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Indien Rundreise • 3 Reiserouten auf eigene Faust

Träumst du von einer Indien Rundreise auf eigene Faust? Perfekt! Ich war selbst vor Ort und teile hier meine Erfahrungen und besten Reiserouten mit dir. Du musst nur auswählen & losfahren! Keine Lust alles individuell zu planen? Dann nutze einfach unsere individuelle Reiseberatung.

Beitragsbild Indien Guide
Moin Autorenbox Lina

Hier schreibt Lina!

Lina lebt in Indien und kennt das Land wie kaum jemand anderes. Sie versteht die Kultur, die Menschen und teilt gern ihre persönlichen Lieblingsplätze und authentischen Tipps mit dir.

Übrigens: Unsere Artikel enthalten Empfehlungslinks.

Auf einen Blick

  • Alles, was du vorab wissen musst: Noch keinen Plan von Indien? In diesem Artikel findest du alles: Eine Übersicht der wichtigsten Highlights (Taj Mahal, Rajasthan, Wüste), alle Reiserouten im Überblick, sowie die wichtigsten Infos und Tipps für deine Rundreise.
  • Meine Reiserouten: Du weißt schon, wie lange du reisen willst? Dann springe hier direkt zu meinen detaillierten Reiseplänen: 7 Tage, 14 Tage, 21 Tage.
  • Starte die Planung: Nach diesem Artikel weißt du perfekt Bescheid über die Highlights, Reisezeit & vieles mehr und kannst direkt mit der konkreten Planung deiner Indien Rundreise auf eigene Faust starten!
  • Online-Reisebüro: Keine Lust alles individuell zu planen? Dann nutze doch unsere individuelle Reiseberatung und lass dir deine Indien Rundreise von uns planen & buchen.

3 geniale Rundreisen für eine Indien Reise

Indien wird nicht umsonst als Subkontinent bezeichnet. Die Distanzen sind oft weit und die Reisezeiten können lang werden, weshalb eine gute Vorab-Planung wichtig ist. Um dir die Entscheidung zu erleichtern, fokussieren sich meine Pläne ganz bewusst auf den Nordwesten des Landes und das sogenannte „Goldene Dreieck“.

Damit du auf einen Blick siehst, welcher Plan für dich passt, gebe ich dir hier einen kurzen Überblick:

Eine Woche ist ein perfekter, kompakter Einstieg, wenn du das Land erst einmal kennenlernen willst. Du konzentrierst dich dabei voll auf die absoluten Klassiker des Goldenen Dreiecks rund um Delhi, Jaipur und Agra.

Meiner Erfahrung nach sind zwei Wochen schon deutlich entspannter. So hast du genug Puffer, um neben dem Taj Mahal auch die prächtigen Königsstädte in Rajasthan wie Udaipur und Jodhpur in deine Indien Rundreise auf eigene Faust einzubauen.

Wenn du das Privileg hast und volle drei Wochen Zeit mitbringst, hast du den perfekten Spielraum. Du kannst deine Reise planen und dabei nicht nur die bekannten Städte besuchen, sondern auch tief in die Wüste nach Jaisalmer reisen, ohne in Stress zu geraten.

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Reiseberatung tourlane 1

7 Tage Rundreise durch Indien

Bekannt ist dieser kompakte Trip als das Goldene Dreieck, denn wenn du die 3 Orte nacheinander bereist, entsteht auf der Landkarte ein schönes Dreieck. Die Städte sind ein guter Einstieg für alle, die Indien erst einmal kennenlernen wollen. Außerdem lässt sich die Rundreise ideal mit den Stränden in Goa oder einem Sri Lanka Trip kombinieren!

Nach den ersten Tagen voller schöner Architektur und leckerem Streetfood in Neu-Delhi reist du weiter nach Jaipur. Neben alten Festungen empfehle ich dir hier unbedingt deinen ersten Bollywood-Film im Kino anzusehen. Den krönenden Abschluss deiner Reiseroute bildet Agra, wo du dich im Licht der aufgehenden Sonne vom Taj Mahal verzaubern lässt, bevor es zurück nach Delhi geht.

Stationen
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  • Neu-Delhi (2 Nächte)
  • Jaipur (3 Nächte)
  • Agra (2 Nächte)
  • Neu-Delhi (Abreise)

Die detaillierte Reiseroute für die Rundreise im Goldenen Dreieck findest du in einem eigenen Artikel.

