Island: Sehenswürdigkeiten im Sommer, Reisetipps & Karte

21. April 2021 Nina von traveloptimizer

Island: Sehenswürdigkeiten im Sommer, Reisetipps & Karte

Feuer und Eis – das beschreibt Island am besten. Das inzwischen bei Reisenden sehr beliebte Land entlang des Feuerrings bietet Gegensätze, wie man sie sonst in nur ganz wenigen Ländern findet. Einerseits die heißen Zonen mit Vulkanen, heißen Quellen und Geysiren, andererseits die eiskalten Gletscher und mit dem Vatnajökull sogar den größten Gletscher Europas. In diesem Artikel zeigen wir dir die besten Sehenswürdigkeiten in Island im Sommer und verraten dir viele Reisetipps. Außerdem findest du weiter unten eine interaktive Karte, in der du noch einmal die wichtigsten Orte und Sehenswürdigkeiten von Island auf einem Blick findest.

Wir empfehlen dir, die Sehenswürdigkeiten in Island bei einem Roadtrip zu erkunden. Alle Infos dazu findest du im Artikel 10 Tage Island Rundreise mit dem Auto (inkl. Route, Tipps & Kosten)
Alle weiteren Island-Artikeln findest du hier.

Island ist ein spannendes Reiseziel für jung und alt. Wer sich für Naturvielfalt, Vulkane oder Gletscher interessiert, der ist hier genau richtig. Wenn du zum ersten Mal nach Island reist, wirst du feststellen, dass die meisten Reisenden die Ringstraße bereisen. Diese führt einmal rund um Island (siehe Karte) und dort befinden sich auch die schönsten Sehenswürdigkeiten, die wir in diesem Artikel näher beleuchten. Da Island wirklich viel zu bieten hat, haben wir die Sehenswürdigkeiten nach den Himmelsrichtungen aufgeteilt, um dir den Überblick zu erleichtern. Die meisten Sehenswürdigkeiten auf Island findest du direkt bei der Ringstraße, für manche von ihnen musst du aber auch einen kleinen Abstecher machen.

Die besten Sehenswürdigkeiten im Westen von Island

Reykjavík

Reykjavík ist die Hauptstadt von Island, hier wohnen ein Drittel der Einwohner des ganzen Landes. Wenn du mit dem Flieger in Island landest, wirst du in Reykjavík, genauer genommen in Keflavík ca. 40 Minuten südlich von Reykjavík landen. Unbedingt sehen solltest du in Reykjavík die beeindruckende Hallgrímskirkja (Kirche), die Innenstadt, den Perlan und den Hafen. Für Reykjavík reicht 1 Tag. Wenn du etwas mehr Zeit zur Verfügung hast, wirst du in der näheren Umgebung, beispielsweise in Kópavogur weitere tolle Sehenswürdigkeiten finden.

Alle wichtigen Infos zu Reykjavík findest du in unserem Artikel über die Sehenswürdigkeiten von Reykjavík & Umgebung.


Blue Lagoon

Öffnungszeiten: 10.00 Uhr – 20.00 Uhr, kann je nach Saison variieren
Eintritt: Je nach Paket ab 43 Euro
Tickets: Zur Hochsaison unbedingt vorab buchen*
Anreise: Mietwagen oder Transfer hier buchbar*

Die Blue Lagoon ist ein Spa ca. 40 Minuten von Reykjavík entfernt (siehe Karte) und einer der Top-Sehenswürdigkeiten auf Island für Touristen. Das geothermale Wasser ist heiß, milchig und hat eine blaue Farbe, die das Spa so besonders macht. Entstanden ist das Spa durch die Überreste eines Kraftwerkes, das die Hitze im Erdinneren zur Energiegewinnung nutzt. Die Blue Lagoon ist übrigens nicht das einzige heiße Badebecken in Island, aber bei weitem das beliebteste. Deshalb solltest du zur Hochsaison auch unbedingt Tickets im Voraus buchen. Heiße Quellen sind eine richtige Zeremonie für die Isländer.

Mehr Infos zur Blue Lagoon findest du in unserem Artikel über die Sehenswürdigkeiten von Reykjavík & Umgebung.


