Georgien Urlaub – Unsere 12 besten Sehenswürdigkeiten im Überblick

26. August 2019 Nina von traveloptimizer

Georgien Urlaub – Unsere 12 besten Sehenswürdigkeiten im Überblick

Wer einen Strandurlaub plant, ist in Georgien fehl am Platz. Abenteurer, Kultur- und Weinliebhaber, Wanderfreunde und Backpacker wird dieses Land jedoch vom Hocker hauen! Um dir die Vielfältigkeit von Georgien zu zeigen, haben wir für dich die besten Sehenswürdigkeiten für einen Urlaub zusammengefasst.

Die komplette Route zu unserer Georgien Reise und den Podcast mit weiteren Sehenswürdigkeiten findest du hier.

Stell dir vor du schwebst in einem riesigen Heißluftballon direkt in der Mitte von Georgien. Das müsste dann ungefähr zwischen Kutaisi und Tiflis sein. Nun hast du einen wunderbaren 360-Grad Überblick.

Wenn du in den Norden blickst, siehst du das mächtige Kaukasus Gebirge mit schneebedeckten 5000er Gipfeln. Diese bilden die Grenze zum Nachbarland Russland. Wenn du dich weiter Richtung Westen drehst, siehst du das schwarze Meer. Theoretisch könntest du dort Baden, aber es gibt schönere Strände. Im Landesinneren bei Kutaisi schlängeln sich unzählige Canyons durch die grüne Landschaft. Die tiefen Schluchten und die Klöster auf den Bergen sehen sehr einladend aus, dort solltest du unbedingt hin. Aber zuerst drehst du dich lieber noch ein Stückchen weiter nach Süden. Du erblickst aus der Ferne die Höhlenstadt Wardsia und die Grenze zu Armenien. Im Westen, wo die Sonne aufgeht, springen dir zahlreiche Weinfelder aus Kachetienins Auge. Dahinter beginnt dann die Halbwüste Garedscha mit dem Höhlenkloster David Garedschi und schließlich kommt die Grenze zu Aserbaidschan.

Wie du siehst, ist Georgien landschaftlich sehr vielfältig und hat viel zu bieten. Wir haben fast zwei Wochen von Kutaisi und Tiflis (Tbilisi) aus das Land bereist. Von der Wander- bis zur Weintour präsentieren wir dir nun unsere persönlichen Highlights und Top-Sehenswürdigkeiten für eine Georgien Urlaub:

Stepanzminda & Kaukasus Gebirge

Das Kaukasus Gebirge in Georgien ist einfach nur atemberaubend und definitiv ein Highlight. Schon während der dreistündigen Fahrt von Tiflis nach Stepanzminda kannst du das herrliche Bergpanorama genießen. Wenn du magst, sogar während eines Paragliding-Fluges von oben. Auch ein Stopp bei der Ananuri Burg und beim einzigen Grenzübergang zu Russland lohnen sich.

Wir haben uns für eine Zwei-Tages-Tour entschieden, um den Kaukasus etwas näher kennen zu lernen. Von Stepanzminda aus wanderten wir zur Gergeti Kirche. Von dort hatten wir einen tollen Ausblick auf den berühmten Kasbek. Da diese Tour allerdings nur 3 Stunden dauerte, entschieden wir uns für eine weitere kleine Wanderung zu einem sehr ursprünglichen Dort namens Zdo.

Stepanzminda war größer und touristischer als gedacht, denn auch der Skitourismus hält hier Einzug. Dennoch gehört die Tour ins Kaukasus Gebirge zu unseren Georgien Highlights.

Mehr Infos zur Zwei-Tages-Tour findest du hier.

Tiflis (Tbilisi)

Fast die Hälfte der georgischen Bevölkerung lebt in der Hauptstadt Tiflis (oder von den Einheimischen auch Tbilisi) genannt. Kein Wunder, denn die Stadt viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. Der Fluss formt einen kleinen Canyon, an dem die Häuser bis zum Rand gebaut wurden. Ganz besonders sind auch die alten Schwefelbäder auf der einen und die futuristischen Gebäude auf der anderen Seite des Flusses. Neben der Synagoge und der Moschee befinden sich auch einige georgisch orthodoxe Kirchen in der Stadt. Die meisten sind noch geprägt von der Zeit während der Sowjetunion, in der sie innen weiß gestrichen wurden.

Die Geschichte der Stadt ist alt und es gibt eine Menge Legenden zu ihr. Es lohnt sich also eine Stadtführung zu machen, um die Stadt, die Geschichte und Kultur Georgiens besser kennen zu lernen. Ein absolutes Must-Do ist auch die Besichtigung von Narikala. Von der persischen Festung aus hat man einen herrlichen Ausblick über die Stadt. In Tiflis kannst du locker eine Woche verbringen, da man von hier aus tolle Tagesausflüge oder einen Abstecher ins Kaukasus Gebirge unternehmen kann.