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14 Tage Rundreise durch Indien

Der Start der Indien Reiseroute liegt auch hier wieder in Neu-Delhi, bevor du per Inlandsflug in die blaue Stadt Jodhpur weiterreist. Anschließend geht es ins romantische Udaipur, das auch als Stadt der Seen bekannt ist. Mein Tipp: Fahr hoch auf einen der Hügel und genieß den Ausblick von oben.

Um Zeit zu sparen, empfehle ich dir einen weiteren kurzen Inlandsflug nach Jaipur zu nehmen. Von hier aus kannst du außerdem auf Safari im Ranthambore Nationalpark gehen, ehe dich dein Weg schließlich zum Taj Mahal in Agra und am Ende zurück zum Heimflug nach Delhi führt.

Stationen
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  • Neu-Delhi (3 Nächte)
  • Jodhpur (3 Nächte)
  • Udaipur (2 Nächte)
  • Jaipur (3 Nächte)
  • Agra (2 Nächte)
  • Neu-Delhi (1 Nacht)

Die detaillierte Reiseroute für meine Nordindien-Rundreise findest du in einem eigenen Artikel.

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21 Tage Rundreise durch Indien

Bei drei Wochen hast du wirklich Zeit, Rajasthan in all seinen Facetten zu spüren. Nach deinem Start in Delhi nimmst du einen Inlandsflug in die Wüstenstadt Bikaner. Von dort reist du tief in die Wüste nach Jaisalmer, wo du wunderbar eine Nacht unter dem Sternenhimmel verbringen kannst. Für mich ohne Frage ein absolutes Highlight auf deiner Indien Rundreise.

Danach folgst du der Reiserout über die blaue Stadt Jodhpur und die Seen von Udaipur bis zum heiligen Wallfahrtsort Pushkar. In Jaipur rate ich dir, neben dem Sightseeing in der Stadt auch einmal auf Safari zu gehen. Im Ranthambore Nationalpark kannst du mit etwas Glück sogar Tiger oder Leoparden entdecken. Zum Schluss kehrst du über das berühmte Taj Mahal in Agra wieder an deinen Ausgangspunkt zurück.

Stationen
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  • Neu-Delhi (3 Nächte)
  • Bikaner (2 Nächte)
  • Jaisalmer (3 Nächte)
  • Jodhpur (3 Nächte)
  • Udaipur (2 Nächte)
  • Pushkar (2 Nächte)
  • Jaipur (3 Nächte)
  • Agra (2 Nächte)
  • Neu-Delhi (1 Nacht)

Die detaillierte Reiseroute für diese Nordindien-Rundreise findest du in einem eigenen Artikel.

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Wo ist es am schönsten in Indien?

Indien ist kein klassisches Land, sondern schon ein Subkontinent. Selbst wenn du dich bei deiner Reise nur auf einen einzigen Bundesstaat konzentrierst, musst du mit langen Transfers oder Inlandsflügen rechnen.

Da die Entfernungen so groß sind, fokussieren sich meine Reiserouten auf den Nordwesten des Landes, genauer gesagt auf das berühmte „Goldene Dreieck“ und den Bundesstaat Rajasthan, wo dich ein perfekter Mix aus Wüstenlandschaften, prächtigen Palästen und Metropolen erwartet.


Welche Orte solltest du auf deiner Indien Rundreise besuchen?

Die spannendsten Sehenswürdigkeiten verteilen sich über das ganze Land. Damit du deine Reise individuell planen kannst und nicht den Überblick verlierst, habe ich dir hier eine kurze Auflistung der besten Stopps für deine Reiseroute durch den Norden zusammengefasst:

Highlights

  • Neu-Delhi: quirlige Metropole, Startpunkt der Reise mit aufregender Architektur und leckerem Streetfood.
  • Agra: die unangefochtene Heimat des weltberühmten Taj Mahal und weiterer beeindruckender Mausoleen.
  • Jaipur: die pinke Stadt mit prächtigen Palästen, alten Festungen und Ausgangspunkt für Tigersafaris im Ranthambore Nationalpark.
  • Udaipur: die romantische Stadt der Seen, bekannt für ihre vielen Paläste am Seeufer.
  • Jodhpur: die berühmte „Blaue Stadt“ mit einer der imposantesten Festungen des Landes.
  • Jaisalmer: tief in der Wüste gelegen, perfekt für Übernachtungen unter dem klaren Sternenhimmel.
  • Bikaner: beeindruckende Wüstenstadt mit mittelalterlicher Festung.
  • Pushkar: ein heiliger Wallfahrtsort und wichtiges kulturelles Zentrum.
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Wann ist die beste Reisezeit für eine Indien Rundreise?

