzählen kann, vor allem wenn man bedenkt, dass viele Georgier nicht gerade gut auf Russland zu sprechen sind.

 

Höhlenstadt Uplisziche

Das Schönste kommt bekanntlich zum Schluss und so erreichten wir nach dem Mittag die Höhlenstadt Uplisziche. Vor 3000 Jahren haben die Bewohner hier Wohnungen, Apotheken, eine Kanalisation, ja eine ganze Stadt in den Fels geschlagen. Vieles davon ist schon zerstört, aber unser Guide Niko gab und so viele Infos zur alten Höhlenstadt, dass man sich sehr gut vorstellen konnte, wie die Menschen hier früher gelebt und gearbeitet haben. Uplisziche ist wirklich ein Must-Do bei jeder Georgien-Reise.

Auch hier empfehlen wir dir unbedingt eine geführte Tour, ansonsten musst du selbst versuchen zu erraten, wozu die verschieden großen Löcher im Boden vor 3000 Jahren gedacht waren.

Nach einer kleinen Zeitreise haben wir selbst fast die Zeit vergessen, bis uns ein Gewitter Richtung Minibus gejagt hat. Nach zwei Stunden waren wir auch wieder zurück im Hotel.

Es gibt auch noch eine weitere tolle Höhlenstadt namens Wardsia, allerdings dauert hier die Fahrt one-way über 4 Stunden, lohnt sich also nicht für einen Tagesausflug von Tiflis aus.

Noch mehr Infos zur Tour findest du hier. Du kannst sie sogar im Voraus buchen!

Das Höhlenkloster David Garedschi und die Halbwüste Garedscha (Gareja)

„Ihr müsst unbedingt zum Kloster David Garedschi“, meinte George, der Geschäftsführer von GEORGIA INSIGHT. „Eigentlich haben wir schon genügend Klöster gesehen“, dachten wir uns. Aber als wir uns etwas näher informiert und die Tour live erlebt haben, können wir seine Empfehlung nachvollziehen und möchten sie dir deshalb unbedingt weitergeben!

Das Höhlenkloster in Kachetien ist das älteste Kloster Georgiens und liegt mitten in der Halbwüste Garedscha, in der Region Kachetien unmittelbar an der Grenze zu Aserbaidschan. Die Halbwüste ist, ebenso wie das Kloster, nach dem Gründer David Garedschi benannt, der im 6. Jahrhundert die erste Mönchsgemeinde Georgiens gründete und somit die Religion, Geschichte und Kultur Georgiens prägte. Doch nicht nur das Kloster, sondern vor allem die beeindruckende Landschaft und die Zwischenstopps dorthin sind für Jedermann ein Highlight.

Highlights auf der Fahrt durch die Halbwüste Garedscha

Auf der zweistündigen Fahrt bis zum Höhlenkloster wurde die Straße plötzlich immer schlechter, aber der Blick aus dem Minivan dafür immer schöner. Im Mai, so erklärte man uns, ist die Halbwüste noch relativ grün, aber im Sommer ist hier alles ausgetrocknet. Trotzdem sind diese Weite und Idylle unserer Meinung nach wunderschön. Wir legten zwei Stopps ein, um eine alte Ölförderanlage und einen ausgetrockneten Salzsee von der Nähe zu betrachten.

Kurz vorm Ziel dachten wir kurz, wir wären in Peru gelandet, denn die bunten Felsformationen ähneln den „Rainbow Mountains“ in Peru. Diese hier bei David Garedschi sind sogar noch viel weitläufiger.

Rundgang durch das Höhlenkloster David Garedscha

Zuerst besuchten wir das Lawra Kloster, in dem immer noch 3 Mönche leben. Das Höhlenkloster wurde mit teilweise neuen Bauten verbunden. Nach einer kleinen Wanderung auf den Grenzberg wollten wir zu den Höhlen des Udabno Klosters. Leider hatten wir nicht die Möglichkeit, die uralten Fresken und Höhlen zu besichtigen, da das Gebiet hinter dem Grenzberg und somit auch das Kloster in einem umstritten Gebiet liegt. Georgische und aserbaidschanische Soldaten bewachten die Grenze und ließen uns nicht zum Kloster. Schade.

So standen wir nun also auf dem Berg und blickten auf der einen Seite in das bergige Georgien und auf der anderen Seite in das flache Aserbaidschan. „Meistens ist der Zugang zum Kloster offen, da die uralten Gemälde beweisen, dass das Kloster einst zu Georgien gehörte. Doch leider nimmt das Denken in Grenzen gerade wieder zu. „Aber keine Sorge, wir haben einen Plan B“, meinte unser Guide von Georgia Insight zu uns.