Golden Circle

Unweit von Reykjavík entfernt, befindet sich der Golden Circle. Auf dieser Route befinden sich einige Stopps, die quasi Island im Miniformat zeigen. Man kann hier in relativ kurzer Fahrdistanz als Tagesausflug von Reykjavík einen Vulkankrater, einen großen Wasserfall, einen Geysir und viel wunderschöne Natur entdecken. Wer unter 10 Tage Zeit hat für Island, für den sind die Sehenswürdigkeiten auf dem Golden Circle perfekt, auf der Ringstraße findest du das Gleiche aber noch spektakulärerer Form.

Die Highlights sind:

  • Þingvellir Nationalpark und Silfra Spalte
  • geothermales Feld rund um den Geysir Strokkur
  • Gullfoss Wasserfall
  • Vulkankrater Kerið

Eine Route, Karte & Tipps zum Golden Circle findest du in unserem Artikel „Tour & Sehenswürdigkeiten auf dem Golden Circle„.

Golden Circle Reykjavik

Geothermale Quellen


Snæfellsnes Halbinsel

Der Westen von Island hat sehr viel zu bieten in den Westfjorden. Einer davon ist die Halbinsel Snæfellsnes Halbinsel. Diese liegt nicht direkt an der Ringstraße, um zur Snæfellsnes Halbinsel zu gelangen, musst du also von der Ringstraße abweichen. Da du hier viele Highlights findest, kann man für die Halbinsel locker 2 Tage einplanen, wenn du Zeit hast. Es führt eine asphaltierte Straße rund um die Halbinsel, an dieser du die Highlights findest.

Sehen musst du auf der Halbinsel auf jeden Fall den Wasserfall Kirkjufellsfoss mit dem dahinter liegenden, wie aus Herr der Ringe entsprungenem Berg Kirkjufell. Etwas unbekannter ist die kleine Kirche Ingjaldshóll, welche mitten in einer wunderschönen Landschaft ein ganzes Stück entfernt vom nächsten Ort ist. Ein toller Stopp entlang der Küstenstraße ist der Felsen bei Djúpalónssandur. Hier kannst du entweder zum Aussichtspunkt oder direkt nach unten an den Strand fahren.

Der Gletscher Snæfellsjökull versteckt sich zwar ganz gerne in den Wolken, ist aber dennoch einen Ausflug wert bei gutem Wetter. Die Fahrt nach oben bietet tolle Ausblicke, oben angekommen kann man dann den Gletscher sehen. Ohne Wanderung kommt man diesem Gletscher nicht sehr nahe, dazu gibt es andere Gletscher in Island.

ACHTUNG: Zum Gletscher kommst du nur mit einem Allrad-Auto, da es sich um eine „F Road“ handelt, welche bei Mietwagenfirmen nur für Allrad zugelassen ist. Der Weg ist eine Schotterstraße bergauf, inklusive Schlaglöcher.

Berühmt auf der Halbinsel ist außerdem die schwarze Kirche Búðakirkja, die unweit von der Küste mit einem kleinen Friedhof nebenan liegt. Dieser Ort ist grandios geeignet, um von September bis April Nordlichter zu fotografieren! Auf dem Weg zur Búðakirkja wirst du außerdem links ein paar Felsen in Regenbogenfarben sehen, die wunderschön sind.

Die besten Sehenswürdigkeiten im Norden von Island

Torfhäuser in Glaumbær

Öffnungszeiten: 10:00 – 16:00, oder 10:00 – 18:00 (20. Mai bis 20. September)
Eintrittspreis: 1.700 ISK, ca 11 Euro

Durch den Holzmangel auf Island wurden die Wikinger, die nach Island kamen kreativ bei der Bauweise der Häuser und nutzten das vorhandene Material. Somit entstanden die Torfhäuser, die man überall auf Island findet. Die Häuser wurden mit Steinen begrenzt, auf denen Gras wuchs. Damit wurden die Häuser vor der isländischen Kälte geschützt. In Glaumbær stehen noch gut erhaltene Torfhäuser und es gibt ein kleines Museum, das die Entstehung der Bauten in Island zeigt. Wir würden hier auf jeden Fall einen Stopp empfehlen, da du viel über die isländische Geschichte lernst. Alternativ zu Glaumbær gibt es auch noch das Heimatmuseum Skógar im Süden von Island.

Glaumbær

Glaumbær


Walbeobachtung in Akureyri & Húsavik

Einer der schönsten Sehenswürdigkeiten auf Island ist zugleich das größte Säugetier der Welt und zwar der Wal. Im Norden der Insel befinden sich einige der besten Orte weltweit für Walbeobachtungstouren mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit auf Sichtungen.