Tatsächlich hat man in Nordindien etwas die Auswahl zwischen Pest und Cholera, wenn es um die Reisezeit geht. Nur einige wenige Wochen im Jahr ist der Norden ideal zu bereisen. Nachfolgend liste ich dir einmal die Zeiträume im Jahr auf, die nicht ideal sind und wieso:

November-Januar

Tatsächlich wird es um Delhi und in Rajasthan im Winter teilweise auch recht frisch. Es kann durchaus vorkommen, dass das Thermometer tagsüber im Januar nicht über 15°C klettert. In der Wüste musst du nachts teils mit Minusgraden rechnen. Die Gebäude haben keine Heizungen und so kann es nachts in der Region recht frostig werden.

Was jedoch mehr gegen diese Reisezeit spricht, ist der Smog. Jedes Jahr werden tausende Felder im Bundesstaat Punjab abgebrannt. Durch die klimatischen Bedingungen zieht die Rauchwolke kaum ab und führt zu sehr schlechter Luftqualität in Nordwestindien. Regelmäßig sind die Werte so schlimm, dass sogar Schulen geschlossen und Einheimische dazu angehalten werden, sich in Innenräumen aufzuhalten.

Der Smog führt auch bei gesunden Menschen zu Atemproblemen und einem Belag auf der Zunge. Die Sichtweite ist in dieser Jahreszeit schlecht und Orte wie der Taj Mahal oder Aussichten von Festungen sind stark beeinträchtigt.

März-Ende Mai

Die Zeit in einem Wort zusammengefasst: Hitze. Diese Zeit ist die heißeste Zeit in Nordindien. Temperaturen klettern immer wieder bis auf teils 45°C. Vor allem in den Wüstenregionen Bikaner und Jaisalmer sind Extremtemperaturen keine Seltenheit. In diesem Zeitraum liegt allerdings auch das Holi Festival – was viele Leute zum Anlass nehmen, Indien zu besuchen. Zu dieser Zeit ist es an den Sehenswürdigkeiten noch voller.

Juni-Ende August

In diesen Monaten kommt es in Nordindien zum Monsun. Die Temperaturen sind immer noch sehr hoch, doch jetzt mischt auch die Luftfeuchtigkeit mit. Die täglichen Regenschauer bieten zwar etwas Abkühlung, doch führen sie zuvor zu erdrückender Hitze. So fühlen sich 31°C immer eher wie 42°C an.

Je nachdem, wie stark der Monsun in deinem Reisejahr ist, kann es auch tagelang regnen und es kann lokal zu Überschwemmungen kommen. Solltest du in Indien auf Safari gehen wollen, so sind diese Monate ebenfalls nicht ideal, denn die meisten Nationalparks sind in den Sommermonaten für Besucher geschlossen.

Somit bleiben Februar, sowie der September und Oktober als die besten Monate, um nach Nordindien zu reisen.

Wie ist die An- & Einreise?

  • Größte Flughäfen: Neu-Delhi, Mumbai und Bangalore (Flug finden)
  • Von Frankfurt und München Direktflüge (8 Stunden) oder als Stop-over-Flüge (12 Stunden) mit Zwischenaufenthalten.
  • Zur Einreise benötigst du ein e-Visum, welches du vor Abreise online beantragst (ca. 25€ – je nach ausgewähltem Visum)
  • Achtung: Beantrage das e-Visum rechtzeitig online. In letzter Zeit kommt es häufig zu einer langen Bearbeitungszeit. Das Visum ist einige Monate nach Beantragung gültig, sodass du ruhig einen Monat vor Einreise dein Visum beantragen kannst.
  • zur offiziellen e-Visum Website

Wie reist man in Indien von A nach B?

Wenn du deine Rundreise durch Indien planst, wirst du dir natürlich überlegen müssen, wie du vor Ort von A nach B kommst. Zum Glück ist die Infrastruktur in Indien sehr gut! Die Frage ist eher, wie viel Komfort du dir leisten möchtest. Innerhalb der Ortschaften hast du die Möglichkeit, lokale Busse oder Rikschas zu nutzen. In den Metropolen kannst du auch die U-Bahn nutzen oder dir ein Uber bestellen.

Für längere Strecken gibt es mehrere Möglichkeiten: Auf langen Strecken kannst du einen Inlandsflug nehmen oder einen Nachtzug. Für kürzere Strecken gibt es die Optionen Reisebus, Zug oder privater Fahrer. Hier sind die verschiedenen Optionen im Überblick.