Alle Reisetipps zu Tiflis und Umgebung findest du hier.

Hoteltipp: Hotel Suliko
Weitere Unterkünfte in Tiflis findest du hier.*

David Garedschi

Das Höhlenkloster in Kachetien ist das älteste Kloster Georgiens und liegt mitten in der Halbwüste Garedscha, in der Region Kachetien unmittelbar an der Grenze zu Aserbaidschan. Die Halbwüste, wurde ebenso wie das Kloster, nach dem Gründer David Garedschi benannt, der im 6. Jahrhundert die erste Mönchsgemeinde Georgien gründete und somit die Religion, Geschichte und Kultur Georgiens prägte. Doch nicht nur das Kloster ist eine Sehenswürdigkeit, sondern auch die Landschaft und die Zwischenstopps. Auf der zweistündigen Fahrt bis zum Höhlenkloster wurde die Straße plötzlich immer schlechter, aber der Blick aus dem Minivan dafür immer schöner. Im Mai ist die Halbwüste noch relativ grün, aber im Sommer ist hier alles ausgetrocknet. Die Weite und Idylle dieser Landschaft sind unserer Meinung nach wunderschön. Wir legten zwei Stopps ein, um eine alte Ölförderanlage und einen ausgetrockneten Salzsee von der Nähe zu betrachten.

Hier findest du mehr Infos zur Tour.

Höhlenstadt Uplisziche

Uplisziche ist die älteste Höhlenstadt Georgiens. Obwohl schon einige Höhlen eingestürzt sind, kann man sich durch die Erklärungen des Guides ganz gut vorstellen, wie das Leben hier früher funktioniert hat. Auf dem Weg dorthin haben wir noch Halt beim Kloster Dschwari, der alten Hauptstadt Mzcheta und Gori, dem Geburtsort Stalins, gemacht. Durch die Tour und unseren Reiseleiter haben wir nochmal einiges über die Geschichte Georgiens dazugelernt.

Es gibt noch eine weitere Höhlenstadt in Georgien, nämlich Wardsia, die allerdings nicht als Tagesausflug erreichbar ist.

Mehr Infos zur Tour findest du hier.

Weinregion in Kachetien

Wenn du nach Georgien reist, wirst du schnell merken: die Georgien lieben Wein. Fast jede Familie baut eigenen Wein an oder produziert ihn zumindest selbst. Eine der bekanntesten Weinregionen befindet sich in Kachetien. Ein Tagesausflug ab Tiflis bringt dich zu den schönen Weinfeldern. Natürlich darf hier eine Weinverköstigung nicht fehlen. Die besondere Herstellung des Weines (er wird beispielsweise auch nicht gefiltet) macht den Geschmack so einzigartig und sehr intensiv. Jeder Wein schmeckt hier anders und unserer Meinung nach sehr lecker. Vor allem, wenn man ihn mit Einheimischen während einer Supra (georgisches Festmahl) trinkt.

Mehr Infos zum Ausflug in die Weinregion findest du hier.

Rafting bei Tiflis

Nur 60km von Tiflis entfernt gibt es die Möglichkeit eine Wildwasser-Rafting-Tour zu machen. Im Mai ist der Wasserstand ganz gut und die einstündige Tour macht super viel Spaß. Den kompletten Tagesausflug haben wir mit GEORGIA INSIGHT gebucht. Nach dem Rafting gab es beim Aragvi Adventure Center noch ein tolles Picknick.

Mehr Infos zu diesem Tagesausflug findest du hier. Du kannst die Tour aber auch direkt online buchen.

Kutaisi

Kutaisi selbst ist sehr überschaubar. Zu den Hauptsehenswürdigkeiten wie dem Hauptplatz mit riesigem Springbrunnen und der Bagrati Kathedrale kann man zu Fuss laufen. Ein echter Geheimtipp ist der uralte Freizeitpark, der sich in der Nähe der Kirche befindet. Eine Fahrt mit dem rostigen Riesenrad lohnt sich – nicht nur wegen dem Ausblick. Kutaisi selbst ist zwar keine große Sehenwürdigkeit, jedoch hat vor allem die Umgebung einiges zu bieten. Nur ein paar Kilometer entfernt gibt es zwei wunderschöne Klöster: Motsameta und Gelati. Beide haben ihren ganz eigenen Flair und bieten eine wunderschöne Aussicht über das bergige Hinterland. Ein weiterer Tagesausflug, der sich definitiv lohnt, ist ein Besuch des Okatse CanyonsOkatse Wasserfalls, der Prometheus Cave und des Martvili Canyons. Im Vergleich zu Tiflis (Tbilisi) ist hier alles günstiger. In die Hauptstadt kommst du dann am besten mit einem Minibus, die jede Stunde vom Busbahnhof losfahren.