Höhlenkloster Natlismtsemeli

So sind wir anschließend noch in das „Plan-B“-Kloster namens Natlismtsemeli gefahren. Nachdem wir uns mit dem Minivan über sehr holprige Straßen gequält haben, wussten wir, warum es sich hier um einen Geheimtipp handelt. Weit und breit nur Hügel und Steppe und dieses kleine Höhlenkloster, das immer noch von einem Mönch, seinen drei Hunden und einer Katze bewohnt wird. Der Mönch hat uns freundlich begrüßt und uns die uralte Höhlenkirche gezeigt. Unvorstellbar wie viel Kraft und Mühe es gekostet haben muss, um einen so riesigen Raum in den Felsen zu schlagen.

Auf holprigen Straßen ging es dann wieder zurück nach Tiflis.

Den schönen Tagesausflug kannst du hier buchen.

Weintour in Kachetien – Tagestour ab Tiflis

Kachetien ist nicht nur eine Halbwüste, sondern auch DIE Weinregion schlecht hin in Georgien. Wer hier Besitzer eines Weingutes ist, kann sich glücklich schätzen. So auch George. Sein Angebot mit ihm seine Weinfelder und seinen Vater zu besuchen, haben wir gerne angenommen. Weinfelder soweit das Auge reicht, dazwischen ein paar Dörfer und sehr viele gastfreundliche Menschen.

Wir wurden wieder einmal zum Essen und Trinken eingeladen. Verschiedene Salate, Beilagen, Fleischspieße und selbstgemachtes Brot wurden aufgetischt. Dabei darf natürlich der selbstgemachte Weinnicht fehlen. Doch den haben wir nicht einfach so getrunken, sondern erst, wenn der Tamada (Tischmeister) das Glas erhoben hat und auf den Frieden, die Gesundheit, die Familie oder die Liebe angestoßen hat. Wie es sich bei georgischen Supras gehört, haben wir danach über die Themen philosophiert.

Was wir daran so besonders fanden, ist die Tatsache, dass wir mit eigentlich fremden Menschen sehr schnell, sehr tiefgründige Gespräche geführt haben. So lernten wir nicht nur den Wein, sondern auch die ganze georgische Geschichte und Kultur so gut kennen, wie noch nie zuvor in einem Land. Wenn du die Möglichkeit hast, mit Einheimischen eine Supra zu feiern, dann schätz dich glücklich und nimm auf alle Fälle daran Teil. Dieses Erlebnis war für unsere Georgien-Reise jedenfalls mit das prägenste!

Fakten zum Wein und der Weinkultur

  • Die Weinherstellung in Georgien ist schon 8000 Jahre alt und wird von Generation zu Generation weitergegeben. Hier soll die Weinproduktion auch ihren Ursprung haben.
  • Fast jede Familie produziert ihren eigenen Wein.
  • Traditionell wird der Wein in großen Weinamphoren gegoren.
  • Die Pflege der Reben und Trauben ist sehr wichtig. Nur wer den Wein gut behandelt, bekommt eine exzellente Ernteund somit auch Wein.
  • Der Wein wird im Vergleich zu europäischen Weinen nicht gefiltert. Farbe und Wein unterscheiden sich deshalb. Der Geschmack ist viel intensiver und jeder Wein schmeckt anders.
  • Wein wird niemals allein getrunken, sondern nur in Gesellschaft. Meistens bei sog. „Supras“, einem Festmahl mit Wein und speziellen Tischregeln. Erst wenn der Tischmeister sein Glas erhebt, wird angestoßen und das Glas bis auf einen kleinen Schluck leergetrunken. Danach wird sofort nachgeschenkt. Dabei werden Geschichten, Erfahrungen und Meinungen ausgetauscht.
  • Es wird nicht über negative Themen diskutiert, sondern der Fokus wird auf die positiven Dinge im Leben gelenkt.

Alleine über georgischen Wein könnte man Bücher füllen. Unsere „Tour“ kann man so natürlich nicht buchen, aber bei einer Daily Tour kannst du einen sehr ähnlichen Ausflug nach Kachetien buchen inkl. Weinverköstigung.