Akureyri ist die viertgrößte Stadt von Island und eine wichtige Hafenstadt. In Akureyri gibt es auch einen kleinen inländischen Flughafen. Die Stadt selbst bietet nicht allzu viel, allerdings kann man von hier aus Walbeobachtungstouren starten.

Der beste Ort für eine Walbeobachtungstour ist allerdings Húsavík. Die Touren ab hier versprechen eine 99% Chance auf Sichtungen (Anbieter: Gentle Giants Whale Watching, mehr Infos zur Tour*). Húsavik ist aber nicht nur ein toller Ort, um Wale zu beobachten, sondern auch das Dörfchen selbst ist wirklich ein sehr süßer kleiner Hafenort.

Geosea Geothermal Sea Bath

Öffnungszeiten: MO-FR 17:00 – 22:00, SA/SO: 12:00-22:00
Eintritt: 4.500 ISK (ca. 30 Euro)

Das geothermale Bad in Husavík könnte schöner nicht liegen. Hier kann man mit Blick auf den Leuchtturm und das Meer entspannen. Deshalb ist es eines der schönsten Bäder in Island.

Wichtig: Wenn man von Akureyri weiter Richtung Osten fährt, kommt der kostenpflichtige Tunnel Vaðlaheiðargöng . Der Tunnel muss digital bezahlt werden. Wer durch den Tunnel fährt muss innerhalb von 3 Stunden bezahlen, sonst bekommt man eine Strafe. Wer vorab bucht, zahlt weniger als nach der Durchfahrt. (1.500 ISK, ca. 10 Euro, hier buchbar)


Mývatn See & Umgebung

Der Mývatn See und Umgebung sind wirklich ein wunderschönes Stück Landschaft und gehören definitiv zu den Top-Sehenswürdigkeiten auf Island und der Ringstraße. Wir empfehlen eine Umrundung des Mývatn Sees mit dem Auto, das sind knapp 40 Kilometer. Dabei kann man beim Lavafeld Dimmuborgir und dem Vulkankrater Skútustadagigar einen Stopp einlegen. Die Gegend um den Mývatn See zeigt sehr gut, warum Island das Land der seismischen Aktivitäten ist. Rund um den See findest du nämlich mehrere Vulkankrater und eine spektakuläre Vulkanlandschaft. Diese Orte solltest du auf keinen Fall verpassen:

Víti Vulkan

Der Vulkan Víti liegt ca. 25 Minuten vom Mývatn See entfernt und ist ein Vulkankrater mit einem See im Inneren. Mit dem Auto kommst du bis zum Kraterrand. Früher konnte man den Víti Krater umrunden, allerdings war der Weg bei unserem Aufenthalt 2020 gesperrt. Dennoch kann man ein Stück weit am Kraterrand entlang gehen und auf den See hinabblicken.

Hverfjall Vulkan

Ein weiterer Krater, den man noch umrunden kann, ist der Hverfjall Vulkankrater. Hier sieht man, wie unterschiedlich Vulkankrater aussehen können – Víti ist nämlich eher erdig, während der Hverfjall aus schwarzem Lavagestein geformt ist. Ab dem Parkplatz musst du zu Fuß bergauf zum Vulkan gehen. Gutes Schuhwerk ist empfehlenswert, denn das lose Gestein am Krater macht den Aufstieg mühsam, ähnlich wie wenn du in einer Sanddüne bergauf gehen würdest. Wenn du den Krater umrunden willst, solltest du das nur tun, wenn der Wind nicht allzu stark weht. Hier bist du nämlich dem Wind komplett ausgeliefert! Für die Umrundung musst du ca. 45 Minuten einplanen, ca. 3 Kilometer ist die Strecke.

Grjotagjá Höhle

Game of Thrones Fans aufgepasst, denn die Grjotagjá Höhle ist ein Drehort der berühmten Serie. Die Höhle hat im Inneren eine heiße Quelle, in der man früher baden konnte, heute ist das leider nicht mehr möglich, weil das Wasser zu heiß geworden ist.

Heiße Quellen Hverarönd

Die heißen, schlammigen Quellen Hverarönd unweit des Ortes Mývatn sind der nächste Beweis für die großen seismischen Aktivitäten in dieser Gegend. Die Schwefelquellen riecht man schon von weitem. Die Quellen einbettet in die unwirkliche Vulkanlandschaft sind wirklich ein MUST-SEE.