Mehr Reisetipps zu Kutaisi findest du hier.

Hoteltipp: Nana´s Home*
Weitere Unterkünfte in Kutaisi findest du hier.*

Okatse Canyon & Wasserfall

Unserer definitives Highlight in Kutaisi war der Ausflug zum Okatse Canyon. Auf dem 7km langen Rundwanderweg gibt es einen 1,2km langen Abschnitt den wir „den schwebenden Wanderweg“ nennen. Eine Stahlkonstruktion, die direkt am Abgrund des Canyons gebaut wurde. Solange du keine Höhenangst hast, macht diese Wanderung total Spaß. Ganz am Ende gibt es dann noch einen riesigen Steg, der noch weiter in den Canyon hineinführt. Du kannst bei dieser Sehenswürdigkeit nicht nur eine tolle Aussicht, sondern auch den kleinen Nervenkitzel genießen. Aber Achtung: Der Canyon hat bei Regentagen geschlossen, da der Steg sonst zu rutschig wird.

Wenige Fahrminuten weiter befindet sich der Okatse Wasserfall, auch hier gibt es wieder Wanderstege, die zu einer Aussichtsplattform führen. Von dieser kannst du zwei riesige Wasserfälle von oben und unten betrachten.

Alle Infos zum Tagesausflug  findest du hier.

Prometheus Cave

Bei der Prometheus Cave handelt es sich um eine 12km lange Tropfsteinhöhle und ist eine DER Sehenswürdigkeitn in Georgien. Bei einer 40 minütigen Führung sieht man allerdings nur einen kleinen Teil davon. Der Weg durch die Höhle und die Tropfsteine sind bunt beleuchtet. 100 Jahre benötigt ein Tropfstein, um 1 cm zu wachsen. Jetzt kann man sich ausrechnen wie alt diese Höhle schon ist. Wenn du möchtest, kannst du auch noch eine kleine Klettertour oder Bootsfahrt im Canyon machen. Die Cave war Teil unseres Tagesausflugs von Kutaisi aus, bei dem wir auch den Okatse und Martvili Canyon besichtigt haben.

Mehr Infos zum Tagesausflug findest du hier.

Martvili Canyon

Der weiterer Canyon unseres Tagesausfluges war der Martvili Canyon. Im Vergleich zum Okatse Canyon, konnte man hier die Schlucht von unten sehen und sogar eine kleine Bootsfahrt durch den Canyon machen. Kostet zwar extra, aber lohnt sich definitiv!

Ansonsten gibt es genauso wie bei den anderen Tageshighlights ein großes Info-Center und befestigte Stege.

Mehr Infos zur Tagestour und Kutaisi findest du hier.

Gelati Kloster & Motsameta Kloster

In Georgien gibt es sehr viele georgisch orthodoxe Kirchen und Klöster, denn Religion hat hier einen hohen Stellenwert – auch für die junge Generation. Zwei sehr bekannte Klöster befinden sich in der Nähe von Kutaisi, nämlich das Kloster Gelati und das Kloster Motsameta. Man kann beide ganz gut miteinander verbinden. Am besten lässt du dich von einem Taxifahrer hinfahren. Obwohl die Klöster so bekannt sind, waren bei uns kaum andere Touris dort. Wenn du die Kirchen betreten willst, bedecke deine Schultern und Knie mit einem Schal. Ganz oft liegen vor der Kirche welche zum Ausleihen aus. Ansonsten genieße die Idylle und die Aussicht.

Mehr Sehenswürdigkeiten in und um Kutaisi findest du hier.

Abstecher nach Baku / Aserbaidschan

Von Tiflis (Tbilisi) aus kannst du ganz einfach mit dem Nachtzug in die aserbaidschanische Hauptstadt Baku reisen. Die Stadt am kaspischen Meer prahlt gerne mit dem Ölreichtum und man hat fast das Gefühl in Dubai zu sein. Hinter der Altstadt an der neuen Hafenpromenande reiht sich ein futuristisches Gebäude an das nächste. Die „Flame Towers“ als Wahrzeichen der Stadt abends in voller Beleuchtung zu sehen, sind wirklich faszinierend. Nach einem Tag Stadterkundung und einem Tagesausflug zu den „Mud-Vulcanos“ und „brennendem Berg“, haben wir uns im Schlafwagon wieder auf den Weg Richtung Tiflis gemacht.

Mehr zu den Highlights in Baku findest du hier.

Hoteltipp: Viva Boutique Hotel*
Weitere Unterkünfte in Baku findest du hier.*

Alle Highlights und Sehenswürdigkeiten im Überblick

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