Intersport-Klettersteig Donnerkogel mit einzigartiger Himmelsleiter

28. August 2019 Nina von traveloptimizer

Klettersteig Donnerkogel mit einzigartiger Himmelsleiter

Der Intersport-Klettersteig in Gosau

Im Dachstein-Gebirge in Gosau „versteckt“ sich ein sehr spektakulärer mittelschwerer Klettersteig direkt neben dem Gosausee. Der Klettersteig auf den Donnerkogel (auch unter Intersport-Klettersteig bekannt) punktet nicht nur mit einer genialen Aussicht auf den Gosausee und Dachstein-Gletscher, sondern auch mit seiner 40 Meter langen bekannten Himmelsleiter. Um diese Hängebrücke zu überqueren sollte man keine Höhenangst mitbringen, dafür aber etwas Ausdauer, denn der Steig ist mit 3 Stunden und mit dem Schwierigkeitsgrad C/D nicht gerade einfach.

Du bist noch nie einen Klettersteig gegangen? Dann haben wir hier alle Infos, die du wissen musst als Einsteiger!

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Tourenbeschreibung: Klettersteig Donnerkogel

Nachdem wir mit der etwas überteuerten Gondel (16 € p.P. für Hin- und Rückfahrt) nach oben bis zur Bergstation gefahren sind, wanderten wir vorbei an der „Gablonzer Hütte“ und folgten dann den Klettersteig Beschilderungen. Nach dem Einstieg folgt eine leichte Querung bis zur „Kaiserverschneidung“. Hier beginnt das erste schwerere C/D Stück. Ist dieses geschafft, kannst du beruhigt weitergehen, denn schwerer wird der Steig auch oben nicht mehr. Bald erreicht man Abschnitt 2 – gut zu wissen, denn nach diesem ist die erste Hälfte geschafft.

Anschließend läuft man einmal um den halben Berg und fragt sich ständig, wann die Himmelsleiter endlich kommt. Auch wenn diese Stellen nur mit Schwierigkeitsgrad A-B ausgeschrieben sind, ist hier vor allem nach einem Regentag Vorsicht geboten, da die moosbedeckten Steine und Erdassagen sehr rutschig werden können. Wenn du nach dem zweiten Abschnitt das erste Mal die Himmelsleiter gut siehst, kannst du dort eine kurze Pause einlegen, denn hier befindet sich einer der schönsten Aussichten.

Man sieht den hinteren Gosausee und auch die Himmelsleiter. Direkt vor der Himmelsleiter und auch danach gibt es keine schönen Rastplätze mehr  – erst wieder am Gipfel. Um auch nach der Himmelsleiter den restlichen Anstieg über den Grad bis zum Gipfel noch genießen zu können, solltest du etwas Kondition mitbringen. An schönen Sommertagen und am Wochenende kann es schon mal sein, dass es sich etwas zurückstaut bei der Himmelsleiter.

Das perfekte Foto von der Himmelsleiter

Die Himmelsleiter verbindet den kleinen mit dem großen Donnerkogel und ist DAS Highlight des Klettersteigs. Wer gerne ein spektakuläres Foto von dieser 40 Meter langen Hängebrücke schießen möchte, kann das sehr einfach tun. Dazu muss ein Partner direkt vorm Einstieg in die Brücke nach links Richtung Notausstieg bzw. Umgehung abbiegen. Dort kann man sehr sicher stehen und hat die Brücke und das Panorama direkt vor der Linse. Wer mag geht einfach wieder zurück und bezwingt die Himmelsleiter anschließend auf eigene Faust.

Highlight des Intersport-Klettersteigs: Himmelsleiter und Schlussteil

Bis zu 4 Personen können gleichzeitig in der Brücke hängen, wobei natürlich nie zwei Personen gleichzeitig im selben Seilabschnitt gesichert sein dürfen. Je mehr Personen auf der Brücke klettern, desto wackeliger wird die Angelegenheit natürlich. Die Aussicht und der Nervenkitzel sind aber einfach einzigartig. Kletterer, die sich auf der langen Hängebrücke nicht wohl fühlen, können auch die Umgehung der Brücke nutzen. Der Weg läuft nach der Brücke wieder mit dem normalen Klettersteig zusammen. Auch ist ein Notausstieg vor der Brücke möglich.