Mývatn Nature Baths

Öffnungszeiten: 16:00 – 21:00 (Mo-Fr), 12:00 – 21:00 (Sa & So)
Eintrittspreise: 5700 ISK, ca. 37 Euro

Wer eine Alternative zur teuren, etwas überlaufenen Blue Lagoon sucht, wird bei den Mývatn Nature Baths fündig. Dieses Spa ähnelt der Blue Lagoon, ist aber preislich günstiger und nicht so überlaufen.


Goðafoss Wasserfall

Der Goðafoss Wasserfall ist einer der bekanntesten und größten Wasserfälle in Island, einer der Top-Sehenswürdigkeiten und super einfach zu erreichen. Beim Wasserfall gibt es auf beiden Seiten einen Parkplatz. Wir würden empfehlen, den im Osten anzusteuern, da hier der Ausblick nochmal besser ist. Vom Parkplatz sind es nur wenige Gehminuten bis zum Wasserfall auf einem ebenen Weg.

Goðafoss

Goðafoss Wasserfall

Die besten Sehenswürdigkeiten im Osten von Island

Studlagil Canyon

Der Studlagil Canyon ist der wohl bekannteste Canyon auf Island. Kein Wunder, der Canyon mit den unzähligen Basaltsäulen ist auch wirklich ein Naturwunder. Die Schlucht mit den vielen Basaltsäulen, inmitten derer sich der Fluss durchschlängelt, ist wohl einmalig auf dieser Welt.

Da der Canyon erstaunlicherweise zu den „neueren“ Sehenswürdigkeiten auf Island gehört, ist der Weg noch nicht optimal beschildert (siehe Karte). Von der Straße 1 (der Ringstraße) biegt man in die Straße Jökuldalsvegur ein. Auf dieser Schotterstraße fährt man dann einige Kilometer, bis links der Hof Klaustursel kommt. Dort führt eine Brücke auf die andere Seite des Flusses, wo man je nach Verkehrsaufkommen noch ca. 2km weiter fahren kann bis zu einem Parkplatz nahe des Canyons. Von dort aus muss man dann 2km wandern, um zum Canyon zu kommen.

Achtung: Gehe bei starkem Wind nicht in den Canyon (unter die Felsen), hier herrscht Steinschlaggefahr! Sieh dir dann den Canyon lieber von einer sicheren Position von oben aus an.

Mehr Infos zum Studlagil Canyon findest du hier.


Hengifoss

Wasserfälle gibt es in Island viele. Der Hengifoss sticht aber mit seinen roten Linien, die durch verschiedene Gesteinsschichten entstanden sind, besonders hervor. Allerdings muss man sich den Wasserfall auch verdienen. Ca. 45 Minuten bis 1 Stunde wandert man größtenteils bergauf, um den Wasserfall zu sehen.

Tipp: Am besten sieht man die Farben übrigens morgens.

Hengifoss Wasserfall

Hengifoss Wasserfall


Die Ostfjorde mit dem Ort Seyðisfjörður und Klifbrekku Wasserfall

Der Osten von Island ist äußerst dünn besiedelt. Auch Touristen findet man in dieser Gegend eher weniger, da diese meist direkt vom Norden in den Süden fahren. Allerdings haben besonders die Ostfjorde einiges zu bieten. Hier findest du unberührte, romantische Natur und mit Seyðisfjörður einen der süßesten Orte in ganz Island. Der Ort ist dank der kleinen Kirche und der Regenbogenstraße dorthin bekannt beworden. In Seyðisfjörður befindet sich auch der Ankunftshafen für die Autofähre vom Festland.

Richtung Süden fahrend kommt man zu einem weiteren Fjord, auf dessen Straße 953 man bis zum Klifbrekku Wasserfall und einem Schiffswrack der US Navy fahren kann. Der Klifbrekku Wasserfall stürzt über viele Klippen in die Tiefe, das Schiffswrack ist 1966 hier gelandet und wurde davor vom amerikanischen Militär als Transportschiff genutzt.

Straßenverhältnisse: Die Fahrt zum Ort Seyðisfjörður ist ohne Probleme auf einer (sehr kurvigen) Asphaltstraße, bei der Fahrt zum Klifbrekku Wasserfall musst du einige Kilometer einer nicht geteerte Straße meistern.