Inlandsflüge

Als eines der größten Länder der Erde sind die Distanzen zwischen einzelnen Städten oder Sehenswürdigkeiten oft groß. Vor allem wenn du wenig Zeit hast oder sehr lange Zugfahrten vermeiden willst, solltest du Inlandsflüge in Betracht ziehen.

Der indische Binnenmarkt wird hauptsächlich von zwei Airlines bedient: Indigo und Air India. Beide Airlines bieten kostengünstige Inlandsflüge zu vielen Flughäfen innerhalb Indiens an. Meistens ist ein Aufgabegepäckstück im Ticketpreis enthalten. Flüge von 1-2h kosten meistens nicht mehr als 50€.


Busse/Nachtbusse

Eine kostengünstige Möglichkeit, sich in Indien fortzubewegen, ist der Bus. Dabei unterscheiden sich lokale Linienbusse von Reisebussen. Linienbusse kann ich dir nicht empfehlen. Die Busse sind meist in einem schlechten Zustand, hoffnungslos überfüllt und haben weder Klimaanlage noch Fenster. Zudem fahren die Busfahrer oft rücksichtslos und Unfälle sind nicht ausgeschlossen. Tue dir selbst einen Gefallen und gebe einige Cent mehr aus und nimm eine Rikscha innerhalb von Ortschaften.

Für längere Strecken gibt es ein sehr gutes Reisebusnetz. Von Schlafbussen mit Klimaanlage bis zu alten Bussen ohne Klimaanlage gibt es alles. Bustickets buchst du am besten über die indische Website redbus. Auf der Website kannst du z.B. nach Klimaanlagen filtern und siehst auch die Bewertungen der Busunternehmen anderer Reisender. So ist es recht einfach, einen guten und komfortablen Bus zu finden, der dich auch sicher von A nach B bringt!


Züge/Nachtzüge

Dank der Briten hat Indien eines der größten und dichtesten Schienennetze der Welt. Du kommst auf den Schienen innerhalb von Indien quasi überall hin. Die Realität ist aber auch, dass es seit der Unabhängigkeit kaum Investitionen ins Schienennetz gab und die Züge somit langsam und alt sind. Die schnellste Art der Fortbewegung sind die Züge deswegen nicht. Lediglich die Strecke von Delhi nach Agra ist eine Hochgeschwindigkeitsstrecke mit mehreren weiteren Strecken, die gerade in der Planung sind.

In den indischen Zügen gibt es mehrere Klassen, die du buchen kannst. Je nachdem, wie lange du mit dem Zug unterwegs sein solltest, desto besser sollte die gebuchte Klasse sein. In den Zügen gibt es meist die Unterscheidung zwischen Sitzen und Betten und dann noch die Unterscheidung der ersten oder zweiten Klasse. Die erste Klasse hat dabei immer Klimaanlage.

Wenn du längere Strecken mit der Bahn reisen solltest, dann buche dir ein Bett. Dabei gibt es auch die Unterscheidung mit oder ohne Klimaanlage, aber auch wie viele Betten es in deinem Abteil gibt. Befinden sich drei Betten übereinander (6 Betten in einem Abschnitt), dann ist es die Three Tier Kategorie (3AC), zwei Betten übereinander ist die Two Tier Kategorie (2AC) und in der First Class (1AC) mit einer privaten Kabine.

Generell kann ich dir nur empfehlen, in der ersten Klasse zu reisen. So hast du reservierte Sitzplätze, Klimaanlage (meist recht kalt, nimm einen Pulli mit) und genügend Platz. In den anderen Klassen kann es schnell sehr voll und sehr heiß werden, sodass es sich für eine längere Fahrt nicht anbietet.


Rikscha

In den meisten Fällen ist die Rikscha die einfachste Option, sich innerhalb einer Ortschaft fortzubewegen. Rikschas findest du an jeder Straßenecke und du wirst sicherlich oft angesprochen werden, ob du nicht eine Rikscha brauchst. Das Problem der Rikscha ist, dass es keine festen Preise gibt. Da du ein ausländischer Tourist bist, wird mit garantierter Sicherheit versucht, dich abzuzocken. Frage in der Unterkunft nach ungefähren Preisen in der Stadt, sodass du anschließend auch für andere Strecken abschätzen kannst, wie viel du zahlen solltest.