Das schönste Stück des Klettersteigs kommt unserer Meinung nach erst nach der Himmelsleiter. Am Grad entlang klettert man den letzten Abschnitt bis zum Gipfel. Der Fels ist hier wieder super griffig, es gibt keine rutschigen Stellen und man wird durchgehend mit einer genialen Aussicht belohnt. Beim Gipfel hast du dann nochmal eine gute Sicht auf das Dachstein-Gebirge, den Dachstein-Gletscher und den Gosausee!

Ein bisschen Kraft sollte man sich noch für den Abstieg aufheben, denn der Weg ist durch die vielen großen Felsbrocken und steilen Abschnitte durchaus anspruchsvoller als andere Abstiege. Nach 1,5 Stunden ist man wieder beim Einstieg. Von dort aus kann man entweder zu Fuß zum Gosausee hinunterlaufen, in der Gablonzerhütte einkehren oder mit der Gosaukammbahn hinunterfahren.

Schwierigkeitsgrad und Topo

Intersport klettersteig donnerkogel topo
Quelle: https://www.bergsteigen.com/fileadmin/userdaten/import/topos/intersport_klettersteig_donnerkogel_topo.jpg

Fakten über den Donnerkogel-Klettersteig (Intersport-Klettersteig)

Anreise

Fahrt nach Gosau zum vorderen Gosausee und bei Parkplatz Talstation Gosaukammbahn parken.


Zustieg

Wer mit der Gondel hochfährt: 20 Minuten, ohne Gondel 1,5 Stunden

Gondel: Hin- und Rückfahrt: 16 €
Sommerbetrieb (Mitte Mai – Anfang November)

11.05. – 28.06.2019 täglich, 8:15 Uhr bis 16:50 Uhr
29.06. – 08.09.2019 täglich, 8:15 Uhr bis 17:50 Uhr
09.09. – 03.11.2019 täglich, 8:15 Uhr bis 16:50 Uhr


Abstieg

Ausgeschildertem Wanderweg ca. 1,5 Stunden folgen bis zur Gondel, weitere 1 Stunde ohne Gondel. Der Wanderweg vom Donnerkogel zur Gondel ist ebenfalls anspruchsvoller mit großen Felsbrocken und steileren Abschnitten.


Zusammenfassung

Schwierigkeit: bis zu C/D, jedoch viele B-Stellen (insgesamt mittelschwer)
Höhenmeter des Klettersteigs: 470 hm

Zustieg: 20 Minuten (bei Gondelfahrt)
Klettersteig: 3-3,5 Stunden
Abstieg: 1,5 Stunden (bis zur Gondel)
Gesamt: ca. 5 Stunden (ohne größere Pausen)

Unsere Meinung zum Donnerkogel-Klettersteig

Ein absolutes Highlight für jeden erfahrenen Klettersteig Fan. Während dem Steig hatten wir großes Glück mit dem Wetter, allerdings waren wir aus genau dem Grund am Wochenende dort nicht alleine. Sowohl beim Zustieg als auch vor der Himmelsleiter mussten wir jeweils kurz warten und hatten damit sogar noch Glück. Aber es lohnt sich, denn der Steig ist vor allem nach der Himmelsleiter wirklich wunderschönAchtung: Bei Regen kann auch der Abstieg zur richtigen Rutschpartie werden! Unsere Empfehlung zum Start des Klettersteigs an Tagen mit vielen Leuten ist entweder super früh oder gegen 11 Uhr. Um 11 Uhr ist der „erste Schwung“ schon im Steig und der „späte Schwung“ noch nicht gestartet.

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