Stokksnes

Eintritt / Parkgebühren: 800 ISK (ca. 5€), zahlbar per Karte am Automaten

Stokksnes mit dem Ausblick auf die Bergkette Vestrahorn ist eine wunderschöne Landschaft. Auch dieser Ort wurde erst in den letzten Jahren bekannt. Das Besondere – es gibt dort Sanddünen zu sehen. Die vielen Sanddünen vor dem Vestrahorn sind ein beliebtes Fotomotiv und inzwischen bei Fotografen aus aller Welt bekannt, außerhalb der Fotobranche aber noch eher ein Geheimtipp auf Island.
Seit der Ort von Fotografen aus aller Welt angesteuert wird, gibt es nun eine Einfahrtsschranke. 800 ISK (ca. 5€) zahlt man pro Auto beim Vikings Cafe.

Die besten Sehenswürdigkeiten im Süden von Island

Jökulsárlón & Diamond Beach

Die Gletscherzunge Jökulsárlón ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Island und Teil des größten Gletschers Europas, dem Vatnajökull. Dieser bedeckt rund 8% von Island und endet an mehreren Gletscherzungen sichtbar. Leider schmilzt auch dieser Gletscher aufgrund der Erwärmung und bei den Gletscherzungen kann man dies sehr gut beobachten, wie große Eisblöcke abbrechen und im Gletschersse schmelzen. Der Jökulsárlón endet direkt im Meer, was ihn auch so besonders macht.

Am Diamond Beach schwimmen die Eisblöcke dann vorbei und stranden auch teilweise dort. Die Eisblöcke wirken hier wie Diamanten, deshalb der Name. Von der Gletscherzunge kann man zu Fuß zum Diamond Beach gehen, es gibt allerdings bei beiden Orten einen Parkplatz.

Ein einmaliges Erlebnis ist auch eine Gletscherwanderung auf dem Vatnajökull mit Eishöhlen-Besichtigung (mehr Infos*)


Svartifoss & Fjadrargljúfur Canyon

Parkplatz: 600 ISK (ca. 4€), zahlbar per Karte am Automaten

Der Svartifoss Wasserfall im Süden von Island ist ein besonderer Wasserfall. Er ist nämlich umgeben von Basaltsäulen, wie man sie in Island auch an anderen Stellen findet. Diese Basaltsäulen entstehen durch Erstarrung der Lava und da Island eine Vulkaninsel ist, entstanden sie hier relativ häufig. Um zum Svartifoss Wasserfall zu kommen, muss man etwas wandern. Die Wanderung ist allerdings für jeden gut machbar. Vom Parkplatz ist sie gut beschildert und teilweise ist der Weg mit Gummimatten ausgelegt. Dennoch empfehlen wir dir gutes Schuhwerk. In eine Richtung ist man ca. 30-45 Minuten unterwegs.

Der Fjadrargljúfur Canyon ist seit dem Video von Justin Bieber zum Lied „I’ll show you“ ein absoluter Touristenmagnet geworden. Allerdings auch zurecht, der grüne Canyon ist wirklich wunderschön. Circa 1 Stunde solltest du hier einplanen. Wer mehr Zeit hat, kann auch den gesamten Canyon besichtigen. Vor wenigen Jahren war noch der Zugang überall hin möglich, inzwischen gibt es Absperrungen, an die man sich zum Schutz der Natur auch halten sollte.
Achtung: Zu manchen Zeiten ist der Canyon auch komplett gesperrt, informiere dich also im Vorfeld.


Vík

In Vík verbringen die meisten Touristen gleich mehrere Tage und das aus gutem Grund. In der Umgebung findet man einige Top-Sehenswürdigkeiten und Abenteuer von Island (siehe Karte), dass es sich absolut lohnt, hier ein paar Tage zu bleiben. Vík selbst ist ein überschaubarer Ort mit vielen Hotels, Restaurants und einem großen Supermarkt – man findet also alles, was man braucht.


Gletscherwanderung am Sólheimajökull

Ein absolutes Highlight der Island Reise war die Gletscherwanderung am Sólheimajökull Gletscher. Einem Gletscher so nahe zu kommen und auf ihm zu gehen ist einfach magisch. Während der Wanderung bekommt man interessante Infos zum Gletscher, man sieht Gletscherspalten und wenn man Glück hat, kann man sogar noch in kleine Eishöhle steigen. Die geeignete Ausrüstung wird gestellt (mehr Infos zur Tour*).

Achtung: Gehe nie ohne Guide und Ausrüstung auf einen Gletscher. Es gibt überall Gletscherspalten, in die man hineinstürzen und sterben kann.