Uber

In den Städten kannst du in Indien Uber nutzen. So musst du dich nicht mit Taxifahrern um Preise streiten und kannst bequem mit deiner Kreditkarte per App zahlen. Zudem hast du durch die App auch etwas mehr Sicherheit und kannst die Strecke verfolgen. Lade dir die App im Vorfeld runter, verknüpfe eine Kreditkarte und lass dich dann einfach und unkompliziert von A nach B bringen. Für eine 15-minütige Fahrt zahlt man meist nur 1-2€.


Privater Fahrer

Es gibt auch immer die Option, einen privaten Fahrer für Transfers zu buchen, diese sind aber vergleichsweise teuer. Auf manchen Strecken kann ein privater Fahrer Sinn ergeben, etwa wenn du Sehenswürdigkeiten auf der Strecke besuchen möchtest oder wenn die Abfahrtszeiten von Zügen und Bussen nicht mit deinem Reiseplan zusammenpassen (z.B. nachts unterwegs sein).

Private Fahrer für Transfers kannst du einfach finden. Entweder du schaust auf Plattformen wie getyourguide oder viator nach Transferoptionen und hast so auch gleich Bewertungen von anderen Reisenden zur Hand, oder du fragst in deiner Unterkunft nach. Die Unterkünfte werden dir immer einen Fahrer organisieren können. Wie gut der vom Hotel organisierte Fahrer ist, lässt sich vorher allerdings nicht beurteilen.

Alternativ zu privaten Fahrern für Transfers kannst du auch einen Fahrer mit Auto für deine ganze Reise buchen. Es gibt viele Agenturen und Taxiunternehmen, die diesen Service anbieten. Preislich ist diese Option mit Abstand die teuerste. Mit Sprit, Autobahngebühren, Gehalt des Fahrers plus Hotelkosten für den Fahrer belaufen sich die Kosten pro Tag auf min. 30€ (eher mehr).

Achtung: Bitte fahre nicht selbst in Indien. Der indische Straßenverkehr ist sehr anders als der europäische. Was auf den ersten Blick wie reinstes Chaos aussieht, hat durchaus ein System und es gibt gewisse Spielregeln, die nicht auf Straßenschilder zurückzuführen sind. Die Unfallgefahr im Verkehr ist hoch, vor allem wenn du an die Straßenverhältnisse nicht gewöhnt bist. Eine Rikscha für den Tag oder einen Fahrer für einen längeren Transfer zu buchen, ist immer noch sehr günstig, und du solltest dich somit nicht selbst hinters Steuer setzen.

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Ist Indien ein sicheres Reiseland?

Indien ist grundsätzlich ein sicheres Reiseziel. Trotzdem solltest du ein paar Risikofaktoren kennen.

Reisewarnung

Nicht alle Regionen in Indien sind ohne Bedenken zu bereisen. Das Deutsche Auswärtige Amt bietet dir immer aktuelle Informationen zur Lage im Land. Derzeit wird vor Reisen in die Bundesstaaten Ladakh, Jammu & Kashmir gewarnt, sowie vor Reisen in den ganzen nordöstlichen Teil Indiens. In diesen Regionen kommt es immer wieder zu terroristischen Angriffen und die Sicherheitslage ist instabil. Es ist allerdings fast sicher, dass du ohnehin nicht vorhast, in diese Regionen zu reisen.

Kriminalität

Kriminalität richtet sich in Indien meist nicht gegen Ausländer. Jedoch kann es, wie in jedem anderen Land auch, trotzdem dazukommen, dass dein Handy geklaut wird. Somit solltest du die üblichen Vorsichtsmaßnahmen treffen, um Taschendiebstähle oder andere kleinere Delikte zu vermeiden. Es ist ratsam, Wertsachen sicher aufzubewahren und in belebten Gegenden besonders aufmerksam zu sein.

Sexuelle Gewalt

Sei als alleinreisende Frau oder als Gruppe von ausschließlich Frauen aufmerksam. Es kam in der Vergangenheit zu sexuellen Übergriffen gegen ausländische Frauen. Gehe nachts nicht alleine raus und versuche dich generell lieber an belebten Orten aufzuhalten. Als westliche Frau wirst du viel angestarrt. Anstarren ist in der indischen Kultur normal und nicht verpönt. Trotzdem kann es bei dir dadurch zu Unbehagen kommen.