Rafting beim Aragvi Adventure Center – Tagestrip ab Tiflis

Nur 60 Kilometer von Tiflis entfernt im Tal des Pshavi´s Aragvi Fluss befindet sich das Aragvi Adventure Center. Hier kannst du übernachten, wandern, mountainbiken und raften. Wir haben uns für letzteres entschieden. Neoprenanzug und Schwimmweste an, Paddel festhalten und los geht´s! Was für ein Spaß! Wir hatten Glück, denn im Mai ist der Wasserstand sehr hoch und das Rafting umso wilder. Solange man sich aber gut festhält, fällt man auch nicht rein. Nass wird man aber auf alle Fälle nicht nur einmal! Nach 45 Minuten Paddelaction waren wir wieder beim Camp angelangt. Da das Rafting doch anstrengender war als gedacht, waren wir froh, als uns bei der Ankunft schon der Geruch nach gegrillten Fleischspießen in die Nase stieg. Dazu gab es natürlich wieder viele Beilagen und guten Wein!

Den Raftingausflug kannst du als Tagesausflug buchen oder direkt beim Aragvi Adventure Center anfragen, falls du selbst mit dem Mietauto unterwegs bist.

Stepanzminda und das Kaukasus Gebirge

Was bei einer Georgien Reise natürlich nicht fehlen darf, ist eine Wanderung im Kaukasus-Gebirge. Von Tiflis (Tbilisi) aus kannst du Tages- oder Mehrtagestouren nach Stepanzminda unternehmen, der perfekte Ausgangspunkt für Wanderungen und um das Bergpanorama mit allen Sinnen zu genießen. Wir haben uns für eine Zwei-Tages-Tour entschieden, um nach einem halben Fahrtag jeweils noch eine kleine Wanderung zu machen. Nach einem kurzen Stopp beim Jinvali (Zhinvali) Stausee und der Ananuri Burg, ging es weiter Richtung Gebirge. Schön langsam konnte man die ersten schneebedeckten Berge sehen. Spontan hat Nina in der Nähe von Gudauri einen Paragliding Flug (80 €) gebucht. Ihrer Meinung nach ein „Must-Do“, das Kaukasus-Gebirge von oben und mit ganz viel Adrenalin im Blut zu erleben.

Entlang der georgischen Heerstraße fuhren wir weiter bis zum Kreuzpass, an dem sich heute die einzige offene Grenze zu Russland befindet.

Eine kleine 1,5 stündige Wanderung zum Wasserfall Gveleti rundeten unseren ersten Kaukasus-Tag ab.

Wanderung zur Gergeti Kirche in Stepanzminda

Am nächsten Morgen wanderten wir von Stepanzminda aus hoch zur Gergeti Kirche (Dreifaltigkeits-Kirche). Eine der beliebtesten Wanderungen und Ausflüge hier. Da man auch mit dem Bus hochfahren kann, waren wir leider nicht alleine dort. Immerhin hatten wir sehr viel Glück mit dem Wetter, denn wir konnten den Kasbek sehen. Dieser ist mit 5047m der dritthöchste Berg Georgiens und kann im Hochsommer auch von ambitionierten Wanderern mit einer Tour bestiegen werden. Aus der Ferne konnten wir auch den Gletscher erahnen.

Die Wanderung zur Gergeti Kirche dauert insgesamt 2,5 Stunden. Am besten fährst du mit dem Auto ins Dorf Gergeti und hältst dich beim Wanderweg anfangs immer links (das soll laut Guide der schönste Wanderweg sein).

Weil wir schließlich zum Wandern hierhergekommen waren, haben wir anschließend gleiche eine zweite „Wanderung“ zum kleinen, ursprünglichen Bergdorf Zdo gemacht. Auch hier hatten wir nochmal einen einzigartigen Ausblick über das Tal. Noch schnell ein Foto vom wunderbaren Bergpanorama vor dem innen Auge gemacht und dann ging es auch schon wieder zurück nach Tiflis.

Supra bei georgischen Familie

Zum krönenden Abschluss unserer Zwei-Tages-Tour waren wir noch bei einer georgischen Gastfamilie eingeladen. Wir wussten gar nicht, welche der leckeren Beilagen und Salate wir als erstes testen sollten. Nachdem unsere Gläser mit Wein gefüllt waren, kamen auch noch frische Khinkali und Fleischspieße auf den Tisch. Natürlich wurden auch hier wieder viele interessante Geschichten erzählt und ausgetauscht – ein ganz besonderes Erlebnis.

Neben einer Zwei-Tages-Tour kannst du bei GEORGIA INSIGHT auch noch längere Touren ins Kaukasus Gebirge buchen.

 

Offenlegung: Die Ausflüge mit GEORGIA INSIGHT erfolgten aufgrund einer Einladung. Unsere eigenen Eindrücke und Meinungen sind davon unbeeinflusst.

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von Nina von traveloptimizer Lesezeit: 15 min