Sólheimasandur Flugzeugwrack

Unweit von Vík liegt auch das berühmte Flugzeugwrack am Strand Sólheimasandur. Knapp 3,5km muss man auf dem schwarzen Gestein zu Fuß zurücklegen, um zum Flugzeugwrack zu kommen. Hier muss man also etwas Zeit einplanen. Warum liegt das Flugzeugwrack hier? Als das Flugzeug 1973 abstürzte gab es die Ringstraße noch nicht und somit war dies eine sehr abgelegene und schlecht zugängliche Gegend. Die Crew überlebte damals den Absturz und wurde auch geborgen. Das Flugzeug hat man aber einfach liegen gelassen. Heute ist es ein Touristenmagnet.

Tipp: Es kann hier sehr kalt werden, es empfiehlt sich, warme Kleidung einzupacken.


Reynisfjara Strand & Dyrhólaey Halbinsel

Der Reynisfjara Strand unweit vom Zentrum von Vík ist ein endlos langer schwarzer Sandstrand mit Basaltsäulen unweit vom Meer. Du kannst einfach den Strand etwas entlang spazieren, die Basaltsäulen bewundern und den fantastischen Ausblick auf die Dyrhólaey Halbinsel genießen. Das Meer in Island kann sehr rau sein, Touristen haben es sich hier zum Sport gemacht, den „Wellen davonzulaufen“. Dabei sind allerdings bereits Leute gestorben, da die Strömungen sehr stark sind und das Wasser eiskalt, also bitte nicht nachmachen.

Auf der Halbinsel Dyrhólaey ist die Natur wie aus dem Bilderbuch. Auf der Halbinsel findet man einen Leuchtturm, von dem aus man einen tollen Rundumblick auf die Gletscher, die langen schwarzen Sandstrände und die Felsformationen hat. Dyrhólaey ist auch eine Brutstätte für Vögel, weshalb hier immer ein großer Schwarm herum fliegt. Hier kann man auch die Papageientaucher Puffins finden, die sich zwischen Mai und August in Island aufhalten.


Heimatmuseum Skógar & Skógafoss Wasserfall

Eintrittspreis: 2000 ISK ~ 13 Euro
Öffnungszeiten: 11:00 – 16:00

Gleich beim Skógafoss findest du das Heimatmuseum Skógar. Hier kann man viel über die isländische Geschichte, die Bauweise der Torfhäuser und die Lebensweise der Wikinger erfahren.

Der Wasserfall am Fluss Skóga ist einer der schönsten Wasserfälle auf ganz Island und damit auch einer der Top-Sehenswürdigkeiten. Dieser bricht wunderschön über die Klippe und schießt 60m tosend in die Tiefe. Einen Parkplatz gibt es direkt beim Wasserfall.


Seljalandsfoss

Das besondere am Seljalandsfoss: Er fließt nicht an der Wand bergab, sondern schießt wie aus einem Rohr so nach unten, dass man dahinter gehen kann. Aber Achtung: Man wird trotzdem richtig nass. Ein Geheimtipp beim Seljalandsfoss ist der direkt daneben gelegene Gljúfrabúi, der sich ein bisschen im Hügel versteckt.

Tipp: Hier wird man richtig nass, bringe unbedingt Ersatzkleidung mit.

Seljalandsfoss

Seljalandsfoss

Island-Karte: Top-Sehenswürdigkeiten im Überblick

Island liegt zwischen der eurasischen und nordamerikanischen Platte und damit ziemlich zentral zwischen Europa und Amerika. Geographisch wird das Land Europa zugeschrieben. Mit dieser interaktiven Island-Karte möchten wir dir einen Überblick über alle Sehenswürdigkeiten und Tipps geben.
Wenn du die Island-Karte für deine Navigation verwenden willst, kannst du diese ganz einfach in Google Maps öffnen und dir die Sehenswürdigkeiten abspeichern. Klick dazu entweder oben rechts auf das Rechteck, um die komplette Karte zu speichern oder auf die einzelne Orte. Wenn sich links das Menü in der Karte öffnet, kannst du die einzelnen Sehenswürdigkeiten von Island in Google Maps öffnen und abspeichern.

Wenn du wissen möchtest, wie du die Sehenswürdigkeiten auf einem Roadtrip am besten verbindest, schau dir gerne unseren Roadtrip-Artikel an, mit einer Route für 10 Tage Island Rundreise mit dem Auto.

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  • Reisetipps für Island

    Nachdem du nun die schönsten Sehenswürdigkeiten kennst, wollen wir dir noch ein paar allgemeine Reisetipps für Island geben.