Naturkatastrophen

  • Überschwemmungen: Jährlich in der Monsunzeit kommt es zu teils heftigen Regenfällen im Norden. In den letzten Jahren wird die lokale Niederschlagsmenge immer höher. Auf starke Regenfälle können Überschwemmungen und in bergigen Regionen auch Erdrutsche folgen.
  • Erdbeben: In den Bundesstaaten am Himalaja kann es zu Erdbeben kommen, denn das Himalaja-Gebirge ist eine seismisch sehr aktive Region der Erde. Die meisten indischen Gebäude sind nicht auf Erdbeben ausgelegt. Sollte es zu einem Erdbeben kommen, versuche unbedingt, ins Freie zu gelangen!

Krankheiten

  • Tollwut: Einer der wichtigsten Tipps, die ich dir geben kann, ist: Lasse dich vor deiner Indienreise auf Tollwut durchimpfen. Leider gibt es in Indien viele Straßenhunde, die auf Menschen nicht immer gut zu sprechen sind. Ich habe in Indien schon öfter Straßenhunde mit den typischen Tollwutsymptomen gesehen und kann dir nur wärmstens ans Herz legen, dich zuvor impfen zu lassen, sodass du geschützt bist, solltest du gebissen werden.
  • Lebensmittelvergiftungen: So ziemlich jeder hat schon einmal vom Delhi-Belly gehört. Leider kommt es oft vor, dass sich Reisende in Indien eine sehr starke Lebensmittelvergiftung einfangen. Meine Empfehlung ist, dass du vorbereitet nach Indien reist. Habe Imodium, Kohletabletten, Elektrolyte-Päckchen und idealerweise ein Breitband-Antibiotikum dabei. All diese Medikamente bekommst du auch ohne Probleme in Indien vor Ort, doch wenn es dir erst einmal schlecht geht, kann der Weg zur Apotheke lang sein, und so hast du die Medikamente direkt zur Hand. Verhindern kannst du Lebensmittelvergiftungen nur schwer und es ist mehr Pech, wenn es dich trifft. Es gibt keine Regeln, die dich 100% vor einer Lebensmittelvergiftung schützen. Trinke natürlich nur abgepacktes Wasser aus dem Supermarkt und esse nur, wo es voll ist (Einheimische wollen auch keinen Durchfall und wenn viele Leute im gleichen Restaurant essen, steht das Essen nicht lange). Pauschal Streetfood zu verteufeln, ist falsch – manchmal ist Streetfood besser als ein gehobenes Restaurant, wo du gar nicht sehen kannst, wie das Essen gelagert und zubereitet wird.
  • Dengue/Malaria: Theoretisch gibt es in Indien sowohl Dengue, als auch Malaria. Vor allem am Ende der Monsunzeit besteht ein erhöhtes Risiko dieser Krankheiten. Außer im Bundesstaat Mizoram und Odisha gibt es aber nicht wirklich Malaria bzw. das Risiko ist genauso gering wie in Thailand. Solltest du direkt nach der Regenzeit reisen, dann habe Mückenspray dabei, aber große Sorgen musst du dir auch um Dengue nicht machen.
  • Höhenkrankheit: Einige Teile Indiens liegen im höchsten Gebirge der Welt – dem Himalaja. Auf Trekkingtouren oder an manchen höher gelegenen Orten kann es zur Höhenkrankheit kommen. Achte darauf, dass du dich langsam akklimatisierst und dich bei Symptomen auf niedrigere Höhenlagen begibst.
  • Luftverschmutzung: Die Luftverschmutzung im Norden Indiens ist während der Wintermonate extrem. Immer wieder sind nordindische Städte, die Orte mit der schlechtesten Luftqualität der Erde. Solltest du gesundheitlich vorbelastet sein, dann vermeide diese Zeit unbedingt! Auch ein gesunder Mensch sollte die Belastung durch die Luftverschmutzung aber nicht unterschätzen.

Sprache

  • Viele Sprachen werden in Indien gesprochen.
  • In Nordindien hauptsächlich Hindi.
  • Englisch (mit starkem Akzent) sprechen in touristischen Gegenden viele.

SIM-Karte & Netzabdeckung

  • Direkt am Flughafen eine Prepaid-SIM-Karte kaufen (Bester Anbieter: Jio)
  • Alternative: Um Zeit und Nerven zu sparen, kannst du dir auch vor der Reise eine eSIM-Karte holen (zu unseren Reise-eSIM-Vergleich).
  • Grundsätzlich gut
  • In sehr ländlichen Regionen kann es mal schlechteres Netz geben.