  • Reisetipp 1: Beste Reisezeit für Island

    Island wurde in den letzten Jahren zu einem Ganzjahresreiseziel, weil auch der Winter mit Schnee und Eis wunderschön ist. Dennoch empfiehlt sich das späte Frühjahr, der Sommer oder der Frühherbst (insbesondere für die erste Reise nach Island). Jeder Monat hat aber seine ganz eigenen Highlights.

    Im Frühjahr hat man eventuell noch die Chance auf Nordlichter, bis März / April kann man diese sehen, allerdings ist es hier noch sehr kalt und es liegt noch viel Schnee.

    Im späten Frühjahr / frühen Sommer (Mai und Juni) muss man mit jedem Wetter rechnen. Hier kann es schneien oder auch super schön sein. Die frostigen Tage sind vorbei, es beginnt überall zu blühen. Ab April/Mai beginnt außerdem die Zeit der Papageientaucher, die lustigen kleinen Vögel, die für Island typisch sind.

    Zwischen 20. Mai und 20. Juli sind die Tage in Island besonders lang (Mitternachtssonne), die Sonne geht zu der Zeit nicht unter. Für Fotografen ein absoluter Traum.

    Im Hochsommer ist Hochsaison in Island. Unterkünfte sind besonders teuer und oft ausgebucht. Dafür herrscht zu der Zeit auch das beste Wetter.

    Für uns die beste Jahreszeit ist der September und Oktober. Die Tage werden ab September wieder kürzer, die stundenlangen Sonnenuntergänge gibt es nicht mehr und die Saison der Nordlichter beginnt. Es herrschen aber noch einigermaßen warme Temperaturen. Die Touristen sind schon um einiges weniger.

    Wer im Winter nach Island kommt, wird frieren, aber die Natur ist einfach ein Traum, wenn sie in einem weißen Kleid (zwischen Dezember und Februar üblich) gehüllt ist. Im Winter kann es aber sein, dass Straßen nicht geräumt sind oder teilweise sogar gesperrt. Die Ringstraße ist teilweise nicht befahrbar.


    Reisetipp 2: Anreise nach Island

    Island ist eine Insel, dementsprechend ist die Anreise entweder mit dem Flugzeug oder Schiff.

    • Mit dem Flugzeug: In Keflavík, ca. 40 Minuten von Reykjavík entfernt, befindet sich der internationale Flughafen auf Island (Flug hier buchbar*).
    • Mit dem Auto/Fähre: Wenn du mit dem eigenen Auto nach Island reisen willst, musst du mit der Fähre Smyril Line von Dänemark übersetzen. Die Fähre landet in Seyðisfjörður, im Osten von Island.

    >>> Zur Flug-Suche*


    Reisetipp 3: Fortbewegung & Parken auf Island

    Island ist am einfachsten mit dem Auto zu erkunden (hier buchbar*). Die Ringstraße in Island ist super ausgebaut, hier fährt man konstant auf einer asphaltierten Straße. Ganz generell gibt es in Island aber viele Schotterstraßen. Bei wenigen Sehenswürdigkeiten an der Ringstraße muss man auch auf einer Schotterstraße fahren, generell empfiehlt sich für einen Island Roadtrip also ein normaler Mietwagen.

    Tipp: Wichtig zu wissen ist, dass man die sogenannten F-Straßen (sind auf allen Landkarten mit F gekennzeichnet) nicht mit normalen Mietwägen befahren darf. Hier sind nur Allradautos erlaubt. Die F-Straßen führen meist Richtung Landesinnere, möchtest du also auch dorthin, brauchst du einen Allrad-Mietwagen.

    >>> Zur Mietwagen-Suche*

    Die Parksituation ist je nachdem wie viele Touristen unterwegs sind, sehr entspannt bis eher schwierig zur Hochsaison. Generell gibt es aber viele große Parkplätze, insbesondere bei den Sehenswürdigkeiten, die sehr beliebt sind auf Island. Ein paar wenige Parkplätze muss man bezahlen, diese sind in dem Beitrag markiert worden.

    Falls du nur ein paar Tage in Island bist, besteht auch die Möglichkeit ab Reykjavík mit Tagestouren den Golden Circle oder den Süden der Insel zu erkunden. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist es in Island generell schwierig zu den Sehenswürdigkeiten zu kommen.

    Touren ab Reykjavík:

    • Golden Circle Tour in der Kleingruppe (mehr Infos*)
    • Golden Circle Tour mit Schnorchelausflug bei der Kontinentalspalte (mehr Infos*)
    • Wal- & Delfin Beobachtungstour mit dem Boot (mehr Infos*)
    • Tour durch den Süden von Island mit dem Wasserfall Seljalandsfoss und dem Gletscher Sólheimajökull (mehr Infos*)
    • Transfer zur Blue Lagoon (mehr Infos*) und Eintritt zur Blue Lagoon (mehr Infos*)
    • Papageitaucher-Beobachtung (mehr Infos*)

    Reisetipp 4: Übernachten auf Island

    Wir haben die meisten Unterkünfte für unseren Roadtrip über booking.com* gebucht. Auch bei Airbnb findet man schöne Unterkünfte. Bei booking.com* ist der große Vorteil, dass man viele Unterkünfte kostenlos stornieren kann und die Auswahl groß ist.

    Wer auf der Such nach speziellen Übernachtungsorten ist findet diese ebenfalls in Island. Es gibt spezielle Unterkünfte mit Glaskuppel, um die Nordlichter die ganze Nacht sehen zu können oder Unterkünfte mit einer privaten heißen Quelle.

    >>>Unterkünfte bei booking.com finden*


    Reisetipp 5: Essen & Trinken auf Island

    Island wird grundsätzlich als sehr teures Land beschrieben. Restaurants sind auch etwas teurer als in Deutschland, allerdings meist nicht so gravierend, wie man immer denken würde.

    Will man seinen Urlaub besonders günstig halten, empfiehlt es sich ein Apartment zu buchen und selbst zu kochen.

    Auf alle Fälle sollte man aber die traditionellen isländischen Speisen probieren. Isländer essen gerne Fisch, Lamm und Skyr. Skyr ist ein isländisches Milchprodukt aus Kuh- oder Schafsmilch. In gewissen Regionen findet man regionale Speisen, meist Fleischgerichte aus Vögeln oder Rentieren.
    Grundsätzlich ist die isländische Küche aber nicht besonders vielfältig. Das liegt vor allem an dem Klima, in dem kaum etwas wachsen kann und damit vieles importiert werden muss. Es gibt allerdings einige Gewächshäuser, die man auch am Weg sieht, wenn man auf der Ringstraße um Island fährt.

    Alkohol in Island ist sehr teuer, aber es gibt am Flughafen einen Duty Free Shop, wo man auch isländisches Bier kaufen kann.


    Reisetipp 6: Reiseführer

    Wenn du noch mehr Reisetipps und Sehenswürdigkeiten für Island suchst, können wir dir folgende Reiseführer empfehlen.

    …und falls du wissen möchtest, wie du die Sehenswürdigkeiten am besten miteinander verbinden kannst, lies dir gerne unseren Artikel 10 Tage Island Rundreise mit dem Auto (inkl. Route & Kosten) an.

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  • Häufige Fragen: Island Sehenswürdigkeiten

    Was sollte man in Island unbedingt gesehen haben?

    An der Ringstraße rund um Island liegen die schönsten Sehenswürdigkeiten, wie beispielsweise

    • Mývatn See und Umgebung
    • Snæfellsnes Halbinsel
    • Jökulsárlón und Diamond Beach
    • Vík und Umgebung
    • ...

    Zu allen Top-Sehenswürdigkeiten auf Island

    Wann sollte man nach Island reisen?

    Die beste Reisezeit ist zwischen Mai und September. In Island ist das Wetter unberechenbar, aber in diesen Monaten ist üblicherweise das beste Wetter, kein Schnee mehr und damit die ideale Reisezeit für Island.
    Mehr Reisetipps für Island

    Wie lange dauert es Island zu umrunden?

    Island bietet sehr viele Sehenswürdigkeiten und es lohnt sich mindestens 10 Tage auf der Insel zu verbringen, um die Ringstraße und den Westen erkunden zu können.
    Mehr Reisetipps für Island

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    Hallo! Ich bin Sabrina und schreibe über meine Reisen und Abenteuer auf der ganzen Welt und in meinem Heimatland, Österreich hier und auf meinem Blog smilesfromabroad. Am Strand entlang laufen, einen Berg erklimmen, die Natur genießen oder eine Stadt erkunden – das Entdecken der Welt bringt mich zum Lächeln.

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    Island: Sehenswürdigkeiten im Sommer, Reisetipps & Karte

    von Nina von traveloptimizer Lesezeit: 13 min