Geld

  • Indische Rupie
  • QR-Code-Zahlungen stark verbreitet (für Ausländer nicht möglich).
  • Bargeld nach QR-Code-Zahlungen weit verbreitet.
  • Meist muss man 3-6% mehr zahlen, wenn man mit Karte zahlen will.
  • Lokale und kleinere Läden akzeptieren keine Kartenzahlung.
  • Hab immer ausreichend Bargeld dabei!
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Wie hoch sind die Kosten für eine Indien Rundreise?

Du fragst dich sicherlich auch, mit welchen Ausgaben du rechnen musst, wenn du deine Indien Rundreise individuell planen willst. Die großartige Nachricht vorweg: Nordindien gehört zu den günstigsten Reiseregionen der Welt! Mit deinem Urlaubsgeld kannst du dir hier problemlos etwas Luxus gönnen und liegst preislich trotzdem noch deutlich unter einem Europa-Urlaub.

In Indien gibt es zwar enorme Preisunterschiede, von Backpacker-Hostels für 10€ bis zu 5-Sterne-Palästen für 300€, aber für eine komfortable Mittelklasse kommst du sehr günstig weg. Um dir ein besseres Gefühl für die Preise vor Ort zu geben, habe ich hier mal ein paar Beispiele von meiner eigenen Reiseroute (in der angenehmen Nebensaison im November) aufgelistet:

  • Flug (z.B. Deutschland – Neu-Delhi): ca. 600€ p.P.
  • Gutes Mittelklasse-Hotel (Doppelzimmer): ab ca. 30-50€/Nacht (teils in wunderschönen, alten Herrenhäusern!)
  • Inlandsflüge: ca. 50€ p.P.
  • Transfers: ca. 5€ p.P./Tag (bequeme Busse & Züge 1. Klasse)
  • Essen: ca. 15€ p.P. pro Tag (Mix aus Streetfood und guten Restaurants)
  • Tagestour / Safari im Ranthambore Nationalpark: ca. 110€ p.P.

Die konkreten Preise inklusive meiner Empfehlungen für Hotels findest du in den Artikeln zur jeweiligen Reiseroute, inkl. einer Kostentabelle.

Wenn ich die Ausgaben für meines 3-Wochen-Trips zusammenrechne, landest du im mittleren Preissegment bei etwa 4.460€ zu zweit. Da der Flug bei dieser Reise den größten Posten ausmacht, sinken die Kosten bei kürzeren Trips nicht extrem stark. Wenn du deine Indien Rundreise für zwei Wochen selbst planen willst, solltest du zu zweit mit ungefähr 3.200 bis 3.500€ rechnen. Es kommt am Ende natürlich immer stark darauf an, wie viele Touren du machst und wie luxuriös du schlafen möchtest.

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Unterkünfte vorab buchen?

Diese Frage bekomme ich mit am häufigsten gestellt und die Antwort darauf ist auch für Indien: „Es kommt drauf an“.

Ich selbst plane meine Reiseroute immer schon vorher und buche auch meine Unterkünfte vorab aus zwei einfachen Gründen: Gerade im bunten Chaos von Nordindien habe ich keine Lust, vor Ort kostbare Urlaubszeit damit zu verschwenden, nach einer Bleibe zu suchen. Außerdem will ich nicht den teuren „Rest“, sondern eine Unterkunft mit bestem Preis-Leistungs-Verhältnis (wie zum Beispiel die wunderschönen, alten Havelis in Rajasthan). Das klappt nur, wenn man einige Zeit vorher bucht. Willst also auch du deine Urlaubszeit nicht mit Unterkunftssuche und Preisvergleichen verbringen, empfehle ich dir, vorab zu buchen.

Natürlich weiß ich aber auch, dass einige gerade das Spontane an einem Urlaub lieben. Zählst du zu diesen Personen, dann würde dir eine komplett durchgeplante Reiseroute inklusive Hotels den Spaß an Indien eher verderben.

Grundsätzlich gilt aber: Reist du zur indischen Hauptsaison (siehe Beste Reisezeit), solltest du in jedem Fall vorab buchen, um nicht wirklich den allerletzten Rest für horrende Summen nehmen zu müssen.

Tipps:

  • Buche auch Aktivitäten (wie zum Beispiel die Tiger-Safari im Ranthambore) im Voraus, da es vor allem in der Hauptsaison schnell zu ausgebuchten Touren kommt!
  • Bei booking.com findest du sehr viele Unterkünfte mit kurzen Stornofristen – so kannst du trotz Buchung dennoch spontan bleiben. Die App, in der ich dann alle meine Buchungen übersichtlich sehe finde ich auch sehr hilfreich auf einer Indien Rundreise.

Essen

Wo soll man beim indischen Essen bloß anfangen? Die Vielfalt der Gerichte und der Geschmackserlebnisse sind beispiellos und ich bin einer der größten Fans der indischen Landesküche.

Gute Neuigkeiten für Vegetarier: Es war nie einfacher, sich vegetarisch zu ernähren! Vor allem im Norden des Landes leben die meisten Menschen selbst vegetarisch und je nach Ort muss man sogar eher nach Fleisch suchen, als umgekehrt! Selbst wenn die Einheimischen Fleisch essen, tun sie das nur selten, zu bestimmten Anlässen oder bei hohem Einkommen.

Auch als Veganer wird man lecker essen können und nicht zu lange suchen müssen. Vor allem im Süden des Landes wirst du als Veganer kaum Probleme haben, gutes Essen zu finden, denn Kokosnussmilch wird meist zum Kochen verwendet. Somit ist die Auswahl an vegetarischen und sogar veganen Optionen groß.

Ein typisches Mittagessen besteht hauptsächlich aus Reis oder einem Brot (im Norden Naan im Süden Chapati) mit verschiedenen Currys und Gemüse. Ideal sind die Thalis oder im Süden auch Meals genannt. Thalis ermöglichen dir, viel auf einmal zu probieren. Serviert wird der Reis oder das Brot mit min. 5 Currys oder Beilagen in kleinen Probiergrößen. Oftmals gibt es auch eine Süßigkeit dazu. Thalis gibt es immer als veg oder non-veg, also vegetarisch und nicht vegetarisch.

Gerichte und oft verwendete Zutaten variieren stark je nach Region. Südindisches und nordindisches Essen sind quasi zwei verschiedene Landesküchen. Jeder Bundesstaat hat oft andere traditionelle oder berühmte Gerichte.

Die Hauptunterschiede der nordindischen und der südindischen Landesküchen sind die folgenden: Die Gerichte im Norden sind cremiger (durch mehr Sahne und Butter). Im Süden hingegen findest du fast immer Kokosnuss in den Gerichten wieder. Südinder bevorzugen Reis und die Nordinder Brot. Im Süden ist das Essen zudem schärfer als im Norden.

Ich liste dir hier eine kleine (!) Auswahl sehr bekannter Gerichte Indiens auf, damit du weißt, was du unbedingt probieren solltest:

  • 🍚 Biryani: Je nach Region verschieden. Sowohl vegetarisch als auch mit Fleisch möglich. Basmatireis wird dafür mit vielen verschiedenen Gewürzen und dem Fleisch gegart.
  • 🥟 Samosas: Gefüllte Teigtaschen, die in heißem Öl frittiert werden. Die Füllung kann unterschiedlich sein. Traditionell allerdings mit einer gewürzten Kartoffelfüllung.
  • 🐔 Tandoori Chicken: Mariniertes Hühnchen, das in einem speziellen Lehm-Tandoor-Ofen gegart wird und eine rauchige Note hat.
  • 🥬Palak Paneer: Paneer ist die indische Antwort auf griechischen Feta oder europäischen Mozzarella. Von der Textur und dem Geschmack ähnlich wie Tofu, wird er in einer Vielzahl von Gerichten eingesetzt. Klassisch findet man ihn im Spinatgericht wieder. Gewürzter Spinat mit Paneerstückchen drin.
  • 🥛 Lassi: Joghurt-Drink, der mit verschiedenen Dingen verfeinert werden kann. Besonders bekannt ist der Mango-Lassi, der aus Joghurt, Wasser und Mango zubereitet wird.
  • 🍮 Gulab Jamun: Milchbasierter Teig, der in kleine Bällchen geformt und frittiert wird. Anschließend werden die Bällchen mit aromatisierten Syrup getränkt.
  • Und sooooooo viel mehr!

P.S. Bestelle bitte kein „Curry“, wenn du in Indien bist. Curry ist in Indien eine allgemeine Bezeichnung für Gerichte. Das klassische Curry, an das du denkst, gibt es so in Indien gar nicht (das Gericht, das dem am nächsten kommt, ist Korma).


Was muss ich für Indien packen?

Damit du bei deiner Rundreise nichts vergisst, haben wir dir einen Artikel über die perfekte Packliste für Indien geschrieben. Du kannst dir die Packliste sogar als PDF herunterladen und ausdrucken.

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